Ausbildung zur Fitnesstrainer-A-Lizenz

Dienstag, 28. Mai 2013
Wie ich euch in meinem letzten Post berichtet habe, geht es nach der Fitnesstrainer-B-Lizenz weiter in Sachen Trainerausbildung. Um die notwendige Wissensbasis zu schaffen, damit ich hauptberuflich als Fitnesstrainer Fuß fassen kann, mache ich bei der BSA mit der Fitnesstrainer-A-Lizenz weiter.

Die Entscheidung dazu habe ich sprichwörtlich über Nacht getroffen: Am vorletzten Tag der Präsenzphase für die Fitnesstrainer-B-Lizenz habe ich mir nochmal den Lehrgangskatalog der BSA angeschaut, denn während der Präsenzphasen bekommt man immer Rabatt auf die Lehrgänge. Es gab da schon vorher einiges, was mich über die Fitnesstrainer-B-Lizenz hinaus interessiert hatte, wie z.B. die Ernährungstrainer-B-Lizenz oder der Trainer für Sportrehabilitation. Doch war mir das gesamte Lehrgangspaket, welches die Fitnesstrainer-A-Lizenz ausmacht, zunächst zu umfangreich. Außerdem hatte ich die B-Lizenz, die auch Teil der A-Lizenz ist, ja bereits begonnen und ich wusste nicht, wie sich das dann vereinen lässt.
Nach einigen Gesprächen an diesem Tag wurde mir aber klar, dass ich es nicht auf der Fitnesstrainer-B-Lizenz beruhen lassen kann. Daher habe ich zusammen mit meinem Schatz, der mir in solchen Angelegenheiten immer ein toller Berater ist, an diesem Abend nochmal das Internet durchforstet, mir die A-Lizenzen von anderen Instituten angeschaut, gestaunt, wie groß die preisliche Spanne der einzelnen Angebote sein kann, und mich dann letzten Endes doch für die A-Lizenz bei der BSA entschieden.
Ich möchte ganz ehrlich mit euch sein: Der Preis ist wirklich happig – und das hat mich zunächst auch etwas abgeschreckt! Doch hatte ich bei den anderen Angeboten trotz günstigerer Preise oft nicht das Gefühl, dass die Ausbildung so umfassend sein würde wie das, was ich jetzt bekomme. Und ich denke, dass sich das langfristig auf jeden Fall auszahlen wird. Oft war mir bei den anderen Angeboten auch gar nicht transparent, was sich inhaltlich genau hinter der Ausbildung verbirgt oder wie umfangreich die einzelnen Themen behandelt werden. Das gestaltet sich bei der BSA eigentlich ganz einfach: Die Fitnesstrainer-A-Lizenz setzt sich aus Lehrgängen zusammen, die man auch alle einzeln buchen kann. Da gibt es also für die A-Lizenz keine eigenen Lehrgänge, wo dann z.B. was rausgekürzt wird. Wenn man diese ganzen Lehrgänge einzeln buchen würde, würde man um einiges mehr bezahlen als für das A-Lizenz-Paket (ich glaube, ca. 30 % mehr), sodass es für mich in Summe ein gutes Preis-Leistungsverhältnis ist – denn mit der Qualität des Unterrichtsmaterials, den Betreuungsangeboten etc. bin ich bislang sehr zufrieden.

