Ready to teach – mein BODYPUMP-Ausbildungswochenende

Montag, 15. Juli 2013
Vorletztes Wochenende war es endlich soweit: Mein BODYPUMP-Ausbildungswochenende stand auf dem Programm!
Auf diese Ausbildung habe ich mich im Rahmen meiner beruflichen Neuorientierung am meisten gefreut, denn ich hatte wirklich lange (viel zu lange!) mit dem Gedanken gespielt, BODYPUMP-Instructor zu werden. Das geistert bestimmt schon seit über zwei Jahren in meinem Kopf rum. Aber erst jetzt ist aus der Idee endlich Realität geworden!
BODYPUMP ist mein liebstes Kursformat im Fitnessstudio (hier habe ich schon mal darüber geschrieben). Ich bin auch nach Jahren als Teilnehmer immer noch begeistert davon, wie viel Spaß es macht, in der Gruppe mit toller Musik Krafttraining zu machen. Und jetzt nach der Ausbildung bin ich natürlich noch mehr im BODYPUMP-Fieber!

Die Ausbildung dauert drei Tage, die vollgepackt waren mit Theorie und Praxis.
In der Theorie haben wir uns die fünf Schlüsselelemente für eine erfolgreiche BODYPUMP-Stunde angeschaut: Choreography, Technique, Coaching, Connecting und Fitness Magic, wobei für mich v.a. Coaching und Connecting interessant waren. Denn ein in meinen Augen herausragender Kurs-Instruktor sollte es schaffen, seine Teilnehmer mit Spaß durch die Stunde zu führen und eine Verbindung zu ihnen aufzubauen. Dann entsteht diese tolle Atmosphäre, welche die Teilnehmer motiviert und sie wiederkommen lässt.
In der Praxis stand natürlich das aktuelle BODYPUMP-Release auf dem Programm. Wir hatten dabei wirklich Glück mit dem Termin unserer Ausbildung, da das neue Release Anfang Juli gestartet ist und wir die nächsten 3 Monate nichts neues lernen müssen. So kann man sich viel besser darauf konzentrieren, mehr Sicherheit als Instructor zu bekommen. Zum Start in die Ausbildung haben wir das neue Release das letzte Mal als Teilnehmer gemacht, angeleitet von unserer tollen Ausbilderin Edina Schaal. An den nächsten beiden Tagen sind dann wir abwechselnd in die Rolle des Instructors geschlüpft: Dazu hat jeder pro Tag einen Track bekommen, den er/sie für den nächsten Tag vorbereiten und ihn dann als Instructor leiten sollte. Am Samstag habe ich den Schulter- und am Sonntag den Lunges-/Bein-Track vorgestellt. Die Vorstellung war daher eine bunt gemischte Pump-Stunde, bei der jeder mal den Platz vorne einnehmen musste. Wir wurden dabei auch gefilmt und haben im Anschluss in der Gruppe besprochen, was gut war und wo es Verbesserungspotenzial gibt. Das ganze Prozedere haben wir am Samstag und Sonntag sowohl zu Beginn des Tages als auch zum Abschluss gemacht, sodass wir in Summe an diesem Wochenende fünf Pump-Stunden gemacht haben.

 
 

Das war aber noch nicht alles: Am Samstag haben wir zusätzlich die BODYPUMP-Challenge gemacht, die aus einem 20-minütigen Aufwärmlauf und dem folgenden Programm bestand:


Diese Challenge kann man als Instructor regelmäßig machen, um sein Fitness-Level zu steigern. Denn man hat natürlich auch eine Vorbildfunktion, wenn man vor seinen Teilnehmern steht, und sollte Kraft und Ausdauer repräsentieren. Ich könnte mir für mich gut vorstellen, dass ich das als Fitnesstest nutzen werde und alle 2-3 Monate schaue, mit welchem Gewicht und in welcher Zeit ich das Programm schaffe. Darüberhinaus habe ich ja in meinem regulären Training bereits Krafttraining integriert.

Am Ende des zweiten Ausbildungstages mit zwei Pump-Stunden, Techniktraining und der Challenge war ich körperlich so am Ende, dass ich Angst hatte, dass ich den letzten Tag nicht überstehe. Doch nach einem heißen Bad am Abend und einer sehr erholsamen Nacht ging es mir am Sonntag erstaunlich gut! Soll heißen, ich war einigermaßen in der Lage, zumindest schmerzfrei Treppen zu laufen und hatte v.a. in den Armen und Schultern ganz schön Muskelkater. Entsprechend habe ich an diesem Tag nur noch ganz wenig Gewicht verwendet, damit die Technik nicht noch mehr zu leiden hatte. Aber das ließ sich bei keinem von uns vermeiden. Normaler Weise würde ich mit solch müden Muskeln komplett auf Sport verzichten, doch ging es hier einfach nur ums Durchhalten am letzten Tag. Die beiden Tage danach habe ich mir dann eine komplette Pause gegönnt und mich erstaunlich schnell regeneriert.

