“5 lbs in 5 Days”-Saftkur, Runde 2

Freitag, 30. August 2013
Heute melde ich mich ganz spontan mit einem Fazit zu meiner dieswöchigen “5 lbs in 5 Days”-Saftkur. Ich dachte eigentlich, dass es dazu gar nicht so viel zu berichten gäbe, aber die Realität hat mich mal wieder eines besseren belehrt. Kurz gesagt: Es lief nicht ganz so optimal wie beim ersten Mal, als ich diese Kur gemacht habe. Und da ich euch nicht immer nur von den positiven Erlebnissen bei solchen Dingen erzählen möchte, möchte ich euch meine Erfahrungen der letzten Tage nicht vorenthalten.

Ich war ja nach dem Big Juice Spring Clean nicht nur von den Resultaten total begeistert und zufrieden, sondern auch von dem Programm an sich. Daher war für mich klar, dass ich es auf jeden Fall wiederholen möchte. Die Lust dazu bekam ich schon vor einigen Wochen, doch hatte es da für mich einfach nicht reingepasst. Man muss ja auch mental dafür bereit sein. Letzte Woche, die wir nach unserem Dänemark-Urlaub zuhause verbracht haben, habe ich mich dann dazu entschlossen, dass es diese Woche soweit sein soll.
Ich war v.a. gespannt, wie ich mich während der Saftkur fühle, wenn ich nicht gerade eine dicke Erkältung habe, denn während des Big Juice Spring Clean war ich ja krank und alles andere als aktiv. Das war dieses Mal anders: Ich konnte mein ganz normales Sportprogramm durchziehen, da ich nicht krank wurde. Eine weitere Veränderung zum letzten Mal war, dass ich auch dadurch aktiver war, weil ich gearbeitet habe: Es standen einige Schichten als Trainer im Studio und BODYPUMP-Kurse an. Ich war also viel auf den Beinen.

Bevor ihr jetzt denkt, dass die letzten Tage ganz katastrophal waren und ich das Programm jetzt furchtbar finde – das ist NICHT der Fall! Ich habe aber gemerkt, dass ich wohl für mich einige Anpassungen machen muss, wenn ich das Programm nochmal mache. Doch was war genau passiert?
Am Montag war alles noch ganz easy. Ich bin voller Vorfreude in die Saftkur gestartet und habe mich an diesem Tag auch wirklich super gefühlt. Ich hatte auch dieses Mal während der ganzen Zeit keine wirklichen Detox-Nebenwirkungen (z.B. Kopfschmerzen, Müdigkeit, schlecht Laune). Nach der Krafttrainingseinheit am Vormittag stand abends noch eine Trainerschicht an, vor der ich ein bisschen Bammel hatte. Ich hatte befürchtet, dass ich ein Energieloch haben werde, welches mich aber an diesem Tag noch nicht heimgesucht hatte. Damit ging es erst am Dienstagabend los, als ich von meiner BODYPUMP-Stunde nach Hause kam. Ich hatte richtig Hunger und habe neben der letzten Saftration auf die “Notfall”-Banane zurückgegriffen plus einen Becher Brühe getrunken. So richtig gesättigt war ich zwar nicht, aber als ich am nächsten Morgen ohne großen Heißhunger aufwachte, hatte ich den “Zwischenfall” für ein einmaliges Ereignis abgestempelt.
Leider war das dann nicht der Fall, denn am Mittwochabend während meiner Trainerschicht habe ich wieder unstillbaren Hunger bekommen – und das, obwohl ich zwei Saftrationen dabei und ich an diesem Tag keinen Sport gemacht hatte. Die Säfte haben einfach nicht ausgereicht, um meinen Hunger zu stillen. Die “Notfall”-Banane hatte ich natürlich nicht dabei. Das Hungergefühl war aber komischer Weise weder mit Unzufriedenheit oder schlechter Laune verbunden. Es hat sich vielmehr so angefühlt, als ob mir sprichwörtlich der Saft ausging, ich also nicht genügend Energie mehr hatte. Als es mir am nächsten Morgen aber wieder super ging – kein Heißhunger oder ähnliches –, wollte ich probieren, ob ich mit einer zusätzlichen Saftration besser durch den Tag komme.
Ich war guter Dinge, denn bis zum späten Nachmittag, als ich noch zwei Saftrationen vor mir hatte, ging es mir wieder super. Doch dann begann dieses hohle Hungergefühl sich wieder in meinem Magen auszubreiten. Ich habe sofort reagiert und den nächsten Saft getrunken. Geholfen hat das aber nicht viel. Ich habe mich dann mit etwas Sport ablenken wollen, aber das hat mich dann wohl ganz ins “Verderben” gestürzt. Danach war ich so ausgehungert, dass sich der Hunger zu einer richtigen Gier entwickelt hat. Ich hatte extreme Essensgelüste und habe mich gefühlt wie ein Junkie auf Entzug! Kein Saft, keine Banane, keine Brühe konnten da noch helfen. Die Hoffnung, dass ich einfach ins Bett gehe und ich mich am nächsten Tag wieder gut fühle, wurde dadurch zerschlagen, dass ich vor lauter Essensfantasien und hohlem Gefühl im Bauch nicht einschlafen konnte.  Und das war der Moment, wo ich mich zum Abbruch entschlossen habe und aufgestanden bin, um zumindest ein Knäckebrot mit Paprikaaufstrich zu essen. Das war das einzige, bei dem ich zumindest ansatzweise das Gefühl hatte, dass es mir keine Magenschmerzen machen würde, denn nach einer solchen Kur sollte man mit dem Essen eher langsam wiedereinsteigen.