Nun aber zum eigentlich Interessanten: den Lehrgängen.
Der Lehrgang "Fitnesstrainer/in-A-Lizenz" besteht aus dem Abschluss "Lehrer/in für Fitness" und dem Lehrgang "Leistungssport Body-Trainer/in". Die Qualifikation setzt sich somit aus den folgenden Einzellehrgängen zusammen:
  • Fitnesstrainer/in-B-Lizenz
    Umfassende Basisqualifikation im Fitnessbereich; Optimierung und Befähigung zur zielgerichteten Steuerung des Fitnesstrainings.
  • Ernährungstrainer/in-B-Lizenz
    Ziel des Lehrganges "Ernährungstrainer/in-B-Lizenz" ist es, die Teilnehmer zu befähigen, grundlegende Fragen einer gesundheitsbewussten Ernährung kompetent beantworten sowie fundierte Ernährungsempfehlungen zur Gewichtsregulation geben zu können.
  • Trainer/in für Cardiofitness
    Ziel des Lehrganges "Trainer/in für Cardiofitness" ist es, die Teilnehmer zu befähigen, zielgerichtete Ausdauertrainingsprogramme zur Verbesserung der Gesundheit und der körperlichen Fitness sowie zur Gewichtsreduktion kompetent planen, durchführen und betreuen zu können.
  • Trainer/in für gerätegestütztes Krafttraining
    Ziel des Lehrganges „Trainer/in für gerätegestütztes Krafttraining“ ist es, die Teilnehmer zu befähigen, für fortgeschrittene Kraftsportler und unterschiedliche Zielgruppen eine differenzierte Trainingssteuerung für ein Krafttraining mit freien Gewichten, Maschinen und Seilzugübungen durchzuführen sowie die Kunden fachgerecht in die Trainingsübungen einzuweisen und bei der Umsetzung der Trainingspläne zu betreuen.
  • Gesundheitstrainer/in
    Ziel des Lehrganges "Gesundheitstrainer/in" ist es, die Teilnehmer zu befähigen, für unterschiedliche Zielgruppen Angebote im präventiv orientierten Gesundheitssport eigenverantwortlich konzipieren, betreuen und bewerten zu können.
  • Trainer/in für Sportrehabiliation
    Ziel des Lehrganges "Trainer/in für Sportrehabilitation" ist es, die Teilnehmer zu befähigen, indikationsspezifische Trainingsprogramme für das muskuläre Aufbautraining bei verschiedenen orthopädischen Beschwerdebildern im Anschluss an die medizinische Heilbehandlung planen, durchführen und betreuen zu können.
  • Leistungssport Body-Trainer/in
    Ziel dieses Lehrganges ist es, dem Kursteilnehmer grundlegende und spezielle Kenntnisse zur Betreuung von Leistungstrainierenden im Fitnesscenter oder für die Optimierung des eigenen Krafttrainings hinsichtlich größtmöglicher Muskelhypertrophie bei Minimierung des Körperfettanteiles im Rahmen der genetischen Möglichkeiten zu vermitteln.
(Quelle: BSA)



Ihr seht also, dass ich in den nächsten Monaten einiges vor mir habe. Die Fitnesstrainer-B-Lizenz habe ich ja schon in der Tasche. Am kommenden Wochenende geht es mit der Präsenzphase für den Trainer für gerätegestütztes Krafttraining weiter und im Juni folgt der Gesundheitstrainer. Dann mache ich erst mal ein bisschen Pause bis November und dann folgen der Trainer für Cardiofitness und für Sportreha. Den Ernährungstrainer und den Leistungsport Body Trainer sowie die Prüfung für den Lehrer für Fitness mache ich nächstes Jahr. So sieht mein aktueller Plan aus.
Anstelle der Fitnesstrainer-B-Lizenz, die in dem Paket ja enthalten ist, konnte ich mir einen anderen, vom Umfang her vergleichbaren Lehrgang aussuchen. Ich habe mir dafür die Mentaltrainer-B-Lizenz rausgesucht, die meiner Meinung gut zu dem passt, was ich so langfristig vor habe. Aber jetzt freue ich mich erst mal auf meine ganzen Fitness-Lehrgänge.

Falls ihr noch Fragen zu den Lehrgängen oder zur BSA habt, dann könnt ihr euch gerne bei mir melden!
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Vieles in Bewegung

Dienstag, 21. Mai 2013
“Also ging ich diese Straße lang
und die Straße führte zu mir.”
Dieser Weg, Xavier Naidoo

Die letzten Wochen und Monate war es hier auf dem Blog verhältnismäßig ruhig – zumindest verglichen mit vor einem Jahr. Dafür gibt es ganz unterschiedliche Gründe: Zum Einen hatte ich damals einfach wahnsinnig häufig veröffentlicht, was ich so auf Dauer nicht mehr halten konnte. Zum Anderen waren da auch die lange Krankheitsphase und der Klinikaufenthalt, währenddessen der Blog in den Hintergrund gerückt ist. Doch bin ich nun schon seit fast vier Monaten aus der Klinik entlassen und habe trotzdem noch nicht wieder so richtig ins Schreiben für den Blog zurückgefunden.

