Gastpost von Selbstbewusstleben: Barfußlaufen

Hallo meine Lieben,
heute habe ich einen Gastpost von Kristin für euch.
Viel Spaß beim Lesen!


Hallo liebe Balanceakt-Leser!
Mein Name ist Kristin und dies ist schon mein zweiter Gastpost auf Julias Blog (den ersten findet ihr hier). Ich freue mich, heute wieder bei ihr posten zu dürfen. Mein eigener Blog heißt Selbstbewusstleben. Ich schreibe über 3 großen Themenbereiche: gesunde Ernährung (Clean Eating, Vegetarier werden etc.), Fitness (Bodyrock, Laufen, Klettern etc.) und Selbstfindung. Bloggen ist für mich ein Ausdruck meiner Lebendigkeit und Neugier auf das große Abenteuer „Leben“. Schaut doch mal vorbei!

Eine großartige Sportart, welche mich seit letztem Jahr infiziert hat, ist das Laufen. Im letzten Sommer war ich noch totaler Laufanfänger und habe es nicht mal geschafft, eine Viertelstunde am Stück in moderatem Tempo durchzulaufen. Ich hatte einfach keine Kondition. Jetzt sieht das anders aus. Unter anderem durch das Buch „Warum Laufen erfolgreich macht und Grünkernbratlinge nicht“ von Matthias Marquardt habe ich zum „Wohlfühl-Laufen“ gefunden und bin sogar am 11. August beim Women’s Run in Köln zum ersten Mal bei einer Laufveranstaltung an den Start gegangen. Es war so großartig (mehr dazu könnt ihr auf meinem Blog nachlesen).

Ich könnte jetzt sehr viel über das Laufen schreiben, aber ich möchte heute einen ganz speziellen Aspekt davon beleuchten: das Barfußlaufen.
Gibt es jemanden unter euch, der es nicht liebt, barfuß – mit nackten Füßen – über frisches Gras oder über weichen Sand zu schreiten? Ich finde, es ist ein wunderschönes Gefühl von Leichtigkeit, Freiheit und Entspannung! Trotz meiner ausgeprägten Neigung, barfuß zu gehen, bin ich bisher aber noch nicht auf die Idee gekommen, tatsächlich ohne Schuhe zu joggen. In letzter Zeit ist es mir jedoch vielfach zu Ohren gekommen, dass Barfußjoggen wahnsinnig toll sein soll. Der Sache bin ich auf den Grund gegangen.

Was steckt hinter dem Barfußlaufen?
Barfußlaufen ist keine neue Erscheinung. Bereits Kneipp empfahl das Barfußlaufen als heilsames Kurmittel. Barfußlaufen hat viele Vorteile. Die Füße müssen sich ohne schützende Schuhsohle permanent an die Unebenheiten des Bodens anpassen. Dadurch wird die Fußmuskulatur gestärkt und trainiert. Diese Muskeln tragen das Quer- und Längsgewölbe an der Fußunterseite. Verkümmern diese Muskeln, können sich die Gewölbe absenken und typische Fuß-Fehlstellungen wie Platt- oder Senkfüße resultieren. Barfußlaufern wirkt dem entgegen. Beim Barfußlaufen wird die Haut im Fuß besser durchblutet und die lästige Hornschaut sanft abgerieben. Gleichermaßen soll Barfußlaufen sehr entspannend wie eine Art Fußmassage sein, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat.
Sogar in wissenschaftlichen Studien wurde das Barfußlaufen im Vergleich zum Schuhlaufen untersucht. Beim Barfußlaufen wechselt der Läufer fast automatisch in den Vorfußlaufstil, da keine Schuhdämpfung den Schlag, den es beim Fersenlaufen auf den Fuß gibt, abfangen kann. Das für uns „normale“ Fersenlaufen ist daher wesentlich gefährlicher bzw. verletzungsanfälliger für den Fuß. Die Studie zeigt, dass die Unterschiede zwischen Vorfuß- und Fersenläufern evolutionsbiologisch durchaus Sinn machen.  Bereits vor der Erfindung moderner Laufschuhe war das Ausdauerlaufen ein wichtiger Bestandteil der Aktivitäten von Menschen, so dass die Natur sich das Vorfußlaufen ausgedacht hat, um einen möglichst Verletzungsrisiko freien und bequemen Laufstil zu entwickeln.

