Nussig

Wie ihr an der einen oder anderen Stelle in diesem Blog vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich ziemlich verrückt nach Nussbutter.
Ich esse Nussbutter bis auf wenige Ausnahmen täglich, nicht nur, weil es ein gesundes Lebensmittel ist (in Maßen natürlich), sondern weil es einfach so lecker schmeckt.

Nussbutter schmeckt einfach super als Brotaufstrich, in Smoothies, im Übernacht-Müsli, als Dip für Gemüsesticks oder einfach nur pur. Smiley
Wenn Nussbutter frei von bösen Zusatzstoffen (z.B. Zucker) ist, dann ist sie genauso gesund wie die Zutat aus der sie besteht: Sie enthält viele Vitamine, v.a. B-Vitamine, und gesunde Fette. Durch den hohen Fettgehalt ist sie natürlich auch kalorienreich und sollte nur in Maßen gegessen werden – was mir manchmal schwer fällt. Zwinkerndes Smiley

Angefangen hat bei mir alles mit Erdnussbutter.
Das ist wohl die bekannteste Nussbuttervertreterin in Deutschland. Man bekommt sie in fast jedem Supermarkt. Doch leider sind der Supermarkt-Erdnussbutter häufig Zucker und weitere Fette zugesetzt. Ich bin daher irgendwann auf die Erdnussbutter bzw. das Erdnussmus von Alnatura umgestiegen, das frei von Zusatzstoffen ist. Erdnussbutter ist im Vergleich zu anderen Nussbuttern verhältnismäßig günstig zu kaufen, daher mache ich diese nie selber. Andere Nussbuttern, wie z.B. Mandelmus, hingegen sind ganz schön teuer, wohingegen die ganzen Nüsse eher günstig sind. Und genau aus diesen Nüssen mache ich mir die Nussbutter selber.

Auch hier ist die Herstellung total einfach, vorausgesetzt man hat das richtige “Werkzeug”. Das ist in diesem Fall eine leistungsstarke Küchenmaschine mit Messereinsatz. Nussbutter entsteht, wenn man Nüsse solange mahlt, bis das nusseigene Fett austritt und eine cremige Masse entsteht. Natürlich hat man hier auch die völlige Freiheit, weitere Zutaten hinzuzufügen. Ich mache i.d.R. immer noch etwas Salz rein, manchmal, aber eher selten, mache ich etwas Honig rein. Vor dem Mahlen röste ich die Nüsse im Backofen. Aber auch das ist Geschmackssache. Ich finde, dass die Nussbutter dann aromatischer schmeckt. Man kann auch ungeröstete Nüsse verwenden.

Heute habe ich eine Nussbutter aus Cashew-Kernen, Mandeln und Paranüssen gemacht.

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Cashew-Mandel-Paranuss-Butter

Zutaten:

  • 1 Becher Cashew-Kerne
  • 1 Becher Mandeln
  • 1 Becher Paranüsse
  • 1 Tl Salz

Zubereitung:

  1. Den Ofen auf 200°C vorheizen.
  2. Die Nüsse auf einem Backbleck flach verteilen und 15 Minuten im Ofen rösten.
  3. Anschließen die Nüsse mit dem Salz in die Küchenmaschine geben und solange mahlen, bis das Nussmus entsteht.
    Das dauert einige Minuten.
  4. Wenn die Nussbutter fertig ist, in ein Glas umfüllen.

Vor dem Mahlen.

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Nach 1 Minute.

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Nach 2 Minuten.

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Nach 5 Minuten.

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Schön cremig. Smiley

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Im Glas.

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Fertig. Smiley

8 Comments

  • Das hält gut 2-3 Wochen bei Zimmertemperatur aufbewahrt – da gibt es glaube ich keinen Unterschied zu einem Glas gekaufter Nussbutter, wenn man es mal aufgemacht hat. Wenn das Wetter sehr warm ist, dann kann es natürlich schneller ranzig werden.

  • Hallo, du schreibst sehr schön und ich bin nun gerade über diese Seite mit dem Nussmus gestolpert. Nachdem ich schon mehrfach gelesen hatte, wie andere ihren Mixer oder Pürrierstab bei der Herstellung von Nussmus "geschrottet" (Überlastung, Überhitzung) haben, bin ich nun guter Dinge. Denn ich habe die gleiche Küchenmaschine wie du und mit der werde ich es nun gleich wagen. Die Nüsse sind schon im Ofen. Ich bin ganz gespannt, ob es gut gelingt !!!

  • Es hat geklappt (hatte übrigens Mandeln und keine Nüsse wie oben geschrieben) und es ging soooo einfach !! Ich danke dir für die wunderbare Anleitung !!! Nur das Anrösten werde ich nächstes Mal weglassen oder mit weniger Hitze, die Mandeln waren schon nach knapp 10 Min sehr dunkel. Dadurch hat nun das Mandelmus sehr starkes Röstaroma, schmeckt mir aber auch sehr gut. Aus einem ganz kleinen Rest, der nicht mehr ins vorbereitete Glas passte hab ich mit etwas Ahornsirup, Reissirup und Kakao einen "Nutella-Ersatz" gemacht. Sehr lecker !

  • Juhuu! Das freut mich, dass es geklappt hat. 🙂

    Beim Anrösten muss man echt vorsichtig sein. Ich sollte das Rezept mal anpassen, denn ich röste nur noch bei 150°C.

  • Tja, man lernt eben dazu. 150°C werde ich nächstes Mal auch versuchen und ich bleibe in der Nähe und wenn es anfängt zu duften, ist es genug.

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