Schoko-Nuss-Zupfbrot

In der Adventszeit stehen nicht nur Weihnachtsfeiern und Weihnachtsmarktbesuche auf dem Programm, sondern auch Einladungen zum Adventskaffee. Neben Tellern gefüllt mit Weihnachtsplätzchen macht sich auch ein leckerer Kuchen gut auf dem Kaffeetisch.
Wir wissen ja alle, wie sehr ich süßen Hefeteig liebe und was man daraus so zaubern kann. Daher gibt es heute eine weitere Hefeteig-Variante: Ein Schoko-Nuss-Zupfbrot.

SchokoNussZupfbrot

Ein solches Zupfbrot entsteht, indem man kleine Hefeteig-Quadrate nebeneinander in die Backform stapelt, die mit einer Füllung bestrichen sind (die einfachste Variante ist mit Butter, Zimt und Zucker). Wie das genau funktioniert, erfährst du natürlich im Rezept. Die Quadrate backen dann nicht komplett zusammen, sodass man das Brot auseinanderzupfen kann – daher der Name.
Das schmeckt dann nicht nur total lecker, es hat auch einen gewissen Suchtfaktor, immer noch ein kleines Stückchen mehr abzuzupfen und sich in den Mund zu schieben. 😉

Die Füllung für diese Variante ist durch die Gewürze leicht weihnachtlich angehaucht. Doch es schmeckt natürlich zu jeder Jahreszeit!

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Schoko-Nuss-Zupfbrot

Für eine 26cm-Springform mit Gugelhupfeinsatz oder eine große Kastenform

Zutaten:

  • 500 g Weizen- oder Dinkelmehl, z.B. Dinkelmehl, Type 1050
  • 2 El Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 250 ml Milch oder Milchalternative
  • 75 g Butter oder pflanzliche Margarine
  • 1/2 Würfel Hefe oder 1 Pck. Trockenhefe (für 500 g Mehl)
  • 1 Ei (min. Größe M) oder Leinsamen-Ei (1 El gemahlene Leinsamen und 3 El warmes Wasser)

Zutaten für die Füllung:

  • 1 Becher gemahlene Walnüsse
  • 1 Becher gemahlene Mandeln
  • 3 El Kokosblütenzucker
  • 1 El Kakaopulver
  • 1/2 Tl Zimt
  • 1/2 Tl Spekulatius- oder Lebkuchengewürz
  • ca. 3 El Milch oder Milchalternative
  • 50 g Butter oder pflanzliche Margarine, geschmolzen

Zubereitung:

