Kann ich Sport machen, wenn ich krank bin?

Hinweis:
Ich beschreibe in diesem Beitrag, wie ich persönlich damit umgehe, Sport zu machen, wenn ich krank bin oder mich von einer Krankheit erhole. Ich bin kein Mediziner oder Arzt und ich gebe hier keine medizinischen Ratschläge. Solltet ihr euch unsicher sein, ob ich Sport machen könnt, dann stimmt das bitte mit dem Arzt eures Vertrauens ab!

Wie einige von euch ja sicher mitbekommen habe, war ich diese Woche leider krank. Ich habe mir wohl eine Erkältung eingefangen und hatte mit Schnupfen, einem dicken Hals sowie Kopf- und leichten Gliederschmerzen zu kämpfen. Gott sei Dank geht es mir mittlerweile wieder gut und ich habe nur noch ein bisschen “Restschnupfen”. Vielen Dank für die lieben Genesungswünsche von euch!

Wenn man krank ist bzw. was im Anflug ist oder man gerade eine Krankheit hinter sich hat, dann stellen sich natürlich denjenigen, die Sport machen, die Frage, ob, wie und wann man dann Sport machen sollte. Daher dachte ich mir, dass ich einfach mal berichte, wie ich das handhabe. Wie ganz oben schon erwähnt, ist das mein ganz persönliches Vorgehen und keinesfalls ein allgemeiner medizinischer Ratschlag. Vielleicht mag das eine oder andere aus medizinischer Sicht völlig verkehrt sein, aber ich lasse mich da auch gerne aufklären. Zwinkerndes Smiley

Ich bin auf jeden Fall jemand, der nur ungern auf seinen Sport verzichtet. D.h. ich versuche, die Anzahl der Tage, an denen ich wegen Krankheit keinen Sport machen kann, so gering wie möglich zu halten – gerade jetzt, wo ich wieder im Training bin. Ich habe daher für mich ein paar Regeln fürs Sportmachen bei Krankheit definiert:

Regel 1
Wenn ich so krank bin, dass ich nicht arbeiten kann bzw. nicht zur Arbeit gehen kann, dann kann ich auch keinen Sport machen. Das versteht sich glaube ich von selbst, oder?

Regel 2
Wenn ich merke, dass was im Anflug ist, mache ich in der Regel trotzdem weiter ganz normal Sport, außer ich fühl mich wirklich richtig schlapp und will lieber schlafen. Häufig ist es ja so, dass man schon einige Tage, bevor man richtig krank wird, merkt, dass man sich was eingefangen hat. Wenn sich bei mir z.B. eine Erkältung anbahnt, dann fühle ich das oft schon morgens nach dem Aufstehen in den Tagen davor: Das Schlucken tut weh,  der Kopf dröhnt ein bisschen. Wenn sich das im Lauf des Tages aber bessert und es mir abends gut geht, dann mache ich Sport. Klar kann es sein, dass ich  dadurch vielleicht begünstige, dass ich dann richtig krank werde. Aber mir ist es lieber, einen Tag flach zu liegen, als mich tagelang so halbkrank zu fühlen.

Regel 3
Nur, weil ich wegen einer Erkältung nicht zur Arbeit gehe, heißt das nicht, dass ich nicht mal an die frische Luft kann. Natürlich mache ich dann kein schweißtreibendes Training, aber ein kurzer Spaziergang – entsprechend dick eingepackt – tut mir immer richtig gut! Außerdem mache ich auch gerne ein paar entspannende Yogaübungen, da ich speziell bei Erkältungen im Schulterbereich wahnsinnig verspannt bin. Das mache ich natürlich nicht, wenn ich mich noch richtig elend fühle oder ich noch so was wie Fieber oder akuten Durchfall habe – da ist Bettruhe angesagt! Aber am 2. oder 3. Krankheitstag geht es mir häufig schon wieder besser, was durch ein bisschen Bewegung noch unterstützt wird.

