Gewinner der Fotobuch-Verlosung

Mittwoch, 31. Oktober 2012
Hallo meine Lieben!
Na, habt ihr die Umstellung auf die Winterzeit gut überstanden? Mit dem Wintereinbruch am Wochenende, der mich am Samstagmorgen mit Schnee begrüßt hat, ging das ziemlich schnell. Aber eher hinsichtlich dessen, dass bei mir schon fast der Winterschlaf ausgebrochen ist, denn wir waren die letzten Tage immer verdammt früh im Bett.

Doch eines habe ich nicht verschlafen: Den Gewinner der Fotobuch-Verlosung zu ziehen! Denn das habe ich heute gemacht.

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Ich bin dafür nochmal durch die Kommentareinträge gegangen und bin in Summe auf 58 gültige Kommentarlose gekommen. Vielen Dank, dass ihr so zahlreich mitgemacht habt! Es hat mich sehr gefreut, dass euch diese Verlosung so gut gefallen hat. Ich hätte wirklich nicht mit einer so positiven Resonanz gerechnet.

Mit Hilfe von random.org habe ich wieder den Gewinner gezogen:

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Die Nummer 46 gehört zu folgendem Kommentar:

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Liebe Bibi, herzlichen Glückwunsch! Ich hoffe, das Buch hilft euch dabei, einen tollen Einstieg in die vegane Ernährung zu finden. Ich werde dich per E-Mail kontaktieren, damit du mir deine Adresse zukommen lassen kannst.

An alle anderen: Nochmals vielen Dank fürs Mitmachen!

Und da euch das Fotobuch so gut gefallen hat, würde ich gerne wissen, ob bei euch Interesse besteht, auch an das Fotobuch ranzukommen. Wenn ja, dann würde ich bei Pixum anfragen, ob es möglich wäre, dass ihr dieses Fotobuch dort bestellen könnt. Sagt mir einfach in den Kommentaren, was ihr davon haltet.
Außerdem habe ich mir überlegt, ein entsprechendes E-Book zu machen. Das wird dann vom Format her nicht ganz dem Fotobuch entsprechen, da ich es auf DinA 4 anpassen würde, aber zum Ausdrucken zuhause wäre das ja eh praktischer. Hättet ihr dafür auch Interesse? Dann schreibt es in den Kommentaren.

Ich wünsche nun allen, bei denen morgen Feiertag ist (wie bei uns in BaWü), einen schönen freien Tag mit viel Sonne – und allen anderen wünsche ich einen tollen Arbeitstag! Zwinkerndes Smiley
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Hot Detox Yoga im Mama Spa

Donnerstag, 25. Oktober 2012
Ja, ihr seht richtig: Heut gibt es schon wieder was Neues von mir, denn ich möchte euch kurz vom Hot Detox Yoga im Mama Spa berichten, wo ich gestern das erste Mal war.

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Yogaraum im Yogalove – Mama Spa (Quelle)

Ich habe ja schon ein Mal mit heißem Yoga geflirtet, als ich Anfang des Jahres im Mama Spa Bikram Yoga gemacht habe. Leider war das kein permanenter Kurs und einige der geplanten Termine sind auch teilweise kurzfristig ausgefallen, sodass ich nicht nochmal hingehen konnte. Ich fand das wirklich schade, da es mir total gut gefallen hat. Es war sehr anstrengend, aber ich habe mich bei der hohen Temperatur sehr wohl gefühlt – obwohl ich das ja z.B. beim Laufen gar nicht mag.

Als ich beim Yogatag im Mama Spa war und den neuen Kursplan angeschaut habe, habe ich mich daher sehr gefreut, als ich dort das Hot Detox Yoga entdeckt habe. Der Kurs wird wie folgt beschrieben:
Hot Detox Yoga findet bei einer Raumtemperatur von 38° statt. Die Muskulatur ist schnell erwärmt und ermöglicht so ein intensiveres Eintauchen in die Asanas und Dehnübungen.
Die Yogapraxis bei hoher Temperatur und Luftfeuchtigkeit erhöht die Fettverbrennung und unterstützt die Organe bei der Entgiftung – Körper und Geist werden erfrischt, verjüngt und mit neuer Energie aufgeladen.

Da es kein Bikram Yoga ist muss also nicht die vorgeschriebene Asana-Sequenz gemacht werden. Da ich außerdem die Lehrerin noch nicht kannte, wusste ich gestern also nicht so ganz genau, was auf mich zukommt. Aber ich dachte mir, dass es auf jeden Fall einen Versuch wert ist – alleine schon wegen der molligen Temperaturen!

Als ich dann im Yogalove angekommen war und in den aufgeheizten Übungsraum gegangen bin, habe ich mich sofort wieder sehr wohl gefühlt. Die Atmosphäre ist im Mama Spa allgemein immer sehr angenehm, sodass man auch als Neuling (entweder als Mama-Spa- oder Yoga-Neuling) keine Scheu haben muss. Ich kann nur jedem raten, vor einem neuen Kurs oder speziell als Anfänger immer ein paar Worte mit dem Lehrer zu wechseln und z.B. darauf hinzuweisen, wenn man irgendwelche körperlichen Probleme oder Einschränkungen hat. Ein guter Yogalehrer wird das im Hinterkopf behalten und bei Bedarf in der Stunde entsprechende Hinweise geben.
Begonnen haben wir die Stunde mit Atem- und sanften Aufwärmübungen, um den Körper zu mobilisieren und an die Temperaturen zu gewöhnen. Danach haben wir einige Sonnengruß-Variationen gemacht und sind dann zu den Asanas der Stunde übergegangen. Diese waren nicht als Flow bzw. als Vinyasa aufgebaut, d.h. wir haben recht viel Zeit in jeder Asana verbracht, was auf Dauer ganz schön anstrengend wurde. Meine Beine haben auf jeden Fall gut gebrannt, nachdem ich für einige lange Atemzüge im Krieger III stand und mir der Schweiß das Gesicht runterlief. Die Stunde war um einiges entspannter als das Bikram Yoga, da wir nicht so viele Asanas gemacht haben und es einfach etwas behutsamer angegangen sind. Ohne die Hitze wäre es für mich eine sehr entspannende Yogastunde gewesen. Doch die Wärme hat ihren Beitrag dazu geleistet, dass ich heute Morgen meine Beine immer noch gespürt habe. Es war für mich eine sehr gute Ausgewogenheit zwischen der Anzahl an Asanas und der erhöhten Intensität durch die hohe Raumtemperatur.

