Zurechtgerückt

Freitag, 29. April 2011
Seit dem für mich sehr intensiven Post über den Mut zur Veränderung bin ich in letzter Zeit gar nicht mehr weiter auf dieses Thema eingegangen. Nicht, dass das Thema nicht mehr aktuell wäre – ganz im Gegenteil. Aber es arbeitet eher im Untergrund und ich habe nicht mehr vorzuweisen, als dass ich mich noch auf dem Veränderungsweg befinde.

So ein Veränderungsprozess kann ganz schön Kraft kosten. Sogar in dieser sehr frühen Phase, in der ich mich befinde. Denn eine konkrete Veränderung habe ich in sofern noch nicht angestoßen, als dass ich noch dabei bin, die richtige Richtung zu finden. So im Ungewissen zu sein ist neu für mich. Aber es ist auch ein typisches Muster von mir, dass ich immer wissen will, was als nächstes kommt und Dinge ungern einfach geschehen lasse – so ohne Plan. Doch genau darauf kommt es jetzt an: einfach mal keinen Plan zu haben außer dem Plan, meinen Gedanken, Gefühlen, Träumen und Hirngespinsten freien Lauf zu lassen, Ängste und sonstige selbstauferlegte Beschränkungen einfach mal außen vor zu lassen, um das kleine, zarte Pflänzchen, welches sich aus der Veränderungssaat entwickelt hat, weiter wachsen zu lassen.

Zu der Erkenntnis zu kommen, dass es gar nicht schlimm ist, noch keinen Plan zu haben und sich auch gar keinen auszudenken, nur um einen zu haben, war eine unwahrscheinliche Erleichterung für mich!!! Trotzdem ist dieser neu gewonnene Freiraum, so erleichternd er sich auch anfühlt, ungewohnt für mich und fühlt sich seltsam an. Ich komme häufig ganz gut damit zurecht. Manchmal aber, da kommt dann doch der kleine Planer in meinem Kopf aus seinem Kämmerchen (in das ich ihn verbannt habe) und fragt, ob es denn nicht doch mal an der Zeit wäre zu wissen, wie es denn jetzt weitergehen soll.

Ab und an fällt es mir dann schon schwer, den kleinen Planer wieder in sein Kämmerchen zurück zu schicken. Erschwert wird das Ganze dann noch durch Umstände, die nicht gerade zu meiner allgemeinen Grundzufriedenheit beitragen, und deren Veränderung hin zu einer für mich akzeptableren Situation aktuell nicht in meiner Hand liegen. Ich habe zwar die Dinge angestoßen, die in meiner Macht liegen, es ist aber nun an anderen Personen, hier etwas zu tun. Und genau dieses Warten, dieses Nichts-Tun-Können macht mich WAHNSINNSIG!!!! Solange ich selber etwas tun kann, kann ich noch ganz gut damit leben, wenn es mal länger dauert. Sobald ich aber etwas aus der Hand gebe, werde ich wahnsinnig ungeduldig.

Bei einer meiner letzten Ungeduldsattacken hat mir mein Papa mal gehörig den Kopf zurechtgerückt. Oh, und das war wirklich notwendig. Ja, und mein Papa hat es hinbekommen, dass ich mich auch mit 27 gefühlt habe wie eine Vierjährige, die gerade eine gehörige Standpauke bekommen hat. Zwinkerndes Smiley Aber, was hilft’s: er hatte nun mal Recht. Die Quintessenz war folgende: Love it, change it or leave it.
Hier eine kleiner Auszug dessen, was er mir gesagt hat:
  • Ich mache mir das Leben grad selber schwerer als es sein müsste, indem ich mich unnötig in die unangenehme Situation hineinsteigere.
  • Ich habe schon die notwendigen Schritte in die Wege geleitet und muss den Leuten, die jetzt in der Verantwortung stehen, auch die Möglichkeit geben, zu reagieren.
  • Ich habe also bereits festgestellt, dass ich mich nicht arrangieren möchte (“love it” fällt also aus) und habe mich für die Veränderung entschieden (“change it”).
  • Möchte ich wirklich den drastischeren Weg gehen (“leave it”), ohne den anderen einen Chance zum Handeln zu geben, nur weil ich so ungeduldig bin?
  • Jetzt stellt sich eben die Frage, ob ich mich mit der Situation so lange abfinden kann, bis sich etwas verändert. Wobei es hier natürlich primär darum geht, dass eine Veränderung für mich absehbar wird, auch wenn sie nicht gleich morgen eintritt.
  • Manchmal muss man eben auch mal unangenehme Situationen aushalten.
Ich war während seines Vortrags mucksmäuschenstill und konnte am Ende nur sagen: “Hast ja schon irgendwie Recht.”

Wir sind dann gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass ich natürlich nicht auf Ewigkeit in einer für mich sehr unangenehmen Situation verweilen muss, den anderen aber eine faire Chance zu handeln geben soll. Wenn ich dann der Meinung bin, dass sich innerhalb einer realistischen Zeitraums immer noch nichts getan hat, dann kann man sich über das weitere Vorgehen Gedanken machen.

Das beste war dann noch die Aussage meines Freundes, nachdem ich ihn von meinem Gespräch mit meinem Papa erzählt hatte: “Das habe ich dir doch auch schon alles gesagt, aber irgendwie wolltest du es da nicht hören.” “Ja”, habe ich geantwortet, “das mag schon sein. Aber du hast es mir nie so deutlich und am Stück gesagt.” “Stimmt.” Hehe, das Wunder der zwischenmenschlichen Kommunikation. Zwinkerndes Smiley Und manchmal, auch mit 27, gibt es eben noch Dinge, die einem die Eltern am besten klar machen können.
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Gesund auf Geschäftsreisen – Tipp #5: Wie man eine Zugfahrt übersteht, …

Mittwoch, 27. April 2011
…ohne den Hungertod zu sterben
oder
… ohne sämtliche Grundprinzipien einer gesunden Ernährung über Bord zu werfen
und natürlich
…ohne den Verstand zu verlieren,
um am Ende als einigermaßen normaler Mensch aus dem Zug zu steigen.
Zwinkerndes Smiley

Jaja, eine Zugfahrt, die ist lustig und so weiter. Wer hat sich das eigentlich mal ausgedacht? Oder waren früher die Ansprüche so viel geringer als heute? Oder sind die Gegebenheiten heute so viel schlimmer als früher?? Oder wie??? Ich glaube, es ist von beidem etwas. Fest steht allerdings, dass man sich die Zeit mit schöneren Dingen vertreiben kann, als stundenlang im Zug zu sitzen. Woche für Woche für Woche.

