Fastenzeit 2011 – Update

Dienstag, 29. März 2011
Mittlerweile sind fast 3 Wochen Fastenzeit vorbei. Daher dachte ich mir, dass ich kurz berichte, wie es mit dem Konsumfasten läuft.

Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden damit bin, wie ich mit dem Verzicht auf Konsum (so wie ich ihn definiert habe) zurechtkomme. Komischer Weise, hatte ich auch gar nicht so viel Zeit und Gelegenheit, die mich zum Einkaufen von Dingen, die ich eigentlich nicht brauche, verführt hätten. Ich habe es aber auch nicht zu solchen Gelegenheiten kommen lassen. Warum soll ich einen Stadtbummel machen, wenn ich mir in nächster Zeit eh nichts kaufen will? Newsletter mit verlockenden Angeboten habe ich mir zwar angeschaut, sie sind dann aber schnell in den Papierkorb verschwunden. Sonst habe ich sie noch für ein paar Tage oder so lange das Angebot gültig war im Posteingang belassen – so nach dem Motto: “Vielleicht will ich mir ja doch noch was kaufen.”

Ich habe aber auch gemerkt, dass ich, wenn der Gedanke aufkam, dass ich diese oder jene Sache brauchen könnte, mir zunächst gesagt habe: “Ich schaue erst mal Zuhause, ob ich nicht doch schon etwas vergleichbares habe.” Und – siehe da – dem war dann auch in der Regel auch so! Smiley Das ist wirklich etwas, dass ich in Zukunft beibehalten möchte, um nicht diesen Spontankäufen zu verfallen.

Trotzdem gab es natürlich ein paar Dinge, die ich gekauft habe, bei denen ich aber entschieden habe, dass sie noch regelkonform sind:

  • Ich habe zwei Angebote bei Groupon gekauft, aber nur, da es Gutscheine für Läden sind, in denen ich regelmäßig einkaufe. Ein Gutschein ist z.B. für Body Shop, wo ich immer meine Handpflege besorge. Der Gutschein hat einen Wert von 30 €, gezahlt habe ich 12 €. Der Vorteil an den Groupon-Gutscheinen ist, dass sie eine Zeit lang gültig sind. Ich werde sie also frühestens erst nach der Fastenzeit einlösen.
  • Beim nächsten Einkauf habe ich etwas mit mir gehadert, ob er regelkonform war oder nicht: Ich habe mir eine neue GPS-Pulsuhr fürs Laufen gekauft. Ich möchte dieses Jahr an einigen Laufwettbewerben teilnehmen (mehr dazu im nächsten Beitrag!) und dafür auch angemessen trainieren. Für mich heißt das auch, dass ich mindestens eine Pulsuhr brauche, besser noch eine mit GPS. Da ich leider kein funktionierendes Gerät mehr Zuhause hatte (Pulsuhr hat trotz Batteriewechsel nicht mehr funktioniert), habe ich mich entschieden, für Ersatz zu sorgen. Ich hätte natürlich mit der Anschaffung bis nach der Fastenzeit warten können, der erste Lauf, an dem ich teilnehmen möchte, ist jedoch bereits Ende April. Die Vorbereitung beginnt also jetzt. Da es mit 140 € eine etwas größere Anschaffung war, habe ich mich aber dazu entschieden, zum Ausgleich die Fastenzeit um eine Woche zu verlängern (genau bis zu diesem ersten Lauf!) – auch wenn ich im Prinzip eine plausible “Das habe ich gebraucht”-Rechtfertigung habe.

Meine Fastenzeit dauert jetzt also bis zum 30.04. (ich habe also noch einen vollen Kalendermonat Konsumfasten vor mir) und endet nicht mit einem Familienfest (Ostern), sondern mit dem Filder-Volkslauf!
Ich finde, dass ist auch ein schöner Abschluss Smiley
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Sport.

Montag, 28. März 2011
Ich liebe Sport. So einfach ist das.

Sport ist für mich Erholung und Ausgleich von meinem Beruf, bei dem ich zum Einen den ganzen Tag meinen Allerwertesten auf einem Bürostuhl breitdrücke und zum Anderen hauptsächlich Kopfarbeit leiste. Beim Sport beanspruche ich meinen Körper und kann spüren, was der eigentlich Zweck dieser erstaunlichen “Maschine” ist. Und natürlich steckt hinter dem Sporttreiben auch das Bewusstsein, dass der Körper Bewegung braucht, um langfristig gesund zu sein und zu bleiben. Für mich ist das aber nicht die primäre Intention. Ich denke nicht, dass ich Sport nur deswegen machen MUSS, weil ich sonst nicht gesund bleibe. Obwohl das natürlich ein wichtiger Aspekt ist. Mir macht Sport einfach Spaß und ich mache gerne Sport. Wäre das nicht gegeben und wäre der Gesundheitsfaktor meine einzige Motivation, würde es mir bestimmt schwer fallen, regelmäßig Sport zu treiben. Ich muss aber auch ehrlich eingestehen, dass ich es nicht wirklich verstehen kann, wie man Sport oder Bewegung nicht mögen kann! Es muss ja nicht immer die Mitgliedschaft im Fitnessstudio sein. Aber dass manche Menschen keinerlei Bewegung in ihrem Leben haben, nicht mal in ihrem Beruf, ist schon schwer nachvollziehbar. Denn unser Körper will sich bewegen. Dafür ist er gemacht. (Ausgenommen sind hier natürlich Menschen, die aufgrund von Krankheiten oder Ähnlichem körperlich eingeschränkt sind und sich deshalb nicht richtig bewegen oder Sport treiben können).
Der Evolutionsprozess hat leider noch keinen für die Büroarbeit optimierten Körper hervorgebracht. Zwinkerndes Smiley 

Ich finde es toll, wenn ich mich richtig auspowern kann und mich z.B. nach einer Stunde Body Pump wie Pudding fühle. Dann ist für mich die Balance wieder hergestellt. Smiley

Ich möchte euch vorstellen, wie mein Sportprogramm aussieht, worauf ich Wert lege und wie ich alles in meinen Tagesablauf unterbringe.

Wenn ich Sport treibe, dann versuche ich natürlich, auch dort die Balance zu halten. Konkret geht es um die Balance zwischen Ausdauer, Kräftigung und Flexibilität.