Alles in Allem war es eine sehr schöne Yogastunde und ich kann jedem, der im Raum Stuttgart wohnt, nur raten, es mal auszuprobieren!
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Gewinnt ein Fotobuch mit meinen liebsten Blog-Rezepten

Mittwoch, 24. Oktober 2012
Wie ihr in den letzten Wochen sicherlich gemerkt habt, ist es deutlich ruhiger geworden auf dem Blog. So sehr ich mein kleines Reich hier auch liebe, so war es für mich einfach notwendig, auch hier einen großen Gang zurückzuschalten. Wie vieles in meinem Leben, ist auch die Arbeit am Blog immer mehr zu einer Verpflichtung geworden, die ich blind um fast jeden Preis einhalten wollte. Natürlich hat es mir immer noch Spaß gemacht, aber es wurde eben zu einer zusätzlichen Belastung.

Mir tut es wirklich gut, nicht die ganze Zeit den Drang zu verspüren, Ergebnisse zu produzieren – auch wenn es mir an Ideen nicht mangelt (ganz im Gegenteil!). Doch ich sehe es gerade als Teil meiner Genesung, dass ich zur Zeit in fast allen Bereichen meines Lebens darauf verzichte, irgendwelche Verpflichtungen einzugehen. Es ist aber auch mit das einzige, mit dem ich mir in meiner aktuellen Situation selbst helfen kann, und ich bin froh, dass ich so einen Weg gefunden habe, einige der akuten Symptome zu verbessern.

Damit verbunden bin ich natürlich auch viel weniger in der Küche aktiv und konnte euch deshalb nicht mit so vielen neuen Rezepten versorgen. Daher habe ich heute eine kleine Verlosung für euch, die euch über diese Tatsache hoffentlich ein bisschen hinwegtröstet.

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Zu gewinnen gibt es ein Fotobuch, in dem ich euch einen Auszug meiner liebsten Blog-Rezepte zusammengestellt habe.

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Das Fotobuch wurde mir als Produkttest vom Online-Fotoservice Pixum zur Verfügung gestellt.  Anstatt ein Fotobuch für mich zu machen, habe ich mich dazu entschieden, daraus etwas für meine Leser zu machen. Immerhin wurde ich ja wegen des Blogs auf den Produkttest angesprochen – dann sollt ihr auch mehr davon haben, als nur meine Meinung zu Pixum. Smiley

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Ich finde, das Fotobuch ist wirklich sehr schön geworden. Die Druckqualität und v.a.die Qualität der Fotos ist super!

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Gestaltet habe ich das Buch mit der Pixum-Software. Ich habe das Design relativ einfach gehalten, da es immer etwas mehr Arbeit ist, wenn man ein Fotobuch mit viel Text gestaltet. Doch das hat wirklich gut funktioniert.
Leider gab es bei der ersten Lieferung des Fotobuchs ein paar Fehler beim Druck des Textes, da falsche Formatierungen übernommen wurden, die bei mir so nicht vorhanden waren. Nach einem kurzen Telefonat mit dem Kundenservice habe ich den Druck des Buches erneut in Auftrag gegeben und habe so anstandslos ein nun fehlerfreies Buch erhalten. Natürlich wäre es besser gewesen, wenn das Fotobuch auf Anhieb einen einwandfreien Zustand gehabt hätte, aber ich fand es toll, wie die Reklamation vom Kundenservice abgewickelt wurde.

So, und nun kommen wir zum wichtigen Teil: Wie ihr gewinnen könnt.

Was ihr dafür tun müsst?
Alles, was ihr machen müsst, ist, einen Kommentar unter diesem Post zu hinterlassen (über liebe Kommentare freue ich mich natürlich am meisten Zwinkerndes Smiley).
Ein Kommentar ist ein Los in der Lostrommel, d.h. jeder von euch kann auch mehrere Kommentare hinterlassen, wenn ihr eure Chancen erhöhen möchtet.

Folgende weitere Bedingungen gelten:
  • Ihr seid wohnhaft in Deutschland, Österreich oder der Schweiz.
  • Es zählen alle Kommentare, die bis einschließlich Sonntag, 28.10.2012 (also bis 24 Uhr) abgegeben wurden.
  • Bei der Abgabe eures Kommentars im Kommentarformular bitte euren Namen und eine gültige E-Mail-Adresse angeben – auch wenn ihr über Disqus (die Kommentarfunktion) einen Kommentar als Gast abgebt.
    Über diese E-Mail-Adresse werde ich den Gewinner/die Gewinnerin zusätzlich benachrichtigen.
    Kommentare, in denen keine E-Mail-Adresse angegeben ist, werden nicht berücksichtig.
  • Ich werde den Gewinner/die Gewinnerin am Anfang nächster Woche verkünden.

Ich wünsch euch viel Glück bei der Verlosung!