Ich fahre in der Regel mit dem Zug nach Wolfsburg. Ab und an nehme ich den Flieger von Hannover ab zurück nach Stuttgart – aber nur, wenn der Flug nicht zu teuer ist, versteht sich (man denkt ja schließlich wirtschaftlich im Sinne des Arbeitgebers – und ja, ich bin Schwabe). Autofahren ist für mich keine Alternative (da bin ich wiederum kein Schwabe und habe keine besondere Verbundenheit zu meinem Auto und dem Autofahren an sich). Ich fahre also Zug. Von Stuttgart nach Wolfsburg sitzt man ca. 4,5 Stunden im Zug. Einfache Fahrt. Vorausgesetzt alles geht gut, versteht sich. Ich verbringe also schon eine ganze Weile pro Woche im Zug und habe in den letzten Monaten eine Strategie entwickelt, mit der ich die Zugfahrt ganz gut überstehe. In der Regel, versteht sich. Denn meine Anreise diese Woche war alles andere als optimal. Aber dazu später mehr.

Ich möchte gleich vorweg sagen, dass meine Strategie für manche völlig umständlich vorkommt und viel zu aufwendig ist. Es ist aber nun mal leider so, dass es eben mit Aufwand verbunden ist, auch auf Reisen gesund zu bleiben, v.a. was die Ernährung betrifft. Und ich lasse meine Reisetätigkeiten nicht als Ausrede zu, mich von meinen Prinzipien zu verabschieden, gerade weil ich so regelmäßig unterwegs bin. Wäre das Reisen eine Ausnahme, dann würde ich auch anderweitig ab und an mal eine Ausnahme zulassen.

Hier also meine Tipps für das Überstehen von An- und Abreise:
  • In Sachen gesunde Ernährung heißt auch hier die Strategie “Pack was zu essen ein!” Und mit Essen ist hier der Reiseproviant gemeint. Ich packe z.B. für die Hinfahrt immer ein Frühstück und ein Mittagessen ein. Ich mache mich morgens früh auf den Weg und bekomme zuhause noch kein Frühstück runter (zu früh!). Das Mittagessen wäre nicht zwingend notwendig, da ich um die Mittagszeit ankomme. Wenn der Zug aber Verspätung hat, dann komme ich in ein kritisches Zeitfenster in Sachen Mittagessenshunger. Um dann nicht auf die wenig appetitliche und völlig überteuerte Bahnkost ausweichen zu müssen, nehme ich mir lieber etwas mit. Was ich nicht im Zug esse, esse ich dann eben, wenn ich angekommen bin. Fürs Mittagessen mache ich mir dann meistens leckere belegte Brote und eine Ladung Karottensticks. Für den Hunger zwischendurch habe ich dann die üblichen Verdächtigen namens Apfel, Banane, Studentenfutter, Müsliriegel etc. eingepackt.
  • Ganz wichtig ist auch, genügend zu Trinken dabei zu haben (außer man will dem Snackwagen im Zug das Geld in den Rachen werfen). Am besten ist natürlich Wasser. Ich habe immer mindestens eine 1-Liter-Flasche dabei. Damit komme ich ganz gut über die Runden. Wichtig ist das Trinken im Zug, da die Luft oft so trocken ist und man schnell mal Kopfschmerzen bekommt.
  • Selbst wenn ich meine Fahrkarte privat zahlen müsste (muss ich ja nicht, da Dienstreise), würde ich niemals, aber auch niemals an der Sitzplatzreservierung sparen, sobald die Fahrzeit eine Stunde übersteigt. Es gibt ehrlich gesagt nichts nervigeres, als sich mit Gepäck durch die eh viel zu engen Gänge zu drücken auf der Suche nach einem Sitzplatz. Denn je nach Verbindung kann man da schon mal eine Weile suchen.
  • Wenn wir schon bei der Sitzplatzreservierung sind, dann bietet es sich auch an herauszufinden, wo man denn am liebsten sitzt. Das bekommt man recht schnell raus, wenn man regelmäßig fährt. Mein Lieblingsplatz ist im Großraum am Tisch und am Fenster. Der Platz hat sich für mich als am angenehmsten fürs Arbeiten am Laptop herausgestellt. Man kann übrigens bei der Fahrkartenbuchung Reservierungswünsche angeben.
  • Auch wenn ich versuche, die Zugfahrt sinnvoll mit Arbeiten zu nutzen, so bekomme ich das einfach nicht immer hin. Die Atmosphäre im Zug hat manchmal völlig einschläfernden Einfluss auf mich. Für diesen Fall habe ich immer noch Unterhaltungsalternativen in Form von Zeitschriften, Musik und DVDs dabei. Ich finde es ist wirklich schwer, sich im Zug zum Arbeiten zu motivieren, wenn man gerade ein Tief hat. Ich schalte dann lieber mal für ein paar Minuten ab und mache später weiter.
  • Auch wenn man im Business-Outfit reisen muss, so sollte man sich etwas anziehen, dass bequem ist und einen beim langen Sitzen nicht einengt. Ich bin ja eh jemand, der nicht lange “normal” sitzen kann, v.a. im Zug, wo man nicht ständig aufsteht. Ich ziehe irgendwann die Schuhe aus, nehme ein Bein hoch auf den Sitz oder sitze im Schneidersitz da, wenn niemand neben mit sitzt. Nicht gerade ladylike, aber das ist mir ziemlich egal. Daher trage ich nie einen Rock oder ein Kleid, wenn ich Zug fahre. Gott sei Dank habe ich ein paar Hosen, die sehr bequem sind.
  • Ab und an mal aufzustehen und ein paar Wagons auf und ab zu gehen ist super, damit man nicht den Zugkoller bekommt. Außerdem sollte man sich zwischendurch mal etwas strecken und recken, die Schultern lockern und den Kopf kreisen, um den Nacken zu entspannen. Am besten macht man das, wenn man eh gerade auf der Toilette ist.
  • Und am Ende hilft es auch, sich immer bewusst zu machen, dass die Zugfahrt ein Ende haben wird, mag sie auch noch so katastrophal laufen. Smiley
Genau das habe ich mir am Dienstag bei meiner Fahrt nach WOB gesagt – immer und immer wieder. Der Zug war völlig überfüllt, es waren zu viele Leute im Zug, die keinen Sitzplatz hatten, es gab zu viele schreiende Kinder, ich hatte nur einen Mittelplatz im Abteil reserviert bekommen, die Klimaanlage im Wagon hat nicht funktioniert und wir hatten Verspätung. Und was sagt mein Kollege bei meiner Ankunft im Büro dazu? “Hätte ja noch schlimmer laufen können. Hättest ja noch mehr Verspätung haben können” Da sag ich einfach mal: Nö, ich finde, es hat schon so gereicht. Und 30 Minuten Verspätung sind ja schon genug, oder? Man muss sich ja nicht alles schönreden. Zwinkerndes Smiley

