Der Grüne-Smoothie-Baukasten

Donnerstag, 27. September 2012
Der eine oder andere wird vielleicht schon festgestellt haben, dass ich wirklich gerne grüne Smoothies trinke. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es bei mit täglich mindestens einen großen Becher grünes Gold.

DSC_1441

Angefangen hat alles, als ich mir letztes Jahr den Vitamix zugelegt hatte, der übrigens mein erster Standmixer ist. Ich hatte davor noch nie einen Standmixer, doch ich wusste, dass sich diese kostspielige Investition lohnen würde – und ich sollte Recht behalten. Nicht nur mit dem Vitamix war es Liebe auf den ersten Blick. Genauso ging es mir mit grünen Smoothies. Natürlich war ich skeptisch, bevor ich meinen ersten Schluck getrunken hatte, aber ich war sofort überzeugt. Mir haben grüne Smoothies von Anfang an geschmeckt ohne große Eingewöhnungsphase, in der ich sie hätte runterwürgen müssen, weil sie ja so gesund sind (was sie ja auch sind).
Ich werde oft nach dem Geschmack von grünen Smoothies gefragt und kann dann meistens nur darauf antworten: “Die schmecken einfach total erfrischend!” Natürlich hängt der Geschmack eines grünen Smoothies immer davon ab, was alles reinkommt, aber diesen erfrischenden Geschmack haben für mich alle grünen Smoothies gemein. Man merkt beim Trinken einfach schon, dass man sich etwas Gutes tut.

Seit dem Crazy Sexy Detox gibt es mir unter der Woche einen grünen Smoothie als erste Mahlzeit des Tages. Davor hatte ich den Smoothie immer als Vormittagssnack getrunken und ich konnte mir wirklich nicht vorstellen, dass ich diese Umstellung beibehalten würde. Aber jetzt freue ich mich auf mein Smoothie-Frühstück und habe festgestellt, dass mein Blutzuckerspiegel v.a. im Lauf des Vormittags viel stabiler ist und der Smoothie mich auch wirklich lange satt hält. In Summe komme ich am Tag in der Regel auf 1 Liter grünen Smoothie: Die eine Hälfte zum Frühstück und die anderen im Lauf des Tages, je nachdem, wann ich Lust darauf habe.

Ich bekomme immer wieder Fragen, wie ich die grünen Smoothies mache, was alles reinkommt, wie viel Grünzeug und wie viel Obst man verwenden soll etc. Tja, leider gibt es bei mir für grüne Smoothies kein festes Rezept oder feste Kreationen. Es ist eher wie eine Art Baukastensystem, das aus vier Grundzutaten besteht und sich wie folgt zusammensetzt :

SmoothieBaukasten1

In jeder “Kategorie” gibt es eine Auswahl an Dingen, die ihr verwenden und frei nach Lust und Laune zusammenstellen könnt.

GrünesBlattgemüse
  • Frischer Blattspinat
  • Blattsalate
  • Mangold
  • Kräuter
  • Kohlblätter (z.B. Grünkohl)
  • Kohlrabi-Grün
  • Karotten-Grün
  • Radieschen-Grün
Obst
  • Bananen
  • Äpfel
  • Beeren
  • Birnen
  • Melone
  • Trauben
  • Nektarinen
  • Pfirsiche
  • Zitrone
  • Orange
  • Papaya
  • Avocado
Flüssigkeit
  • Wasser
  • Saft
  • kalter Tee
  • Kokoswasser
  • ...
Superfoods
  • Ingwer
  • Chia-Samen
  • gemahlene Leinsamen
  • Maca-Pulver
  • Spirulina-Pulver
  • Chlorella-Pulver
  • Gerstengras-Pulver
  • Weizengras-Pulver
  • Matcha-Pulver

Wie viel von allem ihr verwendet, das bleibt natürlich euch überlassen, v.a. in Bezug auf das Verhältnis zwischen Grünzeug und Obst. Im Allgemeinen rate ich, am Anfang eher mehr Obst als Grünzeug zu verwenden und dann langsam den Anteil an Grünzeug zu erhöhen. Außerdem ist Spinat meiner Meinung nach am besten für Einsteiger, da er in rohem Zustand sehr mild schmeckt. Beim Obst würde ich zudem immer etwas Bananen verwenden, da sie den “grünen Geschmack” am besten neutralisiert. Die Superfoods sind wirklich optional und für den Anfang überhaupt nicht notwendig. Ich verwende sie, um dem Smoothie noch mehr Nährstoffe zu verpassen und speziell Chia- sowie gemahlene Leinsamen helfen dabei, dem Smoothie eine schön sämige Konsistenz zu geben.

