Amaranth-Buchweizen-Hirse-Frühstücksbrei

Dienstag, 15. Mai 2012
Ich bin immer auf der Suche.
Auf der Suche nach leckeren Frühstücksideen.
Egal, ob sie eher am Wochenende gemacht werden oder Energielieferanten für den Arbeitstag sind, sie müssen super schmecken, gesund sein und lange satt halten.

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An das Frühstück während der Arbeitswoche stelle ich besonders hohe Ansprüche. Ich brauche morgens einfach einen richtigen Energiekick, damit ich in die Gänge komme und den Vormittag überstehe. Außerdem muss das Frühstück gut mitzunehmen und schnell vorzubereiten sein (am besten am Vorabend), damit ich morgens, bevor ich aus dem Haus gehe, nur in den Kühlschrank greifen muss. Gefrühstückt wird bei mir dann erst im Büro – bis dahin habe ich nicht nur Hunger, sondern auch Appetit.

Mit den unterschiedlichen Haferbrei-Kreation, egal ob warm oder kalt, als Übernacht-Müsli oder gekocht, habe ich schon ein sehr, sehr gutes Frühstück gefunden. Es ist mit das einzige, bei dem ich während der Arbeitswoche nicht schon wieder nach einer Stunde tierischen Hunger habe (am Wochenende habe ich dieses Problem nicht so sehr). Problem gelöst, sollte man meinen.

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Da ich aber nun mal so bin, wie ich bin, kann ich es nicht bei dieser einen Option belassen, sondern bin immer auf der Suche nach Alternativen, um Abwechslung in mein Frühstück zu bekommen. Natürlich kann man mit unterschiedlichen Getreideflocken geschmacklich etwas variieren, aber auch das war mir irgendwann nicht mehr genug.

Wenn man sein Frühstück morgens frisch zuhause zubereitet und auch gleich isst, hat man natürlich – je nach verfügbarem Zeitrahmen – mehr Frühstücksmöglichkeiten. An Tagen, an denen ich von zuhause aus arbeite, gibt es bei mir natürlich nicht immer ein Übernacht-Müsli. Aber gerade an so einem Tag wurde der Samen für eine neue Frühstücksidee gesät: Ich habe den Raw Buckwheat Breakfast Porridge von Angela gemacht und war total begeistert, wie lecker dieser Buchweizenbrei geschmeckt hat! Buchweizen mag ich selber ganz gerne. Die rohen, ganzen Körner kann man wunderbar pur essen und z.B. in Joghurt einrühren. Die gekochten, ganzen Buchweizenkörner find ich hingegen nicht so lecker, sodass ich nie auf die Idee kam, aus ihnen einen Frühstücksbrei zu machen. In Angelas Rezept werden ganze Buchweizenkörner über Nacht eingeweicht und am nächsten Tag mit Milch im Mixer püriert. D.h. aber, diese Zubereitungsart fällt für mich an den meisten Arbeitstagen aus. Eine neue Idee musste her.
Also dachte ich daran, ob man nicht auch aus eingeweichten gemahlenen Buchweizenkörnern etwas ähnliches zaubern könnte. Und dann nimmt man einfach noch gemahlene Hirse und Amaranth dazu – und fertig ist ein neues leckeres Power-Frühstück, das auch noch glutenfrei ist!

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Das Tolle dabei ist, dass man einfach die ganzen Körner verwenden kann, die man problemlos im Reformhaus oder Bioladen bekommt. Da es sich nicht um große und feste Getreidekörner handelt, können sie ganz einfach z.B. in einem Universal-Zerkleinerer oder in der Küchenmaschine gemahlen werden. Ihr braucht dafür also keine spezielle Getreidemühle. Der Vorteil daran ist, dass ihr die Körner entweder pro Portion oder in einem kleinen Vorrat mahlen könnt, und keine Angst haben müsst, dass die gemahlenen Körner zu schnell ranzig werden.

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Wenn ihr die Körner gemeinsam mahlt, dann werden die Buchweizenkörner sehr gut und fein gemahlen. Bei den Hirse- und Amaranthkörnern kann es sein, dass noch etwas “größere” Körnerteile übrigbleiben. Da diese Körner aber sowieso so klein sind, ist das nicht weiter tragisch. Im Gegenteil: Das gibt dem Brei nachher etwas mehr Biss. Alternativ kann man natürlich auch jede Sorte separat mahlen.

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Ich hatte etwas zu viel Spaß beim Fotografieren der Körner. Zwinkerndes Smiley

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Zurück zum Frühstückbrei.
Nachdem ihr die Körner gemahlen habt, ist die Zubereitung wirklich kinderleicht und vergleichbar mit gekochtem Haferbrei oder dem Übernacht-Müsli: Flüssigkeit und sonstige Zutaten (Banane, gemahlenen Leinsamen, Rosinen, Beeren, Zimt etc.) dazugeben und quellen lassen.

