“Möchten” statt “Müssen”

Mittwoch, 30. November 2011
Oder auch: “Wollen” statt “Sollen”.

Die Inspiration für den heutigen Post bekam ich, als ich Ullis Tipp des Monats zum Thema Entschleunigung gelesen hatte (wenn euch mein Blog gefällt, dann schaut mal auf Ullis Blog Fit & Glücklich vorbei – gefällt euch bestimmt auch). Sie hat dort unter anderem einige Tipps und Ideen gesammelt, die einem dabei helfen können, sein Leben etwas zu entschleunigen.

Ich selber habe auch oft das Gefühl, dass meine Tage total vollgepackt sind und ich gar keine Chance habe, mal zur Ruhe zu kommen. Auch die Wochenenden bringen dann oft nicht die erhoffte Entspannung, weil man ja immer so viel zu tun hat. Zum Teil bin ich daran natürlich auch selbst schuld, denn neben einem Vollzeit-Job habe ich auch noch ziemlich zeitintensive Hobbys wie Sport, Bloggen, Kochen & Backen, das Fotografieren meiner Küchenkreationen, so viel wie möglich zum Thema Ernährung lernen. Daneben möchte ich auch noch mit Familie und Freunden Kontakt halten und der Haushalt macht sich auch nicht von alleine. Ach ja, Zeit mit meinem Schatz möchte ich auch noch verbringen.
Natürlich versuche ich immer, alles so gut wie möglich unter einen Hut zu bekommen. Die meiste Zeit klappt das ganz gut. Aber manchmal gehe ich abends ins Bett und habe das Gefühl, dass ich bis dahin keinen einzigen Moment so richtig abschalten konnte. Und das, obwohl doch Dinge wie Sport und Bloggen eigentlich zu meiner Entspannung beitragen sollen! Wenn es mal wieder etwas hektisch ist, dann ertappe ich mich bei Gedanken wie: “Ich muss heute Abend auch noch Laufen gehen.” Oder: “Ich muss auch noch eine Ladung Müsliriegel backen.” Auf einmal mache ich aus Dingen, die mir Spaß machen, ein Muss bzw. einen Zwang! So, als ob ich keine andere Wahl hätte, als diese Dinge zu tun. Ob dieser Zwang nun von jemand anderem oder von mir selber auferlegt wurde, spielt bei dem, was dann in mir abläuft, wahrscheinlich keine Rolle: Ich fühle mich fremdbestimmt, ohne Alternative, was mir Energie und Freude förmlich absaugt.

Genau hier muss man mit einem Perspektivenwechsel ansetzen. Anstatt sich mit dem “Ich muss…” abzufinden, sollte man die Dinge, die man tut oder die noch auf der Aufgabenliste stehen, mit “Ich möchte…” formulieren und sich dabei immer klar vor Augen führen, warum man dies möchte. Es ist wirklich sehr erstaunlich, was das Austauschen eines kleinen Wörtchens und das positive Formulieren schon für eine Veränderung in der Einstellung bringen kann. Natürlich geht das mit manchen Dingen einfacher als mit anderen. Aber selbst einer so nervigen Aufgabe wie Spülmaschine ausräumen kann man dadurch vielleicht etwas Positives abringen, weil es einen z.B. freut, wenn die Küche dann wieder ordentlicher aussieht, weil das dreckige Geschirr nicht draußen rumstehen muss.
Wir Menschen sind ja in der komfortablen Situation, dass wir selber wählen können, was wir machen und was nicht (oder vielleicht ist das auch gar nicht so komfortabel?) – zumindest, wenn man in einem Land oder einer Gesellschaft lebt, die dies zulässt. Eigentlich gibt es nichts, was wir machen MÜSSEN, auch wenn man oft das Gefühl hat, das wäre anders. Niemand muss viel Geld verdienen oder auf seine Gesundheit achten oder zu anderen nett sein. Wir entscheiden das grundsätzlich selbst, auch wenn es dann nur den simplen Grund hat, dass wir dazugehören möchten. Es ist nicht die Gesellschaft, die uns zwingt, einem bestimmten Trend oder Ideal zu folgen.

Wenn man sich also bewusst macht, dass man Dinge tun möchte und warum man dies möchte, dann übernimmt man wieder Selbstbestimmung und Selbstverantwortung. Das öffnet den Raum für Ideen, für Alternativen, für Spaß und Freude. Außerdem fällt es einem auch dann nicht so schwer, eine Aufgabe mal sausen zu lassen, weil es etwas anderes gibt, das man lieber machen möchte. Davor wäre beides nur ein Muss gewesen und man hätte sich nur dafür entscheiden können, was das kleiner Übel ist. Und das ist doch echt total bescheuert, oder? V.a., wenn es gar nicht sein muss. Zwinkerndes Smiley
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Eine kleine Aufheiterung zur Wochenmitte KW 48/2011

Na, seid ihr auch schon in Weihnachtsstimmung und habt die Lichterketten angebracht?
Vielleicht wollt ihr euch das nach dem Anhören des folgenden Clips nochmal anders überlegen.


Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue, wenn ich diese nette kleine Geschichte in der frühen Adventszeit auf SWR3 höre – im Gegensatz zu “Last Christmas” wird das nie alt. Zwinkerndes Smiley
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Schokolebkuchen-Haferbrei

Dienstag, 29. November 2011
Es wird euch bestimmt nicht wundern, dass nach den Schokolebkuchen-Müsliriegeln auch ein weihnachtlich inspirierter Haferbrei folgt, oder?
Wenn es einem aber auch so einfach gemacht wird, den Geschmack von Schokolebkuchen mit einem Haferbrei zu verbinden, dann muss man dem doch nachkommen – v.a. wenn dadurch auch noch ein gesundes Frühstück entsteht.

