“5 lbs in 5 Days”-Saftkur, Runde 2

Heute melde ich mich ganz spontan mit einem Fazit zu meiner dieswöchigen “5 lbs in 5 Days”-Saftkur. Ich dachte eigentlich, dass es dazu gar nicht so viel zu berichten gäbe, aber die Realität hat mich mal wieder eines besseren belehrt. Kurz gesagt: Es lief nicht ganz so optimal wie beim ersten Mal, als ich diese Kur gemacht habe. Und da ich euch nicht immer nur von den positiven Erlebnissen bei solchen Dingen erzählen möchte, möchte ich euch meine Erfahrungen der letzten Tage nicht vorenthalten.

Ich war ja nach dem Big Juice Spring Clean nicht nur von den Resultaten total begeistert und zufrieden, sondern auch von dem Programm an sich. Daher war für mich klar, dass ich es auf jeden Fall wiederholen möchte. Die Lust dazu bekam ich schon vor einigen Wochen, doch hatte es da für mich einfach nicht reingepasst. Man muss ja auch mental dafür bereit sein. Letzte Woche, die wir nach unserem Dänemark-Urlaub zuhause verbracht haben, habe ich mich dann dazu entschlossen, dass es diese Woche soweit sein soll.
Ich war v.a. gespannt, wie ich mich während der Saftkur fühle, wenn ich nicht gerade eine dicke Erkältung habe, denn während des Big Juice Spring Clean war ich ja krank und alles andere als aktiv. Das war dieses Mal anders: Ich konnte mein ganz normales Sportprogramm durchziehen, da ich nicht krank wurde. Eine weitere Veränderung zum letzten Mal war, dass ich auch dadurch aktiver war, weil ich gearbeitet habe: Es standen einige Schichten als Trainer im Studio und BODYPUMP-Kurse an. Ich war also viel auf den Beinen.

Bevor ihr jetzt denkt, dass die letzten Tage ganz katastrophal waren und ich das Programm jetzt furchtbar finde – das ist NICHT der Fall! Ich habe aber gemerkt, dass ich wohl für mich einige Anpassungen machen muss, wenn ich das Programm nochmal mache. Doch was war genau passiert?
Am Montag war alles noch ganz easy. Ich bin voller Vorfreude in die Saftkur gestartet und habe mich an diesem Tag auch wirklich super gefühlt. Ich hatte auch dieses Mal während der ganzen Zeit keine wirklichen Detox-Nebenwirkungen (z.B. Kopfschmerzen, Müdigkeit, schlecht Laune). Nach der Krafttrainingseinheit am Vormittag stand abends noch eine Trainerschicht an, vor der ich ein bisschen Bammel hatte. Ich hatte befürchtet, dass ich ein Energieloch haben werde, welches mich aber an diesem Tag noch nicht heimgesucht hatte. Damit ging es erst am Dienstagabend los, als ich von meiner BODYPUMP-Stunde nach Hause kam. Ich hatte richtig Hunger und habe neben der letzten Saftration auf die “Notfall”-Banane zurückgegriffen plus einen Becher Brühe getrunken. So richtig gesättigt war ich zwar nicht, aber als ich am nächsten Morgen ohne großen Heißhunger aufwachte, hatte ich den “Zwischenfall” für ein einmaliges Ereignis abgestempelt.
Leider war das dann nicht der Fall, denn am Mittwochabend während meiner Trainerschicht habe ich wieder unstillbaren Hunger bekommen – und das, obwohl ich zwei Saftrationen dabei und ich an diesem Tag keinen Sport gemacht hatte. Die Säfte haben einfach nicht ausgereicht, um meinen Hunger zu stillen. Die “Notfall”-Banane hatte ich natürlich nicht dabei. Das Hungergefühl war aber komischer Weise weder mit Unzufriedenheit oder schlechter Laune verbunden. Es hat sich vielmehr so angefühlt, als ob mir sprichwörtlich der Saft ausging, ich also nicht genügend Energie mehr hatte. Als es mir am nächsten Morgen aber wieder super ging – kein Heißhunger oder ähnliches –, wollte ich probieren, ob ich mit einer zusätzlichen Saftration besser durch den Tag komme.
Ich war guter Dinge, denn bis zum späten Nachmittag, als ich noch zwei Saftrationen vor mir hatte, ging es mir wieder super. Doch dann begann dieses hohle Hungergefühl sich wieder in meinem Magen auszubreiten. Ich habe sofort reagiert und den nächsten Saft getrunken. Geholfen hat das aber nicht viel. Ich habe mich dann mit etwas Sport ablenken wollen, aber das hat mich dann wohl ganz ins “Verderben” gestürzt. Danach war ich so ausgehungert, dass sich der Hunger zu einer richtigen Gier entwickelt hat. Ich hatte extreme Essensgelüste und habe mich gefühlt wie ein Junkie auf Entzug! Kein Saft, keine Banane, keine Brühe konnten da noch helfen. Die Hoffnung, dass ich einfach ins Bett gehe und ich mich am nächsten Tag wieder gut fühle, wurde dadurch zerschlagen, dass ich vor lauter Essensfantasien und hohlem Gefühl im Bauch nicht einschlafen konnte.  Und das war der Moment, wo ich mich zum Abbruch entschlossen habe und aufgestanden bin, um zumindest ein Knäckebrot mit Paprikaaufstrich zu essen. Das war das einzige, bei dem ich zumindest ansatzweise das Gefühl hatte, dass es mir keine Magenschmerzen machen würde, denn nach einer solchen Kur sollte man mit dem Essen eher langsam wiedereinsteigen.