Das soll aber nicht heißen, dass bei mir nichts los war. Ganz im Gegenteil: Bei mir ist vieles in Bewegung. Doch anstatt immer alles gleich auf dem Blog zu dokumentieren, habe ich den Dingen einfach mal ihren Lauf gelassen. Das soll sich aber heute ändern, denn ich finde es für mich persönlich total spannend, dass ich meinen Veränderungsprozess hier festhalten kann.

Beginnen möchte ich mit einem Thema, dass glaube ich nicht nur für mich sehr wichtig und interessant ist: Meine berufliche Neuorientierung.
In diesem Bereich hat sich so viel getan, dass ich erst mal selber meine Gedanken sortieren muss. Für mich ein Zeichen, wie einfach sich Dinge wie von selbst ergeben, wenn man ihnen nur den notwendigen Raum gibt. Bevor ich in die Details zum Wie, Was und Warum gehe, hier die grobe Zusammenfassung:
Ich habe mich dazu entschieden, in den nächsten Jahren als Fitnesstrainerin in der Fitnessbranche hauptberuflich Fuß zu fassen.
Das ist doch mal ‘ne Aussage, oder? Und auch noch so schön konkret. Aber wie kam ich zu dieser Erleuchtung? Genau das ist das Tolle an der Sache: Sie war auf einmal da. Genauer gesagt ist mir das während der Präsenzphase der Fitnesstrainer-B-Lizenz bewusst geworden. Ich hatte dort so wahnsinnig viel Spaß und in den Gesprächen mit den Seminarkollegen habe ich auch tolles Feedback bekommen. Gleichzeitig wurde mir aber auch bewusst, dass es mit der Fitnesstrainer-B-Lizenz dann nicht getan ist. Sie ist eben “nur” die Basisausbildung im Fitnessbereich und reicht nicht aus, um Fitnesskunden umfassend zu betreuen – zumindest nicht in der Form, wie ich das gerne machen möchte, bzw. nicht in den Fitnessstudios, in denn ich gerne arbeiten möchte. Da muss man heutzutage einfach mehr wissen, z.B. bezüglich diverser Krankheitsbilder (Bandscheibenvorfall oder Knieverletzungen, aber auch Bluthochdruck oder Diabetes) oder wie man nach einer Reha das Fitnesstraining weiterführen kann. Daher habe ich mich dazu entschieden, mit der Fitnesstrainer-A-Lizenz bei der BSA weiterzumachen. Das ist eine umfassende Ausbildung, in der ich zusätzlich zur B-Lizenz eine Vielzahl an Lehrgängen absolvieren werde (der nächste ist in knapp zwei Wochen), sodass ich das notwendige Hintergrundwissen erhalten, um hauptberuflich als Fitnesstrainer arbeiten zu können.
Als diese Entscheidungen getroffen waren, habe ich mich auch gleich daran gemacht, mich als Fitnesstrainerin zu bewerben. Ich habe mich dazu einfach direkt auf den Webseiten von Fitnessstudios im Raum Stuttgart umgeschaut, um einen besseren Eindruck vom Leistungsanspruch der Studios zu bekommen. Auch wenn McFit & Co. ihre Berechtigung haben, so war mir klar, dass ich nur in einem Fitnessstudio arbeiten möchte, dass eine umfassende Kundenbetreuung durch Trainer anbietet. Ich hatte mir aber ehrlich gesagt keine allzu großen Chancen ausgerechnet, da ich zu dem Zeitpunkt ja noch nicht einmal die B-Lizenz hatte. Doch hat es das Universum wohl gut mit mir gemeint, da ich zu Vorstellungsgesprächen eingeladen wurde und einige Male zum Probearbeiten kommen durfte. Das Ergebnis? Ich arbeite jetzt auf Minijob-Basis in einem kleinen, aber wirklich tollen Fitnessstudio (das lässt sich gut damit vereinbaren, dass ich noch arbeitslos gemeldet bin). Und das beste an der Sache: Ab September ist dort eine Vollzeit-Trainerstelle neu zu besetzen, für die ich mich jetzt sozusagen bewähre. Mehr zu meinem Trainerjob werde ich in einem separaten Post berichten.
Darüberhinaus halte ich mir noch ein paar weitere Optionen offen, um als Kursleiter aktiv zu werden. Neben der Ausbildung als Fitnesstrainer für das Individualtraining (also die direkte Betreuung von Fitnesskunden), habe ich mich auch dazu entschieden, mich im Gruppenfitnessbereich weiterzuentwickeln. Ich gehe selber wahnsinnig gerne in Kurse und nach den Erfahrungen, die ich mit Fitnesseinheiten bei Sportvereinen gemacht habe, habe ich festgestellt, dass ich wahnsinnig gerne vor einer Gruppe stehe und sie zum Trainieren und Schwitzen motiviere. Den ersten Schritt in diese Richtung habe ich mit der Team ICG® Basic Level Indoor-Cycling-Trainerausbildung gemacht. Anfang Juli werde ich die Ausbildung für die LesMills-Bodypump-Instruktorlizenz machen. Somit habe ich die Basis für zwei sehr gefragte Kursformate, auch wenn ich dort aktuell nichts festes in Aussicht habe. Aber in dem Studio, in dem ich selber trainiere, bin ich schon als Vertretung für die Sommerzeit vorgemerkt – und wer weiß, was sich daraus noch ergibt.