Die Belohnung für die Strapazen der drei Tage war es, dass ich die Ausbildung mit der Empfehlung “ready to teach” beendet habe.

ReadyToTeach

Das bedeutet, dass ich die Empfehlung bekommen habe, direkt nach der Ausbildung alleine unterrichten zu dürfen. Außerdem gibt mir dieser Status auch den Zeitrahmen vor, in dem ich mein Assessment-Video (eine komplett am Stück aufgenommene Stunde) für die abschließende Lizenzierung einsenden kann. Dafür habe ich jetzt drei Monate Zeit. Mit der Empfehlung “ready to team-teach” sollte mach vorerst mit einem anderen Instructor gemeinsam Stunden halten, wobei das eben nur eine Empfehlung ist. Für das Einsenden des Assessment-Videos hat man hingegen sechs Monate Zeit.
Ich sammle meine ersten Instructor-Erfahrungen in den nächsten 2-3 Wochen, indem ich mit einer Bekannten, die in meinem Studio (in dem ich trainiere) Pump-Instructor ist, gemeinsam Stunden gebe. Die erste machen wir schon morgen Abend! Ich habe leider noch keine feste eigene Stunde und bin in diesem Studio als Vertretungstrainerin. In dieser Funktion gebe ich aber Anfang August meine erste eigene Stunde, worauf ich mich schon sehr freue. Und dann schaue ich mal, wo ich als BODYPUMP-Instructor unterkomme. Ich denke, dass sich da in naher Zukunft bestimmt etwas ergibt.
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Alles bleibt anders

Mittwoch, 3. Juli 2013
Es gibt Momente im Leben, da wird man einmal richtig durchgeschüttelt. Alles stellt sich auf den Kopf und gefühlt bleibt kein Stein auf dem anderen. Wenn das Beben nachlässt, versucht man vorsichtig aufzustehen, wieder sicheren Boden unter die Füße zu bekommen. Doch das heißt nicht, dass man nicht noch eine Weile taumelt und orientierungslos ist.

Vor über fünf Monaten wurde ich aus der Klinik entlassen. Das große Beben in meinem Leben war vorerst vorüber und ich habe neuen Halt gefunden. Dennoch sehne ich mich immer noch nach der Rückkehr zur Normalität, die sich einfach nicht einstellen mag. Große Ereignisse ziehen auch große Veränderungen mit sich und man kann sich leider nicht aussuchen, was sich alles verändert. Das kann Beziehungen zu Mitmenschen betreffen, genauso wie Dinge, die einem wichtig sind.
Ich habe in den letzten Wochen gemerkt, dass es einige Dinge gibt, bei denen ich mich gegen die Veränderung stelle. Und ihr habt das vielleicht auch gemerkt. Es geht um mein kleines Reich mit dem Namen “Balance-Akt”. Dieser Blog, der mir vor einem Jahr noch so unendlich wichtig war, der mir Halt und einen Lebenssinn gegeben hat, führt seit einiger Zeit ein Schattendasein. Vor und während der Klinik war das für mich vollkommen ok. Doch bin ich immer davon ausgegangen, dass ich nach der Klinik wieder mit dem alten Elan – wenn auch mit nicht ganz so vielen Posts – zurückkehren werde.

Aber irgendetwas ist anders. Ich kann mir noch so oft vornehmen, zumindest zwei Posts pro Woche zu schreiben, es klappt einfach nicht auf Dauer. Ein Teil von mir ist dann auch ein Stück weit enttäuscht, weil ich mir das anders vorgestellt hatte. Es liegt ja nicht mal daran, dass es mir an Themen mangeln würde, da gerade viel in meinem Leben passiert. Doch anstatt das alles immer gleich nach außen zu tragen und über alles zu berichten, möchte ich vieles einfach für mich behalten und habe nicht mehr dieses große Mitteilungsbedürfnis. Ich weiß zur Zeit oft einfach nicht, wie ich die Dinge in Worte fassen soll – daher lasse ich es meistens ganz.
Mir einzugestehen, dass sich auch der Blog und sein Stellenwert für mich verändern, war nicht einfach. Ich fühle mich verantwortlich gegenüber meinen Lesern und gegenüber meinen Erwartungen. Aber ich kann auch nicht mehr so tun, als ob es nur um ein Zurückkehren zu bekannten Ufern geht. “Business as usual” gibt es für mich gerade nicht. Und so, wie ich mich selbst gerade wieder neu finden muss, wird sich auch der Blog wandeln. Ich weiß noch nicht, wohin das führt, und ich kann mir gerade noch überhaupt keinen neuen Rahmen dafür setzen. Ich weiß nur, dass ich diese Seite nicht aufgeben möchte.

Ich hoffe, dass ihr mich in Zukunft weiter begleitet, auch wenn es nicht mehr ganz so viel von mir zu lesen gibt.
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