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Für mich sind alle drei Aspekte wichtig und ich versuche immer, alle drei in meinem Sportprogramm unterzubringen (nicht zwingend in einer Einheit, aber zumindest über die Woche gesehen). Ich habe aber auch so meine Phasen, in denen ich den einen oder anderen Aspekt etwas vernachlässige. Dann mache ich z.B. relativ wenig Ausdauertraining und geh vielleicht mal nur ne halbe Stunde Laufen. Oder Ich achte nicht so sehr auf ausreichendes Dehnen. Ich lasse aber nie einen Aspekt ganz weg Zwinkerndes Smiley

  1. Ausdauer:
    Wie der Name schon sagt, trainiert man beim Ausdauertraining die körperliche Ausdauer, also die Fähigkeit, über einen längeren Zeitraum Leistung zu erbringen. Insbesondere hat es positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System und auf den Stoffwechsel (Quelle).
    Ausdauertraining ist bei mir überwiegend Laufen. Ab und an geh ich im Fitnessstudio mal auf den Crosstrainer, Fahrrad fahre ich nie im Sinne von Ausdauertraining (ich nutze das Fahrrad nur, wenn ich z.B. zum Bäcker gehe). Ich mag Laufen, da es mir die Möglichkeit gibt, an die frische Luft zu gehen, und man mit wenig “Ausrüstung” auskommt. Laufsachen sind bei mir immer dabei!

  2. Kräftigung:
    Krafttraining hat das Ziel, die Muskelmasse im Körper zu erhöhen. Der Vorteil: Muskeln verbrauchen im Ruhezustand schon mehr Energie als Fettmasse. Erhöht man also seine Muskelmasse, hat man automatisch einen höheren Energiegrundumsatz. Praktisch, oder? Zwinkerndes Smiley
    Beim Krafttraining unterscheide ich zwischen Training mit Zusatzgewichten und Training mit dem eigenen Körpergewicht.
    Mein Training mit Zusatzgewichten ist aktuell BODYPUMP, ein Kurs in meinem Fitnessstudio, bei dem man mit einem choreographierten Langhantel-Programm den gesamten Körper kräftigt (Quelle). Ich mache Body Pump jetzt seit 1,5 Jahren und es hat das Training an den Maschinen – bis auf wenige Ausnahmen – vollständig abgelöst.
    Mit dem eigenen Körpergewicht trainiere ich bei Pilates. Pilates ist für mich eine super Ergänzung zu BODYPUMP, da dabei häufig auch kleinere, tiefliegende Muskeln mittrainiert werden, die ich im Body Pump nicht beanspruche. Außerdem ist für mich Pilates super, da man im Grunde lediglich eine Matte fürs Training braucht, was ideal ist, wenn man viel auf Reisen ist (man kann auch mit Zusatzgewichten, einem Ball etc. trainieren, aber das ist nicht zwingend notwendig).

  3. Flexibilität:
    Von vielen vernachlässigt: das Dehnen der Muskeln! Für mich ist das genauso wichtig wie das eigentlich Training. Das Dehnen hat mehrere Funktionen, z.B. geht es darum, die Muskeln vor dem Verkürzen zu bewahren, aber auch die Beweglichkeit und Gelenkigkeit des Körpers zu trainieren (Quelle). Ob Dehnen das Verletzungsrisiko nachhaltig minimieren kann und die Erholung beschleunigt, wird teilweise kontrovers diskutiert.
    Ich integriere verschiedene Formen des Dehnens in mein Training. Beim Aufwärmen mache ich dynamische Dehnübungen, nach dem Training eher statische Dehnübungen.
    Als Dehnungsprogramm kommt bei mir fast immer Yoga zum Einsatz. Es gibt einfach so viele wunderbare Yogapositionen, die sich zu einer einfachen Abfolge zusammenfügen lassen und neben der Dehnung auch die Anspannung in Körper und Geist lösen.

Zu allen drei Punkten werden in Zukunft noch separate Posts folgen!

Ich mache im Schnitt 4 Mal die Woche Sport im Sinne von Ausdauer- und/oder Krafttraining inkl. Dehnen. Manchmal sind es 5 oder 6 Mal, manchmal auch nur 3 Mal. Ich gehe mit der Einstellung an die Sache ran, jeden Tag etwas Bewegung unterzubringen. Das klappt natürlich nicht immer, ich nehme es mir jedoch jeden Tag aufs Neue vor. Ich habe mich davon verabschiedet, “nur” an festen Tagen Sport zu machen. Feste Sporttage zu haben ist bestimmt sinnvoll, z.B. für jemanden, der erst wieder Sport in seinen Alltag integrieren möchte und sich das Training fest einplanen will, oder natürlich, wenn man andere Abhängigkeiten, wie z.B. Kinder, hat. Für mich ist Sport aber so selbstverständlich, dass ich nicht an dedizierten Tagen einplanen muss, tatsächlich Sport zu treiben. Wenn es an einem Tag nicht klappt, da ich zu lange arbeiten musste oder der Berg mit Bügelwäsche wartet, dann weiß ich, dass ich am nächsten Tag oder in den nächsten Tagen dazu Zeit finden werde. Hilfreich dabei ist auch, dass es bei mir nicht immer das 2-Stunden-Programm sein muss. Ich verfolge das Motto, dass 30 Minuten Sport besser sind als gar kein Sport.

Was ich jedoch täglich mache ist Yoga. Das ist bereits Teil meines morgendlichen “Aufstehen-Aufwachen-Fertigmachen-Rituals”. An Tagen, an denen es mir dann wirklich nicht mal zu den 30 Minuten Sport reicht, habe ich auf jeden Fall Zeit für 20 Minuten Yoga. Die habe ich dann in der Regel auch nötig! Wenn ich nicht mal 30 Minuten Sport machen kann, dann war der Tag so stressig, dass ich auf jeden Fall etwas Entspannung brauche – und die finde ich immer beim Yoga Smiley

Ich fände es toll, wenn Bewegung und Sport für alle etwas Selbstverständliches wären. Unser Körper will – und muss – bewegt werden!

Wie wichtig sind euch Sport und Bewegung? Ist es für euch einfach, das in euren Alltag zu integrieren? Welchen Sport mach ihr am liebsten?
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Song der Woche KW 12/2011

Sonntag, 27. März 2011
oMein Song der Woche ist “Use Somebody” von Kings of Leon.

Zwei Jahre ist es her, dass wir in Südafrika waren. Dieser Urlaub war einfach nur der Hammer! Und da mich aktuell das Fernweh plagt, denke ich nur zu gern daran zurück.
“Use Somebody” ist in dieser Zeit Teil unseres Urlaubssoundtracks geworden, der die ganze Zeit im Radio lief. Wir waren in Südafrika mit dem Auto unterwegs und haben auf unseren Fahrten immer den Radiosender 5fm gehört. Ich schalte ihn noch heute häufig übers Webradio ein, da der Musikmix einfach super ist!

