Unser Kanada-Roadtrip – Teil 2

Heute geht es weiter mit vielen, vielen Kanadafotos! Ein bisschen Text dazu darf natürlich auch nicht fehlen. 🙂
Im zweiten Teil meines Kanada-Reisberichts geht es auf restlichen Teil unseres Roadtrips – also weiter bis an die Pazifikküste und zurück nach Calgary. Danach wird es sogar noch einen dritten Teil geben mit all unsere Tiersichtungen und ein paar mehr Infos zu unserer Reise.

Kanada_Roadtrip

Die Reise an die Küste

Nach unserem Stopp in Clearwater, ging es weiter in Richtung Küste. Doch dazu mussten wir noch einen Zwischenstopp einlegen, denn von Clearwater bis nach Victoria auf Vancouver Island, das dann auf unserem Plan stand, wären es knapp 8 Stunden Fahrt gewesen inkl. Zeit auf der Fähre, aber ohne die zusätzliche Zeit, die man vor Fähren-Abfahrt einplanen muss und die man braucht, um dann wieder von der Fähre runter zu kommen. Daher haben wir zwischendrin in Kamloops Halt gemacht. Nicht, weil es dort so viel zu sehen gegeben hätte, sondern weil es ein guter Stopp auf der Route war. Außerdem wussten wir bei unserer Reiseplanung nicht, ob wir ggf. vor der Abfahrt aus Clearwater nochmals in den Wells Grey Provincial Park gehen oder in der Umgebung etwas anderes anschauen möchten. Beides war dann vor Ort aber nicht der Fall, sodass wir die Zeit dazu genutzt haben, nicht auf direktem Weg nach Kamloops, sondern in einem größeren Bogen westlich über das 70 Mile House und Cache Creek zu fahren. Dadurch konnten wir noch mehr von der abwechslungsreichen Landschaft Westkanadas sehen.
Bislang waren wir von viel Grün umgeben, doch daraus wurde in der Region, durch die wir dann fuhren, eine fast dürre Landschaft.

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Auf dem Weg von Clearwater nach Kamloops

Keine grünen Wiesen und Wälder mehr sondern braune Stoppelhügel, da diese Region in einem Regenschattengebiet liegt, sodass das Klima in Kamloops selbst halbtrocken ist. Nach der langen Autofahrt haben wir es uns am späten Nachmittag im Park am Ufer des Thompson Rivers gemütlich gemacht, die Sonne genossen und beobachtet, wie es ein paar Kilometer weiter einen Wolkenbruch gab.

Kamloops2 Kamloops1
Am Ufer des Thompson Rivers in Kamloops

Am nächsten Tag ging es dann auf unsere lange Fahrt nach Victoria auf Vancouver Island. Daher haben wir uns recht früh auf den Weg gemacht, um in Sachen Fähre keinen Stress zu haben. Auf der Fahrt konnten wir wieder bestaunen, wie aus der dürren Landschaft saftig grüne Wälder wurden, die sehr an den Schwarzwald erinnert haben.
Die Gebirgsausläufer gehen bis kurz vor Vancouver und da es meines Wissens nach für LKWs in Kanada keine separate Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, war es doch manchmal etwas erschreckend, mit welchem Tempo die großen Laster die Berge “runter gerast” sind, nachdem es für sie nur im Schneckentempo bergauf ging. Kein Wunder also dass es überall solche Notausfahrten gab für den Fall, dass die Bremsen versagen. 😉

An Vancouver sind wir vorbeigefahren, da es direkt zum Tsawwassen-Fährhafen ging. Wir sind echt super gut durchgekommen (vor Vancouver wurde der Verkehr deutlich mehr und hat uns schon eher an deutsche Verkehrsverhältnisse erinnert) und haben sogar ein frühere Fähre als geplant erwischt. Das Wetter bei der Überfahrt war großartig, sodass wir an Deck die Sonne und die Aussicht genießen konnten.