  1. Wenn du ein Leinsamen-Ei verwenden möchtest, gibst du gemahlene Leinsamen und Wasser in eine kleine Schüssel, rührst kurz um und lässt das Leinsamen-Ei quellen.
  2. Mehl, Zucker und Salz in eine große Schüssel geben und vermischen.
  3. Wenn du Trockenhefe verwendest, mischst du sie unter das Mehl.
  4. Milch und Butter in einen Topf oder ein mirkowellenfestes Gefäß geben und erwärmen bis die Flüssigkeit lauwarm und die Butter geschmolzen ist. Am besten mit dem Finger die Wärme testen, um sicher zu gehen, dass die Mischung nicht zu heiß ist.
  5. Wenn du frische Hefe verwendest, bröselst du sie mit den Fingern in die lauwarme Flüssigkeit und rührst solange z.B. mit einer Gabel um, bis die Hefe vollständig aufgelöst ist.
  6. Die (Hefe-)Milch-Butter-Mischung zur Mehlmischung geben.
    Bei der Verwendung von Trockenhefe heißt das also, dass du nur eine Milch-Butter-Mischung zur Mehlmischung gibst, da die Hefe bereits in der Mehlmischung ist.
    Bei der Verwendung von frischer Hefe heißt das, dass du Hefe-Milch-Butter-Mischung zur Mehlmischung gibst, da die Hefe in der Flüssigkeit aufgelöst ist.
  7. Das (Leinsamen-)Ei dazugeben.
  8. Alles grob mit einer Gabel vermischen, sodass trockene und flüssige Zutaten beginnen, sich zu verbinden.
  9. Dann geht es mit den sauberen Händen ans Kneten. Den Teig einige Minuten von Hand kneten, damit sich alle Zutaten gut verbinden.
  10. Falls der Teig noch zu feucht und klebrig ist, esslöffelweise Mehl zugeben und unterkneten. Aber Vorsicht: Hefeteig soll bis zu einem gewissen Grad klebrig sein, sich also schwer vom Schüsselrand oder den Händen lösen, doch soll der Teig eben nicht komplett an Händen und Schüsselrand kleben bleiben.
  11. Den Teig in der Schüssel zu einer Kugel formen, die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.
    Ich stelle den Teig dafür immer in den Backofen, den ich auf 50° erwärmt und dann ausgemacht habe. Die Backofentür lasse ich einen kleinen Spalt offen.
  12. Nach der Stunde, in der die Hefekulturen richtig hart gearbeitet haben, sollte der Teig mindestens doppelt so groß geworden sein.
    Wenn bei mir alles gut läuft, dann geht der Teig bis zum Schüsselrand und fällt dann ein bisschen zusammen, sobald ich das Tuch wegmache.
  13. Kurz bevor der Teig fertig aufgegangen ist, die Füllung zubereiten: Die gemahlenen Nüsse mit dem Kokosblütenzucker, Kakao, Zimt und Gewürzen in einer Schüssel mischen und mit Milch zu einem festen, aber klebrigen Brei verrühren.
  14. Den aufgegangenen Teig aus der Schüssel nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder Silikon-Backunterlage nochmals durchkneten und zu einem großen Rechteck (ca. 30 x 40 cm) ausrollen.
  15. Den Teig längs in 6 Streifen schneiden.
  16. Jeden Streifen mit zerlassener Butter bestreichen, sodass ca. die Hälfte der Butter verbraucht ist.
  17. Anschließend die Schoko-Nuss-Füllung gleichmäßig auf die Streifen streichen.
    Da die Füllung klebrig-fest ist, geht das ganz gut, indem man kleine Flöckchen der Füllung auf den Streifen verteilt und dann mit dem Rücken eines Löffels verteilt.
  18. Die restliche zerlassene Butter auf die Schoko-Nuss-Füllung streichen.
  19. 2 oder 3 Streifen übereinander legen und in Quadrate schneiden. Orientier dich dabei auch an der Größe/Breite der Backform.
  20. Die kleinen Quadratstapel aufrecht in die gefettete und bemehlte Form setzen.
    Wenn du eine Kastenform verwendest, achte darauf, dass die äußeren Quadrate mit der Füllung nach innen eingesetzt werden, damit sie nicht am Rand der Form festkleben kann.
  21. Form nochmals mit einem Tuch abdecken und 15 Minuten ruhen lassen.
  22. Backofen auf 180°C vorheizen.
  23. Nach der Ruhezeit das Tuch entfernen.
  24. Form in den Ofen schieben und für ca. 35-40 Minuten backen.

Ich habe das Zupfbrot in einer Springform mit Gugelhupfeinsatz gemacht, weil meine Silikon-Kastenform zu klein war. Das habe ich natürlich erst festgestellt, als ich erfolglos versucht habe, alle Quadrate in die Kastenform zu bekommen. 😉 Ich habe dann etwas hilflos in die Schublade mit den Backformen gestarrt, wobei mir die Springform mit Gugelhupfeinsatz ins Auge gesprungen ist. Das hat am Ende wunderbar funktioniert!

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So ein Zupfbrot ist immer ein kleines Kunstwerk, oder? Aber nicht wundern, wenn die Füllung nach dem Backen nicht ganz gleichmäßig zwischen den “Scheiben” verteilt bleibt. Sie “wandert” beim Backen etwas durch das Aufgehen des Teigs. Am leckeren Geschmack ändert das natürlich nichts.

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Viel Spaß beim Nachbacken und Zupfen! Und genieße die restliche Adventszeit.

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