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Schokolebkuchen-Haferbrei
Für 1 Person

Zutaten:
  • 1/3 Becher Haferflocken
  • 1 El gemahlene Leinsamen
  • 1 El Vanille-Eiweißpulver (optional)
  • 1/2-1 El Kakaopulver (je nach dem, wie schokoladig es sein soll – bei mir kam natürlich 1 El rein Zwinkerndes Smiley)
  • 1 Tl Zimt
  • 1/2 Tl Lebkuchengewürz
  • 1 El Rosinen
  • 1 Prise Salz
  • 1 Becher Milch oder Milchalternative eurer Wahl
  • 1 /2 Banane
  • 1/2 Orange

Zubereitung:
  1. Haferflocken, Leinsamen, Eiweiß-Pulver, Kakaopulver, Lebkuchengewürz, Salz, Rosinen und Apfelstücke in einem kleinen Topf mischen.
  2. Milch dazugeben, mit einem Schneebesen gut durchrühren und aufkochen lassen.
  3. Nun die Banane in dünne Scheiben und die halbe Orange in kleine Stücke schneiden. Bei der Orange so viel wie möglich von der weißen Haut wegschneiden.
  4. Beides in den Topf geben und unterrühren.
  5. Temperatur runterstellen und für ca. 7 Minuten köcheln lassen, bis die Haferflocken schön weich sind.
    Immer wieder gut durchrühren, damit nichts anbrennt und der Brei schön fluffig wird.
  6. Den Brei in eine Schüssel geben und nach Belieben garnieren.

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Ist das nicht ein wunderbares Frühstück für die Adventszeit?
Die Idee mit den Orangenstücken kam mir noch ganz spontan: Ich wollte mit den Orangenscheiben garnieren und dachte mir, dass ich vielleicht auch Orange IN den Brei machen sollte, wenn ich sie schon DRAUF legen will. Und wie das Leben so spielt, war das eine ganz wunderbare Idee, da sich die Orangen geschmacklich wunderbar mit dem Kakaopulver und Lebkuchengewürz ergänzt haben. Zwinkerndes Smiley

Ich denke, dass sich das auch ganz gut für einen Nachmittagssnack eignet, wenn man was Süßes UND Weihnachtliches braucht, sich aber auf Dauer nicht die vielen Kalorien von “echten” Lebkuchen reinhauen möchte. Da würde dann aber vielleicht auch die halbe Portion reichen.
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Song der Woche KW 47/2011

Sonntag, 27. November 2011
Mein Song der Woche ist “All I Want For Christmas Is You” von Michael Bublé.


Wie ihr ja schon letzte Woche gesehen habt, mag ich weihnachtliche Musik sehr gerne. Ich spiele sie in der Vorweihnachtszeit rauf und runter!
Am Donnerstag hatte ich mir ja das neue Weihnachtsalbum von Michael Bublé geholt, welches ich wirklich sehr schön finde. Er hat einfach die perfekte Stimme für Weihnachtsmusik! Zwinkerndes Smiley
Seine Interpretation des Mariah-Carey-Klassikers ist fast besser als das Original.
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Gut ausgerüstet: Anziehstrategie für die kalte Jahreszeit

Samstag, 26. November 2011
Im Winter draußen zu laufen ist für viele eine große Herausforderung. Da gibt es auch gar nichts schön zu reden. Kälte und Dunkelheit machen es einem einfach schwer, so richtig Spaß an der Sache zu bekommen. An der Dunkelheit kann ich abends nichts ändern und meine Streckenauswahl schränkt sich dadurch natürlich ein. Aber durch die richtige Kleidung kann ich wenigstens dafür sorgen, dass mir die Kälte nicht so viel ausmacht. Das macht es für mich ein bisschen erträglicher, auch im Winter noch nach draußen zu gehen.  Außerdem wäre es doch auch zu schade, wenn ich dann am Wochenende an einem schönen sonnigen, aber kalten Wintertag nicht zum Laufen rausgehen könnte, weil ich nicht die passende Kleidung habe.

Meine grundlegende Strategie lautet: Viele dünne Lagen. Oder besser bekannt als das Zwiebelschalenprinzip.
Dadurch baue ich nach und nach während des Übergangs von Sommer zu Winter meine Hülle auf. Das hat den Vorteil, dass ich relativ flexibel auf Temperaturschwankungen reagieren kann, ohne gleich viel zu dick oder viel zu dünn angezogen zu sein.
Natürlich ist das Kälteempfinden eine ganz individuelle Angelegenheit. Man kann keine klaren Vorgaben machen, wie z.B. zwischen 8 und 15°C muss man eine 3/4-Laufhose tragen. So denke ich mir zwar auch manchmal, wenn ich anderen Läufern begegne: “Wenn sie/er jetzt schon so dick angezogen ist, was macht sie/er dann, wenn es mal richtig kalt wird?” oder: “Wow, sie/er trägt jetzt noch eine kurze Laufhose?” Aber das muss wirklich jeder selber für sich herausfinden.

Ich habe mir dennoch gedacht, dass es für den einen oder anderen ganz hilfreich sein kann, hier ein paar Tipps zu bekommen und zu sehen, mit was andere zurechtkommen, v.a. wenn man gerade erst Laufanfänger ist und in seinen ersten Lauftrainingswinter startet.