Amaranth-Buchweizen-Hirse-Frühstücksbrei
Für 1 Portion

Zutaten:
  • 2 El Buchweizen
  • 1 1/2 El Hirse
  • 1/2 El Amaranth
  • 1 El Chia-Samen oder gemahlene Leinsamen
  • 1 Tl Maca-Pulver (optional)
  • 3/4 El Eiweiß-Pulver (optional)
  • 1 El Rosinen oder Goji-Beeren
  • Zimt
  • 1 Banane
  • 1 – 1 1/2 Becher Flüssigkeit (Wasser bzw. Milch oder Milchalternative eurer Wahl)

Hinweis: 1 Becher = 225 ml

Zubereitung:
  1. Buchweizen, Hirse und Amaranth mahlen.
  2. Die gemahlenen Körner mit den restlichen trockenen Zutaten mischen.
  3. Option 1: Zubereitung als gekochten Brei
    1. Trockene Zutaten in einen Topf geben.
    2. Flüssigkeit (mit 1 Becher anfangen) hinzugeben, gut verrühren und aufkochen.
    3. Banane in feine Scheiben schneiden und unterrühren. Beim Kochen und Rühren zerfallen die Bananenscheiben.
    4. Temperatur runterstellen und Brei auf niedriger Flamme  einige Minuten ausquellen lassen.
    5. Ggf. noch etwas Flüssigkeit nachgießen, da der Brei recht schnell eindickt, ohne dass die Körner schon ganz weich sind.
  4. Option 2: Zubereitung als Übernacht-Müsli
    1. Banane in einer mikrowellenfesten Schüssel zerdrücken.
    2. Trockene Zutaten dazugeben.
    3. 1 Becher Flüssigkeit hinzugeben und alles gut verrühren.
    4. Den Brei ohne Deckel für ca. 2-3 Minuten in die Mikrowelle stellen.
      Wenn ihr als Flüssigkeit Wasser verwendet und dieses vorher aufgekocht habt, dann reichen auch nur ca. 1,5 Minuten in der Mikrowelle.
    5. Nochmals gut durchrühren und abdecken.
    6. Nach dem Auskühlen für einige Stunden oder über Nacht im Kühlschrank aufquellen lassen.

Anmerkungen:
Das Mischungsverhältnis der Körner ist natürlich euch überlassen. Ich nehme vom Amaranth so wenig, da mit der Geschmack sonst zu intensiv ist.
Bei der Zubereitung als Übernacht-Müsli habe ich festgestellt, dass es bei mir nach dem Hinzufügen von heißer Flüssigkeit IMMER notwendig war, alles nochmals in der Mikrowelle zu erwärmen. Auch wenn ich komplett heiße Flüssigkeit zum Anrühren verwendet habe, so hat dies nicht ausgereicht, damit über Nacht ein schöner Brei entstand. D.h. nur mit kalter Flüssigkeit  ging es gar nicht. Und wer keine Mikrowelle verwenden will, der muss den Brei im Topf kurz aufwärmen – auch bei der Zubereitung am Vorabend. Aber vielleicht könnt ihr da einfach selber nochmal experimentieren und kommt zu einem anderen Ergebnis.

Garnieren könnt ihr wie immer nach Belieben mit frischem Obst, Nussbutter, Ahornsirup, Fruchtmus, Joghurt, Quark etc.

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Der Brei ist für mich eine willkommene Abwechslung, da er mir super schmeckt und mich durch die tollen Zutaten lange satt hält.
Um das ganze noch etwas einfacher zu machen, mache ich mir einen kleinen Vorrat an gemahlenen Körnern, die ich im Kühlschrank aufbewahre. Wenn der Vorrat mal angelegt ist, dann ist die Zubereitung wie beim normalen Übernacht-Müsli, sodass es dann nicht mehr Aufwand ist als sonst.

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Ich bin schon gespannt, was ihr zu diesem tollen Frühstücksbrei sagt, wenn ihr ihn mal probiert.
Ich hoffe natürlich, dass er euch genauso gut schmeckt wie mir und ihr so auch mehr Abwechslung beim Frühstück bekommt! Smiley
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18 Kommentare:

Nancy hat gesagt…

Na endlich ;-) Hatte ja schon ewig auf deine Kreation gewartet!!!
Freue mich jetzt aber um so mehr, dass du das Geheimnis gelüftet hast.

Jetzt muss ich Morgen wohl noch mal einkaufen gehen, denn das muss ich unbedingt testen!!!

BalanceAkt hat gesagt…

Ja, es tut mir auch total Leid, dass es mit dem Rezept so lange gedauert hat. Aber jetzt habe ich es ja geschafft!