Auch wenn nur noch ein Tag im Programm zu absolvieren gewesen wäre, habe ich heute wieder behutsam mit dem Essen begonnen. Es gab zwar morgens zunächst noch einen großen Saft, doch zum Mittagessen habe ich mir Haferbrei gekocht und ich fühle mich seitdem besser. Diese Gier, mit der ich gestern Abend im Bett lag, war einfach inakzeptabel und hat mich an Diätphasen von früher erinnert, die von Verzicht, Verboten und daher eben auch von extremen Gelüsten geprägt waren. Ich fand das richtig furchtbar!
Die Gelüste haben heute zwar aufgehört, aber das hohle Gefühle im Magen ist noch nicht ganz weg. Ich glaube, dass mir Säfte dieses Mal einfach nicht genügend Energie geliefert haben. Ich habe mit der Saftkur ja nicht das Ziel verfolgt abzunehmen. Ich mache das, weil ich weiß, dass es mein Wohlbefinden steigern kann und eine solche Pause meinem Körper gut tut. Es wird daher ein nächsten Mal geben, doch werde ich dabei etwas vorsichtiger sein, was z.B. Sport anbelangt, denn mein Arbeitsalltag ist ja schon um einiges aktiver als früher, und ich werde mir vorsorglich mehr Saft machen, als im Programm vorgesehen ist.

Ich bin dennoch etwas verunsichert. Daher interessiert mich natürlich, ob von euch auch schon mal jemand eine solche Erfahrung gemacht hat und ob ihr Tipps für mich habt, wie man damit umgeht. Sollte man während einer mehrtätigen Saftkur zwar aktiv, aber nicht zu aktiv sein? Oder sollte man z.B. eher auf Krafttraining verzichten und sich auf Ausdauersport konzentrieren?
Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen!
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Zurück im Laufschritt

Mittwoch, 28. August 2013
Es ist eine Ewigkeit her, dass ich einen Post übers Laufen geschrieben habe. Und das hat keinen geringeren Grund, als dass ich eine gefühlte Ewigkeit nicht richtig laufen war. Doch ich habe eine gute Nachricht: Das Laufen hat mich wieder! Wenn auch langsamer und mit kürzeren Strecken als zuvor, aber das ist mir im Moment total egal.