Ich würde sagen, das wichtigste ist, dass man Rumpf und Kopf warm hält. Der Rumpf muss warm gehalten werden, damit die Lungen warm bleiben, denn diese haben schon genug mit der kalten Atemluft zu tun. Außerdem befinden sich natürlich viele wichtige Organe im Rumpf, die vor Kälte geschützt werden müssen, speziell, wenn man lange Läufe macht. Auf eine Nierenentzündung kann glaube ich jeder verzichten. Der Kopf muss warm gehalten werden, da wir über den Kopf die meiste Wärme verlieren, was zu eine generellen Auskühlung führen kann.
Wenn ihr gleich die einzelnen Lagen seht, die ich beim Laufen trage, dann werdet ihr auch feststellen, dass ich bis auf eine Ausnahme keine teure Laufkleidung trage. Meine Sachen sind wirklich größtenteils von Aldi und Tchibo, die, wie ich finde, Laufkleidung zu einem super Preis-Leistungsverhältnis anbieten.

Meine erste zusätzliche Lage ist immer ein Unterhemd, das eng am Körper anliegt. Hier möglichst ein Material wählen, das den Schweiß vom Körper wegtransportiert und sich nicht damit vollsaugt. Baumwolle ist hier z.B. eher ungeeignet. Ein Unterhemd ziehe ich auch an, wenn ich noch ein Shirt mit kurzem Arm trage. Die Arme brauchen es einfach nicht so warm.



Irgendwann wechsle ich von Kurzarm zu Langarm.



Wenn mir das zu kühl ist, dann werfe ich nicht gleich eine zweite Langarmschicht drüber, sondern ziehe zuerst mal eine Weste an.



Das ist dann zwar die dritte Schicht für den Oberkörper, wohingegen die Arme nur eine Schicht haben. Die Arme stört das aber nicht. Zwinkerndes Smiley
Beim nächsten Schichtwechsel gibt es dann eine zweite Langarmschicht mit einem weiteren, vielleicht etwas dickeren Laufshirt. Das ist aber noch keine Thermokleidung, sondern ein normales Laufshirt.



Und wenn das dann nicht mehr ausreicht, dann greife ich anstelle des zweiten Langarmshirts zum Thermo-Laufshirt.



“Untenrum” tut sich hier nicht so viel. Es beginnt mit der langen Laufhose.



Ab ca. 5°C brauche ich aber speziell an den Oberschenkeln noch etwas mehr Unterstützung. Hier kommt das einzige wirklich teure Kleidungsstück zum Einsatz, welche ich seit letztem Jahr habe: Die Funktionsunterhose X-Bionic Energy Accumulator Short Pant. Sexy, oder? Wirkt aber wahre Wunder!



Das letzte Geschütz für die Beine ist dann auch die Thermo-Laufhose.



Für den Kopf gibt es Stirnband und Mütze. Auch hier müssen es keine besonders dicken Materialien sein.


Zu guter Letzt gibt es noch den Extraschutz für Hände und Hals/Mundpartie.


Handschuhe sind für mich sehr wichtig, auch wenn es oft vorkommt, dass ich sie während des Laufs ausziehe, da meine Hände zu warm werden. Wenn ich sie aber nicht anziehe, kühlen meine Hände am Anfang schnell aus und werden dann gar nicht mehr warm. Ich finde das total unangenehm!
Der Kälteschutzkragen kann, wenn man ihn über den Mund zieht, das Atmen etwas angenehmer machen. Man sieht dann zwar aus wie ein Verbrecher, speziell wenn man noch eine Mütze trägt, aber es ist ja eh meistens dunkel, sodass das keinem wirklich auffällt.

Am schlechtesten zu schützen ist natürlich das Gesicht. Hier kann man sich mit einer reichhaltigen und fetten Creme behelfen, die zumindest ein bisschen vor Kälte schützt. Auf die Lippen kommt bei mir immer ein Lippenpflegestift, damit sich nicht spröde werden und aufplatzen (alles schon mal da gewesen).

So komme ich also kleidungstechnisch durch den Winter. Das erscheinst vielleicht etwas kompliziert, aber es funktioniert ganz gut, sodass ich das Laufen nicht ganz aufs Laufband verlegen muss.
Ich freue mich jetzt aber trotzdem schon wieder auf die Zeit, wenn ich fürs Laufen nicht mehr so viel anziehen muss.
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Ein entspannter Abend ohne Sport

Donnerstag, 24. November 2011
Heute habe ich mir einen ganz entspannten Abend ohne Sport und ohne Haushalt gegönnt.
Ihr denkt jetzt vielleicht, was daran so ungewöhnlich ist, aber für mich ist das mittlerweile schon eher die Ausnahme geworden – vor allem für die Abende unter der Woche. Ich mache ja an den meisten Abenden Sport. Und wenn ich keinen Sport mache, dann wartet die Bügelwäsche auf mich. Doch für heute hatte ich sowohl die Bügelwäsche bereits erledigt sowie meinen Unter-der-Woche-Pausentag eingeplant. Da ich den Abend alleine zuhause verbracht habe (mein Freund ist beim Fußballtraining), konnte ich das Abendprogramm frei gestalten, sodass daraus ein typischer Julia-Abend wurde. Zwinkerndes Smiley

Wie ein für mich total entspannender Abend aussieht, habe ich euch nachfolgend in einer kleine Fotodokumentation zusammengestellt.