Wie sieht also ein typischer Smoothie bei mir aus?
Ich beginne zuerst immer mit dem Grünzeug: Für 1 Liter Smoothie muss ich den Mixer-Behälter bis ca. zur 1-Liter-Marke mit Grünzeug – in diesem Fall Spinat – befüllen.

DSC_1430

Dann kommt das Obst dazu. Das besteht bei mir normaler Weise aus 1/2 Banane, 1/4 Zitrone und einem weiteren Stück Obst (heute 1 Birne) plus evtl. 1/4 Avocado.

DSC_1431

Dann kommen die Superfoods dazu. Ich verwende immer 1 Stück Ingwer und 1/2 El Chia- oder gemahlene Leinsamen (heute waren es Chia-Samen). Dazu kommen oft noch etwas Maca-Pulver und ein grünes Pulver (Spirulina/Chlorella/Gerstengras).

DSC_1434

Zum Schluss kommt 1/2 Liter Wasser obendrauf und es wird gemixt.

DSC_1437

Das Ergebnis: Ca. 1 Liter grüner Smoothie. Smiley

DSC_1438

Die eine Hälfte kommt fürs Frühstück mit ein paar Eiswürfeln in einen große Becher (die Eiswürfel mache ich rein, da ich den Smoothie leicht gekühlt lieber mag als bei Zimmertemperatur), die andere Hälfte fülle ich in ein Gurkenglas um, welches für später in den Kühlschrank wandert.

DSC_1446

Und das ist auch schon der ganze Zauber hinter grünen Smoothies. Zu Beginn ist auf jeden Fall ein bisschen Experimentieren notwendig, bis ihr herausgefunden habt, was euch am besten schmeckt. Aber auch da ist man während der Zubereitung flexibel: Einfach mal probieren und wenn er zu “grün” schmeckt, kommt noch etwas mehr Obst dazu, wenn er zu dickflüssig ist, etwas mehr Wasser usw.

Ich hoffe, ich konnte den einen oder andern, der sich noch nicht an grüne Smoothies herangewagt hat, davon überzeugen, dem Ganzen zumindest eine Chance zu geben!
Und von denen, die schon grüne Smoothies trinken, würde ich gerne wissen, was eure Lieblingskombis sind und was bei euch auf jeden Fall immer rein muss.
Pin It

Getestet: Flüssiges Stevia von SteviaKaufen.com

Montag, 24. September 2012
Heute habe ich mal wieder einen Testbericht für euch. Ich habe vor einigen Wochen das flüssige Stevia vom Online-Shop SteviaKaufen.com zur Verfügung gestellt bekommen, worüber ich mich sehr gefreut habe.

stevia-fluessig-fluid-50ml

Meine bisherigen Erfahrungen mit Stevia waren eher mäßig: Ich hatte mal Tabs probiert, die ich ganz furchtbar fand, da speziell bei Getränken schon ein Tab auf einen großen Becher für mich viel zu süß war. Außerdem hatte ich auch immer das Problem, dass mir der für Stevia typische bittere Beigeschmack, den ich gar nicht mag, häufig zu dominant war. Da Steviaprodukte auch in kleinen Mengen schon ganz schön teuer sein können, habe ich es irgendwann aufgegeben, neue Produkte zu kaufen. Die Gefahr, wieder Geld für die Tonne ausgegeben haben, war mir dann einfach zu groß, denn es geht ja oft nicht nur um 1 oder 2 €.

Trotzdem war ich von Stevia weiterhin angetan. Ich meine, was könnte es denn besseres geben, als ein pflanzliches Süßungsmittel ohne Kalorien? Ich hatte zwar nie vor, Zucker oder andere natürlichen Süßungsmittel komplett aus meiner Ernährung zu streichen, aber wenn man es an der einen oder anderen Stelle doch ersetzen könnte, wäre das ja nicht schlecht. Als dann das Angebot von SteviaKaufen.com kam, habe ich natürlich nicht Nein gesagt. Ich konnte sogar auswählen, in welcher Form ich Stevia testen möchte. Die flüssige Form hat mich am meisten angesprochen, da ich mir erhofft hatte, dass so die Dosierung noch einfacher geht. Der Shop verspricht außerdem, dass die Produkte keinen Bittergeschmack haben. Als das Testpaket mit einem 50ml-Fläschchen bei mir ankam, war ich schon sehr gespannt aufs Testen.