Die Laufpause dauerte mehr oder weniger seit meiner Verletzungsserie durch das Übertraining letztes Jahr. Sie war zum einen natürlich dadurch begründet, dass bei meinen wenigen Versuchen, eine Runde laufen zu gehen, mein Knie immer noch Probleme gemacht hatte. Zum anderen war ich aber auch mental total blockiert. Mit Laufen habe ich die letzten Monate oft die Zeit vor meinem Burn-Out verbunden, als Stress und das Gefühl der Überforderung groß waren. Denn auch das letzte Halbmarathon-Training war für mich Stress und Überforderung.
Jedes Mal, wenn ich dann wieder die Laufschuhe geschnürt hatte, kamen Gedanken durch den Kopf wie “Wie soll es mit dem Laufen weitergehen?”, “Will ich mich wieder auf längere Läufe vorbereiten?”, “Werde ich überhaupt wieder so lange Strecken laufen können?” oder “Aber auf so ein ‘richtiges’ Training habe ich eigentlich gar keine Lust!”. Wie ihr seht, sind das nicht gerade die besten Voraussetzungen, um wieder mit dem Laufen anzufangen, selbst wenn körperlich alles ok ist.

Aber ich habe das Laufen einfach vermisst. Ich liebe immer noch die Einfachheit und dass es mir eine Möglichkeit gibt, raus zu kommen und die Natur zu genießen. Daher war ich froh, als ich in der Klinik Nordic Walking für mich entdeckt hatte. Das war die perfekte Alternative für mich, da ich damit keinerlei Leistungsanforderung verbunden habe und somit völlig stressfrei an die Sache rangehen konnte. Außerdem ist es körperlich nicht so intensiv wie Laufen, was speziell in der Klinikzeit eine willkommene Abwechslung war. Auch als ich wieder zuhause war, habe ich noch oft meine Stöcke geschnappt um eine Runde walken zu gehen. Während der kalten Jahreszeit war ich damit total glücklich.
Doch das Nordic Walking war mir auf Dauer nicht genug, v.a. als es draußen wärmer wurde. (wobei ich es speziell im Winter super finde). Die Sehnsucht nach “richtigem” Laufen kam wieder in mir auf. Doch wie sollte ich an die Sache rangehen? Ich war wirklich total verunsichert, da ich mich körperlich sowie mental nicht überfordern und auch Enttäuschungen vermeiden wollte. Und da ich irgendwann gar nicht mehr wusste, wie ich den Wiedereinstieg machen sollte, entschied ich mich einfach, alles auf Anfang zu stellen und sozusagen ganz neu mit dem Laufen zu beginnen: Mit dem Couch-to-5k- Plan für Laufeinsteiger.

Der eine oder andere hat vielleicht schon von diesem Plan gehört. Er hat das Ziel, einen kompletten Laufneuling innerhalb von neun Wochen fit zu machen, um 5 km bzw. 30 Minuten am Stück laufen zu können. Das Programm geht dabei ganz behutsam vor und startet mit Lauf-Geh-Intervallen, wobei die Laufabschnitte immer weiter verlängert werden und die Gehabschnitte irgendwann ganz wegfallen. Es wird außerdem immer mit einem 5-minütigen Aufwärmen in zügigem Gehtempo (sozusagen Power Walking) begonnen, was gerade für mich toll war, da ich es davor mit dem Aufwärmen vor dem Laufen immer nicht so genau genommen habe.
Als ich den Plan das erste Mal gesehen habe, fand ich ihn durch die ganzen Intervalle aber ehrlich gesagt viel zu umständlich. Ich will ja beim Laufen nicht die ganze Zeit auf die Uhr schauen, um zu wissen, wann das nächste Intervall startet! Doch Gott sei Dank gibt es hier durch diverse Smartphone-Apps und Podcasts Abhilfe. Da ich persönlich nicht gerne mein großes Smartphone beim Laufen mit mir rumschleppe, habe ich mich dazu entschieden, es mit einem Podcast zu probieren, den ich auf meinen iPod laden kann. Bei iTunes bin ich auf den Couch-to-5k-Podcast von NHS (auf Englisch) gestoßen und habe mit ihm einfach mal losgelegt. Da er mir auf Anhieb gut gefallen hat, bin ich bis zum Schluss dabei geblieben. Eine sympathisch klingende “Trainerin” führt durch das Programm und gibt auch ab und zu nützliche Lauftipps. Außerdem sind die Einheiten mit Musik unterlegt, die ich ganz gut fand. Ich fand es total angenehm, dass ich mich einfach nur aufs Laufen bzw. Gehen konzentrieren konnte und durch die Einheiten geführt wurde, ohne ständig auf eine Uhr schauen zu müssen.
Und das Ergebnis? Mit dem Couch-to-5k-Plan habe ich es tatsächlich geschafft, wieder ins Laufen zurückzukehren – und das sogar schmerzfrei! Es gab natürlich einige Einheiten, wo ich gegen Ende gespürt habe, dass es in meinem Knie wieder etwas zwickt, v.a. wenn ich in eine neue Woche des Plans gestartet bin und die Intensität höher wurde. Aber mit mindestens einem Tag Pause war bei der nächsten Einheit wieder alles gut. Außerdem hat mich der Plan durch die abwechselnden Lauf- und Gehintervalle auch mental wieder ans Laufen herangeführt. Ich hatte nie das Gefühl, dass mich eine Einheit überfordert hat, und durch die Erfolgserlebnisse habe ich auch wieder mehr Selbstvertrauen bekommen.