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Fährüberfahrt nach Vancouver Island

Da wir durch die frühere Fähre auch früher in Victoria waren, hatten wir noch den ganzen Nachmittag, um die Stadt bei schönstem Wetter zu erkunden (es kam ja nicht allzu oft vor, dass wir richtige Sonnentage hatten). Zu Fuß sind wir von unserer AirB&B-Ferienwohnung im Stadtteil Esquimalt im Westen Victorias bis an die Waterfront und später wieder zurück gelaufen. Uns bringt im Urlaub eigentlich nichts von einem guten Fußmarsch ab. 😉 Und er hat sich auch dieses Mal wirklich gelohnt!

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In Victoria ist das älteste China Town Kanadas
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An der Waterfront
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Das Parlamentsgebäude von British Columbia
Victoria ist eine wunderschöne Stadt. Es gibt keine Wolkenkratzer, dafür aber viele Häuser aus der Zeit vor 1945. Es war wirklich großartig, hier durch die Straßen zu bummeln, und die Innenstadt ist meiner Meinung nach weitaus attraktiver als die von Vacnouver.
Am zweiten Tag in Victoria haben wir eine Whale-Watching-Tour gemacht, die von der Fisherman’s Wharf aus gestartet ist, wo es viele kleine, niedliche Hausboote gibt.
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Hausboote an der Fisherman’s Wharf
Bilder von unseren Wal- und sonstigen Tiersichtungen dieser Tour gibt es im nächsten Teil. Daher hier nur ein Blick auf die Insel des Race Rock Lighthouse, auf dessen Felsen wir nicht nur Seehunde gesehen haben.
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Race Rock Lighthouse

Bevor wir am dritten Tag auf Vancouver Island wieder zurück nach Vancouver gefahren sind, haben wir noch einen Ausflug zum French Beach Provincial Park gemacht, um dort den gemäßigten Regenwald mit seinen vielen Farnen zu bestaunen.

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French Beach Provincial Park

Leider hatten wir nicht mehr Zeit zur Verfügung, die wir auf Vancouver Island hätten verbringen können. Ich wäre unheimlich noch gerne in das Pacific Rim National Park Reserve oder nach Tofino gegangen, aber das müssen wir ein anderes Mal machen. Für uns ging es jetzt weiter nach Vancouver.

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Vancouver Skyline

Ich hatte mir von Vancouver als Stadt ehrlich gesagt etwas mehr erhofft. In der Innenstadt hat mir eigentlich nur Gastown gefallen und dass man ganz schnell im Stanley Park ist. Ansonsten ist es eben eine normale nordamerikanische Großstadt. Die Attraktivität der Stadt kommt vielmehr durch die Lage und die Umgebung: Man ist am Meer mit wunderschöner Küste, aber auch super schnell in den Bergen.

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Gastown und die berühmte Dampfuhr

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Stanley Park

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Granville Island

Wir haben auch einen Ausflug zum Vancouver Lighthouse Park mit dem Point-Atkinson-Leuchtturm gemacht, der sich alleine schon wegen der Fahrt entlang der Küste auf dem Marine Drive gelohnt hat. Da stand doch das eine oder andere nette “Häuschen” (also Villa). 😉 Und auch dort haben wir wieder ein Stück gemäßigten Regenwald bestaunt, sind an der Felsenküste entlang geklettert und haben den Blick aufs Meer genossen.

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Point-Atkinson-Leuchtturm, auf dessen Spitze ein Seeadler sitzt

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Lighthouse Park
Von Vancouver aus ging unsere Reise weiter in Richtung Osten
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Fahrt von Vancouver nach Kelowna

Als nächster Halt stand Kelowna auf dem Plan, wo wir ehrlich gesagt nur gefaulenzt haben, da auch dort das Wetter wunderschön war und wir einfach Lust aufs Nichtstun hatten (ich war dort außerdem in einem Lululemon-Laden und habe mir meine erste Lululemon-Leggins gekauft, die in Kanada dank Wechselkurs um einiges günstiger ist als bei uns – und sie war trotzdem nicht billig – der Kauf hat sich aber gelohnt, da ich die Hose liebe).