Regel 4
Wenn ich wieder auf dem Weg der Besserung bin und auch wieder arbeiten gehe, fange ich auch wieder mit dem Sport an, vorausgesetzt die “Rest-Symptome” befinden sich oberhalb des Halses. Wenn ich also noch ein bisschen Schnupfen oder einen rauen Hals habe, ich mich aber sonst schon wieder gut fühle, dann lege ich in der Regel wieder los. Ich nehme dann Taschentücher für die Nase oder Bonbons für den trockenen Hals mit. Außerdem mache ich ggf. etwas langsamer und achte darauf, wie es mir geht. Wenn die Nase zugeht oder ich merke, dass es doch zu anstrengend ist, dann höre ich auf. Gerade der Rest-Schnupfen wird aber oft besser nach dem Sport.
Wenn die “Rest-Symptome” aber unterhalb des Halses sind, ich also z.B. noch einen fiesen bronchialen Husten, Gliederschmerzen, Schmerzen beim Atmen in den Bronchien oder Bauchschmerzen habe, dann warte ich ab, bis die Symptome abgeklungen sind. Speziell wenn ich einen Magen-Darm-Infekt oder eine andere Verdauungskrankheit (Hallo Gastritis!) hatte, bei denen ich wenig oder nur kaum essen konnte, ist die Priorität, erst mal wieder richtig zu essen und meinen Körper mit Nahrung versorgen zu können.

Natürlich sind diese Regeln nicht starr. Sie sind eher aus dem abgeleitet, was ich in der Vergangenheit gemacht habe und was für mich gut funktioniert hat. Wenn ich krank bin, achte ich immer darauf, wie ich mich aktuell fühle und ob ich fit genug für Sport bin.

Wie macht ihr das mit Sport und Kranksein? Macht ihr bei den ersten Symptomen schon Sportpause? Wann fangt ihr wieder an?

Gott sein Dank hatte ich diese Woche nur eine Erkältung, die mich 2 Tage außer Gefecht gesetzt hatte. Am Freitagabend habe ich aber schon wieder eine entspannende Yogastunde gemacht, denn mein ganzer Körper war total verspannt (wenn am nächsten Tag nicht Wochenende gewesen wäre, dann wäre ich wieder arbeiten gegangen!). Das hat richtig gut getan!!! Smiley
Gestern war ich dann wieder laufen. Darauf war ich schon ganz heiß, denn ich wollt unbedingt meine neuen Laufschuhe und die Kompressionsbeinlinge ausprobieren. Mein erstes Fazit zu den Kompressionsbeinlingen: Sie fühlen sich sehr angenehm an. Mehr kann ich noch nicht sagen.

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Und heute war ich das erste Mal seit einiger Zeit mal wieder im zweistelligen km-Bereich unterwegs! Hat sich richtig gut angefühlt. Smiley
Mehr zu meinem Training findet ihr auf dailymile.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntagabend!

9 Comments

  • Ich bin total gespannt über einen Bericht der Kompressionsbeilinge…:)
    Ahhhh neue Laufschuhe! Cool!

    Ich höre da einfach in mich hinein. Wenn ich kränkel und ich fühle mich nicht nach Sport dann lasse ich es auch. Hab zwei – drei Mal den Fehler gemacht und mich dazu gezwungen, aber irgendwie war das nichts. Manchmal braucht der Körper Ruhe 🙂

    Aber vielleicht sollte ich mich mal an deine Regeln halten, damit du mir nicht noch weiter davon läufst mit deinen 55 Minuten…ohweiohwei!!! SUPER ZEIT 🙂

  • Ach Julia,
    Spaziergänge sind toll … oder zumindest unter der Decke liegen und das Fenster weit aufreissen. Lass es ruhig angehen, mach einfach nur keine Meditationen – mehr sollst und musst du doch gar nicht schaffen.
    Gute Besserung!!!

  • Ich war eigentlich seit ich Sport mache gar nicht mehr richtig krank oder erkältet. Das Laufen an der frischen Luft hat mir irgendwie total geholfen, wenn doch mal die Nase gelaufen ist.

    Falls ich nur leichte symptome hab, dann mach ich auch noch Sport – achte aber darauf was mein Körper sagt. Wenns mir nicht gut geht dabei, mach ich lieber einen Tag Pause 🙂

  • Ich denke auch, dass Deine Regeln gesund und durchdacht sind.
    Dein Körper teilt Dir schon mit, wenn er es gar nicht brauchen kann. Zudem ist er ja auch ein gewisses Sportpensum gewohnt.

  • In sich rein zu hören hat auf jeden Fall allerhöchste Priorität!!! Ich weiß, dass man sich schnell schlecht fühlen kann, wenn man zusätzlich Pause machen muss. Aber sich zu zwingen, wenn man z.B. total müde und fertig ist, hilft auch nichts.
    Mein Motto ist dann: Lieber einen Tag Pause und ausruhen, als später 1 Woche Pause, weil man etwas verschleppt hat.

  • schön das es dir wieder gut geht!! ich handhabe das mittlerweile ziemlich genauso, hat aber eine weile gedauert bis ich eingesehen habe das ich krank keinen sport machen sollte 😉

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