Mit den drei Laufeinheiten pro Woche, die man laut Plan absolvieren sollte, habe ich es aber nicht so genau genommen. Ich habe zwar die Einheiten in der vorgegebenen Reihenfolge absolviert und nichts übersprungen, aber wenn ich mal nur zwei Mal oder sogar vier Mal in einer Woche Lust aufs Laufen hatte, dann habe ich mich von der Vorgabe des Plans nicht abhalten lassen. Eine weitere Sache, die ich im Vergleich zu meinem früheren Training geändert habe, ist, dass ich die Laufeinheiten von meinen Krafttrainingseinheiten gelöst habe (das habe ich ja früher oft zusammen gemacht – speziell bei kurzen Läufen), um eine Überlastung meines Knies zu vermeiden. Was ich aber nach dem Laufen gerne gemacht habe bzw. gerne tue, ist eine anschließende Yogaeinheit. Ich finde, man ist durch das Laufen schon so schön aufgewärmt. Außerdem hat man so gleichzeitig das Dehnen integriert.

Aktuell verweile ich bei Laufeinheiten um die 30 Minuten und laufe nur mit Pulsuhr (also ohne Geschwindigkeitsmessung), um auch über diesen Weg eine Überanstrengung zu vermeiden. Ich möchte in Zukunft auch wieder längere Strecken laufen und mich auch wieder auf einen Halbmarathon vorbereiten, doch ist jetzt noch nicht der richtige Zeitpunkt dafür. Ich genieße es einfach, dass ich wieder mit einem guten Gefühl meine Laufschuhe schnüren und im Laufschritt die Natur genießen kann.
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Entspannung pur in Dänemark (und zuhause)