Die letzten Wochen habe ich also damit verbracht, das flüssige Stevia auf Herz und Nieren zu prüfen – zumindest, soweit das in meinem Rahmen möglich war. Ich habe dabei nämlich festgestellt, wie wenig Zucker/Süßungsmittel ich eigentlich noch verwende. Das ist wirklich nicht mehr viel, denn meistens kommt es beim Backen zum Einsatz – aber dazu später mehr. Doch dort, wo ich bislang z.B. noch mit etwas Agavendicksaft nachgeholfen habe, kommt jetzt nur noch Stevia zum Einsatz. Das ist z.B. beim Matcha Latte der Fall oder wenn mir mein grüner Smoothie trotz genügend Obst zu bitter schmeckt. Aber ich gebe auch ein paar Tropfen in (ungesüßten) Natur-Sojajoghurt und es kam schon in den Kürbiskuchen-Haferbrei. Ich bin wirklich super zufrieden damit! Meist reichen 1-2 Tropfen schon aus, damit ich eine für mich angenehme Süße erreiche, die ohne den bitteren Geschmack auskommt.

Aber natürlich war mir das noch nicht genug. Ich wollte unbedingt wissen, wie sich das Stevia beim Backen verhält. Dabei muss gesagt sein, dass man nicht jedes Rezept 1:1 in ein “Stevia-Rezept” umwandeln kann, also einfach den Zucker weglässt und eine entsprechende Menge Stevia verwendet. Zucker macht in Rezepten ja ein bestimmtes Volumen aus und hat Einfluss auf die Konsistenz des Teiges. Das heißt, dass man da etwas experimentieren muss und z.B. die verwendete Flüssigkeitsmenge verringern oder von einer anderen trockenen Zutat mehr verwenden muss.
Ich habe mich daher an eines meiner Rezepte gewagt, die eh schon mit wenig Zucker auskommen und bei dem ich ein gutes Gefühl in Sachen Experimentieren hatte: Müsliriegel. Die erste Aufgabe bestand darin, auszurechnen, wie viel Stevia ich in etwa brauchen würde, um die verwendete Zuckermenge (1/4 Becher = ca. 50g) zu ersetzen. Auf den meisten Stevia-Produkten steht, wie viel Haushaltszucker entweder die ganze Packung oder eine bestimmte Menge Stevia ersetzt. Die 50 g Zucker entsprechen ca. 1/2 Tl Stevia. Da die Art, wie Stevia süßt, jedoch anderes ist als bei Zucker, wollte ich hier nicht zu viel riskieren und habe lediglich 1/4 Tl Stevia verwendet. Um das fehlende Zuckervolumen auszugleichen, habe ich anstatt 1/2 Becher Kokosflocken 2/3 Becher verwendet. Das Ergebnis? Super leckere Müsliriegel, bei denen die Süße nur aus Obst und Stevia kommt. Ich bin total begeistert!

DSC_1432
DSC_1438 

Ich werde hier auf jeden Fall noch weiter experimentieren, denn viele meiner Backrezepte eignen sich meiner Meinung nach gut für eine Umstellung auf Stevia. Sollte ich hier Erfolge zu vermelden haben, werde ich die Rezepte mit einer zusätzlichen, alternativen Zutatenliste versehen. Für die Müsliriegel habe ich das bereits getan. Achtet aber bitte darauf, dass die Mengenangabe für das Stevia nicht allgemeingültig sind, sondern sich auf das von mir verwendete Stevia beziehen. Ihr müsst hier ggf. die Menge anpassen, damit es für das Stevia-Produkt passt, das ihr verwendet.

Mein Fazit: Das flüssige Stevia von SteviaKaufen.com hat mich überzeugt!

Weitere Informationen zu Stevia findet ihr auch hier: http://www.steviakaufen.com/infothek

Hinweis: Der Artikel wurde mir für den Produkttest kostenlos zur Verfügung gestellt.
Pin It

Yogatag 2012 in Stuttgart

Sonntag, 23. September 2012
Hallo ihr Lieben!
Ich hoffe, ihr hattet auch ein schönes Wochenende. Meines war wirklich super: Neben einem gemeinsamen Frühstück mit zwei Schulfreundinnen gestern, war ich heute noch beim Yogatag in Stuttgart.