Außerdem könnt ihr euch bald auf ein herbstliches Quinoa-Rezept freuen, das ich gestern kreiert habe. Das ist so lecker geworden und ich freue mich schon, es mit euch zu teilen. Smiley
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Verletzung durch Übertraining

Donnerstag, 18. Oktober 2012
Dieses Jahr ist es in Sachen sportliche Ziele wirklich überhaupt nicht so gelaufen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Vor fast genau einem Jahr bin ich bei meinem ersten Halbmarathon angetreten und natürlich wollte ich das dieses Jahr wiederholen. Aber aktuell bin ich froh, wenn ich problemlos 5 km laufen kann.
Das Laufjahr ging zwar noch ganz gut los und ich habe den ersten geplanten Lauf des Jahres (10 km beim Solitude-Lauf) erfolgreich in neuer Bestzeit absolviert. Aber danach ging es nur bergab: Ich habe mich vom Training für den Halbmarathon beim Stuttgart-Lauf nicht nur oft total gestresst gefühlt, sondern musste auch mit einer relativ lange Verletzungsserie kämpfen, die ich erst jetzt so einigermaßen überwunden habe.

Es begann mit Schmerzen in der rechten Hüften durch eine Entzündung im Hüftgelenk bei einem der langen Trainingsläufe, die dazu geführt haben, dass ich das Halbmarathontraining abbrechen und die Teilnahme am Halbmarathon absagen musste. Ich konnte wochenlang nicht laufen gehen, aber ich wollte für den Women’s Run in Köln wieder fit sein.  Kurz davor habe ich Schmerzen im rechten Fuß bekommen, die ich sogar beim ganz normalen Gehen hatte. Ich habe den Women’s Run zwar durchgezogen, bin jedoch vom 8km- auf den 5km-Lauf umgestiegen. Die Diagnose vom Arzt: Ein entzündeter Fersensporn. Und das genau vor unserem NYC-Urlaub! Dank Einlagen und Schmerztabletten habe ich den Urlaub gut überstanden und die Schmerzen im Fuß wurden besser, aber danach hat mein rechtes Knie wieder Zicken gemacht. Ich muss dazu sagen, dass ich früher mit dem rechten Knie durch ein anatomisch bedingtes Patellaspitzensyndrom (chronische Entzündung der Patella-Sehne) große Probleme hatte. Durch einem operativen Eingriff vor ein paar Jahren hatte sich das aber erledigt und ich hatte keinerlei Knieprobleme mehr – auch letztes Jahr beim Halbmarathontraining nicht. Doch jetzt hat sich die Patella-Sehne wieder entzündet, sodass ich nicht nur Schmerzen beim Laufen, sondern auch beim Krafttraining hatte. Durch Physiotherapie, Schmerztabletten und Salben habe ich das Knie mittlerweile zwar wieder im Griff, aber ich rätsle immer noch, warum ich dieses Jahr so verletzungsgeplagt war.

Lange Zeit habe ich es auf ein Paar Schuhe geschoben, die ich mir im Februar dieses Jahres gekauft hatte. Es war ein neues Paar aus der Asics-GT-21xx-Serie (GT-2170), mit denen ich schon seit Jahren laufe. Das war das einzige, was ich verändert hatte. Der Aufbau des Trainings war wie im Vorjahr und ich habe keine neuen Trainingsmethoden eingeführt. Aber irgendwie konnte ich es selber nicht ganz glauben, dass es an den Schuhe lag, denn ich bin 3 Monate mit diesen Schuhen gelaufen und habe mit ihnen auch das Training für den 10km-Lauf absolviert. Außerdem nutze ich min. 3 Paar verschiedene Laufschuhe fürs Lauftraining, sodass diese Schuhe gar nicht so oft zum Einsatz kamen.
Ich bin einfach nicht auf die Idee gekommen, dass der Grund die Verletzung auch ein Übertraining, also eine Überlastung durch zu intensives Training, sein könnte – bis ich dazu etwas in meinen Fitnesstrainier-B-Lizenz-Unterlagen gelesen hatte. Da viel es mir wie Schuppen von den Augen.

Natürlich war mir das Thema bekannt. Doch manchmal muss man es nochmal Schwarz auf Weiß lesen, bevor es Klick macht. Und da es vielleicht von euch auch jemanden gibt, der sich mit Verletzungen herumschlägt und nicht so genau weiß, warum es nicht besser wird, möchte ich heute ein paar Informationen dazu mit euch teilen.

Grundsätzlich kann man sagen, dass die Überlastung durch Übertraining dadurch hervorgerufen wird, weil der Körper sich nicht mehr richtig regenerieren kann. Doch dieser Umstand kann verschiedene Ursachen haben, z.B.:
  • Zu schnelle Steigerung der Trainingshäufigkeit
  • Zu kurze Erholungspausen zwischen den Trainingseinheiten
  • Dauerhaft zu hohe Trainingsintensitäten
  • Überforderung und Konflikte in anderen Lebensbereichen (Berufs- oder Privatleben)
  • Ernährungsfehler
  • Missbrauch von z.B. Medikamenten
  • Infekte
Ihr seht schon, dass da viele Dinge zusammenspielen können. Und genauso kann sich auch ein Übertraining durch unterschiedliche Merkmale äußern, z.B.:
  • Beschwerden an Muskeln, Sehnen, Bändern und Knochen
  • Trainingsunlust, Reizbarkeit, Schlaflosigkeit, erhöhtes Ruhebedürfnis
  • Anstieg der Ruhepulsfrequenz
  • Anstieg des systolischen Blutdrucks
  • Koordinations- und Konzentrationsstörungen
Bei mir waren v.a. die ersten beiden genannten Symptome stark ausgeprägt, denn neben den physischen Beschwerden hatte ich auch auf das Training bezogene psychische Probleme: Ich hatte oft keine Lust auf die jeweils anstehende Trainingseinheit, habe mich durch den Plan sehr eingezwängt gefühlt und hatte am Ende auch keine Lust mehr aufs Laufen.