Sonntag, 25. August 2013
Hallo ihr Lieben!
Ich melde mich endlich mal wieder zurück, nachdem mein Schatz und ich die letzten beiden Wochen Urlaub hatten. Eine Woche davon haben wir in Dänemark verbracht, diese Woche waren wir zuhause. Unser Aufenthaltsort war auch schon der einzige wirkliche Unterschied in dieser Zeit, denn dieser Urlaub stand unter dem Motto “Bloß nichts vornehmen oder planen”.
Und genau das haben wir gemacht. Auch schon vor dem Urlaub. Denn wir wussten zwar, dass wir irgendwie wegfahren wollen, aber wir konnten uns partout nicht aufraffen, uns darum zu kümmern. Das lag vielleicht auch daran, dass wir lange gar nicht wussten, was wir im Urlaub überhaupt machen wollen bzw. wie wir uns den diesjährigen Urlaub vorstellen. Wir hatten lange Zeit den Gardasee als Reiseziel im Kopf, doch das wäre eher mit einem aktiven Urlaub verbunden gewesen. Als wir dort vor einigen Wochen nach Ferienwohnungen geschaut hatten, haben wir einfach nichts passendes gefunden, denn meistens waren uns zu viele Nachbarn außen rum. Ich weiß, das hört sich komisch an, aber in meiner Traumvorstellung hätte ich am liebsten ein einsames Haus am See gehabt, wo im Umkreis von min. 500 m kein Nachbar ist. Dann habe wir die Suche auf Berghütten/Hütten am See erweitert, doch leider war nichts passendes dabei (was natürlich auch daran lag, dass wir so knapp dran waren).
Frustriert haben wir das Thema wieder auf Eis gelegt, bis mein Schatz während unseres Berlin-Trips meinte, dass er vor meiner Zeit mal in einem Ferienhaus in Dänemark war und es dort total schön gewesen wäre. Als er so davon erzählte, wusste ich, dass das genau das Richtige für uns wäre – obwohl ich selber noch nie in Dänemark war. Von Berlin zuhause haben wir am nächsten Tag nach intensiver Suche nachts um halb 12 unser Ferienhaus in Dänemark gebucht.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie schön es dort war! Und das trotz der damit verbundenen langen Anreise mit dem Auto (ich mag so lange Fahrten eigentlich gar nicht). Doch die Anreise mit dem Auto hatte den unschlagbaren Vorteil, dass das Packen für mich total unstressig war, da man kein so striktes Gepäcklimit hat. Wir hatten sogar noch genug Platz im Auto, um ein umfangreiches Lebensmittelpaket mitzunehmen. Außerdem durften diverse Spiele und Lenkdrachen mit.
Getreu unserem Motto haben wir uns auch nicht weiter informiert, was es in und um unseren Urlaubsort Odder-Norsminde alles zu sehen und zu erleben gibt. Das einzige, das wir wussten, war, dass Dänemarks zweitgrößte Stadt Aarhus in der Nähe ist, der wir dann auch mal einen kurzen Besuch abgestattet haben (aber auch nur zum Durchbummeln – haben nicht geschaut, ob es dort Sehenswürdigkeiten gibt). Unsere Tage hatten eigentlich immer einen ähnlichen Ablauf: Ausschlafen, Frühstücken, dann hat meistens jeder was für sich gemacht (Lesen, auf dem Tablet spielen, in der Sonne sitzen etc.), irgendwann haben wir dann was gemeinsam gemacht wie Spazierengehen, Spielen, Lenkdrachen steigen lassen etc., zwischendurch gab’s ein Kaffeepäuschen mit dänischen Keksen, abends haben wir gekocht und danach noch was gespielt und/oder die 6. Staffel Lost angeschaut, die wir auf DVD dabei hatten. Ich habe auch ein paar Mal Sport gemacht, aber nur ganz kurze Einheiten. Es war so entspannend, sich nach nichts und niemandem richten zu müssen – keine Frühstückszeiten, kein Zimmerservice, keine Restaurantöffnungszeiten, keine anderen Leute. Nur wir zwei beide.
Unser kleines Ferienhäuschen war auch genau das, was wir uns vorgestellt hatten: In einer super ruhigen Gegend mit lauter kleinen Häuschen (die meisten wohl Ferien- oder Wochenendhäuschen), frei stehend auf einem schönen Rasenstück und umgeben von einer hohen, blickdichten Hecken, sodass keiner reinschauen konnte und wir komplett ungestört waren. Es wurde dieses oder letztes Jahr innen frisch renoviert, war schön einladend und hell, gut ausgestattet und nur 200 m vom Meer entfernt.

Hier ein paar Eindrücke aus unserem Dänemark-Urlaub:

20130810-17_UrlaubDänemark

Die Rückreise von Dänemark haben wir dann dazu genutzt, meinem Bruder in Hamburg einen Besuch abzustatten. Für mich war das das Sahnehäubchen, denn durch die Entfernung zwischen Stuttgart und Hamburg sehe ich meinen Bruder nicht so oft. Ein weiterer Vorteil: Die Heimfahrt war dadurch in zwei Etappen aufgeteilt und wir konnten am Montag komplett staufrei nach Hause düsen.

Den Rest unseres Urlaubs haben wir dann auch entspannt weitergehen lassen. Bis auf einen wichtigen Termin (worum es da ging, erfahrt ihr in Kürze), stand nichts auf der Agenda, außer das, was sich im Haushalt ergab. Außerdem hat mich das Strickfieber wieder gepackt und versuche mich gerade an meinen ersten selbstgestrickten Socken (Strickfortschritt könnte ihr auf Instagram verfolgen). Ich habe die letzten beiden Wochen auch dazu genutzt, es in Sachen Sport langsam angehen zu lassen, damit sich mein Körper regenerieren kann. Nichtsdestotrotz habe ich ein bisschen mit dem TRX Suspension Trainer experimentiert (der auch in Dänemark dabei war) und bin sehr begeistert. So ganz ohne Sport geht’s halt doch nicht, aber doch viel weniger als sonst.