Und es tut mir leid, dass ich dich nochmal zum Einkaufen schicke. ;)

HappyIch hat gesagt…

Oh wie lecker! Das hört sich einfach nur toll....allerdings muss ich auch noch Buchweizen kaufen :-) Haha...Julia stärkt die Wirtschaft durch tolle Rezepte! Wenn das mal nichts ist! :-)
Tolle Fotos und toller Tisch. Der wirkt richtig super mit den Gläsern. Lese immer wieder gerne bei Dir und hoffe, dass ich das auch mal so toll hinkriege :-) Ich wünsch' Dir ein schönes langes Wochenende mit vielen Pancakes und Sonne! (es soll ja wieder warm werden!!)

Winnie hat gesagt…

sieht hammerlecker aus!!!

BalanceAkt hat gesagt…

Das ist es auch!

Lizzy hat gesagt…

Vielen Dank für dieses tolle Rezept! Suchte schon lange nach einer Selbstmach-Alternative zu den extrem teueren Kaufvarianten dieses Breis! Lg, Lizzy

Eva hat gesagt…

Hallo,

die Vorschläge sind wunderbar- aber warum benutzen Sie der Mikrowelle??? Das gesunde Essen wird ja damit richtig tot gemacht!

Lisa hat gesagt…

Sau lecker, danke für das tolle Rezept! Ich ergänze das ganze morgens noch mit gefriergetrockneten Früchten, die sind total geschmacksintensiv. Gibt es auch im Reformhaus oder online. Bestelle immer unter www.goettinger-muesli-company.de
Das ist eine soziale Einrichtung, die man mit dem Kauf auch noch unterstützt.
Zwei Fliegen mit einer Klatsche sozusagen!

BalanceAkt hat gesagt…

Danke für den Tipp!

Anna hat gesagt…

Hallo Julia,

ich habe den Brei schon mehrfach ausprobiert, beim ersten Mal fand ich ihn am besten, aber ich habe ihn nie so dick hinbekommen, wie es auf deinen Fotos aussieht, egal welche Variante, selbst nicht mit immer weniger Flüssigkeit (in 50 ml-Schritten) und noch feiner gemahlenen Körnern. Bei mir fließt die Masse immer zusammen, bei dir steht sie fest und bildet keinen Spiegel. Bevor ich das weiter experimentiere, frage ich erstmal dich:

Was meinst du, was ist der Trick? Nimmst du Wasser, Milch? Leinsamenmehl oder Chia?

Liebe Grüße,
Anna

BalanceAkt hat gesagt…

Das ist eine interessante Frage. Bei mir ist der Brei wirklich immer so dick geworden. Meistens nehme ich eine Mischung aus Reismilch (1 Becher) und Wasser (1/2 Becher). Verwendest du auch Eiweißpulver? Das kann ggf. das Binden des Breis zusätzlich positiv beeinflussen. Bei Leinsamen und Chiasamen konnte ich keinen unterschied feststellen.


Ich hoffe, es klappt beim nächsten Mal besser!


Liebe Grüße
Julia

gabi nischwitz hat gesagt…

wo gibt es denn die schönen aufbewahrungsgläser

BalanceAkt hat gesagt…

Die habe ich mal in einem kleinen Dekoladen gekauft. Kann dir leider nicht mehr dazu sagen.

Anja hat gesagt…

Hallo Julia. Bin schon lange nach einem solchen Rezept und werde es am Wochenende ausprobieren, aber wofür nimmst Du Maca-Pulver und Chia-Samen? Herzliche Grüße Anja

Nico hat gesagt…

Muss die Hirse vorher abgekocht werden?

BalanceAkt hat gesagt…

Hallo Anja,
die Chia-Samen bzw. die gemahlenen Leinsamen sind eine tolle Quelle für Omega-3-Fettsäuren und helfen außerdem dabei, den Brei etwas einzudicken.
Das Maca-Pulver ist ein sogenanntes Superfood. Die Knolle, aus der das Pulver gemacht wird, ist voll guter Nährstoffe wie Mineralien und Fettsäuren. Das Pulver soll dem Brei einfach einen Nährstoff-Boost geben.


Viele Grüße
Julia

BalanceAkt hat gesagt…

Amaranth, Hirse und Buchweizen werden vor dem Mahlen NICHT gekocht. Das Kochen kommt erst danach.

Anja hat gesagt…

Liebe Julia,
wir haben den Brei gestern getestet und müssen sagen, sehr lecker. Allerdings nur Buckweizen- und Hirseflocken, gepufften Amaranth mit Reismilch gekocht und anschließend mit Obst, 2 EL geschroteten Leinsamen und 1 EL Leinöl. Im Biosupermarkt habe ich mir gestern Chiasamen mit gebracht, der kommt beim nächsten mal drunter. Außerdem werde ich mir noch Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne hacken und drunter geben. Wenn der gekaufte Brei aufgebraucht ist, werde ich nur noch selber mischen.

Herzliche Grüße, Anja

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