Neben den Belastungen, die ich in anderen Lebensbereich hatte (das konnten ihr ja v.a. in den letzten Monaten mitverfolgen), war es meiner Meinung nach eine dauerhaft zu hohe Trainingsintensität und die dafür zu kurzen Erholungsphasen Grund für das Übertraining. Ich hatte zu Jahresbeginn ja schon geschrieben, dass ich mich nach dem Halbmarathon vor einem Jahr und in der Nachsaison nicht richtig regeneriert habe. Ich hatte letztes Jahr mein Trainings- und v.a Laufpensum massiv erhöht, sodass ich es über den Winter hätte langsamer angehen lassen sollen. Und eine Regeneration direkt nach dem Halbmarathon gab es eigentlich gar nicht, da wir gleich danach einen Städtetrip nach Lissabon gemacht haben (mit viel, viel laufen). Am Ende des Winters ging es dann wieder los mit dem Lauftraining. Da ich mir für dieses Jahr hohe Ziele gesteckt hatte (Verbesserung der Halbmarathon Zeit um über 5 Minuten und Erhöhung der durchschnittlichen Laufgeschwindigkeit um 1 km/h), wurde natürlich auch das Training intensiver. Doch waren nicht nur die Tempoeinheiten intensiv. Rückblickend betrachtet habe ich irgendwie alle Trainingseinheiten sehr intensiv gestaltet: Beim Krafttraining ging ich i.d.R. ans Limit, ich habe oft intensive und anstrengende Yoga-Einheiten gewählt und die normalen sowie langen Läufe bin ich einfach zu schnell gelaufen. Speziell letzteres – die zu schnellen sonstigen Läufe – haben in Summe zu einem für mich zu großen Maß an Intensität gesorgt. Ich habe mich doch zu oft dazu verleiten lassen, eine bestimmte Zeit/Geschwindigkeit zu laufen, wenn ich das Gefühl hatte, dass mehr gehen könnte, anstatt einfach mal bewusst langsamer zu laufen. Und für diese Intensität habe ich meinem Körper zu wenig Regeneration gegeben – ein gutes Dehn-Programm und ein Ruhetag in der Woche haben für mich einfach nicht gereicht. Der Druck durch meine ambitionierten Ziele haben ihr übriges getan. Wenn ich jetzt speziell über diesen Punkt nachdenke, dann muss ich mir schon an den Kopf fassen. Vor 2011 habe ich zwar schon viel Sport gemacht und bin gelaufen, aber ich war damals wahrlich kein Langstreckenläufer. Ich bin erst letztes Jahr das erste Mal 10 km gelaufen! Da hätte es für den zweiten Halbmarathon auch gereicht, ihn einfach nur schneller als den ersten zu laufen, ohne dass gleich einige Minuten von der Endzeit wegmüssen. Aber ich setze mir gerne anspruchsvolle Ziele – das kann eben auch mal daneben gehen.

Man lernt im Laufe seines Sportlerlebens also immer wieder Neues dazu, v.a. in Bezug auf den eigenen Körper. Er ist keine Maschine und muss deswegen auch nicht immer so funktionieren, wie wir uns das vielleicht in unseren hübschen Köpfen ausdenken. Daher möchte ich euch bitten, dass ihr achtsam mit euch umgeht und auf die Signale eures Körpers hört, bevor er euch eine Zwangspause auferlegt.

Habt ihr schon mal mit Verletzungen durch Überlastung/Übertraining zu kämpfen gehabt? Wenn ja, wie seid ihr damit umgegangen? Was habt ihr langfristig für euch geändert?
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Ausbildung zur Fitnesstrainer-B-Lizenz

Montag, 15. Oktober 2012
Auf Twitter/Facebook habe ich ja in letzter Zeit schon öfter darüber berichtet und in meinen August/September-Favoriten hatte ich es auch schon erwähnt: Ich habe mit dem Lehrgang zur Fitnesstrainer-B-Lizenz begonnen!



Heute möchte ich die Gelegenheit nutzen, euch ein paar Hintergrundinformationen zu dieser Ausbildung zu geben und warum ich mich dazu entschieden habe, die Lizenz zu machen.

Die Fitnesstrainer-B-Lizenz ist die Basisqualifikation im Fitnessbereich, mit welcher man Fitnesskunden beim Training fachlich kompetent betreuen kann (zielgerichteten Steuerung und Optimierung des Fitnesstrainings). Darüberhinaus ist diese Lizenz häufig die Grundlage für weiterführende Ausbildungen im Sport- und Fitnessbereich.

Der Fokus der Ausbildung liegt auf dem gerätegestützten Krafttraining, sodass die Inhalte entsprechend daran ausgerichtet sind:
  1. Allgemeine Trainingslehre
    • Komponenten sportlicher Leistungsfähigkeit
    • Grundsätze des Trainings
    • Anpassungserscheinungen durch sportliches Training
    • Die Prinzipien der allgemeinen Trainingslehre
    • Die motorischen Fähigkeiten Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Koordination, Schnelligkeit
  2. Spezielle Trainingslehre
    • Trainingssteuerung; Fünf-Stufen-Modell der Trainingssteuerung (Diagnose, Zielsetzung/Prognose, Trainingsplanung, Trainingsdurchführung, Analyse)
    • Aufbau einer Trainingseinheit
    • Ziele und Inhalte des Auf- und Abwärmens
    • Krafttraining im Fitness-Studio
    • Ausdauertraining im Fitness-Studio
    • Beweglichkeitstraining im Fitness-Studio
  3. Sportmedizin
    • Grundlagen der Anatomie und Physiologie des passiven Bewegungssystems; Aufbau und Funktion der Knochen, Bänder, Knorpel
    • Grundlagen der Anatomie und Physiologie des aktiven Bewegungssystems; Aufbau und Funktion der Skelettmuskulatur, Sehnen und Hilfseinrichtungen der Muskulatur
    • Aufbau und Funktion der Muskel-Gelenk-Systeme
    • Grundlagen der Anatomie und Physiologie des Herz-Kreislauf-Systems
    • Anpassungserscheinungen des passiven und aktiven Bewegungssystems und des Herz-Kreislauf-Systems an sportliche Belastungen
  4. Gerätehandling
    • Übungsunterweisung bei Krafttrainingsübungen
    • Überprüfung der Trainingsübungen auf Funktionalität
    • Richtige Trainingstechnik – Training ohne Risiko
    • Bewegungsanalyse und Bewegungskorrektur
  5. Ergänzende Inhalte
    • Grundlagen der Energiebereitstellung bei sportlichen Belastungen
    • Grundlagen einer bedarfsgerechten Ernährung

