In 2 Tagen werde ich um diese Uhrzeit schon offiziell, also standesamtlich verheiratet sein und mich für die Hochzeitszeremonie sowie anschließender Feier am Nachmittag fertig machen.
Ich werde schon geschminkt sein und gerade noch beim Friseur sitzen. Meine Haare sind dann vielleicht schon gemacht und meine liebe Freundin wird mir vielleicht gerade in mein Brautkleid helfen.
Und bestimmt wird mich zu diesem Zeitpunkt die Nervosität gepackt haben.
In den letzten Tagen war ich Gott sei Dank weder von Nervosität noch großer Panik geplagt. Wir haben den
Plan, den wir uns für diese Woche gemacht haben, wunderbar eingehalten. Die einzige größere Aufgabe, die jetzt noch ansteht, ist die Dekoration unserer Location morgen – aber das könnten wir gar nicht früher machen.
Wovor ich ja etwas Bammel hatte, war das Backen der vielen Kekse, welche unsere Gäste als kleines Geschenk bekommen. 400 Kekse sollten es auf jeden Fall werden. Ich hatte schon befürchtet, dass wir dafür Nachtschichten einlegen müssen, um fertig zu werden, da ich überhaupt nicht einschätzen konnte, wie lange wir dafür brauchen.
Aber, siehe da, es hat in Summe nur 2 Tage gebraucht, um alle Zutaten einzukaufen, eine Riesenladung Mandelbutter zu machen, alles zu backen, einzutüten und mit Namenskärtchen zuzubinden (die Kekstüten dienen auch als Tischkärtchen). Wir haben also 1 Tag weniger gebraucht als geplant, sodass wir gestern Nachmittag und heute noch etwas ruhiger machen und uns ein bisschen um den Haushalt kümmern konnten – ich würde gerne mit einer einigermaßen aufgeräumten Wohnung in meine Ehe starten.
Kommen wir aber nun zu unserem Backmarathon. In Summe haben wir nicht nur 400, sondern sogar 500 Kekse gebacken. Das war eine eher kurzfristige Entscheidung: Da es mit dem Backen so gut lief, haben wir uns entschieden, dass die Gäste noch einen Keks mehr in die Tüte bekommen. Und trotzdem haben wir noch Kekse übrig. Was mit diesen geschieht – mal davon abgesehen, dass wir sie essen – erfahrt ihr weiter unten.
Was braucht man also, um eine so große Menge Kekse zu backen? Neben einem guten und getesteten
Rezept natürlich ganz viele Zutaten.
Dafür bin ich am Mittwoch erst einmal einkaufen gegangen. Die Ikea-Einkaufstüte war auch hier wieder ein praktischer Helfer – nicht nur fürs Einkaufen, sondern auch, um die Zutaten griffbereit in der Küche stehen zu haben.
Für die Marmeladenfüllung der Kekse habe ich selbstgemacht Erdbeer- und Aprikosenmarmelade verwendet.
Dann braucht man natürlich noch ein paar Keksdosen, in denen man die Kekse bis zum Verpacken zwischenlagern kann.
Und wenn alles bereit ist, dann beginnt man mit der wichtigsten Zutat: Mandelbutter, welche ich aus 1,8 kg Mandeln hergestellt habe.
Zuerst habe ich die Mandeln leicht im Backofen geröstet, damit sie ein intensiveres Aroma bekommen.
Meine Küchenmaschine ist dann wirklich heiß gelaufen, da sie die Mandeln in 5 oder 6 Rationen nacheinander zu Mandelbutter verarbeitet hat.
Aufbewahrt habe ich die Nussbutter in einer großen Tupperschüssel.
Dass ich mich schwer zusammenreißen musste, von der Mandelbutter nicht zu viel zu naschen, versteht sich ja von selber, der?

Der Keksteig ist an sich ganz einfach in der Küchenmaschine oder mit dem Handrührgerät gemacht. Als besonderes Extra haben die Kekse aber noch eine Mandelkruste bekommen. Dafür wurde jede Keksteigkugel in Wasser getunkt und anschließend in gehackten Mandeln gewälzt.
Das ging viel besser als erwartet und hat die Kekse noch schöner gemacht!
Im nächsten Schritt mussten in die Teigkugeln…
… die Vertiefungen für die Marmelade gemacht werden. Das ging am besten mit einen angefeuchteten kleinen Finger.
Dann kam die Marmelade rein.
Nach 18-minütiger Backzeit war eine Backblechladung fertig, welche dann auf dem Balkontisch auskühlen durfte. Gott sei Dank hat es nicht geregnet, denn auf dem Balkontisch waren die Kekse im Nu ausgekühlt.
Da aber auch dort der Platz irgendwann knapp wurde, haben wir die Kekse in die Dosen getan.
Zwischendurch musste natürlich der einen oder andere Geschmackstest gemacht werden. Wir wollen unseren Gästen ja nur gute Kekse schenken – das musste sichergestellt werden.
Qualitätsurteil: Sehr gut!
Schon während dem Backen hat mein Schatz angefangen, die Kekse auf die Tüten zu verteilen.
Das sind eine ganze Menge Kekstüten!
Doch ich muss sagen, dass sich der Aufwand auf jeden Fall gelohnt hat. Ich finde, nichts ist schöner als ein selbstgemachtes Geschenk – auch wenn es nur eine Kleinigkeit für jeden einzelnen unserer Gäste ist.
Da ihr, meine Leser, meine
Hochzeit nicht mit mir verbringen könnt, so möchte ich euch zumindest an meinen selbstgebackenen Keksen teilhaben lassen.
Daher verlose ich an einen glücklichen Leser ein Kekspaket!
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- Ich werde den Gewinner nächste Woche Donnerstag zusammen mit dem Rezept für die Kekse verkünden.
So, das hier wird mein letzter Post als unverheiratete Frau sein. Morgen könnt ihr euch schon auf einen tollen Gastpost von
Kristin freuen.