Am Ende habe ich diese Zugfahrt auch dank meiner guten Vorbereitung überstanden. Morgen geht es wieder mit dem Zug zurück.
Wenn ihr also im Zug auf der Strecke Stuttgart – Wolfsburg und zurück mal eine kleine Blonde seht, deren Laptoptasche voll ist mit Essen und Trinken (nur deswegen habe ich auch ein so große Laptoptasche!) und die im Schneidersitz vor dem Laptop hockt und Gilmore Girls auf DVD schaut, dann bin das mit großer Wahrscheinlichkeit ich. Ihr könnt mich dann ruhig ansprechen! Ich beiße euch nicht, sondern nur in meinen Apfel. Laut lachen

Was sind eure Überlebenstricks in Sachen Zugfahren oder auch langen Autofahren? Denkt ihr, dass es sich lohnt, was zu essen einzupacken oder geht ihr lieber den bequemen Weg?
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Schneller und weiter

Montag, 25. April 2011
Wie versprochen kommt hier das erste wöchentliche Update zu meinem Training für die 10 km beim Stuttgarter Zeitung-Lauf.

Diese Woche war wirklich eine gute Woche! Smiley
Ich glaube, dass das wunderschöne Wetter einen entscheidenden Einfluss darauf hatte, da ich mich dadurch noch mehr gefreut hatte, wenn ich noch nach draußen bin. Außerdem trägt gutes Wetter immer signifikant zu einem generellen Wohlbefinden bei. Aber vom Wetter mal abgesehen muss ich auch sagen, dass ich mit den ausgewählten Trainingsplan wirklich gut zurechtkomme und die Einheiten gut in meinen Tagesablauf integrieren kann, ohne dass es in Stress ausartet. Ich merke auch, wie mich der Trainingsplan motiviert, noch ein bisschen mehr zu geben als ich dies ohne einen Trainingsplan vielleicht getan hätte. Auch wenn ich Trainingseinheiten hin- und hertausche, so steht doch fest, was ich mit Blick auf mein Ziel zu tun habe. Das finde ich so toll an Plänen: Sie lassen weniger Ausreden zu und man muss sich auch nicht ständig überlegen “Hmmm, was mache ich denn heute im Training?”.

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Diese Woche habe ich das erste Mal einen Tempolauf gemacht. Den ersten habe ich ja aufgrund der Magen-Darm-Infektion verpasst. Ich habe mich dazu entschieden, den Tempolauf auf dem Laufband im Fitnessstudio zu machen, damit ich die Geschwindigkeit besser beeinflussen kann. Es war wirklich super! Und die 7 km, die ich am Ende gelaufen bin, gingen ruckzuck vorbei. Bei der Gestaltung des Trainings habe ich mich an die Vorgaben aus dem Plan gehalten und mir im Vorfeld – na was wohl – einen Plan gemacht. Laut lachen Ich habe nun auch alle meine Laufbandtrainings (für den Tempolauf und für die normalen Läufe) in einem separaten Tabellenblatt eingefügt, sodass ihr sie euch anschauen könnt. Das Laufbandtraining ist eine willkommene Abwechslung zum Training draußen.

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Bei meinem normalen Lauf am Dienstag habe ich dann, ohne dass ich es bewusst vorhatte, meine Durchschnittsgeschwindigkeit um 0,6 km/h erhöht. Ich war völlig baff, als ich nach dem Lauf die Daten auf meiner Garmin-Uhr sah. Sieht so aus, als ob sich das Geschwindigkeitstraining auszahlt!

Seit Donnerstag betreibe ich das große Tauschen der Trainingseinheiten, teils aus Lust und Laune, teils durch die Pläne, die wir für das Osterwochenende hatten.
Daher bin ich schon am Donnerstag zu meinem langen Lauf gestartet. Ich war dieses Mal nicht mehr so aufgeregt wie in der Vorwoche, hatte aber trotzdem Respekt vor der Distanz. Das hatte auch einen ganz einfachen Grund: Ich bin noch nie zuvor so weit gelaufen (wie schon gesagt, bin ich in der Vergangenheit zwar oft, aber nie besonders lang gelaufen). Und irgendwie habe ich die Distanz dann auch geschafft, ohne am Ende auf allen Vieren nach Hause kriechen zu müssen. Zwinkerndes Smiley Auch wenn ich nach den 9,6 km nicht ganz so euphorisch war wie nach den 8 km (war ja auch nicht der selbe Aha-Effekt), ist aber folgendes passiert: meine Einstellung zu Laufdistanzen hat sich relativiert. Denn irgendwie waren die 9,6 km auch nicht so lang und ich habe sie gut gemeistert (auch wenn das natürlich noch Optimierungspotenzial hat). Und wenn knapp 10 km nicht so lang sind, dann sind irgendwann auch 15 oder 20 km nicht so lang. Man muss sich nur Schritt für Schritt ranarbeiten.
Am Freitag habe ich das Feiertagsprogramm im Fitnessstudio genutzt und bin zum Body Pump plus Laufbandtraining. Same old, same old. Am Samstag war Trainingspause. Dafür haben wir erfolgreich unsere neue Küche bei Ikea bestellt und sonst noch einiges erledigt. Ich war viel auf den Beinen und abends haben mir die Füße wehgetan – die sind echt gar nichts gewöhnt. Zwinkerndes Smiley
Und am Sonntag habe ich einen Trainingstausch mit der Folgewoche gemacht. Bislang hatte ich ja nur innerhalb einer Woche getauscht, aber ich hatte keine Lust auf eine längere Trainingseinheit (es wären eine normaler Lauf und Krafttraining angestanden). Da hat mir das Intervalltraining vom Montag aus der Folgewoche (also von heute) viel eher zugesagt. Gesagt, getan – und auch hier wieder mit einem Trainingsfortschritt. Denn ich bin die 400 m-Intervalle im Schnitt 6 Sekunden schneller gelaufen als bei meinem letzten Intervalltraining. Und auch hier, ohne dass ich dies bewusst gesteuert hatte. Es ist wirklich schön zu sehen, dass sich das Training auszahlt und ich Fortschritte verzeichnen kann. Smiley