Ab morgen geht es bei uns wieder rund und ich kann mit Freuden berichten, dass ich mich das erste Mal seit langem wieder auf das Arbeiten nach dem Urlaub freue. Ein gutes Zeichen, oder?
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Summer In The City

Sonntag, 4. August 2013
Wem geht dieses Lied nicht gerade durch den Kopf?


Zumindest war das letztes Wochenende mein Ohrwurm, als wir anlässlich der zweiten Auflage meines 29. Geburtstags aka der “großen” 30 zu einem Besuch in der Hauptstadt waren. Denn es war wirklich heiß, heißer, am heißesten – was auch die Wetter-Historiker bestätigt haben (es war wohl das heißesten Wochenende seit Beginn der Wetteraufzeichnung). Mein Schatz und ich habe uns davon aber nicht abhalten lassen, ein paar schöne Tage in Berlin zu verbringen.
Wir hatten zumindest den Vorteil, dass wir kein Standard-Sightseeing mehr machen mussten, da es nicht unser erstes Mal in Berlin war. Ich war sogar während meines Master-Studiums sehr oft in Berlin, da ich dort Vorlesung hatte, sodass ich schon einiges von der Stadt gesehen habe. Daher stellte sich natürlich die Frage, was wir denn in Berlin überhaupt machen sollten. Ein Punkt stand ganz oben auf der Agenda: Die Gelegenheit nutzen, in Berlin ansässige Blogger- und Twitter-Freunde zu treffen. Ansonsten hatte ich eigentlich nur den Wunsch, die besondere Atmosphäre der Stadt zu erleben. Beides haben wir trotz der Hitze geschafft.

Es ging bereits am Freitagmorgen ganz früh los, sodass wir vormittags bereits in unserem Hotel (das Derag Livinghotel Henriette) ankamen, unser Gepäck untergestellt haben (Zimmer war erst ab 14 Uhr bezugsbereit) und gleich los in die Stadt sind. Das Hotel hat wirklich eine tolle Lage, sodass wir nach keinen 10 Minuten Fußweg die Ecke Unter den Linden/Museumsinsel/Dom erreichten. Von dort aus sind wir in Richtung Brandenburger Tor gelaufen, wo es erstmal eine Starbucks-Pause gab (wir sind beide große Starbucks-Fans).

Berlin

Da ich mich für die 5 km bei der Vattenfall City-Nacht, die am Samstag hätte stattfinden sollen, angemeldet hatte, war das nächste Ziel Karstadt Sports am Bahnhof Zoo, da ich dort meine Startunterlagen abholen musste. Vom Brandenburger Tor ist das zwar ein ganz schöner Fußmarsch, aber man kann dafür quer durch den Tiergarten laufen, was wir natürlich ausgenutzt haben. Schade nur, dass der Lauf aufgrund der Hitze mehr oder weniger abgesagt wurde. Ich hätte gerne zusammen mit Manu meine erste Laufteilnahme seit fast einem Jahr bestritten, aber man muss ja auch nichts erzwingen. Außerdem waren mein Schatz und ich an diesem Wochenende auch so genug zu Fuß unterwegs.
Nachdem wir uns den Rest des Nachmittags im leider sehr heißen Hotelzimmer ein bisschen erholt hatten (Gott sei Dank konnte wir am nächsten Tag in ein Zimmer mit Klimaanlage wechseln!), ging es abends zum Essen zum Manu, ihrem Freund Andre und Nadin.

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Ich zusammen mit Nadin und Manu

Ach, das war so ein schöner Abend! Und Nadin hat definitiv die Lust in mir geweckt, auch mal an einem Triathlon teilzunehmen. Wir werden sehen, ob was daraus wird.