Zunächst mal habe ich mir neue Musik besorgt. Neben ein paar Liedern für die Trainingsplaylist, habe ich mir auch das Weihnachtsalbum von Michael Bublé besorgt.



Nicht, dass ich die meisten Lieder schon in 10-facher Ausführung von anderen Künstlern hätte, aber die Versionen von Michael Bublé sind wirklich toll!
Wer also auf Weihnachtsmusik steht, dem kann ich das Album nur empfehlen.

Da das TV-Programm ja mal wieder gar nichts geboten hat, habe ich mich spontan dazu entschieden, mal wieder Herr der Ringe zu schauen. Da muss ich überhaupt nicht mehr mitdenken, geschweige denn richtig zuhören, da ich die Trilogie bestimmt schon 20 Mal gesehen habe (normaler Weise schaue ich sie immer an, wenn ich krank zuhause liege). Zwinkerndes Smiley



Dazu habe ich mir ein Glas Rotwein gegönnt….



… und mein Nägel mit einer für die Jahreszeit passenden dunklen Farbe lackiert.



Was auf dem Foto aussieht wie schwarz, ist ein ganz, ganz dunkles grün (wen es interessiert: die Farbe ist “Here Today, Aragon Tomorrow” von OPI).

Nachdem die Nägel lackiert waren, habe ich in ein paar Zeitschriften geblättert und gelesen (ja, der Film lief immer noch im Hintergrund – was soll ich sagen: ich brauche Rundumbeschallung).



Oh, und ganz alleine war ich natürlich nicht. Die Katzi war da. Smiley



Und jetzt gehe ich sogar noch früher ins Bett als sonst!!!!!

Wie sieht für ein entspannter und gemütlicher Abend aus?
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Doppelmoral?

Mittwoch, 23. November 2011
Ich hätte ja nicht geglaubt, dass ich zwei Mal innerhalb so kurzer Zeit mit dem Vorwurf der Doppelmoral bezüglich meiner Ernährungsweise konfrontiert werde. Genauer gesagt, mit der Doppelmoral, dass ich Tiere über Pflanzen stellen würde, da einer der Gründe, warum ich Tiere nicht mehr esse, ist, dass ich das Leid nicht akzeptieren kann, das Tieren bei der Mast und der Schlachtung wiederfährt.

Ich habe mir ehrlich gesagt noch nie darüber Gedanken gemacht, ob ich das eine Leben als wertvoller als das andere einschätze. Ich kann aber auch nicht leugnen, dass es mich emotional nicht so sehr berührt, wenn man einen Salat erntet, wie wenn man ein Tier schlachtet. Das eine kann ich mitansehen, das andere nicht. Wer das nun als Doppelmoral bezeichnen möchte, dem kann ich es nicht verbieten. Trotzdem hat mich dieser Vorwurf oder diese Fragestellung leicht aus der Fassung gebracht, da ich keine zufriedenstellende Antwort parat hatte und mich auch irgendwie angegriffen gefühlt habe.
Die zufriedenstellende Antwort hatte ich deswegen nicht parat, da ich immer noch nicht gewohnt bin, dass es passieren kann, dass ich mich für meine Ernährungsweise rechtfertigen muss und ich manche Fragen eben nicht aus dem Stehgreif mit einer logisch nachvollziehbaren Antwort bedienen kann. Angegriffen gefühlt habe ich mich glaube ich, weil ich nicht nachvollziehen kann, dass man mich deswegen zur Rechtfertigung zwingt oder mich mit für mich weit hergeholten Argumenten in die Ecke drängt. Es ist ja nicht so, als ob ich hier etwas offensichtlich Schlechtes oder Falsches für mich oder meine Umwelt tue. Ich laufe ja nicht rum und verkünde, dass ich Drogen nehmen würde und das eine tolle Sache sei! Im Gegensatz dazu gibt es ja genügend Argumente, die für eine Ernährung auf größtenteils oder ausschließlich pflanzlicher Basis sprechen, von gesundheitlichen Aspekten über Umweltaspekte bis hin zu moralischen und ethischen Aspekten.

Irgendwie scheint es den Personen, die Vegetariern eine solche Doppelmoral unterstellen, eine gewissen Befriedigung zu verschaffen, wenn sie einen soweit gebracht haben, dass man sagen muss: “Ja, da bin ich nicht ganz konsequent.” So nach dem Motto: “Ha, hab ich dich in deiner Doppelmoral ertappt!” Warum ist das so? Ist es, weil Menschen, die viel oder gerne Fleisch essen, das vielleicht auch noch industriell hergestellt wurde, eigentlich wissen, dass es besser wäre, darauf zu verzichten oder zumindest den Konsum einzuschränken und nur noch Fleisch zu kaufen, das nicht aus Massentierhaltung und industrieller Herstellung kommt? Ist das dann das “letzte Geschütz”, das sie auffahren müssen? Und mal ganz ehrlich: Welche menschliche Entscheidung ist denn auf Dauer nicht von Doppelmoral geprägt? Wenn jemand sagt, er trenne den Müll und habe einen Kompost, weil er was für die Umwelt tun möchte, dieser jemand aber Auto fährt und Fernreisen macht, ist das nicht auch Doppelmoral? Wenn jemand sagt, er spendet für Kinder in Not, aber der Pulli, den er trägt, durch Kinderarbeit hergestellt wird, ist das nicht auch Doppelmoral? Wenn jemand Fleisch ist, aber an seinem Haustier hängt, ist das nicht auch Doppelmoral?