Letzte Woche stand dann ein wichtiger Meilenstein für mich an: Die Prüfung für die Fitnesstrainer-B-Lizenz.
Ich habe mich wirklich intensiv auf die Prüfung vorbereitet, da es zum Einen eine ganze Menge Stoff war und da ich zum Anderen überhaupt nicht abschätzen konnte, wie umfangreich die Prüfung wird. Und gerade bei einer der wichtigsten Grundlagen überhaupt – der Anatomie – gibt es neben dem Verstehen einfach sehr viel zum Auswendiglernen (die verschiedenen Muskeln mit Ursprung und Ansatz, die Gelenke und welcher Muskel in welchem Gelenk welche Bewegung ausführt). Unabhängig von der Prüfung kommt mir das Lernen natürlich ganz grundsätzlich zu gute, da ich das Gelernte ja für die Arbeit brauche (endlich habe ich mal das Gefühl, dass es da einen direkten Zusammenhang gibt).
Die Prüfung war für den gesamten Tag angesetzt und aufgeteilt in einen schriftlichen Teil (vormittags) und einen mündlichen (nachmittags), wobei man am mündlichen Teil nur teilnehmen durfte, wenn der schriftliche bestanden wurde. Für die schriftliche Prüfung hatten wir 90 Minuten Zeit, sodass ich mit einer recht umfangreichen Prüfung gerechnet habe. Als ich nach etwas mehr als 45 Minuten damit fertig war, dachte ich schon, ich habe was übersehen. Doch ich war nicht die einzige, die so schnell abgegeben hatte, und die meisten waren erstaunt, wie einfach die Prüfung war! Danach war erst mal Warten angesagt, denn die schriftlichen Prüfungen wurden direkt korrigiert. Mein genaues Ergebnis weiß ich zwar nicht, doch ich habe als Beste der Gruppe bestanden, sodass es nach der Mittagspause für mich im Mündlichen weiterging. Die mündlichen Prüfung wurde zusammen mit einem anderen Prüfling absolviert, sodass man immer zu zweit war. Zur Auswahl standen mehrere gängige Krafttrainingsübungen, aus denen man blind eine gezogen hat. Die Prüfungsleistung bestand darin, eine Übungseinweisung zu machen (wobei der Prüfungspartner als “Kunde” zum Einsatz kam) und anschließend ein paar Fragen zur Übung und den beteiligten Muskeln zu beantworten. Jeder musste so ca. 10 Minuten herhalten und dann war’s auch schon vorbei. Da ich auch diesen Teil bestanden habe, durfte ich mit der Fitnesstrainer-B-Lizenz-Urkunde nach Hause gehen!