Yogatag

Das ist ein Tag der offenen Tür, an dem sich zahlreiche Yoga-Studios in und um Stuttgart beteiligt haben. Es wurden kostenlose Kurse und Infoveranstaltungen angeboten, aber es gab auch leckeres Essen und tolle Angebote.

Ich habe den Tag mit Sabrina verbracht, was wirklich wunderbar war! Mein Plan war es, im Yoga Mitte Stuttgart mit einem Kurs zu beginnen, danach einen kleinen Zwischenstopp im YogaLove (Mama Spa) zu machen, um meiner bisherigen Yogalehrerin Hallo zusagen, und dann noch einen weiteren Kurs im JaiJaiMa. zu machen. Sabrina konnte leider nicht ganz so lange bleiben, da sie noch lernen musste, aber wollte auf jeden Fall die ersten beiden meiner Programmpunkte mit mir machen.

Um 12:30 haben wir bei Yoga Mitte Stuttgart einen Schnupperkurs zu Ashtanga-Yoga gemacht, bei dem mit einer Ujjayi-Atemübung begonnen wurde und einige Asanas aus der ersten Ashtanga-Serie gemacht wurden. Beim Ashtanga-Yoga wird eine feste Abfolge von Asanas durchlaufen, sodass man in einer Ashtanga-Stunde also immer das gleich macht. Ich finde, das kann eine super Ergänzung zur Yogapraxis sein, da man sich durch die immer selbe Abfolge super bei den verwendeten Asanas weiterentwickeln kann. Ich werde mir das auf jeden Fall noch näher anschauen, denn wir haben einen Gutschein für eine weitere Stunde bekommen und ich habe von Yogadownload auch einen Ashtanga-Kurs, den ich in Zukunft öfter machen möchte. Nach dem Kurs gab es noch ein leckeres ayurvedisches Mittagessen, sodass wir gestärkt ins Mama Spa weiterziehen konnten.
Dort angekommen wurde ich mal wieder voll von der schönen Atmosphäre dort in Beschlag genommen – und hatte dann keine Lust mehr, noch woanders hinzugehen. Ich wollte eigentlich die Gelegenheit nutzen, noch ein weiteres Studio kennenzulernen, aber daraus wurde dann einfach nichts. Im Mama Spa haben wir einen kurzen Atem-Workshop gemacht, der von einer ausgebildeten Sängerin geleitet wurde. Sie hat uns ganz tollen Atemübungen gezeigt, die man auch gut zuhause machen kann. Danach musste Sabrina sich leider wieder ihrem Lernprogramm widmen, sodass ich die zweite Yogastunden am heutigen Tag ohne sie gemacht habe. Es war richtig anstrengend, zwei Mal am Tag Yoga zu machen! Aber es war auch total schön.

Ich kann euch nur empfehlen, auch mal zu schauen, ob in eurer Stadt so ein Yogatag angeboten wird. Da Yoga im Studio ja ganz schön teuer sein kann, ist das eine tolle Gelegenheit, um sich umzuschauen und ein paar Kurse auszuprobieren.

Ich freue mich jetzt schon wieder auf meine nächste Yoga-Einheit – auch wenn ich sie wieder in der vertrauten Umgebung meines Wohnzimmers machen werde. Smiley
Pin It

NYC Teil 4 – Essen im Big Apple

Freitag, 21. September 2012
Ich weiß, ich weiß: Meine NYC-Berichterstattung zieht sich etwas in die Länge – immerhin ist es schon einen Monat her, dass wir dort waren. Aber ihr habt bestimmt schon gemerkt, dass ich gerade eh nicht ganz so viele Posts veröffentliche wie vor dem Urlaub. Das alles hat seine Gründe, auf die ich in nächster Zeit noch eingehen werde.
Ich denke jedoch, dass es nie zu spät ist für einen Reisebericht – v.a., da ich ja schon ein paar geschrieben habe. Und jetzt könnt ihr euch zu Beginn des Wochenendes auf den abschließenden Bericht zu unserer New-York-Reise freuen. Oder habt ihr etwa gedacht, ich lasse den fast wichtigsten Teil unter den Tisch fallen? Ich rede natürlich vom Essen.