Ich absolviere diesen Lehrgang über die BSA-Akademie, welche die unterschiedlichsten Ausbildungen im Bereich Prävention, Fitness und Gesundheit anbietet (Ernährungstrainer-B-Lizenz, Gesundheitscoach, Gruppentrainer-A-Lizenz, Manager/in für Fitness- und Freizeitunternehmen, Fitnessfachwirt etc.). Ich habe mich für die BSA-Akademie entschieden, da sie mir von mehreren Personen empfohlen wurde. Es gibt aber natürlich noch viele andere Akademien, bei denen man die Fitnesstrainer-B-Lizenz erwerben kann.

Die Inhalte des Lehrgang werden im Selbststudium erarbeitet. Die dafür notwendigen Unterlagen bekommt man in einem dicken Ordner zur Verfügung gestellt. Sollten dabei Fragen aufkommen, so hat man die Möglichkeit, diese telefonisch mit einem BSA-Fernlehrer zu klären. Zusätzlich zum Selbststudium sind 4 Tage Präsenzphase eingeplant, in denen man praktisches Wissen vermittelt bekommt. Für die Erreichung der Lizenz sind neben der Teilnahme an der Präsenzphase noch eine Hausarbeit zu schreiben sowie eine schriftliche und praktische Prüfung zu bestehen.

So viel also zu den allgemeinen Infos. Jetzt interessiert euch bestimmt, warum ich mich dazu entschieden habe, diese Lizenz zu erreichen, und warum ich gerade jetzt damit anfange (v.a. da ich zur Zeit in einer doch eher schwierigen Phase bin).
Ich spiele schon eine ganze Weile mit dem Gedanken, mich im Bereich Fitness/Sport weiterzubilden, und die Fitnesstrainer-B-Lizenz erschien mir sehr gut geeignet, um hier einfach mal einen Anfang zu machen. Natürlich ist das Ganze geprägt von meinem Wunsch nach einem Karrierewechsel, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass mich das Thema Fitness in Zukunft auch beruflich begleiten wird – auch wenn ich aktuell noch nicht weiß, wie das konkret aussehen wird. Ich wollte einfach mal einen Fuß in die Tür dieser Branche bekommen, was mit der Lizenz schon möglich ist, ohne dass ich nochmal richtig zur Schule oder an die Uni gehen muss. Das wäre mir aktuell einfach zu viel Verpflichtung. Ich habe eher den Wunsch, mit kleinen Schritten anzufangen, welche nicht zwingend einen 5-Jahresplan mit sich bringen. Außerdem bringt der Lehrgang auch eine große zeitliche Flexibilität mit sich, was mir zur Zeit wirklich sehr entgegenkommt. Die Lehrgangsdauer wird zwar mit 6 Monaten angesetzt und ich musste mich auch schon für einen Termin für die Präsenzphase anmelden, doch kann ich das alles noch verschieben. So hatte ich einfach ein viel entspannteres Gefühl bei der Anmeldung und habe mich nicht von fixen Termin überwältigt gefühlt. Zudem bin ich in meiner aktuelle Situation einfach froh, dass ich eine Beschäftigung habe, die für mich völlig frei ist von negativen Aspekten: Das Thema und die Inhalte des Lehrgangs interessieren mich persönlich, ich habe genügend Zeit für die Bearbeitung (komme also ohne einen Zeitplan aus), das Lernen an sich fällt mir sehr leicht und fühle mich nicht von dem Gedanken unter Druck gesetzt, was ich daraus im Anschluss beruflich mache. Letzteres hört sich vielleicht überhaupt nicht logisch an, denn immerhin habe ich ja Geld investiert, aber ich habe einfach ein richtig gutes Gefühl bei der Sache. Ich kann das gar nicht richtig beschreiben. Ich weiß einfach, dass es sich in irgendeiner Weise für mich lohnen und zurückzahlen wird – auch wenn das vielleicht nicht unmittelbar der Fall sein wird.

Bisher habe ich schon einige Kapitel durchgearbeitet, habe dabei viel Bekanntes gelesen (dass ein Training ein Warm-Up und Cool-Down haben soll, war mir schon bekannt), aber auch einige neue Erkenntnisse erlangt, welche ich bei Gelegenheit bestimmt auch hier auf dem Blog mit euch teilen werde (z.B. zum Thema Verletzung durch Übertraining/Überlastung, wo ich für mich persönlich einen großen Aha-Moment hatte). Ich denke, dass es da vieles gibt, was euch bei eurer Trainingsgestaltung weiterhelfen kann. Und für mich hat das Schreiben den Vorteil, dass sich das Wissen noch besser verankert. So haben wir alle was davon! Smiley

Mehr Informationen zu Fitnesstrainier-B-Lizenz bei der BSA-Akademie findet ihr hier.
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Der perfekte klassische Obst-Pie (inkl. zuckerfreie Rezeptalternative mit Stevia)

Mittwoch, 10. Oktober 2012
Ich liebe Obst-Pie.