Ich muss einfach noch ein bisschen in Erinnerungen schwelgen Zwinkerndes Smiley

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Tag der Entscheidung

Montag, 21. März 2011
Kennt ihr das Gefühl, wenn ein Vorhaben durch Umstände, die man nicht beeinflussen kann, scheitert, man aber alles probiert hat, ein Scheitern zu verhindern? Man versucht, die Situation rational zu werten, sie nicht als Scheitern zu beurteilen, da man seine Möglichkeiten ausgeschöpft hat. Und trotzdem bleibt da dieser fahle Nachgeschmack der Enttäuschung, so sehr man sich auch versucht einzureden, dass einen keine Schuld trifft.

So etwas kommt immer vor, im Beruf und im Privatleben.

Mein Freund und ich stehen aktuell vor einem solchen gescheiterten Vorhaben. Wenn ich euch gleich erzähle, worum es geht, werden bestimmt einige denken: “Oh mein Gott, was macht die denn für ein Drama aus dieser Lappalie!” Aber es geht wirklich um eine Herzensangelegenheit und ich bin sehr traurig, dass sie nicht funktioniert hat.

Vor fast genau einem Jahr haben wir uns entschieden, dass wir wieder tierischen Zuwachs wollen, nachdem unsere Katze ein halbes Jahr zuvor verschwunden war (und mit verschwunden meine ich wirklich wie vom Erdboden verschluckt).
Wir wollten auf jeden Fall Katzen aus dem Tierheim oder von der Katzenhilfe, da dort die Not am größten ist. Außerdem wollten wir gerne zwei Katzen, einen Kater und eine Katze, und sie sollten Freigänger sein bzw. zu Freigängern gemacht werden können (wenn man das so sagen kann).
Nach einigem Suchen sind wir in einem Tierheim in der Nähe fündig geworden, die zwei Katzen abzugeben hatten, Kater und Katze, welche sie auch nur gemeinsam weitergeben wollten, da sie sich scheinbar so gut verstehen.

Bild aus der Tierheimanzeige: Links der Kater, rechts die Katze

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Beim Kater hatte man uns vorgewarnt, dass er sehr sehr scheu sei und sich kaum anfassen lässt. Die Katze sei aber das komplette Gegenteil, also zutraulich und verschmust, und hätte durch ihre etwas vorlaute Art den Kater auch ein bisschen aus der Reserve locken können, seit sie zusammen sind. Wir haben uns gedacht, dass sich das doch ganz gut anhört. Der scheue Kater hat uns nicht weiter abgeschreckt, da wir wussten, dass sich sowas auch noch ändern kann, wenn ein Tier mal in einem Zuhause ist, wo es sich wohlfühlt. Also haben wir den beiden ein neues Zuhause geschenkt und waren froh, dass wir wieder tierische Mitbewohner hatten.

In den ersten Wochen waren die Katzen in der Wohnung und durften nicht raus. Das ist das normale Vorgehen, wenn man Katzen an ein neues Wohnungsumfeld gewöhnt. In dieser Zeit ist uns schon aufgefallen, dass die beiden sehr aktiv sind und ihnen die Welt auf der anderen Seite des Fensters nicht unbekannt ist. Wir haben ihnen den Namen Sookie und Jackson gegeben (in Anlehnung an eine meiner Lieblingsserien). Jackson war wirklich sehr scheu, hat aber nach und nach Fortschritte gemacht. Man hat bei ihm gemerkt, dass er wirklich ein Streuner gewesen sein muss, bevor er ins Tierheim kam, da die ganz normalen Haushaltsgeräusche für ihn völlig neu und beängstigend waren. Das hat sich aber nach und nach gelegt.

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Wir waren dann froh, als die Zeit der Eingewöhnung vorbei war, und wir die beiden rauslassen konnten. Zu anfangs war auch alles super: Die beiden hatten sich an die Katzenklappe und die Katzenleiter, die von unserem Balkon im Hochparterre in den Garten hinterm Haus führt, gewöhnt, hatten in der Wohnung ihre Plätze gefunden und haben sich weiterhin gut vertragen. Irgendwann ist uns aber aufgefallen, dass Sookie seltener nach Hause kommt, teilweise auch nicht zu den üblichen Essenszeiten zurückgekommen ist. Der Kater war im Vergleich dazu viel häufiger da. Wir haben uns zunächst nicht viel dabei gedacht und es eher auf ihren Freiheitsdrang geschoben. Dass etwas nicht in Ordnung ist, ist uns erst bewusst geworden, als wir bemerkt haben, dass Sookie Jackson völlig grundlos angeknurrt und gefaucht hat, wenn die beiden sich über den Weg gelaufen sind. Das Ganze hat sich dann so zugespitzt, dass sie regelrecht auf ihn losgegangen ist, sobald sich ihre Wege kreuzten, und sie häufig nur für fünf Minuten zuhause geblieben ist, wenn er auch da war.

Wir waren ehrlich gesagt ziemlich ratlos, da wir gar nicht einschätzen konnten, was der Auslöser ihres Verhaltens ist: Ist sie einfach nur genervt von ihm, liegt es an einem Verhalten seinerseits, das sie provoziert etc. Zwischen”katz”liche Beziehungen können eben auch komplex sein. Wir hatten zwischenzeitlich einiges probiert, aber nichts hat das Verhältnis entspannt.
Mit dem nahenden Winter und kalten Witterungen, haben wir uns gezwungen gesehen, uns professionelle Hilfe zu holen. Auch wenn Katzen rein theoretisch natürlich draußen im Winter überleben können, so hat man für dieses Tier ja eine Verantwortung übernommen und möchte, dass es bei Kälte nach Hause kommen kann und auch genug zu fressen bekommt. Wir haben eine Tiertherapeuten um Rat gebeten, die uns bei einem Besuch bei uns Zuhause einige Tipps gegeben und mögliche Ursachen erläutert hat. Sie hat uns aber gleich vorgewarnt, dass es keine Erfolgsgarantie gibt, nicht mal, dass die beiden sich zumindest in Zukunft akzeptieren werden und ein weiteres Zusammenleben möglich ist.