Auf die aktuelle Trainingswoche freue ich mich besonders, denn am Samstag steht mein erster 10 km-Lauf bei einer Laufveranstaltung an!
In diesem Sinne starte ich wieder motiviert in die neue Trainingswoche (die erste Trainingseinheit habe ich schon hinter mir)!

Wünsche euch noch einen schönen, sonnigen Abend!
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Song der Woche KW 16/2011

Sonntag, 24. April 2011
Mein Song der Woche ist “Catch Me” von den Bandits.

Diese Woche habe ich mich für meinen Song der Woche noch ganz spontan umentschieden, als ich das Lied vorhin im Radio gehört habe.
Zuerst habe ich gedacht: “Oh Mann, das Lied habe ich ja schon ewig nicht mehr gehört.” Dann dachte ich: “Was für ein Flashback! Das Lied ist ja schon ewig alt.” Und dann dachte ich mir: “ Und es ist immer noch ein echt guter Song! Ich habe doch noch irgendwo die CD davon rumliegen.”

Nach kurzer Suche habe ich sie auch gefunden:

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Wie ihr sehen könnt hat die CD schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Fast 14 um genau zu sein. Sie hat mich den ganzen Sommer 1997, als der Film “Bandits” im Kino kam und damit auch die CD als Soundtrack veröffentlicht wurde, begleitet. Daher sind auch einige Erinnerungen mit den Liedern verbunden. Damals war ich 14. Ich habe die CD also schon mein halbes Leben – Mann, bin ich alt. Zwinkerndes Smiley


Wünsche euch noch ein schönes restliches Osterwochenende!
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Tag der Mutter Erde

Freitag, 22. April 2011
Wusstet ihr, dass heute der Internationale Tag der Mutter Erde ist? Ja, ganz richtig, wir feiern heute unseren Planeten. Einfach, weil er so toll ist und uns das Leben ermöglicht.
Ist mir völlig neu und ich habe das vor Kurzem im Internet entdeckt.

Der Tag der Erde wird jedes Jahr am 22.04. begangen und soll die Menschen dazu anregen, sich der natürlichen Umwelt unserer Erde bewusst zu werden und sie besser zu schätzen. Diejenigen, die diesen Tag begehen, möchten zum Ausdruck bringen, dass sie sich dem Schutz unserer Umwelt und einem nachhaltigen Verhalten verpflichtet fühlen.
Seinen Ursprung hat der Tag der Erde in den USA, wo er zum ersten Mal am 22.04.1970 stattgefunden hat. Seit 1990 ist es ein internationaler Feiertag .

Da ich den Grundgedanken echt gut finde, habe ich mich dazu entschieden, den Tag der Erde auch zu feiern und einen speziellen Beitrag dazu zu verfassen.
Wir können ja nicht leugnen, dass wir Menschen ziemlichen Raubbau mit unserem Planeten betreiben. Aber so richtig will sich auch keiner davon verabschieden, denn dass würde bedeuten, dass wir einen großen Teil unseres Lebensstandards aufgeben müssten. Vor allem kann man sich als einzelne Person ja sowieso ziemlich hilflos fühlen und den Eindruck haben, dass es ja nichts bringt, wenn man nur als einzelner versucht, etwas Gutes für unsere Umwelt zu tun, und alle anderen lassen es. Es scheint, als sei es wie ein Tropfen auf den heißen Stein. Ich glaube aber, dass genau diese Einstellung uns daran hindert, etwas zu verändern! Es müssen ja nicht immer gleich die großen, drastischen Veränderungen sein, wie das Abschaffen von Autos oder das wir nur noch lokale Lebensmittel konsumieren dürfen. Man kann ja auch erst einmal kleine Schritte wagen. Wenn viele einen kleinen Schritt wagen, dann kann man doch in Summer viel bewegen, oder? Oft ist eine kleine Veränderung dann auch mit einem nicht wirklich spürbaren Einschnitt verbunden, sodass es nicht wirklich schmerzt, sich ein bisschen aus der Komfortzone zu wagen.

Lustiger Weise passt der Tag der Erde und das, was dahinter steht, sehr gut zu einem Thema, was mich seit einiger Zeit beschäftigt. Ich habe nämlich angefangen, sukzessive unsere Reinigungsmittel zuhause durch solche zu ersetzen, die umweltverträglich sind. Solche Reinigungsmittel sind vollständig biologisch abbaubar, basieren auf pflanzlichen Rohstoffen und Mineralien (und nicht etwa aus reiner Chemie) und brauchen daher keine Totenkopfwarnungen auf der Flasche. Außerdem sind solche Produkte auch verträglich für unsere Gesundheit.
Natürlich ist das Angebot an solchen Reinigungsmitteln nicht so groß und nicht so stark vertreten im Vergleich zu herkömmlichen Produkten. Aber auch im normalen Super- oder Drogeriemarkt findet man ökologische Reinigungsmittel. Man muss also nicht erst in den nächsten Naturladen gehen, sondern hat schon beim gewohnten Einkaufen die Möglichkeit, eine bessere Alternative zu wählen. Vertreter hier sind z.B. die Marken Frosch und Ecover, welche mittlerweile auch die unterschiedlichsten Produkte anbieten von Spülmaschinentabs über Waschmittel zu Entkalkern. Man bekommt also alles, was man von konventionellen Anbieter auch bekommt. Ich denke wirklich, dass hier jeder ganz leicht einen Weg einschlagen kann, der besser ist für unseren Planeten und der auch gar nicht weh tut Zwinkerndes Smiley