Wenn man überhaupt jemandem Doppelmoral vorwerfen möchte, dann doch nur jemandem, der behauptet, sein Handeln sei perfekt und völlig konsequent, oder? Ich mache das aber nicht, da ich weiß, dass ich z.B. in Sachen Tierleid nicht ganz konsequent bin. Ich esse immer noch Milchprodukte und Eier. Ich achte hier zwar auf Bio-Qualität und habe meinen Konsum schon stark reduziert (sonst würdet ihr nicht so viele vegane Rezepte auf diesem Blog finden), da ich hoffe, das Leid hier etwas zu mindern. Aber natürlich kann man mir vorwerfen, dass ich weiterhin Tiere ausnutze. Ich habe auch Lederschuhe und –handtaschen, die ja auf jeden Fall von toten Tieren kommen, was somit die größte Inkonsequenz ist. Das weiß ich, aber so ist es eben. Und nun? Bin ich deswegen ein schlechter Mensch? Darf ich deswegen kein Vegetarier sein oder was? Auch wenn ich nicht ganz konsequent bin, so habe ich doch einige Dinge umgestellt, die meiner Meinung nach die Welt für mich ein bisschen besser machen. Auch wenn das nicht den großen Umschwung mit sich bringt, so haben meine Entscheidungen ihre Berechtigung. Wenn jeder ein bisschen was “besser” macht, dann kann das ganz schön viel bewirken.

Zum Schluss möchte ich nochmal auf den Vorwurf zurückkommen, für Vegetarier würden Tieren einen größeren Wert haben als Pflanzen. Ich habe mich dazu mal ein bisschen im Internet umgeschaut und ein paar interessante Stellungnahmen dazu gefunden, die ich sehr gut finde und sie euch daher nicht vorenthalten möchte:
  • Es geht nicht unbedingt darum, dass Tiere mehr wert sind als Pflanzen, auch wenn man sich Tieren oder bestimmten Tieren emotional vielleicht näher fühlt. Es sind alles Lebewesen und sollten mit Respekt behandelt werden.
  • Trotzdem ist das Leben immer von Nehmen und Geben gekennzeichnet. Man muss etwas essen, sonst kann man nicht leben, ergo kann man nie leben, ohne etwas anderes zu “zerstören”.
  • Mit der Entscheidung, WAS man isst, kann man beeinflussen, wie viel man “zerstört”. Daher muss die Frage lauten: “Wie schaffe ich es, möglichst wenig zu zerstören?”
  • Wenn man Fleisch isst, dann isst man indirekt alles, was notwendig war, um dieses Fleisch herzustellen. Das sind ja nicht nur die Pflanzen, die das Tier frisst (was letzten Endes mehr Pflanzen “zerstört”, als wenn man als Mensch anstelle des Fleisches pflanzliche Lebensmittel ist), sondern auch weitere Rohstoffe.
  • Wir Menschen sind gar nicht auf den Verzehr von Fleisch angewiesen. Wir sind keine Fleischfresser, wie z.B. Katzen oder Hunde. Man kann uns zwar als Allesfresser bezeichnen, da wir vieles, auch Fleisch verdauen können, aber am besten funktioniert unsere Verdauung für pflanzliche und ballaststoffreiche Nahrung. Fleisch braucht relativ lange, bis es vollständig verdaut wird. Daher haben auch so viele Leute Verdauungsprobleme.
  • Wir Menschen brauchen heutzutage das Fleisch nicht mehr, um genügend Essen fürs Überleben zu haben. Das war früher natürlich anders: Da war der vorbeihüpfende Hase vielleicht wirklich die einzige Alternative, die es gab. Wir haben eine solche Fülle an Lebensmitteln, auch an pflanzlichen, wie es sie noch niemals gab – und das sogar, wenn man auf regionale und saisonale Produkte zurückgreift.
Wir sind also nicht auf Fleisch angewiesen und können heute in Anbetracht der ganzen negativen Auswirkungen, die Massentierhaltung, industrielle Fleischproduktion und der ganze Rattenschwanz, der da mit dranhängt, haben, klügere Entscheidungen treffen, die nicht nur besser sind für unsere Gesundheit, sondern auch noch besser für unseren Planeten.
Ich finde, das ist eine doch eine gute Sache, oder? Smiley
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Eine kleine Aufheiterung zur Wochenmitte KW 47/2011

Und nun wieder zurück zu den einfachen Dingen im Leben: Schwarz-Weiß-Comics.


Als ich den “Katzen-Wecker” vor 2 oder 3 Jahren das erste Mal gesehen habe, hatte ich vor lauter Lachen Tränen in den Augen. Vor Lachen auf dem Boden wälzen
Das Comic ist so einfach umgesetzt und trotzdem wird sich jeder, der eine Katze hat, in dieser Episode wiederfinden – auch wenn die eigene Katze vielleicht nicht zu ganz so drastischen Mitteln greift.
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Bratkartoffelsuppe

Dienstag, 22. November 2011
Heute habe ich für euch wieder ein leckeres Rezept für die kalten Tage.
In den letzten 2 Wochen gab es auf meinem Blog ja nicht ganz so viele Rezepte. Dafür hat sich ein kleiner “Rezeptevorrat” bei mir angesammelt, denn: nur weil ich wenig Rezepte gepostet habe, bedeutet ja nicht, dass ich auch wenig in der Küche aktiv gewesen bin. Zwinkerndes Smiley

Mit der Weihnachtsbäckerei habe ich zwar noch nicht begonnen, aber ihr könnt in den nächsten Wochen auf jeden Fall mit ein paar Rezepten für Weihnachtsplätzchen rechnen. Dieses Jahr habe ich mir zum Ziel gesetzt, möglichst alle Plätzchen vegan zu backen. Dafür werde ich wohl auch ein bisschen experimentieren müssen, da ich ein paar persönliche Favoriten habe, die per se nicht vegan sind bzw. nicht einfach nur durch den Austausch von Butter durch Margarine zu “veganisieren” sind. Ich bin mal gespannt, wohin das führt – hoffentlich nur zu leckeren Plätzchen. Zwinkerndes Smiley

Nun aber zurück zum heutigen Rezept.

