Tag der Mutter Erde

Freitag, 22. April 2011
Wusstet ihr, dass heute der Internationale Tag der Mutter Erde ist? Ja, ganz richtig, wir feiern heute unseren Planeten. Einfach, weil er so toll ist und uns das Leben ermöglicht.
Ist mir völlig neu und ich habe das vor Kurzem im Internet entdeckt.

Der Tag der Erde wird jedes Jahr am 22.04. begangen und soll die Menschen dazu anregen, sich der natürlichen Umwelt unserer Erde bewusst zu werden und sie besser zu schätzen. Diejenigen, die diesen Tag begehen, möchten zum Ausdruck bringen, dass sie sich dem Schutz unserer Umwelt und einem nachhaltigen Verhalten verpflichtet fühlen.
Seinen Ursprung hat der Tag der Erde in den USA, wo er zum ersten Mal am 22.04.1970 stattgefunden hat. Seit 1990 ist es ein internationaler Feiertag .

Da ich den Grundgedanken echt gut finde, habe ich mich dazu entschieden, den Tag der Erde auch zu feiern und einen speziellen Beitrag dazu zu verfassen.
Wir können ja nicht leugnen, dass wir Menschen ziemlichen Raubbau mit unserem Planeten betreiben. Aber so richtig will sich auch keiner davon verabschieden, denn dass würde bedeuten, dass wir einen großen Teil unseres Lebensstandards aufgeben müssten. Vor allem kann man sich als einzelne Person ja sowieso ziemlich hilflos fühlen und den Eindruck haben, dass es ja nichts bringt, wenn man nur als einzelner versucht, etwas Gutes für unsere Umwelt zu tun, und alle anderen lassen es. Es scheint, als sei es wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich glaube aber, dass genau diese Einstellung uns daran hindert, etwas zu verändern! Es müssen ja nicht immer gleich die großen, drastischen Veränderungen sein, wie das Abschaffen von Autos oder das wir nur noch lokale Lebensmittel konsumieren dürfen. Man kann ja auch erst einmal kleine Schritte wagen. Wenn viele einen kleinen Schritt wagen, dann kann man doch in Summer viel bewegen, oder? Oft ist eine kleine Veränderung dann auch mit einem nicht wirklich spürbaren Einschnitt verbunden, sodass es nicht wirklich schmerzt, sich ein bisschen aus der Komfortzone zu wagen.

Lustiger Weise passt der Tag der Erde und das, was dahinter steht, sehr gut zu einem Thema, was mich seit einiger Zeit beschäftigt. Ich habe nämlich angefangen, sukzessive unsere Reinigungsmittel zuhause durch solche zu ersetzen, die umweltverträglich sind. Solche Reinigungsmittel sind vollständig biologisch abbaubar, basieren auf pflanzlichen Rohstoffen und Mineralien (und nicht etwa aus reiner Chemie) und brauchen daher keine Totenkopfwarnungen auf der Flasche. Außerdem sind solche Produkte auch verträglich für unsere Gesundheit.
Natürlich ist das Angebot an solchen Reinigungsmitteln nicht so groß und nicht so stark vertreten im Vergleich zu herkömmlichen Produkten. Aber auch im normalen Super- oder Drogeriemarkt findet man ökologische Reinigungsmittel. Man muss also nicht erst in den nächsten Naturladen gehen, sondern hat schon beim gewohnten Einkaufen die Möglichkeit, eine bessere Alternative zu wählen. Vertreter hier sind z.B. die Marken Frosch und Ecover, welche mittlerweile auch die unterschiedlichsten Produkte anbieten von Spülmaschinentabs über Waschmittel zu Entkalkern. Man bekommt also alles, was man von konventionellen Anbieter auch bekommt. Ich denke wirklich, dass hier jeder ganz leicht einen Weg einschlagen kann, der besser ist für unseren Planeten und der auch gar nicht weh tut Zwinkerndes Smiley

Heute möchte ich aber noch einen Schritt weiter gehen. Denn es ist auch möglich, Reinigungsmittel aus ganz simplen und ungiftigen Inhaltsstoffen, die man häufig schon zuhause hat, selber herzustellen. Und es ist wirklich so einfach, dass es fast verboten gehört, dass man sich überhaupt noch was fertiges kauft. Zwinkerndes Smiley