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Das liegt wahrscheinlich daran, dass ich Obstkuchen liebe. Und vielleicht auch daran, dass ein klassischer Obst-Pie so leicht zuzubereiten ist und ohne viel Firlefanz auskommt. Ich mache wirklich selten einen richtigen Kuchen (ich bin ja eher der Cookie-Muffin-Brownie-Typ, falls ihr das nicht nicht gemerkt habt), aber wenn, dann ist es meistens ein Obst-Pie. Natürlich gibt es ganz viele Arten von Pie: Banana Cream Pie, Pecan Pie, Custard Pie, Key Lime Pie, Pumpkin Pie usw. Aber für mich geht nichts über einen Obst-Pie, egal ob er mit Äpfeln, Birnen, Pfirsichen, Beeren oder – wie auf den Bildern hier – mit Zwetschgen gefüllt ist. Es geht einfach nichts über warmes und gebackenes Obst in einem knusprigen Teig. Und genau auf letzteres werde ich heute im Detail eingehen. Denn der Teig für die sogenannte Pie Crust ist nicht einfach ein ganz normaler Mürbteig. Wenn er richtig zubereitet wird, wird er Blätterteig-ähnlich, was in den USA als “flaky” bezeichnet wird. Und genau so eine “flaky pie crust” machen wir heute.

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Das Schöne an Obst-Pie ist, dass man ihn das ganze Jahr über essen und dabei auf saisonales Obst setzen kann. Außerdem sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt: Verwendet einfach das Obst, dass euch in gebackener Form schmeckt, und wenn ihr wollt, könnt ihr natürlich mehrere Obstsorten mischen.

Ich habe wirklich Ewigkeiten nach einem Rezept und einer Vorgehensweise gesucht, bei dem man eine tolle Pie Crust erhält. Fündig geworden bin ich dann bei dieser Anleitung hier – und seitdem erhalte ich immer eine perfekte Pie Crust. Es sind zwar ein paar zusätzliche Arbeitsschritte notwendig, aber die gehen so schnell, dass es wirklich nicht viel mehr Zeitaufwand ist. Da die Anleitung jedoch auf Englisch ist, habe ich sie für euch nochmals dokumentiert, damit hier keine Verständnisprobleme auftauchen. Ich möchte euch ja das ultimative Pie-Erlebnis nicht vorenthalten. Zwinkerndes Smiley

Außerdem habe ich dieses Mal die Füllung statt mit Zucker mit Stevia gesüßt, was super geklappt hat! Da der Teig für die Crust eh ohne Zucker auskommt, kann ich euch hier gleich eine zuckerfreie Rezeptalternative anbieten.

Noch eine kleine Anmerkung zur Form:
Ich habe eine richtige Pie-Form, also eine Form, die einen abgeschrägten Rand hat.

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Dadurch wird das Hineinlegen des Teigbodens und das Darüberlegen des Deckels viel einfacher.
Außerdem ist es gar nicht zwingend erforderlich, dass man den Pie nach dem Backen aus der Form herausholt. Im Gegenteil: Er bleibt eigentlich drin, bis er aufgegessen wurde.
Gekauft habe ich die Form hier bei American Heritage.
Den Pie kann man natürlich auch in einer normalen Springform machen. Die Mengenangaben sollten für eine 26cm-Springform ausreichen – auch wenn Boden und Deckel dann etwas dünner werden.

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Der perfekte klassische Obst-Pie
Für eine 9inch-Pie-Form oder eine 26cm-Springform
Die Crust basiert auf dieser Anleitung hier.

Zutaten:

Für die Pie Crust:
  • 1 1/2 Becher Vollkorn-Weizenmehl
  • 200 g kalte Margarine oder Butter
  • 1 Tl Salz
  • 1/4 Becher eiskaltes Wasser

Für die Füllung:
  • 1 kg vorbereitetes Obst (gewaschen, entkernt, geschält, kleingeschnitten)
  • 1/4 Becher Rohrrohzucker ODER die entsprechende Menge Stevia (ich habe 1/4 Tl flüssiges Stevia verwendet)
  • 2-3 gehäufte El Speisestärke (für besonders saftiges Obst, wie z.B. Beeren, auf jeden Fall 3 El)
  • 1 Tl Zimt
  • je 1 Msp. Nelkenpulver, Muskat, Kardamom, Piment (optional, aber im Herbst/Winter auf jeden Fall lecker)
  • Rosinen (optional)
  • gehobelte Mandeln (optional)

Hinweis: 1 Becher = 225 ml

Zubereitung:
  1. Für das Zusammenmischen des Teigs habt ihr 2 Möglichkeiten: Entweder ihr macht ihn komplett von Hand oder in der Küchenmaschine.
    Für die Zubereitung in der Küchenmaschine gebt ihr Mehl, Salz und die kleingeschnittene Butter in die Maschine, lasst es durchkneten, gebt dann das Wasser hinzu und lasst es nochmals kneten.
    Wenn ihr ihn von Hand macht, geht ihr folgender Maßen vor:
    1. Ihr gebt das Mehl auf die saubere, trockene Arbeitsfläche und mischt es mit dem Salz.
    2. Die Margarine in kleine Stücke schneiden und auf dem Mehl verteilen.
    3. Jetzt arbeitet ihr die Margarine mit einem Messer oder einem Metall-Teigschaber in das Mehl ein, bis kein loses Mehl mehr übrig bleibt (wie das genau aussieht, sehr ihr in der oben genannten Anleitung).
    4. Jetzt macht ihr in die Mitte eures Mehl-Margarine-Haufens eine Mulde und gießt das eiskalte Wasser hinein, welches ihr schnell in den Teig einarbeitet.
      Ist der Teig noch zu klebrig, etwas mehr Mehl hinzugeben und hineinkneten.
    5. Wichtig ist, den Teig nicht zu lange von Hand zu kneten, damit er nicht zu warm wird.
  2. Den Teig in eine Kugel formen, in Plastikfolie wickeln und 30-60 Minuten in den Kühlschrank legen (länger im Kühlschrank lassen, wenn es warm ist).
  3. Jetzt bereitet ihr eure Obstfüllung zu.
    1. Das Obst vorbereiten (waschen, entkernen, schälen, kleinschneiden).
    2. Dann einfach alle Zutaten für die Füllung in eine Schüssel geben und gut durchmischen, damit v.a. die Speisestärke gleichmäßig verteilt ist.
      Diese hilft dabei, die Flüssigkeit, die beim Backen aus dem Obst austritt, einzudicken.
  4. Backofen auf 200°C vorheizen.
  5. Wenn ihr den Teig aus dem Kühlschrank holt, kommen die wichtigen Arbeitsschritte für die perfekte Pie Crust:
    1. Ihr rollt den Teig auf einem bemehlten Untergrund zu einem Rechteckt aus.
    2. Dann wischt ihr das Mehl runter, das ggf. noch auf der Teigoberfläche ist.
    3. Anschließend faltet ihr den Teig zusammen, sodass er nur noch 1/3 der ursprünglichen Länge hat (nach dem ersten Falten wieder das Mehl abwischen).
    4. Zum Schluss dreht ihr den gefalteten Teig um 90° und beginnt wieder mit dem Ausrollen zum Rechteck.
    5. Den ganzen Vorgang ein paar Mal wiederholen, denn dieser garantiert euch die typischen Konsistenz der Crust. Ich mache das meist so 6 Mal und es geht wirklich schnell.

