Entdecke deinen Fokus!

Wünschst du dir auch, fokussierter zu sein? Dich besser auf die für dich wichtigen Dinge konzentrieren zu können? Dann habe ich heute eine gute Nachricht für dich: Alles, was du dafür brauchst, trägst du bereits in dir. Was du dafür tun musst: Deinen in dir wohnenden Fokus entdecken!

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In den letzten Wochen ist mir das Thema Fokus immer wieder über den Weg gelaufen. Das hat natürlich einen Grund: Mich hat es selber beschäftigt, wie ich es schaffe, mich besser auf meine wichtigen Themen zu konzentrieren, meine Zeit für das einzusetzen, was mich voranbringt, und dadurch meine Wünsche Realität werden zu lassen.

Dem stellten sich zwei Hindernisse in den Weg:
1. Meine Einstellung, denn in meinem Kopf war fokussiert zu sein etwas, das ich verlieren und nur mit ganz viel Anstrengung aufrecht halten konnte.
2. Ich lasse mich ganz leicht durch die unterschiedlichsten Dinge ablenken.

Wie du vielleicht festgestellt hast, schreibe ich Punkt 1 in der Vergangenheitsform, denn hier hat bereits eine große Veränderung für mich stattgefunden. Zu verdanken habe ich das meiner Meditationsapp Headspace, die ich bereits seit einem Jahr nutze. Dort gibt es Meditationsreihen zu verschiedenen Themen – u.a. auch zum Thema Fokus. Diese Meditationsreihe hat mir dabei geholfen, Fokus mit anderen Augen zu sehen: Die Fähigkeit, fokussiert zu handeln, ist nichts, das man verlieren kann, denn sie ist uns angeboren. Sie ist wie der blaue Himmel, der immer da ist, aber von Wolken verdeckt sein kann. Wenn man seinen Fokus „verliert“, muss man also nicht ganz viel Anstrengung aufbringen, um ihn wiederzufinden. Vielmehr ist es so, dass er von Ablenkungen verdeckt ist. Für mich ist das ein sehr beruhigendes Gefühl, dass es kein Mangel an Fokus, sondern ein Übermaß an Ablenkung ist, das mich daran hindert, fokussiert zu handeln. Gleichzeitig heißt das auch, dass ich immer wieder zu meinem Fokus zurückkehren kann, um ihn für all das zu nutzen, was mir in meinem Leben wichtig ist.
Doch kann es auch ganz schön anstrengend sein, sich von Ablenkungen zu lösen! An diesem Punkt arbeite ich zurzeit täglich, denn ich lasse mich super leicht und gerne ablenken. Sei es durch Benachrichtigungen auf dem Handy (WhatsApp, Facebook, Instagram, E-Mails, Erinnerungen usw.), Surfen im Internet („Ich will nur mal ganz kurz was nachschauen“ – zack, ist eine Stunde vorbei), süße Tier-Videos (einfach unwiderstehlich!) oder auch durch Haushalt (mal schnell die Spülmaschine ausräumen, nur kurz den Müll rausbringen etc.), TV/Streaming-Anbieter (warum nicht einfach 5 Folgen Grey’s Anatomy am Stück schauen?) und Telefonate (wenn’s Telefon klingelt, muss ich immer rangehen, auch wenn ich z.B. gerade einen Beitrag schreibe). Ganz schlimm wird es, wenn ich alles gleichzeitig mache: Telefonieren, nebenher läuft eine Serie und ich bestelle gleichzeitig noch was bei Amazon. Du kennst das, oder?

Alle oben beschriebenen „Ablenkungen“ sind natürlich nicht schlimm oder schlecht! Doch sollte alles seine eigene Zeit bekommen. In der aktuellen Ausgabe der Flow ist ebenfalls ein Artikel über das Thema Ablenkung, der bei mir genau den richtigen Nerv getroffen hat: Nach Aussage des dort erwähnten Neuropsychologen Theo Compernolle braucht das Gehirn nach jeder Unterbrechung zwei Minuten, um in den vorherigen Konzentrationszustand zu kommen. Dazu reicht schon das Signal einer eingehenden Nachricht, auch wenn man sie gar nicht liest. Zwei Minuten! Da wird mir schnell klar, warum ich mein Handy lieber in den Flugzeug-Modus stellen sollte, wenn ich konzentriert an etwas arbeiten möchte. Doch genauso wichtig ist es auch, sich Pausen bzw. Abwechslung zu gönnen und sich bewusst den oben genannten Ablenkungen zu widmen. Es spricht ja nichts dagegen, sich Zeit für WhatsApp-Nachrichten, eine Serie oder Katzen-Videos zu nehmen.

Neben all dem Input sollte jedoch eins nicht zu kurz kommen: Einfach mal Ruhe von den äußerlichen Impulsen und Leerlauf zulassen. Meditation eignet sich super dafür, doch reicht es schon aus, nicht immer gleich zum Handy zu greifen, wenn man auf etwas wartet (ob auf den Bus, den nächsten Termin oder beim Arzt). Da bei mir v.a. das Smartphone die Ablenkungsfalle Nummer 1 ist, habe ich mir vorgenommen, abends ab 21:00 Uhr eine Smartphone-freie Zeit zu nehmen: Das Handy liegt auf der Kommode im Flur, sodass ich zwar höre, wenn jemand anruft, aber nicht ständig dazu versucht bin, jeden Nachrichteneingang sofort anzuschauen, wenn ich auf der Couch sitze, oder schnell mal was zu googeln. Ich habe das Handy sonst meistens entweder auf dem Wohnzimmertisch oder neben mir auf der Couch liegen, sodass ich es immer ganz schnell wieder in der Hand habe. Alles, was an Nachrichten abends kommt, kann auch bis zum nächsten Tag warten. Das habe ich jetzt schon an einigen Abenden gemacht und es hilft mir wirklich dabei, entspannter und dadurch fokussierter zu sein. Außerdem erlebe ich auch die gemeinsame Zeit bewusster, die ich abends mit meinem Mann habe.

Und da der Beitrag jetzt fertig geschrieben ist, kann ich in Ruhe ein paar süße Tier-Videos auf The Dodo anschauen wie das hier oder das hier. Danach wird wieder konzentriert gearbeitet!

Hast du deinen Fokus schon entdeckt? Wie gehst du mit Ablenkungen um? Schreib deine Erfahrungen und Tipps einfach in einen Kommentar!

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