Hier also mal ein paar “Klassiker” der Hausmittelchen:
  • Natron bzw. Backsoda (Natriumhydrogencarbonat):
    Natron ist wirklich ein Alleskönner. Man kann es zum Enthärten von Wasser und zum Backen verwenden. Aber es ist auch super, um Verkrustungen und Ablagerungen in Töpfen oder Thermoskannen zu lösen oder den Abfluss frei zu machen. Man streut einfach etwas Natron auf die zu behandelnde Stelle (also z.B. in den Topf), gibt heißes Wasser hinzu und lässt es einwirken. Da braucht man keinen Edelstahlreiniger mehr.
  • Essig:
    Essig bzw. die enthaltene Essigsäure eignet sich super zum Entkalken, kann aber auch als Zusatz im Putzwasser verwendet werden.
  • Zitronensäure:
    Dafür gilt das gleich wie beim Essig.
  • Teebaumöl:
    Teebaumöl wirkt desinfizierend und kann neben der Hautpflege auch im Haushalt eingesetzt werden.

Und hier ein paar “Rezepte”, wie ihr diese Hausmittelchen als Basis für Reiniger verwenden könnt:
  • Fensterputzmittel:
    Zum Fensterputzen verwende ich schon seit einer Ewigkeit keinen Glasreiniger mehr. Ich frage mich auch, warum sich das überhaupt noch verkauft, da sie doch eh nichts als Streifen hinterlassen. Ich verwende zum Fensterputzen immer einen Eimer heißes Wasser, in den ich einen kleinen Spitzer Spülmittel gebe und eine Verschlusskappe Spiritus. Das Spülmittel löst den Schmutz und der Spiritus hilft dabei, dass das Putzwasser schneller abtrocknet und keine Wasserflecken zurückbleiben.
  • Allzweckreiniger (Quelle):
    • 1 EL Natron
    • 1 Liter heißes Wasser
    • 1/2 EL Essig
    • 1 EL Teebaumöl
    • 1 EL Zitronenöl
    • Alles in eine Flasche, z.B. eine Sprühflasche füllen und gut schütteln
  • Mikrowellenreiniger (Quelle):
    • 1/2 Becher Essig
    • 2 Becher Wasser
    • Beides in einer mikrowellensicheren Schüssel mischen und in die Mikrowelle stellen.
    • Auf höchster Stufe 3-4 Minuten in der Mikrowelle erhitzen. Dabei setzt sich der Dampf an den Innenwänden ab.
    • Danach Schüssel entnehmen und die Mikrowelle innen mit einem Tuch abwischen.
  • Schimmel- und Bakterienkiller (Quelle):
    • 2 Becher Wasser
    • 25 Tropfen Teebaumöl
    • 25 Tropfen Lavendelöl
    • Alles in einer Sprühflasche mischen.
    • Auf Flächen sprühen und NICHT abwischen.

Und hier noch ein kleines Vorher-Nachher-Experiment mit meinen Töpfen. In denen hatte sich trotz normalen Spülens Ablagerungen festgesetzt, die sich so nicht mehr gelöst haben.
In jeden Topf habe ich einen halben Teelöffel Natron und einen Esslöffel Essigessenz gegeben und den Topf mit heißem Wasser aufgefüllt. Das ganze habe ich über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag habe ich die Töpfe nochmals abgespült. Alles sauber! Smiley mit geöffnetem Mund

Vorher:

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Die Zutaten:

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In Aktion:
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Nachher:

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Ich bin begeistert von der Einfachheit dieser Hausmittel und werden versuchen, öfter daran zu denken, dass es diese Alternative gibt.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Tage der Mutter Erde! Regenbogen

Mehr Infos zum Tag der Erde:
http://www.earthday.org/
http://www.earthday.de/

Habt ihr Tipps für die Verwendung von Hausmittelchen zur Reinigung? Wie steht ihr zum Thema konventionelle vs. ökologische Reinigungsmittel?
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