Ich hatte mich vor unserer Reise total darauf gefreut, auch etwas von der tollen Ernährungsszene mitzubekommen, wenn wir in New York sind – immerhin ist es ja DAS Mekka für alle, die sich mit gesunder Ernährung und aktuellen Ernährungstrends beschäftigen. Leider ist das irgendwie nicht so ganz passiert. Ich glaube, wir waren zu sehr damit beschäftigt, New York an sich zu entdecken, dass wir dafür keinen Kopf hatten. Ich hatte mir im Vorfeld sogar extra ein paar vegane Restaurants rausgesucht – und am Ende waren wir dann nur 2 Mal richtig essen und davon war nur ein Restaurant von meiner Liste. Es hat einfach oft nicht so ganz in unseren Tagesplan reingepasst, noch ewig weit wohin zu fahren, nur um in ein bestimmtes Restaurant zu gehen. Außerdem hatten wir ja mit dem Kühlschrank in unserem Hotelzimmer und Whole Foods in der Näher immer eine gute Alternative, die wir oft in Anspruch genommen haben.

Doch ist der erste Eindruck, den man in Manhattan in Sachen Ernährung bekommt, schon der, den man von den USA erwartet: Viele Straßenstände mit Hot Dogs, Fast Food, Sandwiches & Co. Darauf hatte ich mich eingestellt. Was ich nicht ganz so extrem erwartet hätte, sind die Preise für fertig zubereitete Lebensmittel wie eben Sandwiches (auf die man im Urlaub ja gerne mal zurückgreift), die man unter anderem in Supermärkten bekommt. Da lässt man locker 7 oder 8 Dollar für ein normal großes Sandwich liegen und das selbe muss man auch für z.B. einen Becher mit Joghurt, Obst und Müsli hinlegen. Da musste ich schon schwer schlucken. Ich denke aber, das wir das beste aus der Situation gemacht haben  - zumindest war die einzige Fast-Food-Kette, in der wir waren, Subways, welche ich nicht ganz so schlimm finde.

Flugzeug
Beginnen wir in Sachen Essen mir dem Anfang und dem Schluss unserer Reise: Dem Flugzeug. Ich muss sagen, dass ich da sehr positiv überrascht war! Ich hatte bei der Buchung das vegane/vegetarische Menü bestellt (auch wenn es als vegan bezeichnet wurde, so war es das an der einen oder anderen Stelle nicht ganz) und ich war darüber wirklich froh, da es mir um einiges besser gefallen hat, als die vegetarischen Optionen des “normalen” Essens.

Hinflug – Mittagessen: Polenta auf Gemüse mit Couscous-Salat (nur den Nachtisch habe ich nicht angerührt – das war so komisch glibberig).



Hinflug – Snack vor der Landung: Ein mit Tomate, Gurke und Salat belegtes Brot sowie ein kleiner Müsliriegel, welcher wirklich ganz gute Zutaten hatte.

 

Rückflug – Abendessen: Ein Curry-Gericht mit Quinoa-Salat und einem leckeren Keks.

 
 

Diese Menüoptionen waren nicht ganz so fettig wie das reguläre Essen und auch recht lecker für Flugzeugessen. Da tut sich also was!

Und natürlich – ein Muss auf Langstreckenflügen – immer viel Wasser und keinen Alkohol (auch wenn umsonst) trinken!


Frühstück
Der größte Segen war wirklich der Mini-Kühlschrank, den wir uns für pauschal $20 im Hotel mieten konnten. Dadurch konnten wir uns nämlich immer ein Hotelzimmerfrühstück machen, das aus Joghurt, Müsli, Nussbutter, Banane und O-Saft bestand.



Wie in eigentlich jedem Hotel in NYC ist im Zimmerpreis kein Frühstück inbegriffen und das Frühstück, das im Hotel angeboten wurde, war echt sehr teuer. Trotzdem gehe ich einfach ungern ohne was im Bauch aus dem Haus. Für uns war dieses “einfache” Frühstück total in Ordnung und wir hatten gar nicht das Bedürfnis, groß was anderes zu essen. Die Schüsseln hatten wir von zuhause mitgenommen, da wir auf der Hinreise jeder ein Übernacht-Müsli zum Frühstück dabei hatten (wir mussten ja früh los und hatten die Zugfahrt fürs Frühstück genutzt). Das Plastikbesteck haben wir bei Whole Foods mitgenommen.