Auch wenn nur noch ein Tag im Programm zu absolvieren gewesen wäre, habe ich heute wieder behutsam mit dem Essen begonnen. Es gab zwar morgens zunächst noch einen großen Saft, doch zum Mittagessen habe ich mir Haferbrei gekocht und ich fühle mich seitdem besser. Diese Gier, mit der ich gestern Abend im Bett lag, war einfach inakzeptabel und hat mich an Diätphasen von früher erinnert, die von Verzicht, Verboten und daher eben auch von extremen Gelüsten geprägt waren. Ich fand das richtig furchtbar!
Die Gelüste haben heute zwar aufgehört, aber das hohle Gefühle im Magen ist noch nicht ganz weg. Ich glaube, dass mir Säfte dieses Mal einfach nicht genügend Energie geliefert haben. Ich habe mit der Saftkur ja nicht das Ziel verfolgt abzunehmen. Ich mache das, weil ich weiß, dass es mein Wohlbefinden steigern kann und eine solche Pause meinem Körper gut tut. Es wird daher ein nächsten Mal geben, doch werde ich dabei etwas vorsichtiger sein, was z.B. Sport anbelangt, denn mein Arbeitsalltag ist ja schon um einiges aktiver als früher, und ich werde mir vorsorglich mehr Saft machen, als im Programm vorgesehen ist.

Ich bin dennoch etwas verunsichert. Daher interessiert mich natürlich, ob von euch auch schon mal jemand eine solche Erfahrung gemacht hat und ob ihr Tipps für mich habt, wie man damit umgeht. Sollte man während einer mehrtätigen Saftkur zwar aktiv, aber nicht zu aktiv sein? Oder sollte man z.B. eher auf Krafttraining verzichten und sich auf Ausdauersport konzentrieren?
Ich bin gespannt auf eure Rückmeldungen!

2 Comments

  • Hallo =)
    Ich habe selber noch kein Saftfasten oder irgendetwas vergleichbares damit ausprobiert, aber wir haben im Studium über vergleichbare Dinge gesprochen. Unsere Dozenten betonen immer wieder, dass man wenn man solchen radikalen Programmen folgt (z.B. schon bei einer 1400kcal Diät) das Sportprogramm auf maximal 30 minuten mäßig intensives Ausdauertraining am Tag beschränken soll, zum einen auch, da vor allen Krafttraining, durch den Mangel an Nährstoffen für die Regeneration zu Muskelabbau führen kann.
    Da du wie ich vermute mit der Saftkur noch einiges weniger an Energie aufnimmst, vermute ich, dass noch weniger Sport die beste Lösung wäre, was in deinem Job natürlich schwer umzusetzen ist.
    Liebe Grüße,
    Teresa

  • Hallo Teresa,

    vielen Dank für die Infos! Das deckt sich mit dem, was ich auch vermutet habe: Ich hätte mein zusätzliches doch recht intensives Krafttraining wohl besser weggelassen. 😉

    Als Trainer auf der Trainingsfläche bin ich körperlich ja nicht so stark gefordert – bin eben nur die ganze Zeit auf den Beinen. Wenn ich aber zusätzlich noch Kurse gebe, ist das natürlich was anderes. Bislang mache ich letzteres ja noch nicht konstant. Aber das muss ich auf jeden Fall beachten, wenn ich das nächste Mal eine solche Saftkur mache.

    Liebe Grüße
    Julia

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