Die beiden Rabauken hatten jetzt über 4 Monate “Hausarrest”, mit dem Ziel, wenn der Umgang zwischen beiden sich wieder entspannt, sie wieder in die Freiheit zu lassen. Es gab viele Hochs und Tiefs in dieser Zeit, aber letzten Endes waren wir der Meinung, dass sie bereit sind für den großen Tag – nachdem sie den Besuch beim Tierarzt überstanden hatten (Auffrischen von wichtigen Impfungen). Letzen Donnerstag war es dann soweit: Die Balkontür ging auf und blieb offen für die beiden. Die Katzenklappe wurde auch wieder geöffnet. Es hat nicht lange gedauert, bis beide ihren Weg nach draußen gefunden hatten. Wir waren froh und erleichtert, aber auch skeptisch, da wir nicht wussten, wie sich das dann in nächster Zeit entwickelt. Unsere Skepsis wurde leider viel früher bestätigt, als uns lieb war. Es verging keine Stunde, nachdem wir beide rausgelassen hatten, sie wieder zurückkamen und in der Wohnung aufeinandertrafen: Knurren, Fauchen, Brummen. Alles wieder auf Anfang. Balkontür und Katzenklappe gingen erst mal wieder zu. Das ist echt total deprimierend! Wir haben so gehofft, dass es jetzt klappen würde. Aber es soll wohl nicht sein. Trauriges Smiley

Übers Wochenende haben wir viel hin- und herüberlegt. Natürlich wollen wir beide behalten, da wir sie ins Herz geschlossen haben. Die Konsequenz wäre aber, dass sie Wohnungskatzen werden müssten, was unserer Auffassung von einer katzengerechten Haltung widerspricht. Außerdem ändert sich dadurch ja auch nichts an der Tatsache, dass Sookie, warum auch immer, den Kater nicht leider kann und das Verhältnis zwischen beiden immer angespannt bleiben wird. Die logische Konsequenz ist also, dass wir einen von beiden abgeben, damit es beide besser haben (auch wenn es uns dabei echt schlecht geht). Gott sei Dank haben sich die Eltern meines Freundes bereit erklärt, einen der beiden bei sich aufzunehmen! Sie haben schon seit einigen Jahren keine eigene Katze mehr gehabt, sind aber auch Katzenliebhaber und wohnen in der Nähe. Sie haben sich für den Kater entschieden, was für mich völlig in Ordnung ist (ich hätte mich nicht entscheiden können). Der “Umzug” wird in knapp 3 Wochen stattfinden. Bis dahin genieße ich die Zeit, die ich noch mit Jackson habe. Natürlich ist er nicht aus der Welt, aber es wird schon eine Umstellung sein.

Ich hoffe aber, dass es beiden Katzen danach richtig gut gehen wird! Smiley

Für mich bleibt zur Zeit trotzdem die Enttäuschung und ich muss mir vor Augen führen, warum es in Zukunft besser für die Katzen sein wird und dass ihr Wohl im Vordergrund steht.

Habt ihr für eure Haustiere auch schon mal eine schwere Entscheidung treffen müssen?
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Song der Woche KW 11/2011

Sonntag, 20. März 2011
Mein Song der Woche ist “This = Love” von The Script.

Dieses Lied macht das aus, was für mich ein perfekter Song ist: Eine tolle Melodie, die mich auf eine besondere Art berührt, ein toller Sänger mit einer tollen Stimme, und dann noch ein super Songtext (den ihr auch in dem verlinkten Video nachlesen könnt). Ich meine, was will man mehr von einem Lied???

Dieses Lied trifft meiner Meinung nach genau das, worauf es in Leben ankommt: Liebe. Wo und was wären wir denn ohne Liebe in unserem Leben? Liebe ist doch das, wofür es sich zu kämpfen lohnt, was einem den Antrieb gibt, auch schwierige Zeiten durchzustehen. Liebe, das ist Liebe, die man anderen schenkt, die man von anderen bekommt und auch diejenige, die man sich selber entgegen bringt Herz.

Hier der Songtext des Refrains (alleine vom Lesen bekomme ich Gänsehaut!):

This is why we do it this is worth the pain
This is why we bow down and get back up again
This is where the heart lies, this is from above
Love is this, this is love
Love is why we do it love is worth the pain
Love is why we fall down, get back up again
Love is where the heart lies love is from above
Love is this, this is love
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Pancakes zum Frühstück? Aber gerne!

In meinem letzten Post habe ich ja schon geschrieben, dass ein entspanntes Frühstück am Wochenende für mich ein Muss ist.
Außerdem fällt das Frühstück bei mir am Wochenende immer etwas größer und ausgiebiger aus als unter der Woche, da der Tagesrhythmus anders ist als an einem Arbeitstag: Zum Einen stehe ich später auf. Zum Anderen habe ich auch meistens nur 2 große Mahlzeiten – Frühstück nach dem Aufstehen und ein warmes Essen am Nachmittag/frühen Abend. Dazwischen esse ich oft nur eine Kleinigkeit.
Das große Frühstück hängt auch damit zusammen, dass ich oft schon mit knurrendem Magen aufwache. Da muss natürlich für Abhilfe gesorgt werden! Smiley mit geöffnetem Mund
Natürlich achte ich auch hier darauf, dass etwas Gesundes auf den Tisch kommt, wie z.B. ein Vollkornbrötchen mit Magerquark und Marmelade.

Heute hatte ich aber Lust auf Pancakes.
Ich liebe Pancakes und finde es echt schade, dass sie nicht zu den “normalen” deutschen Frühstücksgepflogenheiten zählen – zumindest noch nicht Zwinkerndes Smiley
Wenn der Tag aber mit so etwas beginnt, kann doch nichts mehr schiefgehen, oder?

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Vor einiger Zeit habe ich ein Pancake-Rezept gefunden, welches ohne Zucker, Fett und Eier im Teig auskommt, aber trotzdem super lecker ist! Da keine Eier benötigt werden, lässt sich die gewünschte Menge Pancakes ganz leicht variieren, sodass man auch für eine einzelne Person Pancakes machen kann (was ich nicht nur ein Mal gemacht habe!).

Gesunde Dinkel-Pancakes (Basisrezept)
Für 1 Person, ca. 4 Pancakes von jeweils 10 cm Durchmesser
Basierend auf den Healthy Spelt Pancakes For One gefunden auf ohsheglows.com (einer meiner Lieblingsblogs!)