Den morgendlichen Kaffee haben wir uns immer bei Starbucks geholt, wenn wir uns nach dem Frühstück auf den Weg gemacht hatten. Der nächste Starbucks war 2 Häuser neben dem Hotel auf dem Weg zur Metro-Station. Auch hier hatten wir wahnsinniges Glück, denn Starbucks hatte zu dieser Zeit eine “Treat Receipt”-Aktion:

TreatReceipt

So haben wir unseren Nachmittagsfrappuccino/-Iced-Coffee zu einem super Preis bekommen und min. die Hälfte zum Normalpreis gespart. Der Schwabe in mir hat Freudensprünge gemacht! Und wir waren oft froh um die kleine Pause im kühlen Starbucks, wenn wir davor schon einige Stunden unterwegs waren.

Verpflegung unterwegs
Natürlich bin ich auch in NYC nicht ohne Snacks aus dem Haus gegangen. Dafür haben wir uns immer etwas Obst, Nüsse/Studentenfutter und Müsliriegel besorgt, was dann morgens in unsere Taschen kam. Genauso haben wir es mit dem Trinken gemacht: Wir haben uns die großen 1-Gallone-Wasserflaschen besorgt und in kleinere Flaschen umgefüllt, damit zumindest eine “Grundversorgung” mit Wasser sichergestellt war.
Unsere Snacks, v.a. die Nüsse, haben wir aber auch gerne mit den Eichhörnchen im Battery Park am Südzipfel Manhattans geteilt.

Squirrels-001

Den etwas größeren Hunger haben wir oft mit Sandwiches oder Bagels bekämpft.

  

Und wenn man sich nachmittags bei Starbucks einen Frappuccino gegönnt hat, dann war das auch fast wie eine komplette Mahlzeit. Zwinkerndes Smiley

Café Blossom
Das Café Blossom war das einzige der veganen Restaurants von meiner Liste, in das wir gegangen sind. Ich glaube, für diesen einmaligen Besuch haben wir gut gewählt, denn das Essen war super lecker!



Außerdem war die Speisekarte genauso, wie ich sie mir bei einem veganen Restaurant vorstelle: Ohne komische Fleischersatzprodukte und tollen Kombinationen, die ich gerne alle ausprobiert hätte.

Zur Vorspeise hatten wir frittierten Hummus-Happen mit würziger Mayo und BBQ-Sauce.



Mein Hauptgang waren die Seitan-Pilzburger mit Pesto-Mayo und Rucolasalat.



Mein Schatz hatte die Vollkorn-Penne mit Räuchertofu, Spinat, Avocado, Rucola und Weißweinsoße.



Zum Nachtisch haben wir uns das Pfirsich-Erdbeer-Crumble mit Cashew-Vanille-Eis geteilt.



Lecker, lecker, lecker, lecker. Smiley

Farmers Market
Auf dem Union Square ist freitags und samstags immer Markt. Und diese Märkte sind nicht vergleichbar mit dem, was unsere normalen Wochenmärkte zu bieten haben – weder in Bezug auf Auswahl noch Präsentation: Es ist wirklich ein Augenschmaus über diese  Märkte zu laufen und ich hätte gerne so viele Sachen mitgenommen. Aber ohne Küche konnte man mit den meisten Sachen einfach nicht viel anfangen.

FarmersMarket

Trotzdem war es schön, so mitten in der Großstadt über einen solchen Markt zu schlendern. Neben Obst und Gemüse konnte man auch frisches Brot, Honig, Säfte, Produkte aus getrocknetem Lavendel (welche man schon von weitem gerochen hat), Gewürze usw. kaufen. Die Atmosphäre war total entspannt trotz der ganzen Hektik außen rum.

Whole Foods
Am Ende muss ich aber zugeben, dass ich von nichts so sehr begeistert war wie von Whole Foods – einer großen Biomarkt-Kette in den USA. Da wir so oft dort waren, wurde ich für alles andere, dass ich vielleicht in Sachen Essen verpasst habe, entschädigt.
Willkommen in meinem neuen Mekka!

DSC_1435

Es beginnt schon in der Obst- und Gemüseabteilung, dass man aus dem Staunen gar nicht mehr herauskommt.

