Es lebe der Sport!

Mein Sport-Mojo ist wieder da!!!!
Nach einigen Wochen, in denen mir eigentlich nur nach Yoga war, ich kaum Ausdauer- oder Krafttraining gemacht habe, hatte ich letzte Woche ein erfolgreiches Comeback in den Sport-Zirkus.

Wie einige von euch bestimmt mitbekommen haben, habe ich seit Mai mit Schmerzen in der Hüfte zu kämpfen. Die Schmerzen sind direkt im Hüftgelenk, aber bislang weiß noch keiner, was es genau ist (wahrscheinlich eine Entzündung am Knorpel) oder wodurch sie hervorgerufen wurden. Ich musste mein Training für den Halbmarathon in Stuttgart abbrechen und habe jetzt 3 Wochen Laufpause hinter mir (als die Schmerzen anfingen, habe ich es zunächst noch ein paar Mal mit dem Laufen probiert). Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich das Laufen vermisse!!! Aber ich muss auch zugestehen, dass das nicht von Anfang an so war. Ich war froh über diese Zwangspause, die mir mein Körper auferlegt hatte, da mein Kopf unbedingt am Training festhalten wollte. Bis auf ein paar Ausnahmen hatte ich nach dem Beginn des Halbmarathontrainings kaum noch Lust aufs Laufen – nur auf die langen Läufe habe ich mich immer gefreut. Aber das Training unter der Woche war rückblickend in Summe echt nicht so schön.

Mit Trainingsabbruch und Laufpause ging aber noch ein weiteres Phänomen einher: Ich hatte einfach gar keine Kraft mehr. Ich habe richtig gespürt, wie alles, was in den Monaten davor bei mir passiert war, auch meinen Körper immens belastet hat. Sport war für mich immer eine ganz große Stütze, wenn es mir nicht gut ging. Ich habe mich dadurch nicht nur körperlich gut gefühlt, sondern es hat mir noch ein anderes Gefühl gegeben: Dass ich wenigstens in einer Sache noch gut bin und Erfolge vorweisen kann, wenn ich schon mein berufliches Leben (bzw. den Rest meines Lebens) nicht auf die Reihe bekomme. Aber leider hatte ich mich zu einer Gefangenen meiner eigenen Ansprüche gemacht und wollte mein Lauftraining unbedingt weiter durchziehen, obwohl es sich nie richtig gut angefühlt hat.
Und dann war das Training auf einmal vorbei. Ich musste nicht mehr durchpowern, damit ich am Ende meine gesetzte Zielzeit beim Halbmarathon schaffe. Ich musste nicht mehr eine bestimmte Vorgabe in Sachen Trainingseinheiten einhalten. Ich konnte einfach das machen, was sich in dem Moment gut angefühlt hat. Komischer Weise war das keine komplette Sportpause, denn ich hatte trotzdem das Bedürfnis, meinen Körper zu spüren. Ich habe daher Zuflucht bei Yoga gesucht und gefunden. Ich habe davor noch nie so viel Yoga gemacht, wie in dieser Zeit. Der Gedanke, dass ich abends wieder auf meine Yogamatte gehen konnte, wenn auch nur für 20 Minuten, war einfach total befreiend – egal, was für ein Yogaprogramm (dynamisch oder eher entspannend) ich dann am Ende gemacht habe. Natürlich war ich auch mal in Body Pump, im Spinning oder habe eine HIIT-Einheit gemacht. Doch habe ich dann oft nur noch mehr gespürt, dass ich gerade keine Energie dafür habe, obwohl ich eigentlich Lust darauf hatte.

Doch letzte Woche habe gespürt, wie sich wieder etwas in mir gewandelt hat. Ich habe mir die aktuellen Tone It Up– und Blogilates-Workouts angeschaut und hatte endlich mal wieder Lust mitzumachen. Ich habe mich auf Body Pump gefreut und war sogar 2 Mal letzte Woche (mit der Erhöhung des Laufpensums hatte ich letztes Jahr meine Body Pump-Besuche auf 1 Mal/Woche reduziert). Außerdem war ich noch 2 Mal im Spinning, habe mich an eine HIIT-Einheit gewagt und Yoga gemacht. Ich hatte bei allem Spaß! Ich habe mich nicht gestresst und gehetzt gefühlt, weil ich einfach das gemacht habe, worauf ich Lust hatte. Natürlich war es erschreckend zu sehen, wie ich über die Wochen davor an Muskelkraft verloren habe – und das, obwohl ich ja weiterhin aktiv war! V.a. Liegestütze haben mich echt geschafft. Da hatte ich erst wieder total Gummiärmchen. Aber die Kraft kommt zurück, auch wenn es vielleicht noch 1 oder 2 Wochen dauert, bis ich wieder auf einem gewohnten Level bin.

