Ich bin schon vor einiger Zeit auf Tone It Up gestoßen, habe aber erst letztes Jahr damit angefangen, mich mehr damit zu befassen. Die beiden Trainerinnen Karena und Katrina stellen Workouts, Trainingspläne, Rezepte, Motivationskicks, Challenges etc. auf ihrer Seite zur Verfügung. Ihre Workouts habe ich mit der Zeit sehr zu schätzen gelernt, da sie eine gute Ergänzung zu meinem intensiveren Krafttraining beim Body Pump sind. In den Übungen werden oft mehrere Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht, z.B. Bein- und Armmuskulatur, sodass das Training sehr effektiv ist. Außerdem mag ich das Beach-Babe-Image der beiden (Wer will schon kein Beach Babe sein?) und sehe auch die Videos zu ihren Workouts sehr gerne. Auch in Sachen Unternehmergeist sind sie für mich tolle Vorbilder!
Auch wenn es auf der Seite Rezepte gibt, so stellen sie ihren gesamter Ernährungsplan nicht kostenlos zur Verfügung. Er ist echt teuer, auch wenn man lebenslang kostenlos Updates bekommt. Ich war aber total neugierig, was wohl dahinter steckt, auch wenn ich wusste, dass es dem Clean Eating sehr ähnelt. Meine Neugierde wurde sogar noch größer, als ich gesehen habe, dass Katrina mit diesem Plan über 10 kg abgenommen hat und früher nicht die Traumfigur hatte, die sie jetzt hat. Das hat mich irgendwie noch mehr angesprochen, als die ganzen anderen Erfolgsgeschichten. Liegt vielleicht auch daran, dass man sie in den Videos ständig sieht.
Jetzt hat sie einfach eine super Figur! Schlank, muskulös, aber trotzdem noch sehr weiblich. Und sie ist damit mein absolutes Idol!
Ich muss zugeben, dass ich speziell an den Hüften, am Po und am unteren Rücken einige Fettpölsterchen habe, die ich schon seit eh und je mit mir rumschleppe. Und, ja, sie nerven mich tierisch und ich will sie loswerden!!! Mir ist bewusst, dass sich genau diese Problemzonen nicht direkt wegtrainieren lassen, sondern dass hier Bewegung und Ernährung Hand in Hand gehen. V.a. die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle. Und die habe ich in den letzten Monate ein bisschen schleifen lassen. Da gab es eben doch wieder größere Portionen, mehr unachtsames Naschen, mehr Süßes und in der Klinik wurde viel mit Fertigzeugs gekocht. Ich fühle mich gerade einfach unwohl, irgendwie leicht aufgedunsen und an den schlechten Tagen fühle ich mich fett. Ich weiß, dass ich das nicht bin, und ich weiß auch, dass sich in Sachen Gewicht nicht viel verändert hat (wurde in der Klinik mehrmals gewogen – ließ sich nicht vermeiden). Ich nehme das aber trotzdem zum Anlass, meiner Ernährung einen kleinen Frühjahrsputz zu verschaffen, wieder mehr Grünzeug und Rohkost zu essen sowie mit neuen Rezepten zu experimentieren. Speziell letzteres ist seit meiner Klinikentlassung noch nicht wieder richtig in die Gänge gekommen.
Den Ernährungsplan in der veganen Ausgabe habe ich schon seit letztem Sommer, aber es hat bis letzte Woche gedauert, dass ich mich ihm näher gewidmet habe. Jetzt habe ich ihn mir ausgedruckt (man bekommt ihn in elektronischer Form), in einen Ordner abgeheftet und schon ein paar Rezepte ausprobiert. Um in das “Ernährungstuning” (so viel muss ich ja nicht umstellen) einzusteigen, habe ich mich dazu entschieden, den 5 Day Slim Down aus der Beach Babe Edition des Plans zu machen, und habe am Montag damit angefangen (daher auch die vielen Tweets mit #5DSD). Der Slim Down ist die striktere Variante des Ernährungsplans, bei dem man für fünf Tage u.a. auf Kohlehydrate mit hohem Stärkegehalt verzichtet (Nudeln, Brot, Reis – außer Quinoa), Zucker weglässt (außer Obst) und jeden Tag zwei Workouts macht: Morgens auf leeren Magen (der sogenannte Booty Call) und nachmittags/abends. Laut Plan geht es hier eher um zwei kurze Workouts von je ca. 30 Minuten Dauer. Da ich aber gerade abends im Fitness oft Kurse mache, die 60 Minuten gehen, mache ich am Morgen danach weniger intensive Einheiten. Heute Morgen habe ich z.B. eine 30-minütige Yogaeinheit zur Rumpfkräftigung gemacht, nachdem ich gestern beim Cycling war und heute Abend zum Body Pump gehe. Gestern Morgen war dafür ein HIIT-Training drin. Ich bin ja generell nicht so der Morgensportler, aber für die kurzen bzw. weniger intensiven Einheiten kann ich mich gut motivieren. Außerdem habe ich gelernt zu akzeptieren, dass ich morgens einfach nicht so leistungsfähig bin wie abends, und meine Ansprüche entsprechend angepasst.
Bislang fühle ich mich wirklich gut! Der Plan für die fünf Tage, den ich mir ausgedruckt und an den Kühlschrank gehängt habe, hilft mir, mit den Änderungen konsequent zu sein und dient als Gedankenstütze. Beim Kochen gönne ich mir wie immer Narrenfreiheit und befolge die Rezepte aus dem Plan nicht zu 100% bzw. mache ich nicht nur diese Rezepte. Sie dienen eher als Inspiration und ich kombiniere es mit dem, was im Kühl-/Vorratsschrank ist. Ich habe vor, mich danach auch weiter an die Grundstruktur des Ernährungsplans zu halten, da ich einfach schauen möchte, was ich damit bewirken kann. Letzten Endes wird das dann glaube ich so was wie Clean Eating trifft Crazy Sexy Diet trifft Tone It Up-Ernährungsplan. Ich möchte mich möglichst bewusst, grün, naturbelassen, abwechslungsreich sowie zuckerarm ernähren und dabei Spaß in der Küche haben!
Ich bin total glücklich, dass ich mich zu einem solchen Projekt aufraffen konnte. Es zeigt, dass der innere Antrieb wieder zurückkehrt und ich Herausforderungen nicht scheue. Für mich ist das wirklich ein wichtiger Schritt in meiner Genesung und ich bin auf meine kleinen Erfolge sehr stolz.



