Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Heute habe ich die dritte Rezeptvariante mit süßem Hefeteig für euch: Ein leckerer Zwetschgenkuchen mit Streuseln vom Blech.

Zwetschgenkuchen

Zwetschgen haben aktuell noch Saison und schmecken ganz großartig zwischen Hefeteig und Streuseln! Der Kuchen kann aber auch mit Pflaumen, Äpfeln, Birnen, Aprikosen, Beeren usw. gemacht werden. Ein richtiger Wandlungskünstler, den man das ganz Jahr über machen kann. 😉
Beim heutigen Hefeteig habe ich mit Dinkelmehl Typ 630 gearbeitet, was sich großartig für Hefeteig eignet. Der Teig wurde super geschmeidig und hat wunderbar geschmeckt! Um die Streusel etwas gesünder zu machen, habe ich gemahlene Mandeln und Kokosblütenzucker verwendet. Durch den Kokosblütenzucker haben sie einen leicht malzigen Geschmack bekommen, so ähnlich wie bei der Verwendung von Vollrohrzucker. Zu dem herbstlichen Kuchen hat das wunderbar gepasst.
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Ganz ehrlich: Ich lobe mich selbst nur selten über alle Maßen, aber dieser Kuchen ist wirklich Bombe geworden! Das haben auch alle Testesser bestätigt. 😉
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Zwetschgenkuchen mit Streuseln

Für ein Backblech

Zutaten für den Boden:

  • 500 g Weizen- oder Dinkelmehl (siehe Hinweis unter dem Rezept)
  • 2 El Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 250 ml Milch oder Milchalternative
  • 75 g Butter oder pflanzliche Margarine
  • 1/2 Würfel Hefe oder 1 Pck. Trockenhefe (für 500 g Mehl)
  • 1 Ei (min. Größe M) oder Leinsamen-Ei (1 El gemahlene Leinsamen und 3 El warmes Wasser)

Extra-Zutaten für den Belag:

  • 1,5 kg Zwetschgen
  • 1 El Zimt
  • 2 El Speisestärke

Extra-Zutaten für die Streusel:

  • 100 gWeizen- oder Dinkelmehl (siehe Hinweis unter dem Rezept)
  • 100 g gemahlene Mandeln
  • 75 g Kokosblütenzucker oder Vollrohrzucker
  • 1 Tl Zimt
  • 1 Prise Salz
  • 125 g kalte Butter oder pflanzliche Margarine

Zubereitung:

  1. Wenn du ein Leinsamen-Ei verwenden möchtest, gibst du gemahlene Leinsamen und Wasser in eine kleine Schüssel, rührst kurz um und lässt das Leinsamen-Ei quellen.
  2. Mehl, Zucker und Salz in eine große Schüssel geben und vermischen.
  3. Wenn du Trockenhefe verwendest, mischst du sie unter das Mehl.
  4. Milch und Butter in einen Topf oder ein mirkowellenfestes Gefäß geben und erwärmen bis die Flüssigkeit lauwarm und die Butter geschmolzen ist. Am besten mit dem Finger die Wärme testen, um sicher zu gehen, dass die Mischung nicht zu heiß ist.
  5. Wenn du frische Hefe verwendest, bröselst du sie mit den Fingern in die lauwarme Flüssigkeit und rührst solange z.B. mit einer Gabel um, bis die Hefe vollständig aufgelöst ist.
  6. Die (Hefe-)Milch-Butter-Mischung zur Mehlmischung geben.
    Bei der Verwendung von Trockenhefe heißt das also, dass du nur eine Milch-Butter-Mischung zur Mehlmischung gibst, da die Hefe bereits in der Mehlmischung ist.
    Bei der Verwendung von frischer Hefe heißt das, dass du Hefe-Milch-Butter-Mischung zur Mehlmischung gibst, da die Hefe in der Flüssigkeit aufgelöst ist.
  7. Das (Leinsamen-)Ei dazugeben.
  8. Alles grob mit einer Gabel vermischen, sodass trockene und flüssige Zutaten beginnen, sich zu verbinden.
  9. Dann geht es mit den sauberen Händen ans Kneten. Den Teig einige Minuten von Hand kneten, damit sich alle Zutaten gut verbinden.
  10. Falls der Teig noch zu feucht und klebrig ist, esslöffelweise Mehl zugeben und unterkneten. Aber Vorsicht: Hefeteig soll bis zu einem gewissen Grad klebrig sein, sich also schwer vom Schüsselrand oder den Händen lösen, doch soll der Teig eben nicht komplett an Händen und Schüsselrand kleben bleiben.
  11. Den Teig in der Schüssel zu einer Kugel formen, die Schüssel mit einem Tuch abdecken und an einem warmen Ort 1 Stunde gehen lassen.
    Ich stelle den Teig dafür immer in den Backofen, den ich auf 50° erwärmt und dann ausgemacht habe. Die Backofentür lasse ich einen kleinen Spalt offen.
  12. Nach der Stunde, in der die Hefekulturen richtig hart gearbeitet haben, sollte der Teig mindestens doppelt so groß geworden sein.
    Wenn bei mir alles gut läuft, dann geht der Teig bis zum Schüsselrand und fällt dann ein bisschen zusammen, sobald ich das Tuch wegmache.
  13. Den aufgegangenen Teig aus der Schüssel nehmen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche oder Silikon-Backunterlage nochmals durchkneten und zu einem großen Rechteck auf Blechgröße (ca. 30 x 40 cm) ausrollen.
  14. Nochmals mit einem Tuch abdecken und min. 15 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit Zwetschgen und Streusel zubereiten.
  15. Für den Belag die Zwetschgen einsteinen und vierteln.
  16. In einer Schüssel mit Zimt und Speisestärke mischen.
  17. Für die Streusel Mehl, Mandeln, Zucker, Zimt und Salz in einer Schüssel mischen.
  18. Die kalte Butter oder Margarine stückchenweise dazugeben und alles mit den Händen verkneten.
  19. Backofen auf 180°C vorheizen.
  20. Das Tuch vom Boden entfernen, die Zwetschgen gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Zum Rand des Bodens hin ca. 1-2 cm aussparen.
  21. Den Streuselteig mit den Händen zu Streuseln zupfen und auf die Zwetschgen geben.
  22. Backblech in den Ofen schieben und für ca. 30-35 Minuten backen.

Hinweis:
In Sachen Mehl hast du viele Möglichkeiten. Du kannst Weißmehl, Mehl mit höherer Type, Vollkornmehl oder eine Mischung aus allem verwenden. Ich habe für die Schnecken eine 1:1-Mischung aus Weißmehl und Vollkornmehl genommen. Je nach Mehlsorte, v.a. bei dunkleren Sorten, brauchst du ggf. etwas mehr Flüssigkeit oder musst etwas mehr Mehl verwenden.
Ich habe den Teig auch schon ganz oft vegan zubereitet und es macht wirklich keinen Unterschied, v.a. ob man ein normales Ei oder Leinsamen-Ei verwendet!

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Also: Heut noch losgehen und Zutaten für den Sonntagskuchen kaufen!

Wenn es nicht dieser hier sein soll, dann vielleicht der einfache Hefezopf oder die Apfel-Zimtschnecken. Ich glaube auch, dass in nicht allzu ferner Zukunft noch ein süßes Hefeteig-Rezept kommt. Ich bin gerade voll auf dem Hefeteig-Trip und mir kommen lauter Ideen in den Kopf. Doch nächste Woche gibt es auf jeden Fall erst einmal Hefeteig-Pause. 😉

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