Zutaten:
  • 1/2 Becher Dinkelvollkornmehl (siehe Hinweis)
  • 1/2 Tl Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 1 Tl Backpulver
  • 1/2 El gemahlene Leinsamen
  • 1/2 El Eiweißpulver (optional, macht die Pancakes aber richtig schön fluffig)
  • 1/2 Becher Milch oder Milchalternative eurer Wahl (siehe Hinweis)

Hinweis: 1 Becher = 225 ml


Zubereitung:
  1. Eine beschichtete Pfanne auf dem Herd heiß werden lassen.
  2. Währenddessen alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mit einem Schneebesen mischen.
  3. Die Milch hinzugeben und alles gut mit dem Schneebesen verrühren.
    Der Teig ist im Unterschied zum Pfannkuchen- oder Crepe-Teig nicht sehr flüssig, sondern etwas dicker und zähflüssiger.
  4. Etwas Öl (1 Tl reicht schon) in die Pfanne geben und heiß werden lassen (auch wenn man eine beschichtete Pfanne nimmt, empfiehlt es sich, etwas Öl/Fett zu verwenden, damit man die Pancakes problemlos wenden kann).
  5. Nun den Pancake-Teig portionsweise in die Pfanne geben und die Temperatur der Herdplatte auf niedrig bis mittel zurückstellen.
    Hier könnt ihr natürlich mit der Größe der Pancakes variieren. Ich mache in der Regel 4 Pancakes daraus (meine Pfanne ist viereckig, da bietet sich das an).
  6. Wenn sich auf der Oberseite der Pancakes kleine Bläschen gebildet haben, ist es Zeit, sie zu wenden.
  7. Auf der anderen Seite backen lassen.
  8. Fertig!

Die Pancakes schmecken super z.B. ganz klassisch mit Ahornsirup, aber auch mit Quark, Marmelade, Nussbutter, Nutella, Apfelmus etc.
Wer es etwas süßer mag, der kann dem Teig natürlich noch Zucker zugeben. Ich finde aber, dass man darauf gut verzichten kann, da ja immer noch was Süßes obendrauf kommt.

Heute habe ich eine Variation des obigen Rezepts gemacht:

Bananen-Schoko-Dinkel-Pancakes
Für 2 Personen, ca. 9 Pancakes von jeweils 10 cm Durchmesser

Zutaten:
  • 1 Becher Dinkelvollkornmehl
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 2 Tl Backpulver
  • 1 El gemahlene Leinsamen
  • 1 El Schoko-Eiweißpulver
  • 2 El Carobpulver (es geht auch Kakaopulver)
  • 1 reife Banane
  • 1 Becher Milch (ggf. noch etwas mehr)

Zubereitung:
  1. Eine beschichtete Pfanne auf dem Herd heiß werden lassen.
  2. Währenddessen alle trockenen Zutaten in einer Schüssel mit einem Schneebesen mischen.
  3. In einer weiteren, kleinen Schüssel die Banane mit einer Gabel zerdrücken und mit der Milch mischen.
  4. Die Bananenmilch zu den trockenen Zutaten geben und alles gut mit dem Schneebesen verrühren.
    Ggf. benötigt man noch etwas mehr Milch, damit der Teig schön glatt wird. Er darf aber nicht zu flüssig werden!
  5. Etwas Öl (1 Tl reicht schon) in die Pfanne geben und heiß werden lassen.
  6. Nun den Pancake-Teig portionsweise in die Pfanne geben und die Temperatur der Herdplatte auf niedrig bis mittel zurückstellen.
  7. Wenn sich auf der Oberseite der Pancakes kleine Bläschen gebildet haben, ist es Zeit, sie zu wenden.
  8. Auf der anderen Seite backen lassen.
  9. Um die erste Ladung Pancakes warm zu halten, während ihr die nächste Ladung macht, einfach auf einen Teller im Backofen bei 100°C legen.
  10. Fertig!

Diese Pancakes sind fluffig UND saftig durch die Banane.
Ich war heute Morgen schon im Pancake-Himmel! Laut lachen

Der Teig hat eine karamellbraune Farbe durch das Carobpulver:

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Hallo Bläschen! Zwinkerndes Smiley

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Gewendet.

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Lecker!

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Heute ist super schönes Wetter bei mir! Sonne
Hatte ich gar nicht mir gerechnet, aber ich will mich überhaupt nicht beschweren. Zwinkerndes Smiley
Heute Nachmittag gehe ich noch ins Fitnessstudio für eine Runde Body Pump (mein absoluter Lieblingskurs!).

Wünsche euch einen wunderschönen und erholsamen Sonntag!

Wie sieht denn bei euch das Frühstück am Wochenende aus? Schmeißt ihr auch mal den Herd an?
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Auf die faule Haut gelegt

Freitag, 18. März 2011
Mal so richtig faul sein ist eine tolle Sache und absolut notwendig, um die Akkus aufzuladen. Das ganze hat aber nur dann eine erholsame Wirkung, wenn danach nicht der große Stress ausbricht.

Für mich ist in den letzten Monaten besonders wichtig geworden, die Zeit an den Wochenenden ausgewogen aufzuteilen zwischen den Dingen, die ich tun SOLLTE (wie z.B. Lebensmittel einkaufen, Wäsche waschen, Ablage machen etc.), den Dingen, die ich tun MÖCHTE (z.B. Sport machen, mit Freunden treffen, backen etc.), und dem Nichtstun (z.B. lange beim Frühstück sitzen, lesen, ein Nickerchen machen, einen Film schauen etc.). Dies liegt daran, da ich die Woche über immer für mehrere Tage beruflich unterwegs bin. Dinge, die ich sonst auch mal auf einen Abend unter der Woche schieben konnte, wenn ich am Wochenende nicht dazu kam, muss ich jetzt häufig direkt erledigen. Denn "schieben” bedeutet jetzt, es auf das nächste Wochenende zu schieben, an dem in der Regel wieder etwas Neues ansteht.
Die Zeit, die mir zur Verfügung steht, um Dinge zuhause zu machen, hat sich einfach drastisch reduziert. Das hat oft dazu geführt, dass ich am Wochenende total gestresst und genervt war, weil ich so vieles unterbringen wollte. Am schlimmsten wurde der Stress aber, wenn ich die Zeit vertrödelt hatte – also spontan faul war – und mir dann auffiel, dass ich ja viel zu wenig Zeit habe, um den ganzen Rest zu machen. Da ich eh jemand bin, der leicht in Panik ausbricht, ist das dann für die Beteiligten nicht immer ein Spaß Engel

Mein Credo ist daher jetzt “Geplantes Faulsein”. Das nimmt dem Faulsein zwar die vielbesagte Spontaneität, aber für mich ist das ein Kompromiss, den ich gerne eingehe. Außerdem ist es doch nun mal so, dass wir alle viel zu tun haben, auch am Wochenende und niemand die ganze Zeit total spontan unterwegs sein kann.