Heute möchte ich aber noch einen Schritt weiter gehen. Denn es ist auch möglich, Reinigungsmittel aus ganz simplen und ungiftigen Inhaltsstoffen, die man häufig schon zuhause hat, selber herzustellen. Und es ist wirklich so einfach, dass es fast verboten gehört, dass man sich überhaupt noch was fertiges kauft. Zwinkerndes Smiley

Hier also mal ein paar “Klassiker” der Hausmittelchen:
  • Natron bzw. Backsoda (Natriumhydrogencarbonat):
    Natron ist wirklich ein Alleskönner. Man kann es zum Enthärten von Wasser und zum Backen verwenden. Aber es ist auch super, um Verkrustungen und Ablagerungen in Töpfen oder Thermoskannen zu lösen oder den Abfluss frei zu machen. Man streut einfach etwas Natron auf die zu behandelnde Stelle (also z.B. in den Topf), gibt heißes Wasser hinzu und lässt es einwirken. Da braucht man keinen Edelstahlreiniger mehr.
  • Essig:
    Essig bzw. die enthaltene Essigsäure eignet sich super zum Entkalken, kann aber auch als Zusatz im Putzwasser verwendet werden.
  • Zitronensäure:
    Dafür gilt das gleich wie beim Essig.
  • Teebaumöl:
    Teebaumöl wirkt desinfizierend und kann neben der Hautpflege auch im Haushalt eingesetzt werden.

Und hier ein paar “Rezepte”, wie ihr diese Hausmittelchen als Basis für Reiniger verwenden könnt:
  • Fensterputzmittel:
    Zum Fensterputzen verwende ich schon seit einer Ewigkeit keinen Glasreiniger mehr. Ich frage mich auch, warum sich das überhaupt noch verkauft, da sie doch eh nichts als Streifen hinterlassen. Ich verwende zum Fensterputzen immer einen Eimer heißes Wasser, in den ich einen kleinen Spitzer Spülmittel gebe und eine Verschlusskappe Spiritus. Das Spülmittel löst den Schmutz und der Spiritus hilft dabei, dass das Putzwasser schneller abtrocknet und keine Wasserflecken zurückbleiben.
  • Allzweckreiniger (Quelle):
    • 1 EL Natron
    • 1 Liter heißes Wasser
    • 1/2 EL Essig
    • 1 EL Teebaumöl
    • 1 EL Zitronenöl
    • Alles in eine Flasche, z.B. eine Sprühflasche füllen und gut schütteln
  • Mikrowellenreiniger (Quelle):
    • 1/2 Becher Essig
    • 2 Becher Wasser
    • Beides in einer mikrowellensicheren Schüssel mischen und in die Mikrowelle stellen.
    • Auf höchster Stufe 3-4 Minuten in der Mikrowelle erhitzen. Dabei setzt sich der Dampf an den Innenwänden ab.
    • Danach Schüssel entnehmen und die Mikrowelle innen mit einem Tuch abwischen.
  • Schimmel- und Bakterienkiller (Quelle):
    • 2 Becher Wasser
    • 25 Tropfen Teebaumöl
    • 25 Tropfen Lavendelöl
    • Alles in einer Sprühflasche mischen.
    • Auf Flächen sprühen und NICHT abwischen.

Und hier noch ein kleines Vorher-Nachher-Experiment mit meinen Töpfen. In denen hatte sich trotz normalen Spülens Ablagerungen festgesetzt, die sich so nicht mehr gelöst haben.
In jeden Topf habe ich einen halben Teelöffel Natron und einen Esslöffel Essigessenz gegeben und den Topf mit heißem Wasser aufgefüllt. Das ganze habe ich über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag habe ich die Töpfe nochmals abgespült. Alles sauber! Smiley mit geöffnetem Mund

Vorher:

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Die Zutaten:

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In Aktion:
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Nachher:

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Ich bin begeistert von der Einfachheit dieser Hausmittel und werden versuchen, öfter daran zu denken, dass es diese Alternative gibt.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Tage der Mutter Erde! Regenbogen

Mehr Infos zum Tag der Erde:
http://www.earthday.org/
http://www.earthday.de/

Habt ihr Tipps für die Verwendung von Hausmittelchen zur Reinigung? Wie steht ihr zum Thema konventionelle vs. ökologische Reinigungsmittel?
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Knusper, knusper, knäuschen

Mittwoch, 20. April 2011
Ich hab’s getan: Ich habe mich für meinen ersten 10 km-Lauf angemeldet! Genauer gesagt zum Filder-Volkslauf am 30.04.

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Wenn man mal angemeldet ist, dann gibt’s kein Zurück mehr, oder? Zwinkerndes Smiley

Nun aber zum eigentlichen Thema: Wie steht ihr zu Müsli? Mögt ihr Müsli?
Ich persönlich liebe Müsli und kann es morgens, mittags, abends und zwischendurch essen. Smiley mit geöffnetem Mund

Aber vielleicht muss ich noch etwas konkreter beschreiben, was ich unter Müsli verstehe und was nicht. Also, diese pappsüßen sogenannten Cerealien gehören für mich nicht dazu. Die einzigen Cerealien, die ich vielleicht mal mit dazu mische, sind die gepufften Getreidekörner von Alnatura, z.B. diese hier, aber nur, weil sie nicht so süß sind. Ein Müsli hat für mich folgende Grundzutaten: Getreideflocken, getrocknete Früchte und Nüsse/Kerne. Mal esse ich es pur in dieser Basismischung, mal weiche ich es über Nacht ein und mal esse ich es auch in Form von Knuspermüsli. Und gerade das Knuspermüsli ist ja so wahnsinnig lecker! Leider, leider sind die Produkte, die es zu kaufen gibt, häufig auch total überzuckert oder haben weitere Zutaten, auf die ich gerne verzichten kann, wie z.B. Aromen, Öl/Fette oder sonstige künstliche Zusatzstoffe.

Was ist also des Rätsels Lösung? Genau, selber machen. Und das ist gar nicht so schwer!

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Eines sei noch vorweg gesagt: Um die Knupserstückchen aus Müsli herzustellen benötigt man natürlich ein Bindemittel, das zusammenklebt und knusprig macht. Dazu verwendet man Sirup. Sirup bzw. sirupähnliche Produkte, egal aus welchem Rohstoff hergestellt (Zuckerrohr, Ahorn, Agave, Honig), haben von Grund aus schon relativ viele Kalorien, da sie ja eine konzentrierte Substanz sind. Das entscheidende ist jedoch, dass man erstens selber wählen kann, welchen Sirup man verwendet und zweitens die Menge, die rein kommt, auch selbst bestimmt.