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Ihr werdet euch vielleicht schon gefragt haben, wie sich “Bratkartoffeln” und “Suppe” miteinander kombinieren lassen. Ich verspreche euch, dass das ganze einfach ist!
Ich finde Kartoffelsuppe total lecker. Früher bei mir Zuhause war in der Kartoffelsuppe immer auch Erbsen-Karotten-Gemüse, welches zusammen mit den Kartoffeln püriert wurden (was zu einer eher unschönen Farbe geführt hat). Dann kamen noch Pilze und kleingeschnittene Würstchen rein. Leider hat meinem Freund diese Art von Kartoffelsuppe nie geschmeckt… Trauriges Smiley Vor einigen Wochen hatte ich mal wieder Lust auf Kartoffelsuppe und habe hin- und herüberlegt, ob ich es nichts doch schaffen würde, eine Kartoffelsuppe zu kreieren, die ihm auch schmecken würde (bei Kürbis habe ich das ja immer noch nicht geschafft – egal, welche Kürbissorte ich ihm vorsetze, es schmeckt ihm einfach nicht Zwinkerndes Smiley). Und siehe da, das Weiterverarbeiten von Bratkartoffeln in eine Suppe hat zu einem Ergebnis geführt, dass für ihn zumindest in soweit ok ist, dass er es als Essen akzeptiert, auch wenn es vielleicht nicht eines seiner Favoriten wird.

Das Tolle an dieser Suppe ist, dass die Röstaromen, die durch das Anbraten der Kartoffeln entstehen, nach dem Kochen in der Suppe bleiben. Das gibt einen tollen Geschmack! Die Hinzugabe von weißen Bohnen haben der Suppe noch einen Protein-Kick und zusätzliche Cremigkeit gegeben, ohne dass sie geschmacklich einen großen Einfluss auf die Suppe haben (das ist das tollen an weißen Bohnen!). Die Suppe macht herrlich satt, ohne zu schwer oder deftig zu sein.

Wenn ihr also auch einen Kartoffelsuppenmuffel zuhause habt, dann könnt ihr ja mal probieren, ob diese Suppe den Geschmackstest besteht.

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Bratkartoffel-Suppe
Für 2 Personen

Zutaten:
  • 400 g Kartoffeln (vorw. festkochend oder mehlig kochend)
  • 1 El Olivenöl
  • 1/2 Liter Brühe
  • 1 Dose weiße Bohnen oder Riesenbohnen, Abtropfgewicht 240 g
  • 1/2 Becher Milch oder Milchalternative eurer Wahl, ggf. mehr
  • Salz
  • Pfeffer
  • Paprikapulver
  • Cayenne-Pfeffer
  • getrockneter Rosmarin

Zubereitung:
  1. Die Kartoffeln waschen und in kleine Würfel schneiden. Wer möchte, kann die Kartoffeln schälen, ich habe die Schale aber dran gelassen.
  2. In einem mittelgroßen Topf das Öl erhitzen und anschließend die Kartoffelwürfel hinzugeben.
  3. Bei hoher Temperatur einige Minuten stark anbraten, bis die Kartoffeln äußerlich eine schöne Bräune haben und innen schon etwas weich sind.
  4. Die Brühe angießen, aufkochen lassen, Temperatur runterstellen und die Kartoffeln ca. 15 Minuten kochen, bis sie ganz weich sind.
  5. Die Bohnen in einem Sieb abspülen und abtropfen lassen.
  6. Wenn die Kartoffeln weich sind, die Bohnen hinzugeben und ein paar Minuten mitkochen, bis sie warm sind (weich sind sie ja in der Regel schon).
  7. Nun alles mit dem Stabmixer im Topf pürieren. Wer die Suppe nicht komplett cremig mag, der püriert sie nicht komplett, sodass noch kleine Stücke übrig bleiben.
  8. Die Suppe sollte jetzt relativ dickflüssig sein. Wenn dem so ist, dann 1/2 Becher oder mehr Milch zugießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
  9. Mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Cayenne-Pfeffer und getrocknetem Rosmarin würzen.
  10. Wer möchte, der kann noch eine zusätzliche Gemüseeinlage in die Suppe geben, z.B. Erbsen, Pilze oder grüne Bohnen. Ich habe mir als Einlage ein paar große Mangoldblätter kleingeschnitten und in einer Pfanne gedünstet. Das hat wunderbar dazu gepasst!

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Viel Spaß beim Nachkochen!
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Schokolebkuchen-Müsliriegel

Montag, 21. November 2011
Wie ich gestern schon angekündigt hatte, habe ich ein neues Müsliriegel-Rezept für euch.
Und da ich heute noch kurzer Hand Fotos von den leckeren Teilen machen konnte (bevor sie alle weg sind), bekommt ihr hier meine erste weihnachtliche Kreation für dieses Jahr.