Wie sieht das geplante Faulsein also aus:
  1. Identifizieren, was zur Erholung beiträgt:
    Man sollte sich im Vorfeld darüber klar werden, auf welche Dinge man generell am Wochenende nicht bzw. nur ungern verzichten möchte, da sie zur Erholung beitragen.
    Bei mir sind das z.B. mindestens am Sonntag auszuschlafen (Ausschlafen ist für mich Entspannung pur! Egal, wie lang ich dann letzten Endes schlafe.), am Sonntagnachmittag ins Fitnessstudio zu gehen, entspannt zu frühstücken. Das brauche ich am Wochenende einfach!
  2. Aufgabenliste machen:
    Ich mache mir freitags eine Liste mit den Dingen, die ich am Wochenende tun sollte und tun möchte. Dabei markiere ich die Punkte, die ich nur an einem bestimmten Tag mache, indem ich dahinter in Klammern den Tag schreibe, also z.B. “Lebensmittel einkaufen (Sa)”.
  3. Fokussieren und Liste überarbeiten:
    Wenn ich die Liste fertig habe, dann schaue ich kritisch drüber, ob ich überhaupt alles unter bekomme. Sollte ich den Eindruck haben, dass es zu viel ist, dann streiche ich entweder Punkte ganz raus oder ich markiere Dinge, die ich nur mache, wenn noch Zeit ist, mit einem Sternchen.
    Oft muss ich aber gar nichts streichen. Häufig hat man ja das Gefühl, man muss so wahnsinnig viel machen. Wenn man sich dann mal alles aufgeschrieben hat, ist es gar nicht mehr so viel Smiley
  4. Das Wochenende genießen, Dinge erledigen und das Faulsein nicht vergessen Zwinkerndes Smiley
  5. Punkte von der Liste streichen:
    Es ist ein super Gefühl, wenn man einen Punkt von der Liste streichen kann – zumindest für mich! Man sieht den Fortschritt und was noch ansteht Smiley mit geöffnetem Mund

Seitdem ich dieses Vorgehen verfolge, sind meine Wochenenden viel entspannter. Listen zu machen ist natürlich nicht jedermanns Sache. Ich persönlich bin ein totaler Listenfanatiker – beruflich und privat. Es hilft mir dabei, Dinge zu visualisieren, zu strukturieren und Raum zu machen für neue Ideen und Gedanken, da ich sozusagen mein Hirn durch das Aufschreiben von dem befreie, was dort aktuell so rumschwirrt. Bei mir dauert es auch keine 5 Minuten, die initiale Liste zu machen (die dann ggf. übers Wochenende angepasst wird). An manchen Wochenenden mache ich auch gar keine Liste.
Als Listenmedium nehme ich für die Wochenendliste häufig einen Zettel, den ich dann an die Magnetwand in der Küche hänge. Für die Arbeit und Dinge, die ich unter der Woche erledigen möchte, nehme ich die Aufgabenfunktion im Outlook. Die Nutzung unterschiedlicher Medien liegt daran, da ich während der Arbeit die ganze Zeit den Laptop nutze (also Outlook immer geöffnet ist), diesen am Wochenende aber nur unregelmäßig anmache (also keinen permanenten Zugriff auf Outlook habe und ein Zettel praktischer ist).

So, ich muss jetzt mal meine Liste machen! Laut lachen

Wie geht ihr mit dem Wochenend-/Freizeitstress um? Gibt es das überhaupt bei euch? 
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Gesund auf Geschäftsreisen – Tipp #3: Gewohnheiten anpassen

Montag, 14. März 2011
Ich habe mich heute Morgen schon in aller Frühe auf den Weg nach Wolfsburg gemacht. Dieses Mal habe ich den Flieger nach Hannover genommen, wo mich ein Kollege netter Weise abgeholt hat. Ich muss sagen, dass es in Summe wirklich total super geklappt hat. Mal schauen, ob ich in Zukunft öfter mal aufs Flugzeug umsteigen werden anstatt mit dem Zug zu fahren. Der Schwabe in mir tendiert ja eher zum Zug, da es günstiger ist Zwinkerndes Smiley

Nun aber zum eigentlichen Thema:
In den letzten Woche ist mir aufgefallen, dass ich etwas zugenommen habe. Nichts Dramatisches, aber da ich mich nicht wiege, habe ich keine konkreten Zahlen als Beweis. Ob ich zugenommen habe, merke ich immer daran, wie meine Hosen sitzen. Ich habe mein Fettpölsterchen eher auf der Körperrückseite und nehme auch dort zu, sodass es mir beim Blick in den Spiegel nicht gleich auffällt, sondern erst, wenn die Hosen kneifen. Würde ich mich wiegen, hätte ich zwar eine ständige Kontrolle und könnte wahrscheinlich viel früher eingreifen. Ich habe aber für mich festgestellt, dass mich das Wiegen nur nervös macht und Stress in mir auslöst. Daher habe ich damit aufgehört. Ich hatte aber in den letzten 3-4 Jahren auch gar nicht das Bedürfnis mich zu wiegen, da meine Körpermaße ziemlich konstant waren (zumindest nach Klamotten-Check).

Ich habe also darüber nachgedacht, was sich in den letzten Monaten geändert hat und ggf. dazu geführt haben könnte, dass ich zugenommen habe. Eine ganz gravierende Änderung ist natürlich, dass ich unter der Woche für mehrere Tage projektbedingt in Wolfsburg und nicht zuhause bin. Obwohl ich natürlich versuche, meine sonstigen Gewohnheiten/Abläufe/Routinen von Zuhause beizubehalten, ist es natürlich unrealistisch, dies wirklich 1:1 auch auf die Tage zu übertragen, an denen ich nicht Zuhause bin.