Und wie geht es mit dem Laufen weiter? Das ist echt noch ein Fragezeichen für mich. Ich möchte diese Woche auf jeden Fall wieder mit dem Laufen anfangen. Natürlich langsamer, mit kürzeren Distanzen und wahrscheinlich auf dem Laufband (das ist nicht so belastend für die Hüfte). Meine Hüfte ist glaube ich noch nicht zu 100% wieder in Ordnung, denn bei meiner letzten Physiotherapie-Sitzung gestern waren noch Restschmerzen zu spüren. Aber es ist viel, viel besser verglichen mit den Schmerzen, die ich am Anfang der Therapie hatte. Jetzt versuche ich es einfach und wenn es wieder Probleme gibt, dann muss ich eben nochmal zum Arzt.

In den nächsten Monat steht bei mir auf jeden Fall der Spaßfaktor im Vordergrund, wenn es um Sport geht. Natürlich möchte ich Fortschritte erzielen und fitter werden, aber ohne den Zwang, dass am Ende ein bestimmtes Ergebnis dabei rauskommen muss und ich mich dazu verpflichte, einen bestimmten Trainingsplan einzuhalten. Das einzige, wozu ich mich verpflichten möchte, ist, dass ich versuchen werde, jeden Tag körperlich aktiv zu sein – und wenn es nur ein kurzer Spaziergang, eine 20-minütige Yogaeinheit oder ein Stadtbummel ist.

Hauptsache mein Körper ist in Bewegung!

Zum Schluss möchte ich noch eine tolle Neuigkeit mit euch teilen:
Ich werde im Juli 1 Mal/Woche eine Trainingseinheit bei der Basketball-Mannschaft einer Freundin geben! Am Donnerstag geht es los und ich freue mich schon riesig darauf!!! Die Trainingseinheit ist auch schon geplant und vorbereitet.
Nach meinem Debüt als Fitnesstrainer im Winter ist das mein zweiter Einsatz. Außerdem werde ich Anfang August wieder 1-2 Trainingseinheiten bei den Fußball-Jungs geben und es geht ggf. auch bei der Basketball-Mannschaft über die Sommerferien weiter.

Würde euch interessieren, wie die einzelnen Trainingseinheiten aussehen? Wenn ja, dann würde ich sie auf dem Blog veröffentlichen.

5 Comments

  • Hallo Julia,

    das klingt gut! Ich freu mich für Dich, dass der Sport einfach wieder Spaß macht – ohne Druck!

    Die Trainingspläne würde ich spannend finden, habe selber lange Basketball gespielt – deswegen um so mehr 🙂

    Liebe Grüße, Laura

  • Hallo Laura,

    ich werde mit den Mädels Kraftausdauer trainieren und hauptsächlichen HIIT-Einheiten machen. Ich hoffe, dass das was für sie ist. 🙂

    Liebe Grüße

  • Hey,

    ich würde auch supergerne etwas mehr über das Training lesen 🙂
    Ich freu mich selbst jedes mal schon wenn ich bei unserem Training zumindest die Dehnung übernehmen darf (besser als nichts). Aber bis ich meinen Fitnesstrainerschein machen kann, dauert es leider noch was 🙁

    Liebe Grüße

  • Hallo Julia,

    wie schön, dass der Sport-Mojo zurück ist! Klingt, als hättest Du den "Balance-Akt" in Sachen Sport für den Moment gefunden – so wie es Deine Hüftschmerzen zulassen!

    Und natürlich interessiert auch mich der Trainingsplan für die Basketballmädels. Vielleicht ist es ja auch etwas, das man zu Hause nachmachen kann?

    Herzliche Grüße
    sue

  • Da es ein HIIT-Training wird, kannst du es auf jeden Fall zuhause machen. Ich werde auch nicht zu viel Equipment einsetzen (vielleicht mal ein paar Gewichte/Hanteln) – das erste Training kommt aber komplett ohne aus!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.