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Ich habe das ursprüngliche Müsliriegel-Rezept nur leicht abgewandelt und ihm eine weihnachtliche Schokolebkuchen-Note verpasst. Trotzdem sind sie von der Konsistenz her etwas weicher geworden als die Originale und erinnern fast an Brownies. Das ist ja Gott sei Dank nichts schlechtes. Smiley

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Schokolebkuchen-Müsliriegel
Für eine 24x24cm-Backform

Zutaten:
  • 1 mittelgroße, reife Banane
  • 1/4 Becher Milch oder Milchalternative eurer Wahl
  • 1/4 Becher Vollrohrzucker (oder braunen Zucker)
  • 1 El gemahlene Leinsamen
  • 1/3 Becher Apfelmus, ungesüßt
  • 1 El Stroh-Rum
  • 1 El Melasse
  • 1/3 Becher Rosinen
  • 1 1/2 Becher Haferflocken
  • 1/2 Becher Kokosraspel
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Tl Lebkuchengewürz
  • 1/4 Becher Vollkorn-Weizenmehl
  • 1/2 Tl Backpulver
  • 2 El Kakaopulver
  • 1 Prise Salz
  • 1/3 Becher Schokochips (vegan, wenn gewünscht)

Zubereitung:
  1. Backofen auf 200°C vorheizen und die Backform entweder einfetten oder mit Backpapier auslegen.
  2. In einer kleinen Schüssel die Banane mit der Gabel zerdrücken.
  3. Anschließend Zucker, gemahlene Leinsamen, Milch, Rum, Melasse und Apfelmus hinzufügen und alles miteinander vermischen.
    Etwas stehen lassen, damit die gemahlenen Leinsamen aufquellen können.
  4. In einer mittelgroßen Schüssel die restlichen trockenen Zutaten vermischen.
  5. Die Bananen-Mischung zu den trockenen Zutaten geben und alles gut vermischen
  6. Den Teig in die Backform füllen, gut andrücken und glatt streichen.
  7. Für ca. 35-40 Minuten backen.
  8. Nach dem Backen für 10 Minuten auskühlen lassen.
  9. Zum Schluss in Stücke schneiden und in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren oder einfrieren.

Wenn man in der Adventszeit Lust auf weihnachtliches Gebäck hat, aber auf das Zuckerkoma verzichten möchte, der kann problemlos zu diesen Riegeln greifen.
Anstelle der Kokosraspeln kann man z.B. gehackte Walnüsse oder Mandeln verwenden. Die Rosinen lassen sich z.B. durch Zitronat oder Orangeat ersetzen – da ich das aber nicht so gerne mag, blieb es bei mir bei Rosinen.

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Song der Woche KW 46/2011

Sonntag, 20. November 2011
Mein Song der Woche ist “Wintersong” von Sarah McLachlan.

(Das Lied geht nur bis 3:30, danach kommt nur schwarzer Bildschirm)

Morgen beginnt ja die erste Adventswoche, also der richtige Zeitpunkt, um weihnachtliche Musik zu hören.
Ich habe damit am Freitag begonnen. Zwinkerndes Smiley
Doch dieses Lied von Sarah McLachlan ist kein Weihnachtsklassiker oder ein typisches Weihnachtslied. Aber es ist ein Lied das mich aufgrund der Melodie, des Songtextes und Sarah McLachlans Stimme einfach tief berührt. Und natürlich passt die ruhige, bedächtige Stimmung des Liedes sehr schön zur kommenden Adventszeit.
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Ein Festtagsmenü für Mama

Meine Mama kam gestern zu Besuch, da für abends noch die Einlösung ihres Geburtstagsgeschenks anstand: Die Backblech-Show “Höllauf begeistert” im Wilhelma-Theater.
Dieser Besuch war für mich natürlich die perfekte Gelegenheit, ein wunderbares vegetarisches Essen aufzutischen. Ich koche wahnsinnig gern für Gäste, auch wenn mich das immer in einen leichten Stresszustand versetzt. Und speziell seit ich Vegetarier bin, stecke ich noch mehr Energie in die Essensvorbereitung, da ich es zu meiner Mission gemacht haben, andere davon zu überzeugen, dass vegetarisches und veganes Essen super lecker und abwechslungsreich sein kann.

Ich habe Gott sei Dank eine Familie, die meiner Ernährungsweise gegenüber sehr aufgeschlossen ist und Wert auf eine gesunde Ernährung legt, ohne aber selbst Vegetarier zu sein. Ich habe meine daher Mama gefragt, welches Gericht sie sich denn wünscht. Sie hat sich den Linsenbraten gewünscht. Diesen Wunsch habe ich ihr natürlich gerne erfüllt. Smiley Dazu gab es noch ganz viele andere Leckereien, wie z.B. Apfel-Rotkraut, grüne Bohnen, Kartoffelbrei und Butternut-Kürbis.
Ich war ehrlich gesagt etwas aufgeregt, ob ihr der Linsenbraten denn schmecken würde. Doch meine Bedenken waren unbegründet, denn sie fand alles super lecker! Smiley

Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass die Vorbereitung dieses Essens mit einigen Stunden Arbeit verbunden war. Aber Arbeit darf ich das gar nicht nennen, denn ich habe die Zeit total genossen und war völlig in meinem Element. Es sei aber auch gesagt, dass es ein Essen ist, bei dem sich ein paar Sachen auch schon am Vortag oder zumindest einige Stunden vor dem Essen vorbereiten lassen. Die Kochlogistik habe ich gestern wirklich gut hinbekommen, sodass alles in einem Abstand von wenigen Minuten fertig war – das ist mir auch noch nicht so häufig passiert. Zwinkerndes Smiley

Ich möchte euch nun in den Entstehungsprozess des Festtagsmenüs einweihen.

