Filder-Volkslauf 2011

Gestern war es also soweit: Meine erste Teilnahme an einem 10 km-Rennen!

(Und die zweite Teilnahme an einer Laufveranstaltung überhaupt, wobei die erste schon so weit zurückliegt, dass man sie vernachlässigen kann.)

Mein Ziel für dieses Rennen war eigentlich nur Ankommen – und das habe ich hinbekommen. Smiley
Ich hatte mir für dieses Rennen noch kein Zeitziel gesetzt, da es ja mein erstes Rennen war. Es war mehr so etwas wie ein Trainingslauf und hat meinen langen Lauf in dieser Woche ersetzt. Außerdem wollte ich einfach die Atmosphäre bei einer solchen Laufveranstaltung kennenlernen und Spaß haben ohne Druck.

Der Startschuss zum Rennen war um 16 Uhr, also zu einer sehr humanen Zeit. Der Morgen und Vormittag verliefen gestern also so wie sonst auch samstags: Frühstück, Lebensmittel einkaufen, Haushalt etc. Aber zugegeben, ich war schon etwas aufgeregt. Und da ich nicht wusste, wie vor Ort alles organisiert sein würde, haben mein Freund und ich uns ziemlich früh auf den Weg gemacht – und waren natürlich viel zu früh da. 1,5 Stunden vor Startschuss hatte ich bereits meine Startunterlagen:

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Danach habe ich mir erst einmal Start- und Zielbereich angeschaut:
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Und dann war Warten angesagt. Gott sei Dank war das Wetter schön, sodass es eine sehr angenehme Wartezeit war. Ich habe die Zeit genutzt, um mich aufzuwärmen, mir die Strecke nochmals anzuschauen (auf dem Handy), aufs Klo zu gehen und was zu trinken. Ich war mir nicht ganz sicher, ob es auf der Strecke eine Verpflegungsstelle geben würde, da auf der Homepage zur Verpflegung nur “Tee am Ziel” stand. Als Wettkampf-Novize habe ich ehrlich gesagt keine Ahnung, ob eine Verpflegungsstelle bei einem 10 km-Rennen selbstverständlich ist oder nicht. Daher habe ich darauf geachtet, dass ich vor dem Lauf nochmal gut trinke, denn ich wollte auch nichts zu Trinken mitnehmen.
20 Minuten vor Start habe ich mich dann auf den Weg in den Startbereich gemacht:
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Als ich so im Startbereich stand, fand ich es echt schade, dass dort niemand war, den ich kannte und mit dem ich zusammen hätte warten können. Dass ich zum Laufen keine “Gesellschaft” brauche, weiß ich ja, da ich sonst auch alleine laufe. Nur beim Warten wäre es nett gewesen, jemanden zum Reden zu haben.
Dann viel der Startschuss und das Feld hat sich in Bewegung gesetzt. Ich war ehrlich gesagt sehr erstaunt, mit welcher Schnelligkeit es losging. Die ersten paar Meter habe ich mich mitreißen lassen, doch nach einem Blick auf meine Garmin-Uhr war mir klar, dass ich meine Geschwindigkeit drosseln muss, um nicht nach 3 km schon völlig fertig zu sein. Da ich schon aufgewärmt war, bin ich aber schneller losgelaufen, als ich das sonst bei meinen Trainingseinheiten am Anfang mache. Ich war trotzdem sehr erstaunt, mit welchem Tempo die Leute an mir vorbeigezogen sind. Ich habe versucht, mich nicht zu sehr davon beeinflussen zu lassen und relativ gut in meinen Rhythmus gefunden. Die Strecke war wirklich toll: es ging durch den Wald und über Feldwege und es gab nur 2 Mini-Steigungen. Das Wetter war traumhaft, teilweise fand ich es in der prallen Sonne sogar schon fast zu warm. Ich war froh, dass ich meine Sport-Sonnenbrille dabei hatte. Die Strecke war so aufgeteilt, dass man bei Kilometer 5 einen Wendepunkt hatte und dann wieder zurückgelaufen ist. Vor Kilometer 4 sind mir schon die ersten Läufer entgegengekommen – da war ich schon echt neidisch… Zwinkerndes Smiley Am Wendepunkt gab es dann doch eine Verpflegungsstelle, an der Wasser ausgegeben wurde. Ich war SO FROH was zu Trinken zu bekommen, da mein Hals total ausgetrocknet war. Bis Kilometer 7 war alles echt super und dann wurde es, bestimmt auch durch das für mich relativ hohe Durchschnittstempo, richtig hart und schwer. Ich musste richtig kämpfen und mein rechtes Knie hat sich bemerkbar gemacht. Wäre es nur ein normaler Trainingslauf gewesen, hätte ich bestimmt mehrere Gehpausen gemacht. Aber ich war ja in einem Rennen. Ich hab also die Zähne zusammengebissen, meine Tempo reduziert (wobei mir das irgendwie schwer viel), mich auf die Musik konzentriert und mich von Kilometer zu Kilometer gehangelt. Kilometer 9 wollte einfach nicht kommen und auf dem letzten Kilometer habe ich mir nur gedacht: “Hey, bei meinem Tempo ist in maximal 5:30 Minuten alles vorbei. Das schaffe ich!” Und ich habe es geschafft, sogar noch mit einem Sprint auf der Zielgeraden! Smiley
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Mit dem Kollegen in grün links von mir habe ich mir das ganze Rennen über ein kleines Überholspielchen geliefert: zuerst habe ich ihn überholt, dann er mich, dann ich wieder ihn usw. Auf dem letzten Kilometer hatte er mich dann wieder überholt und das Tempo leicht angezogen. Ich hatte da aber keine Kraft mitzugehen. Bis zur Zielgeraden. Da habe ich mich gedacht: “Dich krieg ich noch – auch wenn ich nach dem Ziel kollabiere!” Und bin losgespurtet. Jaja, der Wettkampfgeist. Zwinkerndes Smiley
Am Ende habe ich auch noch den Kollegen in blau vor mir überholt und bin NICHT kollabiert. Aber mein Puls war am Ende schon etwas zu hoch. Egal, ich war glücklich!
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Meine offizielle Zeit ist 52:46 Minuten, was ich nicht schlecht finde für einen ersten PR (persönlicher Rekord). Im Gesamtfeld habe ich Platz 293 von 433 belegt und bei den weiblichen Läufern bin ich 50. von 119 Teilnehmerinnen geworden. Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Leistung!!! Aus den Platzierungen mache ich mir eh nicht viel.
Im Zielbereich gab es dann nicht nur Tee, sondern auch Wasser, Apfelsaftschorle und Obst. Nachdem ich ein paar Becher runtergekippt hatte, schrien meine Muskeln nach Dehnen. Das wollte ich ihnen natürlich nicht vorenthalten. Hund nach unten war noch nie so entspannend:
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Hübscher Hintern, oder? Zwinkerndes Smiley