Da aller guten Dinge drei sind, habe ich noch ein letztes Thema, worüber ich heute berichten möchte. Und dabei handelt es sich um die Erfüllung eines Kindheitstraums: Ich habe mit dem Klavierspielen begonnen!
Ich weiß, für manche scheint der Zeitpunkt, um mit einer solchen Sache zu beginnen, eher ungewöhnlich zwecks Arbeitslosigkeit, selbst finanzierten Ausbildungen und so. Aber ich wollte den Wunsch, endlich ein Instrument zu lernen (mal abgesehen von Blockflöte) nicht länger hinauszögern – das Klavier stand dabei ganz oben auf meiner Liste. Die Klinikzeit, in der ich auch Musiktherapie hatte, hat mir noch deutlicher gezeigt, wie wichtig Musik in meinem Leben ist und dass in mir das tiefe Verlagen schlummert, selbst zu musizieren. Nach ausführlicher Beratung habe ich mich dann dazu entschieden, ein Digitalpiano zu kaufen (das Clavinova CLP-470 von Yamaha), welches neben Klang, Größe und Preis unter anderem den Vorteil hat, dass man im Unterschied zu einem akustischen Klavier mit Kopfhörern spielen kann. Und nun steht das gut Stück in unserem Wohnzimmer, wo es auch dekorativ was hermacht.

 

Ich übe ca. jeden zweiten Tag und habe seit einigen Wochen auch Klavierunterricht. Vom richtigen Spielen, so wie ich mir das vorstelle, bin ich zwar noch ein gutes Stück entfernt, aber laut meinem Klavierlehrer mache ich schnelle Fortschritte – v.a. wenn man bedenkt, dass ich davor noch kein Instrument gespielt, sondern nur im Chor gesungen habe (dadurch habe ich zumindest keine Schwierigkeiten beim Notenlesen und bin mit den gängigen Begrifflichkeiten vertraut). Hoffentlich kann ich zur Weihnachtszeit dann mit Weihnachtsliedern loslegen!

Wie ihr seht, ist mir nicht langweilig geworden und ich habe einiges vorangetrieben. Ich glaube, ich bin endlich auf meiner Straße angelangt, habe meine eigene Richtung gefunden. Dass ich aber trotzdem noch einiges an innerer Arbeit zu leisten habe, steht natürlich außer Frage. Doch das ist ein Thema, für einen anderen Post.
Ich hoffe, dass ich wieder mehr Regelmäßigkeit in meine Posts bekomme. Nicht nur, damit ihr etwas zum Lesen habt, sondern weil mir das Schreiben einfach Spaß macht und gut tut. Aktuell bin ich aber noch nicht wieder bereit, mir für den Blog einen festeren Rahmen vorzugeben. Dafür ist einfach noch zu viel in Bewegung.
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Gemüse-Madras-Curry

Freitag, 10. Mai 2013
Als ich die Kommentare zu meinem Jubiläumsgewinnspiel gelesen habe, ist mir das erste Mal so richtig bewusst geworden, wie sehr euch meine Rezepte gefallen. Ich hatte euch ja nach euren Lieblingsposts von meinem Blog gefragt und die überwiegende Mehrheit hat sich für Rezepte entschieden. Wenn das mal keine repräsentative Aussage ist!
Daher ist mein schlechtes Gewissen umso größer, denn mit Rezepten sah es in den letzten Monate eher mau aus im Vergleich zu früher. Der ganze Vorlaufprozess für einen Rezept-Post mit Rezeptkreation, Kochen/Backen, Fotografieren und Bildbearbeitung war mir einfach viel zu aufwändig – wobei ich das in meinem Kopf wahrscheinlich komplizierter mache als es sein müsste. Doch haben sich meine Anforderungen, speziell in Sachen Fotos, nicht verändert – im Gegenteil! Ich würde gerne mehr Zeit in die Fotografie stecken und mich weiterentwickeln. Doch stehen gerade einfach andere Sachen an (z.B. die Prüfung für die Fitnesstrainer-B-Lizenz am 16.05.!) und ich habe dafür nicht die Muse. Irgendwann werde ich mich dem wieder verstärkt widmen können – alles zu seiner Zeit.