Nach einigem Überlegen habe ich glaube ich den Hauptübeltäter identifizieren können: Ich habe abends einfach viel zu spät und häufig auch zu viel gegessen, auch wenn ich natürlich auf gesunde Ernährung achte und auf Kohlehydrate aus Brot, Nudeln, Kartoffeln, Getreiden etc. bis auf einige Ausnahmen verzichte. Mit viel zu spät gegessen meine ich, dass ich oft erst nach 21 Uhr gegessen habe. Die Gründe hierfür sind ganz einfach:
  1. Arbeiten bis ca. 18:00.
  2. Nichts mehr essen, bevor ich abends Sport gemacht habe.
  3. Sport gemacht bis ca. 20:30.
  4. Anschließend geduscht.
  5. Und dann habe ich erst gegessen.
Bis dahin hatte ich natürlich schon einen Riesenhunger und musste was essen. Wie schon gesagt verzichte ich abends auf die gängigen Kohlehydratquellen, d.h. mein Abendessen beinhaltet Gemüse/Salat mit z.B.Putenbrust, Schafskäse, Thunfisch entweder als warmes oder kaltes Gericht. Und leider waren auch die Portionen, die ich mir gemacht habe, manchmal etwas zu üppig, da ich beim Einkaufen falsch eingeschätzt hatte, was ich in der kurzen Zeit wirklich verbrauche, und nichts wegschmeißen wollte, wenn ich wieder abgereist bin (zuhause hat man dieses Problem natürlich nicht!). Alles nicht so ideal…. Wenn ich zuhause bin und abends noch zum Sport gehe, dann esse ich i.d.R. 1-1,5 Stunden bevor ich zum Sport gehe noch eine kleine Schüssel Müsli/Flakes, damit ich Energie fürs Workout habe. Danach gibt es dann noch einen Eiweiß-Shake oder Eiweiß-Smoothie. Wenn ich keinen Sport mache, dann esse ich häufig einen Salat. Meine Gewohnheiten zuhause unterscheiden sich also von dem, was ich in Wolfsburg mache. Und das heißt, dass ich Anpassungen vornehmen muss, da ich eben nicht alles so machen kann wie zuhause (z.B. einen leckeren Smoothie zubereiten). Folgendes habe ich seit letzter Woche umgestellt:
  • Ich stehe morgens eine halbe Stunde früher auf und mache eine Sporteinheit, i.d.R. Pilates.
    Ich bin eigentlich kein Morgensportler. Ich fühle mich einfach besser beim Sport, wenn ich ihn abends mache. Was morgens überhaupt nicht geht ist Laufen. Mich morgens nach draußen zu quälen, wenn ich noch nicht mal Ansatzweise wach bin, ist einfach grausam. Außerdem wird mir häufig übel, wenn ich so früh Laufen gehe mit leerem Bauch und ohne Energie (ist ja nicht so, als ob ich es nicht schon probiert hätte). Letzte Woche habe ich morgens für 5-10 Minuten ein Warm-Up mit kurzen Intervallen und hoher Intensität gemacht, gefolgt von 30-40 Minuten Pilates und 10 Minuten Dehnen inkl. Yoga (5 Mal Sonnengruß – wie jeden Morgen!). In Summe also zwischen 45-60 Minuten Sport. Ich komme dann zwar später zur Arbeit, was bei mir aber kein Problem ist, da ich flexible Arbeitszeiten habe und abends einfach länger bleibe.
  • Wenn ich abends noch Sport machen will, dann maximal eine halbe Stunde laufen und/oder Yoga. Abends Laufen gehen ist für mich optimal zum Abschalten nach dem Arbeiten. V.a. die Tatsache, nochmal an die frische Luft zu kommen, nachdem ich den ganzen Tag im Büro gesessen bin, ist einfach großartig. Ich werde das aber nur machen, wenn ich nicht zu lange arbeite und noch vor 20 Uhr essen kann. Ansonsten kann ich auch bei Yoga super entspannen. Heute bin ich z.B. um 18:45 Laufen gegangen (6 km in 32 Minuten) und habe danach 20 Minuten Yoga gemacht. Anschließend habe ich gleich gegessen und danach erst geduscht.
  • Ich werde genauer überlegen, was ich fürs Essen einkaufe, und lieber etwas zu wenig kaufen als zu viel.
Für diese Woche habe ich z.B. folgendes gekauft:

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Blattsalat, Tomaten, Paprika, Schafskäse und Avocado sind für das heutige Abend- und morgige Mittagessen (morgen Abend geht’s mit den Kollegen zum Essen). Der große Joghurt und die Bananen sind für mein Frühstück, die Äpfel und kleinen Joghurts sind Snacks.

Mein Abendessen sah wie folgt aus:

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Salatsauce habe ich mir in einem kleinen Glas (z.B. ein Pesto-Glas!) von zuhause mitgebracht. Der Salat was super lecker! Ich werde mir aber für nächste Woche noch einen Körnermix mitnehmen, das mag ich total gerne auf Salat.

Ich hoffe, dass ich mit diesen Änderungen den Fettpölsterchen den Kampf ansagen kann! Ich werde natürlich auch sonst etwas mehr darauf achten, was ich esse, und mir die eine oder andere Nascherei verkneifen. Ich möchte jedoch keine krasse Diät machen. Am Ende geht’s aber trotzdem darum, weniger Energie aufzunehmen als man verbraucht. Vielleicht werde ich zumindest das Maßband nutzen um zu sehen, ob ich an Körperumfang verliere. Das Maßband ist mir irgendwie nicht so unsympathisch Zwinkerndes Smiley 

Seid ihr auch gerade dabei, den Winterspeck loszuwerden? Welche Strategie verfolgt ihr?
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Song der Woche KW 10/2011

Sonntag, 13. März 2011
Mein Song der Woche ist “Ue wo muite arukou” von Kyu Sakamoto.

Dabei denke ich ganz fest an alle Menschen, die in Japan von den schweren Naturkatastrophen betroffen sind.
Es ist unvorstellbar, was in Japan in den letzten Tagen passiert ist: Erdbeben, Tsunami, Vulkanausbruch. Hinzu kommen die Probleme mit den Kernkraftwerken.
Gott sei Dank geht es den Freunden, die ich in Japan habe, gut

Hier noch der Songtext in einer englischen Übersetzung:
I look up when I walk
So the tears won’t fall
Remembering those happy spring days
But tonight I’m all alone
I look up when I walk
Counting the stars with tearful eyes
Remembering those happy summer days
But tonight I’m all alone
Happiness lies beyond the clouds
Happiness lies above the sky
I look up when I walk
So the tears won’t fall
Though my heart is filled with sorrow
For tonight I’m all alone
Remembering those happy autumn days
But tonight I’m all alone
Sadness hides in the shadow of the stars
Sadness lurks in the shadow of the moon
I look up when I walk
So the tears won’t fall
Though my heart is filled with sorrow
For tonight I’m all alone
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Sich in Verzicht üben