  

Die Bulk-Bin-Abteilung findet man in Nordamerika glaube ich in vielen großen Supermärkten. Hier gibt es die unterschiedlichsten Getreide- und Nusssorten, entweder ganz, gemahlen, gehackt oder in Flocken, und kann sich einfach so viel abfüllen, wie man haben möchte. Das ist total super, wenn man mal etwas probieren möchte oder selten braucht.


Bei der Bulk-Bin-Abteilung gibt es auch Nussbutter-Maschinen, wo man sich aus vier verschiedenen Sorten Nüssen eine Nussbutter machen kann – auch wieder nur so viel, wie man möchte.

 

Das war für mich super, da ich der Zeit kein ganzes Glas Nussbutter gegessen hätte (und ich wollte kein offenes Glas in den Koffern packen), aber trotzdem zu meiner Nussbutter kam. Ich hatte übrigens Mandelbutter und Honig-Erdnussbutter.
Ich hatte mir wirklich lange überlegt, ob ich nicht doch Nuss- oder Saatenbutter mit nach Hause nehmen sollte, v.a. da es einiges bei uns nicht fertig zu kaufen gibt, wie z.B. Sonnenblumenkernbutter. Ich meine, bei der Auswahl kann man schon schwach werden.


Letzten Endes habe ich es dann aber doch gelassen, da ich mit meiner selbstgemachten Nussbutter sehr zufrieden bin und mit Wohlwollen festgestellt habe, dass sie nicht wirklich anders schmeckt als die frisch gemachte Nussbutter aus den Maschinen.

Für Vegetarier und Veganer ist Whole Foods wirklich ein Paradies. Es gibt nicht nur eine große Auswahl an Tofu-, Tempeh- und Seitanprodukten, sondern auch viele vegane Käsesorten und pflanzliche Milchalternativen.

 

Und wem das nicht reicht, der kann sich noch an der Hummus-Auswahl ergötzen – warum gibt es das bei uns eigentlich nicht im normalen Supermarkt?



Neben dem Bereich mit den normalen Lebensmitteln gibt es  noch einen großen Bereich mit kalter und warmer Theke, wo man verschiedene Salate, Suppen, Pizza, Nudelgerichte etc. mitnehmen kann.


Hier haben wir uns einige Male was geholt und es war immer lecker.

 

Natürlich gibt es bei Whole Foods auch noch eine "Whole Body”-Abteilung, in der man alles mögliche von Körpflege und Kosmetik, über Nahrungsergänzung bis hin zu pflanzlichen Arzneimitteln bekommt.


Einer unserer größeren Einkäufe, bei dem wir uns auch was fürs Abendessen im Hotel mitgenommen hatten, sah folgender Maßen aus.



Der Salatvorrat hat uns für einige Mahlzeiten gereicht und von den Baby-Karotten hatte ich auch immer was in meiner Handtasche zum Snacken dabei. Ganz toll waren auch die Almond-Breeze-Mandelmilch und die Tortilla-Chips (die übrigens die perfekten Tortilla-Chips waren: nicht zu sehr gewürzt oder gesalzen, sondern genau richtig).

Ihr könnt euch vorstellen, dass ich in Whole Foods rumgelaufen bin wie ein kleines Kind in FAO Schwarz. Ich wurde wahrscheinlich für verrückt erklärt, weil ich in einem Supermarkt fotografiert habe. Aber das war mir egal. Wenn ich nur eine Sache aus New York hätte mitbringen können, dann wäre es eine Whole-Foods-Filiale. Zwinkerndes Smiley
Ich weiß, es gibt auch schon tolle Bio-Supermärkte in Deutschland, wie z.B. Alnatura. Doch leider können sie in Sachen Auswahl und Größe nicht Ansatzweise mit Whole Foods mithalten. Wenn ich ein Hotelzimmer mit Küche gehabt hätte, dann hätte man mich wahrscheinlich gar nicht zum Sightseeing bekommen, weil ich die ganzen Leckereien hätte ausprobieren wollen. Aber zumindest konnten wir dank unseres Kühlschranks und dank Whole Foods einige gemütliche “Hotel-Picknicks” und alle unsere Frühstücks genießen.

Welche tollen Erfahrungen in Sachen Essen im Urlaub habt ihr schon gemacht? Welche Dinge aus dem Ausland würdet ihr auch gerne in Deutschland haben?
Pin It
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...