       
       
  6. Nach der Ausroll-Falten-Prozedur teilt ihr den Teig in 2 Hälften und rollt jede zu einer Kugel (Boden und Deckel). Die Kugel für den Deckel kommt wieder in der Klarsichtfolie in den Kühlschrank.


  7. Nun rollt ihr euren Teig auf die Größe aus, die ihr für den Boden braucht.
    Denkt dabei an den Rand! Wenn ihr als z.B. eine 26cm-Springform habt und 2 cm Rand wollt, dann auf 28 cm ausrollen.

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  8. Als nächstes fettet und bemehlt ihr eure Form, falls das notwendig ist.
    Wenn ihr eine Springform verwendet, könnt ihr den Boden z.B. auch mit Backpapier auslegen und nur den Rand einfetten.

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  9. Jetzt legt ihr den Boden in eure Form und presst den Rand fest.
    An den Stellen, wo der Rand übersteht, schlage ich ihn um und drücke ihn fest oder ich schneide das Teigstück ab und platziere es an einer Stelle, wo zu wenig Teig ist.

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  10. Die Obstfüllung kommt dann auf den Teigboden.
    Nicht wundern, wenn dabei ein kleiner Obstberg entsteht! Beim Backen schrumpft der Berg wieder zusammen. Zwinkerndes Smiley

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  11. Zu guter Letzt müsst ihr noch den Teig für den Deckel auf eine entsprechende Größe ausrollen und auf das Obst legen.
    Bedenkt dabei, dass ihr 1-2 cm mehr braucht als der Durchmesser der Form (damit der Obstberg bedeckt wird).
    1. Die Ränder von Boden und Deckel solltet ihr fest zusammendrücken. Dann könnt ihr z.B. mit einer Gabel ein Muster in den Rand hineindrücken oder mit den Fingern ein Wellenmuster formen.
    2. Mit einem spitzen Messer Schlitze in den Deckel schneiden, durch welche die verdampfende Flüssigkeit aus der Füllung entweichen kann.

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  12. Der Pie wandert für ca. 45-60 Minuten in den Backofen, bis der Rand leicht gebräunt ist.

Hinweis für die Verwendung von TK-Obst:
Ihr könnt für die Pie-Füllung auf jeden Fall auch TK-Obst verwenden. Wenn ich einen Beeren-Pie mache, nehme ich eigentlich immer TK-Beeren.
Das Problem bei TK-Obst ist nur, dass es beim Backen wahnsinnig viel Flüssigkeit verliert und man ganz schlecht abschätzen kann, wie viel Speisestärke man zum Eindicken braucht, wenn man es einfach nach oben beschriebener Vorgehensweise macht. Ich hatte daher auch schon ein paar Beeren-Pies, die eher Pie-Suppe waren.
Meine Schwiegermama hat mir dafür aber einen Tipp gegeben, den ich zwar selber noch nicht ausprobiert habe, den ich aber trotzdem mit euch teilen möchte: Man kocht das TK-Obst einfach vor dem Backen in einem Topf, dickt dann das ganze entsprechend ein und man kann es sogar ein bisschen einkochen lassen.
  1. Ihr nehmt also das unaufgetaute TK-Obst und mischt es in einem Topf mit den anderen Zutaten für die Obstfüllung. Bei der Speisestärke einfach mal mit 3 El beginnen.
  2. Dann lasst ihr das Ganze aufkochen. Dafür muss keine weitere Flüssigkeit hinzugefügt werden, aber ihr müsst natürlich schon umrühren, damit nichts anbrennt.
  3. Nachdem ihr die Füllung ein paar Minuten habt kochen lassen, könnte ihr bei Bedarf mehr Speisestärke hinzugeben (Vorsicht, dass sich keine Klumpen bilden!).
  4. Wenn die gewünschte Konsistenz erreicht ist, könnte ihr die Füllung noch ein paar Minuten weiterköcheln lassen.
  5. Bevor ihr sie auf den Pie-Boden gebt, solltet ihr sie etwas abkühlen lassen.
  6. Für den Deckel des Pies müsst ihr jetzt ggf. keine “Übergröße” mehr vorsehen, da das Obst beim Kochen schon zusammengefallen ist und ihr daher keinen Obstberg mehr habt.
  7. Die Backzeit kann ggf. verkürzt werden, da das Innere des Pies ja schon warm ist. Prüft am besten nach ca. 30 Minuten, wie die Pie-Crust aussieht. Sie ist der ausschlaggebende Faktor, wann der Pie fertig gebacken ist. Die Füllung kann beim Backen nicht verbrennen – sie wird ggf. nur noch etwas dickflüssiger.