Mittwoch, 9. März 2011
Heute beginnt die christliche Fastenzeit. Und obwohl ich nicht streng gläubig bin, so möchte ich dieses Jahr diese Zeit nutzen, um mich in Verzicht zu üben. Natürlich hätte ich mir auch einen anderen beliebigen Zeitraum raussuchen können, aber 1) hat mich die bevorstehende Fastenzeit erst auf die Idee gebracht und 2) ist es doch schön, wenn das ganze mit einem Familienfest endet Smiley

Es gibt die unterschiedlichsten Dinge, auf die man während des Fastens verzichten kann. Häufig fasten Menschen in Bezug auf ihre Ernährung – das Heilfasten ist hier wohl der bekannteste Vertreter. Aber auch andere, vermeintlich schlechte Gewohnheiten müssen herhalten, wie z.B. Rauchen.
Da ich nicht rauche und ich mich auch nicht ungesund ernähre, habe ich mir mal näher Gedanken gemacht, was für mich einen wirklichen Verzicht darstellen könnte – der mir auch bis zu einem Gewissen grad schwer fallen würde. Folgende Fastenexperimente habe ich bereits in der Vergangenheit probiert:
  • Verzicht auf Alkohol:
    Das war einfach. Ich trinke so schon sehr selten Alkohol, daher war das kein wirklicher Verzicht und keine wirkliche Herausforderung.
  • Verzicht auf Schokolade:
    Und damit meine ich nicht nur Schokolade in Tafeln. Ich habe auf alles Schokoladige verzichtet: Kekse mit Schokoglassur, Muffins mit Schokochips, etc. Keine Ahnung was mich geritten hatte, als ich mich dazu entschieden habe. Ja, es viel mir richtig schwer, aber es hat mich nicht wirklich weitergebracht (und man will ja nach dem Fasten schon ein positives Gefühl haben). Warum? Ganz einfach: Anstatt Schokolade in Maßen zu essen, wie ich das sonst tue, habe ich mich an Gummibärchen & Co. vergangen und davon teilweise mehr gegessen, als ich das normaler Weise machen würde. Da ich eh jemand bin, bei dem das Motto “Alles erlaubt, aber in Maßen” ganz gut funktioniert und ich mich daher nicht an irgendetwas “überfresse”, hat dieses Fastenexperiment eher ein negatives Ergebnis gehabt. Und außerdem: Warum sollte  man auf Schokolade verzichten?????
Auf was möchte ich also dieses Jahr verzichten? Fasten und Verzicht sollen für mich eine reinigende Wirkung haben – so wie ein Frühjahrsputz (praktisch, dass die Fastenzeit immer am Ende des Winters liegt). Es geht dabei auch ums Aufräumen, Ausmisten, Abwerfen von unnötigem Ballast. In den letzten Wochen habe ich damit bereits in meinem Zuhause begonnen und z.B. Kleidung und Schuhe aussortiert, das Bad von abgelaufenen Sonnencremes befreit und meinen Schreibtisch neu organisiert. Alles vor dem Hintergrund, da ich das Gefühl hatte, es muss auch einfacher, mit weniger gehen.

Eine Sache, über die ich mir schon seit längerem Gedanken mache, ist, dass ich schon echt viel Zeuge habe und mir auch viel kaufe. Nicht, dass ich an Kaufsucht leide und mich in den finanziellen Ruin treibe oder so, aber trotzdem kaufe ich mir häufig Dinge, die ich einfach nicht brauche, sie aber trotzdem haben will, teilweise auch nur aus einer spontanen Lust heraus. Es geht dabei auch um kleine, völlig harmlose Sachen. Ich meine, brauch ich wirklich die fünfte Bodylotion, nur weil sie so gut riecht, obwohl ich noch vier Flaschen zuhause haben, die ich vielleicht erst mal aufbrauchen sollte? Am Ende muss ich wahrscheinlich min. zwei davon wegschmeißen, da sie mittlerweile ranzig riechen. Ich habe mich auch schon bei der Ausrede ertapp: “Wenn ich das Geld schon habe, dann kann ich es auch ausgeben – dafür arbeite ich ja schließlich. Solange ich nicht mehr ausgebe, als ich zur Verfügung habe, ist das doch ok.” Ähm, geht’s noch? Man muss sich ja manchmal schon über sich selber wundern… Ja, ich arbeite viel, verdiene gut und spare auch einiges. Aber das sollte ja keine Ausrede sein, mehr oder weniger sinnlos Geld auszugeben.

Ich werde dieses Jahr also Konsumfasten, mir also nichts kaufen, außer ich brauche es wirklich. Folgende Regeln habe ich mir überlegt:
  1. Das Kaufverbot gilt für alle Lebensbereiche und bezieht daher im Prinzip auch Lebensmittel mit ein.
  2. Ich kaufe nur das, was ich wirklich brauche. Das werden dann meistens natürlich Lebensmittel sein. Für sie gilt trotzdem das generelle Kaufverbot, da ich auch dort dazu neige, Dinge aus einer spontanen Lust heraus zu kaufen (i.d.R. weil es etwas ist, das neu für mich ist und ich es ausprobieren möchte), obwohl ich noch genügend andere Lebensmittel zuhause habe,  die ich verwenden könnte (z.B. die Sachen, die ich zum ausprobieren gekauft habe, aber nie dazu kam sie auszuprobieren). Und sollten Duschgel und Deo ausgehen, so kaufe ich auch diese nach Zwinkerndes Smiley
  3. Ich mache eine Ausnahme: Ich brauche für die Arbeit noch einen dunkelblauen Hosenanzug und eine rosa Bluse. Sollte ich während der Fastenzeit ein gutes Angebot sehen, weil es z.B. eine Rabattaktion gibt, dann würde ich das in Anspruch nehmen. Wäre ja blöd, ich würde das nicht machen, und würde dann nach der Fastenzeit mehr Geld dafür ausgeben müssen. Das heißt aber auch: keine Angebot = kein Kaufen.
  4. Folgende Dinge sind auch nicht vom Fasten betroffen: Kino, Weggehen, Essengehen etc. Also die Dinge, bei denen ich nach Kauf keinen materiellen Gegenstand in der Hand halte, den ich mit nach Hause nehme (man könnte auch einfach sagen, dass die Inanspruchnahme von Dienstleistungen nicht betroffen ist).
Ich habe vor, euch hier auf dem Laufenden zu halten und zu berichten, wie ich mit dem Konsumfasten zurecht komme.

Auf Los geht’s los!

Was haltet ihr von Fasten? Fastet ihr dieses Jahr auch?
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