Knuspermüsli (Basisrezept)
Für 1 große Müslidose

Zutaten:

Trocken
  • 2 Becher Haferflocken
  • 3/4 Becher gehackte Nüsse (z.B. Mandeln, Walnüsse, Erdnüsse etc.)
  • 4 El ungeschälte Hanfsamen
  • 4 El Kürbiskerne
  • 2 El Sonnenblumenkern
  • 1/2 Tl Salz
  • 1 TL Zimt
Flüssig
  • 1/2 Becher Reissirup
  • 1 El Melasse
  • 1/4 Becher Apfelmus
  • 1 El neutrales Öl oder Nussöl

Hinweis: 1 Becher = 225 ml


Zubereitung:
  • Den Backofen auf 175°C vorheizen.
  • Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel mischen.
  • Die flüssigen Zutaten in einer kleinen, mikrowellenfesten Schüssel vermischen und ca. 1 Minute in der Mikrowelle vermischen. Das macht alles noch flüssiger.
  • Die flüssige Mischung zur trockenen Mischung geben und alles gut miteinander verrühren, bis alle trockenen Zutaten von der Flüssigkeit überzogen sind.
  • Die Müslimischung gleichmäßig auf einem Backblech verteilen und etwas andrücken.
  • In den Backofen geben und 30 Minuten backen, wobei man alle 10 Minuten die Mischung auf dem Backblech wenden sollte, um ein gleichmäßiges Backen zu gewährleisten.
  • Anschließend das fertiggebacken Müsli aus dem Ofen holen und auf dem Backblech auskühlen lassen.
    Das Müsli wird beim Auskühlen fest. Man kann hier schon immer wieder das Müsli auf dem Backblech durchmischen, sodass sich die typischen “Klumpen” bilden.
  • Ab damit in eine Müslidose – fertig!

Diese Basismischung kann natürlich beliebig variiert werden, z.B.:
  • Anstatt Haferflocken können auch andere Getreideflocken verwendet werden.
  • Anstatt Hanfsamen kann auch Buchweizen verwendet werden.
  • 1 Becher getrocknete Früchte (ggf. kleingeschnitten) untermischen, wenn das Müsli fertig ist.
  • Bananenchips untermischen, wenn das Müsli fertig ist.
  • Gepufften Amaranth untermischen, wenn das Müsli fertig ist.
  • Anstatt Apfelmus kann auch die entsprechende Menge zerdrückter Bananen verwendet werden.
  • 1 El Kakaopulver in die Trockenmischung geben. Hier muss man dann schauen, ob man die Menge des Sirups erhöhen muss, damit die Mischung nicht zu trocken wird.
  • Wer es süßer mag nimmt entweder mehr Sirup oder mischt Zucker in die Trockenmischung.

Die trockenen Zutaten mischen:

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Die flüssigen Zutaten mischen und erwärmen (die weißen Klumpen sind Kokosöl, welches bei Zimmertemperatur fest ist und sich noch nicht ganz verflüssigt hat nach dem Erwärmen):

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Alles vermischen:

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Die Mischung auf dem Backblech verteilen und andrücken:

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Nach dem Backen – und es duftet sooooo herrlich:

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Die weiteren Zutaten untermischen und ab damit in die Dose:

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Das ist wirklich ein so leckeres Müsli!!!! Ich konnte es kaum abwarten, bis es ganz fertig war und ich ein Schüssel mit Milch genießen konnte. Zugegeben: Ich habe schon während des Auskühlens genascht – wie auch sonst. Zwinkerndes Smiley

Das Müsli ist voll mit guten Nährstoffen. Daneben wurde durch die Verwendung von Apfelmus an Fett gespart
Der Reissirup hat gegenüber vergleichbaren Produkten folgende Vorteile:
  • Er hat keinen wirklichen Eigengeschmack.
  • Er besteht aus langkettigen Zuckerarten, welche den Blutzuckerspiegel bei der Verdauung nicht so schnell ansteigen lassen (da die Mehrfachzucker erst in Einfachzucker umgewandelt werden müssen).
  • Er ist reich an Mineralstoffen.

Probiert doch einfach mal aus, euer Knuspermüsli selber zu machen. Ihr werdet erstaunt sein, wie gut es schmeckt! Smiley
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Schlüsselerlebnis

Dienstag, 19. April 2011
Heute ist ein wunderschöner Frühlingsmorgen: Die Sonne scheint, es ist wolkenlos und die Temperaturen sind auch schon angenehm. Und diese Woche soll es weiterhin so schön bleiben – Petrus meint es gut mit uns und dem kommenden langen Osterwochenende! Smiley

Letzte Woche hatte ich ein Schlüsselerlebnis in meinem Lauftraining. Ich bin das erste Mal seit einer Ewigkeit eine Strecke über 7 km gelaufen – und es war dazu noch ein super Lauf! Laut Plan stand für den langen Lauf eine 8 km-Strecke an. Ehrlich gesagt war ich nicht gerade frohen Mutes, da der lange Lauf aus der Woche davor, der nur 6,4 km betrug, echt furchtbar war und ich es gerade so nach Hause geschafft habe (trotz einer angemessenen Zeit). Ich war danach ziemlich deprimiert und hatte das Gefühl, dass ich für längere Läufe nicht geschaffen bin – was ja Schwachsinn ist, denn ich bin der Meinung, dass jeder es schaffen kann, mit dem richtigen Training einen Marathon zu laufen, sofern gesundheitlich nichts dagegen spricht.
Aber wie sagt man so schön: Man muss auch schlechte Läufe haben, damit man die guten Läufe umso mehr zu schätzen weiß. Außerdem kann ja nicht jeder Lauf 1a sein – so wie bei allem anderen im Leben auch.