Gestern Abend hat sich die (Über)Anstrengung dann schon bemerkbar gemacht. Meine Beine waren schwer und meine Knie haben wehgetan. Franzbranntwein und Kühlpacks haben Linderung gebracht.

Und wie geht es mir heute? Ich spüre meine Beine, aber Muskelkater habe ich nicht. Ich glaube auch, dass da nichts mehr kommt. Leider sind meine Knie doch etwas mehr in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass ich Body Pump heute ausfallen lasse. Kniebeugen und Ausfallschritt sind nicht drin. Werde daher heute Pilates machen und mich auf den Oberkörper konzentrieren und Übungen, die die Knie belasten, weglassen. Hoffe allerdings, dass sich meine Knie bald (bis morgen???) erholen, damit ich mit dem Training weitermachen kann.

In Summe war der gestrige Lauf ein tolles Erlebnis und ich freue mich schon auf den Stuttgarter Zeitung-Lauf!

2 Comments

  • Hallo Julia, danke für deinen Erfahrungsbericht! Dieses Jahr ist für mich Premiere – auch genau bei diesem Lauf (werde aber bestimmt nicht an deine Zeit rankommen). Ich werd mal in der Menge nach dir Ausschau halten, dann hast du dieses Jahr jemanden zum Reden 🙂 Keep on running!

  • Hallo Susanne!
    Ah, das ist schön, dass du deine Laufpremiere hast. Ich hoffe, mein Laufbericht hat die etwas geholfen (sofern die Strecke noch gleich bzw. ähnlich ist).
    Leider bin ich dieses Jahr nicht dabei, da ich ja 2 Tage später heirate. Wünsche dir aber viel Erfolg und lass mal hören, wie es bei dir gelaufen ist.

    Keep on running! 🙂

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