Den Samstag haben wir größtenteils bummelnd auf dem Kuhdamm und der Tauentzienstraße verbracht – frei nach dem Motto “shopping is my cardio”. Ich war echt froh, dass ich noch daran gedacht habe, ein paar Hitze-Helferlein einzupacken.

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Ich sag euch, ohne dieses Pfefferminz-Fußspray geht bei mir im Sommer gar nichts! Die kleine Flasche habe ich schon ewig und fülle sie immer wieder auf, da sie perfekt für die Handtasche ist. Und der Fächer hat die U-Bahn-Fahrten zumindest ein bisschen erträglicher gemacht.
Zum Abendessen gab es bei Vego leckere vegan Burger, wobei das Highlight für mich die selbstgemachten Pommes waren. Ich sag euch, Pommes sind mein Untergang. Da kann ich einfach nicht widerstehen – v.a. nicht, wenn sie so gut sind.

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Auch dieser Tag hatte dank Manu und Andre wieder ein schönes Ende gefunden. Nach dem Essen haben wir uns mit ihnen in einer Strandbar getroffen und bei tollen Gesprächen die laue Sommernacht genossen.

Für den Sonntag waren wir mit Nancy zum Brunch verabredet. Wir haben uns für das Café Dritter Raum entschieden, da das für alle Essensvorlieben was im Angebot hatte. So war für jeden was dabei. Es war wirklich ganz arg lecker dort! Auf jeden Fall empfehlenswert, auch wenn es etwas versteckt in Neukölln liegt.
Die Zeit mit Nancy ging wieder viel zu schnell vorbei, sodass wir erst vor dem Verabschieden in der S-Bahn dazukamen, das Treffen mit einem Foto festzuhalten.

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Für meinen Schatz und mich ging es danach weiter nach Potsdam, wo wir durch den Schlosspark Sans Souci geschlendert sind. Ich war leider durch die Hitze ganz schön k.o. (ich hatte glaube einen leichten Sonnenstich), sodass wir dort nicht ganz so viel Zeit verbracht haben, wie ich das gerne getan hätte. Per Empfehlung von Nancy sind wir aber noch ins Café good dEATs,  wo wir uns mit veganem Eiscafé und leckerem veganem Cupcake gestärkt haben.

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Das Café ist so schön hergerichtet und hat einen tollen kleinen Hinterhof, wo man ganz in Ruhe sitzen kann. Schade, dass wir aufgrund der hohen Temperaturen keine der selbstgemachten Pralinen probieren konnten – die hatten sozusagen hitzefrei.

Unseren letzten Tag in Berlin haben wir ganz in Ruhe begonnen und die Zeit im Hotel bis zum Check-Out ausgenutzt, bevor es zu einem späten Frühstück ging. Ich hatte dann noch eine Sache im Kopf, die ich unbedingt bei diesem Berlin-Besuch noch machen wollte: Ein Besuch im veganen Supermarkt Veganz.

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Auf den ersten Blick erscheint es einem, als wäre man in einem normalen Biomarkt. Aber auf dem zweiten Blick entdeckt man dann doch einige Produkte, die man sonst eher selten sieht. Ich hätte dort gerne einen Rieseneinkauf gemacht, aber leider konnten nur Handgepäck-taugliche Dinge mit. Das sind zwar keine speziell veganen Produkte, aber ich habe das meiste bislang nur online finden können, sodass ich froh war, dass ich sie hier mitnehmen konnte. Ich freue mich jetzt schon, mit dem Kokos- und Mandelmehl zu experimentieren!
Bis zu unserem Rückflug am Abend hatten wir noch ein etwas Zeit, aber leider auch nicht mehr so viel Lust auf eine große Tour. Wir haben dann doch beide gespürt, dass die Hitze ihren Tribut gezollt hat, denn wir haben uns ganz schön schlapp gefühlt. Ein bisschen Erholung haben wir im Park von Schloss Charlottenburg gefunden, was auch der Abschluss unserer kleinen Reise war.

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Trotz der Sommerhitze war das der schönste meiner bisherigen Berlin-Besuche. Mal schauen, ob es geklappt hat, dass mein Startplatz bei der Vattenfall City-Nacht auf nächstes Jahr verlegt wurde. Wenn ja, dann ist der nächste Besuch ja schon absehbar.
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