Dazu vielleicht eine kleine Randnotiz: Ich laufe zwar regelmäßig, aber da das Laufen bei mir häufig nur ein Teil eines “Trainingspakets” mit anschließendem Krafttraining war, bin ich selten länger als 35 Minuten gelaufen. Wenn ich nur gelaufen bin und keine andere Trainingseinheit gemacht habe, dann häufig aus Zeitmangel, ergo wurde die Laufeinheit auch nicht länger. Irgendwie hatte ich nie den wirklichen Drang verspürt, mal eine Stunde am Stück nur zu laufen. Keine Ahnung warum, denn ich laufe wirklich gerne…

Ich habe mich letzten Freitag also mit nicht allzu großen Hoffnungen auf den Weg gemacht, 8 km zu laufen. Uns was kam am Ende raus? Einer der schönsten Läufe, den ich jemals hatte!!! Ich hatte mir eine gute Strecke ausgesucht, die teils aus einem bekannten, teils aus einem neuen Abschnitt bestand und ein gutes Profil hatte. Es war zwar kühl und etwas windig, aber es war strahlender Sonnenschein. Und ich hatte richtig viel Energie, nachdem ich warmgelaufen war. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich noch länger laufen könnte und habe mit dem Gedanken gespielt, es auch zu tun. Ich wollte aber mein Glück nicht überstrapazieren und bin bei der vorgegebenen Streckenlänge geblieben. Als ich nach Hause kam war ich überglücklich!!! Und ich war auch stolz auf mich, dass ich trotz Zweifel das Training durchgezogen habe.

Dieser Lauf hat mir die nötige Motivation gegeben, weiter zu trainieren und nicht den Mut zu verlieren, wenn ein Lauf mal nicht so toll ist. Smiley

Außerdem habe ich weiterüberlegt, warum der Lauf aus der Woche davor nicht so gut war. Ich glaube ein entscheidender Aspekt war, dass meine Ernährung an diesem Tag nicht optimal war: Ich hatte nur spät gefrühstückt (es war ja Sonntag) und nachmittags Kuchen gegessen, da wir auf einem Geburtstag waren. Das war einfach keine ausreichende Grundlage. Bei meinem 8 km-Lauf hatte ich Frühstück und Mittagessen sowie eine Banane mit 1 Tl Nussbutter ca. 1 Stunden bevor ich laufen war. Ich hatte auch an diesem Tag auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet.

Ich habe jetzt 3 Wochen Training absolviert. Mein Training dokumentiere ich in einem extra Tabellenblatt in dem Dokument, indem auch der Trainingsplan enthalten ist. Ich hatte zunächst überlegt, ein Online-Tool zu nutzen, aber irgendwie hat mir keines so richtig gefallen. Außerdem stehe ich auf Listen, die ich mir nach meinen eigenen Bedürfnissen anpassen (und v.a. bunt machen) kann. Die Läufe, die ich draußen absolviere, habe ich über meine Garmin-Uhr detailliert dokumentiert. Für meine Laufband-Einheiten werde ich weitere Tabellenblätter einfügen, in denen ich diese dokumentiere (habe sie bereits zuhause auf Papier).
Durch den Magen-Darm-Infekt hatte ich natürlich einige Trainingseinheiten verpasst. Ich habe aber nicht das Gefühl, dass mich das nach hinten geworfen hat, da ich ja sowieso eine zusätzlich Trainingswoche im Vergleich zum Originalplan habe (die Woche 0). Letzte Woche Donnerstag habe ich den Lauf ausfallen lassen, da ich mich einfach nicht danach gefühlt habe, Dabei hatte ich schon die Laufsachen an und hatte mich auf den Weg gemacht – bin aber nach 20 Metern wieder umgedreht. Man muss es auch nicht verzwingen, oder? Zwinkerndes Smiley Ich habe mich dann nur Pilates und Yoga beschränkt.

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Meine Trainingseinheit am Mittwoch werde ich in Zukunft folgender Maßen absolvieren: Ich werde eine 10-minütiges Intervallcardio-Einheit machen, gefolgt von einer 60-minütigen Yogastunde speziell für Läufer (Yoga for Runners von Yogadownload.com). Ich habe das Gefühl, dass ich eine intensive Yogaeinheit brauche, um die Muskeln und Körperteile zu entlasten, die beim Laufen stark beansprucht werden.

Ich werde ab sofort eine wöchentlichen Rückblick zu meinem Training machen. Ich glaube, dass es toll ist, wenn ich in Zukunft auf solche Erfahrungsberichte zurückblicken und dadurch zukünftige Trainings optimieren kann.

Oh, ich muss mich noch für den Filder-Volkslauf am 30.04. anmelden!!!

Trainiert ihr aktuell für einen Lauf? Seid ihr mit eurem Training zufrieden? Könnt ihr bereits Trainingsfortschritte verzeichnen?
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Song der Woche KW 15/2011

Sonntag, 17. April 2011
Mein Song der Woche ist “More” von Usher.

Das Lied hat mir diese Woche bei meinem langen Trainingslauf den notwendigen Motivationsschub gegeben.

Hier der Text des Refrains:

If you really want more, scream it out louder,
If you’re on the floor, bring out the fire,
And light it up, take it up higher,
Gonna push it to the limit, give it more.
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Gesund auf Geschäftsreisen – Tipp #4: Move Your Body!

Samstag, 16. April 2011
Wie ihr sicher schon mitbekommen habt, bin ich ein kleiner Sportfanatiker. Zwinkerndes Smiley
Für mich gibt es nur wenige Ausreden, keinen Sport zu machen. Dazu zählen Pausentage, viel zu lange Arbeiten, Krankheit, Verletzung und nicht mehr aufschiebbare Hausarbeit (der Berg Bügelwäsche verschwindet einfach nicht von selber). Es kommt wirklich selten vor, dass ich mein Training ausfallen lassen, ohne dass dies einen der oben genannten Gründe hat. Das ist natürlich für jeden anders. Aber mir tut Sport einfach gut! Smiley

Wenn man geschäftlich viel reist, kann es natürlich eine Herausforderung darstellen, das Sportprogramm einzubinden. Damit meine ich weniger den zeitlichen Aspekt, sondern viel mehr die ggf. eher begrenzten Mittel, die einem zur Verfügung stehen.
Für mich war das wirklich eine Umstellung, da ich Zuhause oft ins Fitnessstudio gehe, v.a. wenn es ums Krafttraining geht. Aber ich gehe auch gerne mal aufs Laufband, wenn z.B. das Wetter nicht mitmacht. In der Wohnung mache ich Zuhause eigentlich selten Sport. Das musste sich also ändern, da ich mich in Wolfsburg (wie schon hier erwähnt) nicht im Fitnessstudio angemeldet habe. Außerdem reise ich nicht mit dem Auto und bin daher sehr eingeschränkt bezüglich dessen, was ich mitnehmen kann. Ich kann z.B. keine Trainingsgewichte mitnehmen und eine normale Yoga-/Gymnastikmatte ist auch nicht drin.