Das heißt aber nicht, dass in meiner Küche gar nichts neues entstehen würde. Ein paar Sachen habe ich noch in der Hinterhand – so wie das heutige Rezept.

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Oft entstehen neue Rezepte ganz spontan: Ich habe Lust auf etwas, recherchiere manchmal noch kurz dazu um Internet, um die Idee zu konkretisieren, fange an zu kochen oder zu backen, stelle fest, dass das was richtig gutes werden könnte, zücke Stift und Notizblock, veranstalte ein großes Chaos in der Küche und bereue meistens, dass ich mal wieder keine Schürze angezogen habe. Seid froh, dass ihr dabei nicht in meiner Nähe seid, sonst wärt ihr wohl auch total eingesaut.

Das heutige Rezept ist meine Version eines Madras Currys. Da Currys ja immer etwas ganz individuelles sind, habe ich mich einfach von dem inspirieren lassen, was ich aus indischen Restaurants dazu in Erinnerung hatte: Ein scharfes Curry mit tomatiger Soße und einer leckeren Gewürznote. Daraus ist dann meine eigene Madras-Interpretation entstanden, von der ich nicht behaupten möchte, dass sie authentisch ist.

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Gemüse-Madras-Curry
Für 2-3 Personen

Zutaten:
  • 1 El Kokosöl
  • 1 Tl Kreuzkümmel, ganz (optional auch gemahlen)
  • 2 Karotten
  • 2 Zucchini
  • 2 Paprika
  • 250 g Champignons
  • 2 Becher Kichererbsen, gekocht oder aus der Dose
  • Salz
  • Currypulver
  • Kurkuma
  • gemahlener Koriander
  • Nelkenpulver
  • Cayennepfeffer
  • Sambal Oelek
  • 1 Dose Tomaten
  • 1 Becher Kokosmilch
  • 1 Becher Gemüsebrühe

Hinweis: 1 Becher = 225 ml

Zubereitung:
  1. Kokosöl in einer großen Pfanne oder Wokpfanne heiß werden lassen.
  2. Wenn ihr ganzen Kreuzkümmel verwendet, gebt ihr ihn jetzt in das heiße Öl und röstet die Samen an.
    Wenn ihr gemahlenen Kreuzkümmel verwendet, gebt ihr ihn später zusammen mit den anderen Gewürzen zum Gemüse.
  3. Champignons, Karotten, Paprika und Zucchini klein schneiden (Würfel, Stifte, Streifen – wie euch beliebt) und in dieser Reihenfolge nacheinander mit ein paar Minuten Versatz in die Pfanne geben und andünsten.
  4. Anschließend kommen die Kichererbsen dazu.
  5. Nun gebt ihr die Gewürze (Menge nach Belieben – ich mache das immer nach Augenmaß) zum Gemüse und gießt die Dosentomaten, Kokosmilch sowie die Gemüsebrühe an.
  6. Alles Aufkochen lassen und köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist.
  7. Zum Schluss nochmals abschmecken und ggf. nachwürzen.

Dazu passt:
  1. Als Beilage könnt ihr z.B. Reis, Quinoa, Hirse, Couscous oder Reis machen.
  2. Zusätzlich kann man z.B. noch gebackenen Tofu oder Tempeh zubereiten.
  3. Das Gemüse könnt ihr natürlich nach Belieben austauschen: Brokkoli, Aubergine, Erbsen, Bohnenkeimlinge etc. Damit am Ende aber alles noch schön bissfest ist, solltet ihr die unterschiedlichen Garzeiten beachten.

Also, ich finde, dass meine Interpretation sehr gut gelungen ist. Uns hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt.

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Sagt mir doch, wie euch dieses Curry geschmeckt hat!
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