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Am Ufer des Lake Okanagan in Kelowna

Nach diesem entspannten Abstecher ging es wieder in bergiges Gebiet. In Revelstoke haben wir im Mount Revelstoke National Park nicht nur einen weitern gemäßigten Regenwald gesehen, sondern auch ein bisschen Schnee im Sommer.

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Mount Revelstoke National Park

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Blick vom Mount Revelstoke auf den Columbia River

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Blick auf den Mount Begbie von Revelstoke aus

Und nach Revelstoke ging uns irgendwie die Puste aus in Sachen Wanderlust. Vor Calgary hatten wir noch einen Stopp in Golden. Auf dem Weg von Revelstoke nach Golden fährt man durch den Glacier National Park, wo wir gerne noch einmal die Natur erkundet hätten. Aber es hat den ganzen Tag so geschüttet und ich war ehrlich gesagt total erschöpft, dass wir uns einfach nicht aufraffen konnten, nochmal im Regen auf Wanderschaft zu gehen. Wir haben auf unserer Reise so viele Regengüsse “durchstanden”, dass einfach keine Motivation mehr da war, das noch ein weiteres Mal zu machen. Daher waren die beiden Tage, an denen wir von Revelstoke nach Golden und von Golden weiter nach Calgary gefahren sind, reine Fahrtage abgesehen von kurzen Raststopps. Den Rest der Zeit haben wir größtenteils in den jeweiligen Unterkünften verbracht. Nur in Calgary haben wir uns noch einmal in die Innenstadt gewagt und dort auch unseren ersten Kontakt mit Pokemon-Go-Menschenansammlungen gemacht 😉 (das kam in Kanada ja schon Anfang Juli raus). Aber wir sind nicht einmal zur berühmten Calgary Stampede – die größte Rodeoshow der Welt – gegangen, weil es 1. mal wieder geschüttet hat und und wir uns 2. nicht mehr aufraffen konnten.

Calgary
Blick auf Calgarys Skyline vom Prince’s Island Park

Es ist wirklich schade, dass wir die letzten zwei Tage nicht mehr wie geplant ausnutzen konnten, aber der ständige Bettenwechsel und die ständige Schwangerschaftsübelkeit haben die Reise für mich so viel anstrengender gemacht. Ich hätte am Ende einfach noch ein paar Tage Faulenzen in einer schönen Unterkunft gebraucht, dann wäre ich super glücklich gewesen. Doch leider wollte ich zu diesem Zeitpunkt einfach nur nach Hause. Ich wollte einfach nur noch in mein Bett mit meiner eigenen Bettdecke (auch in Kanada gibt es nur diese großen Bettdecken, die man sich teilen muss), die Katzi schmusen, in unsere Küche kochen usw. Ich glaube, ich konnte auch deswegen den Reisebericht erst mit ein bisschen Abstand schreiben, denn jetzt kann ich erst so richtig darüber staunen, was wir auf dieser großen Reise alles gesehen und erlebt haben! Es war wahnsinnig beeindruckend und ich bin immer noch begeistert von der atemberaubenden Natur Westkanadas.

Ich hoffe, ich konnte auch bei dir Begeisterung für diesen Teil Kanadas wecken! Wenn nicht, dann werden das spätesten die gefühlt 1.000 Tierbilder machen, die ich aufgenommen haben, und von denen ich einen Auszug im nächsten Teil des Reiseberichts zeigen werde.

Hier geht es zum ersten Teil des Kanada-Reiseberichts und hier zu Teil 3.
Die Fotos aus den Reiseberichten findest du außerdem in meinem Kanada-Fotoalbum auf Facebook.

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