Wie ich schon in meinem ersten Post dieser Serie geschrieben habe, ist die Wahl des Hotels ein wichtiger Aspekt in Sachen Trainingsmöglichkeiten auf Geschäftsreisen ist. Wenn das Zimmer einer Sardinendose gleicht und im Hotel auch kein Fitnessraum ist, dann wird es mit allem, was man drinnen machen möchte, wirklich schwierig. Glaubt mir, ich hatte schon Hotelzimmer, wo man ums Bett jeweils einen halben Meter Platz hatte und das Bett stand an der Wand. Auch wenn dort theoretisch eine Yogamatte reinpasst, so macht das auf Dauer echt keinen Spaß, sich in mehr als in der Kindspose aufzuhalten.

In der Vergangenheit war ich zwar auch häufiger geschäftlich unterwegs, aber nie so regelmäßig mehrere Tage am Stück wie jetzt. Da hat es mir gereicht, meine Laufsache mit zunehmen. Laufen ist wirklich die simpelste Sportart, denn man braucht eigentlich nichts weiter als seinen Körper und die passende Kleidung. Ein paar Laufschuhe, eine Laufhose und ein Shirt passen immer in den Koffer. Laufen ist also schon immer mein Grundpfeiler gewesen, wenn es um Sport auf Reisen geht.
Seit ich jedoch in Wolfsburg im Projekt bin, musste ich also etwas kreativer werden, denn nur zu laufen unter der Woche war mir nicht genug. Ich habe dann zunächst mal Rat bei einem Trainer im Fitnessstudio gesucht. Er hat mir dann ein Programm zusammengestellt, bei dem ich mit verschiedenen Latex-/Gymnastikbändern trainiere (wie z.B. diesem oder diesem). Diese Bänder sind wirklich praktisch, da sie sowohl leicht und platzsparend sind als auch sehr flexibel einsetzbar und in unterschiedlichen Stärken zu bekommen. Es ist natürlich ein anderes Training als ich es z.B. beim Body Pump bekomme, aber es ist besser als gar nichts Zwinkerndes Smiley.
Irgendwann wurde mir das aber zu langweilig – ich werde beim Sport nämlich auch ganz gern “unterhalten” bzw. finde es ganz angenehm, wenn mir jemand sagt, was ich als nächstes machen soll (v.a. nach einem langen anstrengenden Arbeitstag). Ich habe also weiter gesucht und bin dank der großen weiten Welt des Internets fündig geworden – wenn auch nur mit englischsprachigen Ergebnissen, was für mich kein Problem darstellt:
  • Mein Kräftigungstraining mache ich jetzt mit den POPPilates-YouTube-Videos von Cassey. Sie macht unterschiedliche lange Videos: In den kurzen ca. 10-minütigen Videos konzentriert sie sich auf eine “Problemzone”, in den längeren Videos macht sie ein Ganzkörper-Training. Das tolle ist, dass sie nicht nur verschiedene Übungen vorstellt und einen dann alleine lässt, sondern alles selber vor- und mitmacht, wie man das von den Kursen aus dem Fitnessstudio kennt. Cassey selber ist beruflich Fitnesstrainerin, daher finde ich die Video-Kurse auch sehr professionell. Sie hat außerdem eine total sympathische Art und es macht mir wahnsinnig Spaß, ihre Online-Kurse zu machen!
  • Yoga ist erst seit einigen Monaten ein wichtiger Aspekt in meinem Trainingsmix geworden. Entscheidend dazu beigetragen haben die Yogastunden von Yogadownload.com. Dort gibt es eine Vielzahl von verschiedenen Kursen. Die meisten sind jedoch Audiokurse, was mich am Anfang etwas abgeschreckt hatte, denn so fit war ich am Anfang nicht was die englischen Bezeichnungen der Yogaposen betraf. Zu fast allen Audiokursen gibt es jedoch ein PDF-Dokument, in dem die Abfolge der Yogapositionen mit Bezeichnung abgebildet sind. Das ist wirklich unheimlich praktisch. Und wenn ich mal was nicht auf der Stelle verstehe, dann kann ich ja einfach zurückspule. Zwinkerndes Smiley
    Das Angebot von Yogadownload.com ist leider nicht kostenfrei. Es gibt jedoch unterschiedliche Möglichkeiten, eine Yogastunde zu erwerben. Ich habe ein Jahresabo, welches 90 US-Dollar kostet, welches ich aber durch ein Angebot für nur 40 US-Dollar bekommen habe. Dieses Abo ermöglicht es mir, alle Yogadownload-Stunden runterzuladen und sie für immer zu behalten. Wenn man bedenkt, das der Monatsbeitrag in einem Yogastudio min. 50 € beträgt, dann ist das Angebot von Yogadownload.com ein Megaschnäppchen - auch zum regulären Preis! 
Um jetzt Pilates und Yoga machen zu können, braucht man natürlich eine Yogamatte. Eine gängige Yogamatte ist aber unmöglich in einen Koffer zu bekommen und würde auch nur unnötiges Zusatzgewicht im Gepäck bedeuten. Ich habe mich dann – mal wieder – auf die Internetsuche nach einer Reise-Yogamatte gemacht und bin Gott sei Dank fündig geworden: eine Yoga-“Folie”, die sich für ein Training auf Teppichboden eignet (bestellt habe ich sie hier). Der Teppichboden gibt einem ja bereits einen weichen Untergrund, dem lediglich die Rutschsicherheit fehlt. Die bekommt man dann mit dieser Yogamatte.

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Wie ihr sehen könnt ist sie sehr dünn und lässt sich problemlos zusammenfalten oder -rollen und passt wunderbar in den Koffer:

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Diese Yogamatte war wirklich ein Lebensretter und wird auch in Zukunft mit auf Reisen gehen!

Ich habe mittlerweile ein für mich passendes Reisesportprogramm gefunden, das alle mir wichtigen Aspekte abdeckt, worüber ich sehr glücklich bin!

Wie haltet ihr es mit Sport auf Reisen? Was sind eure Erfahrungen und was könnt ihr empfehlen?
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