Aha, Barfußlaufen ist also gesund. Aber worauf sollten Barfußlauf-Anfänger achten?
Als Anfänger solltet ihr den eigenen Füßen nicht zu viel zuzumuten. Matthias Marquardt empfiehlt, sich am Ende seines normalen Lauftrainings die Schuhe auszuziehen und eine kleine Runde barfuß auf weichem Untergrund (Waldweg, Wiese, Sand) zu laufen. Die Füße müssen sich erst an das Barfußlaufen gewöhnen. Denn der Untergrund kommt einem anfangs doch etwas unangenehm vor. Kleine Äste und Steinchen können schnell wehtun. Wenn ihr als Frau des Öfteren unter Blasenentzündungen leidet, achtet bitte darauf, nicht auf zu kaltem Boden zu laufen, sonst kommt die nächste Verkühlung schneller als gedacht. In einigen Quellen wird sogar empfohlen, seine Tetanus-Impfung vor dem ersten Barfußlauf auffrischen zu lassen, falls ihr in irgendwelche „gefährlichen“ Materialien tretet. Dies muss natürlich jeder selber entscheiden. Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr das Barfußlaufen als Anfänger nicht übertreibt und euren Körper langsam daran gewöhnt.
Als Alternative zum kompletten Barfußlaufen gibt es noch die Möglichkeit mit einem sogenannten Fußtrainer zu laufen. Mit diesem Spezialschuh, der dem Barfußgefühl sehr nahe kommen soll, könnt ihr sogar in der kalten Jahreszeit draußen „barfuß“ laufen und die Vorteile genießen.

Ich werde das Barfußlaufen zukünftig auf jeden Fall in mein Lauftraining einbauen, weil ich es als sehr schönen Abschluss empfinde. Nach einem Lauf die Füße befreien und sie an der frischen Luft erholen lassen….das klingt toll! Vielleicht gehe ich am Anfang auch nur schnell und taste mich immer weiter ran….ich werde mal schauen!

Habt ihr Erfahrung mit Barfußlaufen? Welche Wirkung verspürt ihr?

Ich freue mich auf eure Antworten und euren Besuch meines Blogs Selbstbewusstleben unter www.selbstbewusstleben.com!

Liebe Grüße
Kristin

Quellen:
http://www.apotheken-umschau.de/Fuesse/Wie-gesund-ist-barfuss-laufen-108411.html
http://www.triathlon.de/studie-barfusslaufen-wissenschaftlich-betrachtet-16400.html

9 Comments

  • hmm, ob das Vorfußlaufen so gesund ist? Auf jeden Fall muss man es gründlich lernen, sonst holt man sich fiese Zerrungen und Verletzungen! Aber recht hast du, barfuß ist immer noch am besten. 

  • Ich liebe Barfußgehen, aber beim Laufen bin ich da doch eher vorsichtig, da hätte ich auch eher Angst mir was zu zerren… Aber wandern und spazierengehen ohne Schuhe finde ich einfach großartig, ich habe übrigens dafür Fivefingers von Vibrams, das sind richtig tolle Barfuß-Schuhe in denen man vor Steinen, Scherben, Kälte etc. ganz gut geschützt ist, aber dennoch (fast) das Gefühl hat ohne Schuhe unterwegs zu sein! 🙂 

  • Am Strand kann ich mir das Barfußlaufen durchaus gut – wenn auch erst einmal anstrengend – vorstellen. Aber auf meiner Laufstrecke kann ich mir Barfußlaufen eher nicht vorstellen – ich laufe ja mitten durch die Stadt. Auf welchem Untergrund läufst du denn, so dass du das Barfußlaufen einbauen kannst?

  • Was für ein interessanter Ansatz! Ich stimme Bettina (Kommentar weiter unten zu) und würde persönlich Barfuß-Joggen wirklich nur in Barfußschuhen wie den Vibrams ausüben. Barfuß gehen finde ich jedoch auf taufrischem Gras am frühen Morgen am angenehmsten und integriere das bereits jetzt regelmäßig in mein Morgenritual! 

  • Ich liebe Barfußlaufen. Früher bin ich im Sommer nach der Arbeit aus den Schuhen geschlüpft und eine Runde über den Rasen gegangen. Das hat mich irgendwie runtergebracht. Heute kann ich das leider nicht mehr so einfach machen. Sehr schade!

  • Also ich laufe meist durch einen Parkt und da ist das Schuhe ausziehen und über den Rasen laufen, dann sehr angenehm. Ich habe es aber auch erst ein paar Mal gemacht. Es kostet doch Überwindung, weil man immer denkt: "Da liegt irgendwas" oder "Ich könnte mir weh tun". Wenn man jedoch diese Gedanken mal kurz beiseite legt und es einfach mal tut, dann war es bei mir wunderbar!
    In Kalifornien werde ich es auf jeden Fall wieder machen. Das garantiere ich euch! 🙂

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