Ok, die Anleitung ist doch länger geworden als ich dachte… Aber ich verspreche euch, dass es wirklich ganz einfach ist! Gerade die Sache mit dem Ausrollen und Falten hat man eigentlich schnell verinnerlicht und sie dauert nur ein paar Minuten.

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Und das Ergebnis ist auf jeden Fall alle Mühe wert!

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Ich hoffe, ich habe euch Lust gemacht aufs Pie-Backen!

Probiert das Ganze doch einfach mal aus und lasst mich wissen, wie der Pie geworden ist.
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Schnelles Bohnen-Chili im Kürbis

Sonntag, 7. Oktober 2012
Sobald es kälter und herbstlicher wird, bekomme ich Lust auf deftigere Gerichte und Suppen. So standen bei uns schon Sauerkraut und Kürbissuppe auf dem Tisch. Ein Chili ist da für mich das perfekte Essen, denn es ist schön herzhaft, sättigender als eine normale Suppe, aber man kann es trotzdem aus der Suppenschüssel essen (und sich die Hände an der Schüssel wärmen). Daher ist es nicht verwunderlich, dass ich total Lust auf Chili bekommen hatte, der ich zwingend nachkommen musste.

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Doch die Suppenschüssel kam dieses Mal nicht zum Einsatz, denn das Chili habe ich in einem sogenannten Mikrowellenkürbis serviert.

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Diese Kürbisse habe ich erst vor Kurzem bei meinem Bauern entdeckt. Sie sind relativ klein und haben die perfekte Größe für eine Person. Mikrowellenkürbis heißen sie – wie der Name schon sagt –, da man sie ganz einfach in der Mikrowelle zubereiten kann. Und das klappt wirklich! Einfach den “Deckel” abschneiden, aushöhlen und für ca. 5-7 Minuten bei höchster Stufe in die Mikrowelle stellen und schon ist er fertig. Dann kann man ihn entweder direkt auslöffeln oder füllen. Ich finde das wirklich super praktisch und es war total lecker, das Chili daraus zu essen und gleichzeitig den Kürbis auszulöffeln.

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Das Chili selber ist ganz schnell zubereitet und bekommt seinen leckeren Geschmack v.a. durch die angebratenen Champignons und die drei verschiedenen Sorten Bohnen. Natürlich gilt auch hier: Je länger das Chili kocht, umso besser schmeckt es. Wenn ihr also ein bisschen Vorlauf habt, dann macht das Chili schon im Voraus und lasst es lange köcheln. Aber es schmeckt auch schon super lecker, wenn es ganz frisch zubereitet ist.

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Schnelles Bohnen-Chili im Kürbis
Für ca. 4 Personen

Zutaten:
  • 1 El Kokosöl
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Paprika
  • 2 Karotten
  • 250 g Champignons
  • 1 Dose Mais (280 g)
  • 3 Becher Bohnen gemischt, gekocht oder aus der Dose
    Ich habe je 1 Becher schwarze Bohnen, Azuki-Bohnen und weiße Riesenbohnen verwendet.
  • 1/2 Tube Tomatenmark
  • 2 Dosen Tomaten
  • 250 ml Gemüsebrühe
  • 1 Prise Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Oregano
  • Kreuzkümmel
  • Tabasco oder Chili-Pulver

  • pro Person 1 Mikrowellenkürbis

Zubereitung:
  1. Das Öl in einer großen Pfanne mit Deckel heiß werden lassen.
  2. Knoblauch fein hacken in das heiße Öl geben. Einige Minuten anbraten.
  3. Karotten, Paprika und Pilze in Würfel schneiden.
  4. Mit ein paar Minuten Versatz nacheinander in den Topf geben und anbraten.
  5. Anschließend Mais und ggf. die Bohnen (wenn aus der Dose) abspülen und abtropfen lassen. Alles in den Topf geben und unter Rühren aufwärmen.
  6. Das Gemüse etwas an den Rand des Topfs schieben, sodass man eine freie Stelle am Boden in der Mitte des Topfs bekommt. Dort das Tomatenmark hineingeben und für ein paar Minuten anrösten. Dadurch bekommt das Tomatenmark einen intensiveren Geschmack.
  7. Die Tomaten aus der Dose und die Gemüsebrühe hinzugeben, alles miteinander verrühren, aufkochen lassen, Deckel drauf und ca. 10 Minuten (oder länger) köcheln lassen.
  8. Zum Schluss mit Zucker, Salz, Pfeffer, Oregano, Kreuzkümmel und Tabasco würzen.
  9. Bei den Kürbissen den Deckel abschneiden und aushöhlen. Die Kürbisse nacheinander in der Mikrowelle für ca. 5-7 Minuten bei höchster Stufe garen. Vorsicht bei Herausnehmen: Die Kürbisse sind außen sehr heiß!
    Wenn ihr mehr als 2 Kürbisse macht, dann könnt ihr die bereits gegarten Kürbisse im Backofen bei 100°C warmhalten.
  10. Zum Essen das Chili in die Kürbis-Schalen füllen.

Es macht wirklich so viel Spaß, das Chili aus dem Kürbis zu essen!

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Wenn ihr vom Chili jedoch einen Nachschlag haben möchtet, dann würde ich mit dem Auslöffeln des Kürbis etwas langsam machen, damit ihr die Schale nicht durchbrecht. Am Ende müsst ihr euch aber nicht mehr zurückhalten und könnten den Kürbis vollständig auskratzen.

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Natürlich kann man das Chili auch aus einer ganz normalen Suppenschüssel essen. Und dazu passt auch ein Stück leckeres Maisbrot.
Ich wünsche euch einen tollen kulinarischen Herbst!
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