Am Freitag habe ich bereits die Linsen für den Linsenbraten gekocht. Auch wenn das ursprüngliche Rezept locker für 3 Personen gereicht hätte, habe ich die 1,5-fache Menge Linsen verwendet, da ich für die kommende Woche Reste haben wollte. Zwinkerndes Smiley

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Wenn ich am Freitag noch mehr Zeit gehabt hätte, hätte ich auch das Rotkraut schon gemacht. Da dem nicht so war, habe ich damit am Samstag um 12 Uhr angefangen. Zuerst habe ich den Kohl mit Hilfe der Küchenmaschine geschnitten. Anschließend habe ich ihn wie im Rezept beschrieben zubereitet.

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Als das Rotkraut komplett im Topf war und nur noch kochen musste, konnte es weitergehen.
Ashley hat diese Woche das Rezept für eine Cranberry-Orangen-Soße gepostet, die sehr lecker aussah. Da eine Cranberry-Soße super zum Linsenbraten passen würde, habe ich sie auf die Menüliste gesetzt. Frische Cranberrys habe ich Gott sei Dank im Supermarkt bekommen. Der Soße stand also nichts mehr im Weg.

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Ich habe davor noch nie mit frischen Cranberrys gekocht. Aber ich kann nur sagen: Die Soße ist einfach wunderbar!

Weiter ging es mit der Vorbereitung des Linsenbratens. In der Küchenmaschine habe ich einen Apfel, 2 Karotten und eine Zucchini geraspelt (und somit mein ursprüngliches etwas abgewandelt).

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Anschließend kam ein Teil der Linsen in die Küchenmaschine zum Pürieren. Danach habe ich den “Teig” fertig gemacht und in eine große Auflaufform gefüllt.
Für die Glasur des Bratens habe ich anstelle der Apfelbutter die Cranberry-Orangen-Soße verwendet, die ich dafür püriert habe. Die Menge der Glasur aus dem Rezept habe ich verdoppelt.
In der Küche war mittlerweile eine Bombe eingeschlagen. Zwinkerndes Smiley

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Da die Küchenmaschine eh schon im Dauereinsatz war, habe ich sie gleich weiterverwendet um die Zutaten für die vegetarische Soße zusammen zu rühren. Die habe ich dann gleich in einen Topf gefüllt, damit ich sie später griffbereit zum Aufwärmen hatte.
Zu guter Letzt habe ich die Kartoffeln für den Kartoffelbrei und den Butternut-Kürbis geschält und geschnitten. Kartoffeln kamen in den Topf, Kürbis auf ein Backblech.

So, jetzt war alles vorbereitet, was vorbereitet werden konnte. Das erste Chaos war auch beseitigt. 2,5 Stunden waren vorbei.
Zwischengelagert habe ich alles auf dem Balkontisch.

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Nun hatte ich ein bisschen Zeit, bis ich weitermachen musste. In meiner Pause habe ich meinem Schatz beim Aufräumen geholfen (er hat die Wohnung auf Vordermann gebracht, während ich gekocht habe), Kaffee getrunken, gelesen und die Katzi fotografiert. Sie hat sich wieder als perfektes Model angeboten, nachdem sie den Karton entdeckt hatte. Zwinkerndes Smiley

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Bevor es mit dem Essen weiterging, habe ich noch eine neue Müsliriegel-Kreation gebacken. Das Rezept folgt, sofern ich noch dazu komme, Fotos von den Riegeln zu machen.
Um 17 Uhr sollte es Essen geben. Die längste Garzeit hatte der Linsenbraten. Der musste 1 Stunden backen und 15 Minuten nach dem Backen auskühlen. Also musste er um 15:45 Uhr in den Ofen. 45 Minuten später kamen die Kürbisspalten dazu, welche ich vorher noch mir Salz, Cayenne-Pfeffer, Zimt und Olivenöl gewürzt hatte. Der Kürbis hat eine Garzeit von 30 Minuten.
Die Kartoffeln habe ich zeitgleich mit dem Kürbis aufgesetzt.
Zusätzlich gab es noch grüne Bohnen. Ich habe tiefgekühlte Bohnen verwendet, die ich in der Mikrowelle zubereitet habe.
Rotkraut und Soße mussten nur noch aufgewärmt werden. Die Cranberry-Soße wurde kalt serviert.

In der Endphase habe ich Unterstützung von meinem Freund und meiner Mama bekommen, damit alles nacheinander auf den Tisch kam.
Ich habe selten ein so buntes Menü gesehen! Smiley

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Auf dem Teller sah es genauso schön aus. Smiley

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Ich gebe zu: Ich war zwischenzeitlich ganz schön kaputt, v.a. weil ich von Freitag auf Samstag nicht so gut geschlafen hatte. Ein Mittagschlaf hätte mir bestimmt gut getan. Smiley mit geöffnetem Mund
Aber ich habe jeden Moment, den ich in der Küche stand, genossen. Auch wenn es viel Arbeit war, so kann ich mit gutem Gewissen meinen Gästen ein Menü vorsetzen, das von Grund auf selbst zubereitet und bis auf die Kuhmilch, die ich für den Kartoffelbrei verwendet habe, sogar komplett vegan ist!
Meine Mama war total begeistert, mein Freund auch und ich auch. Smiley
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