Mission #afterbabybody – Update #2

MissionAfterbabybody

Ruckzuck ist seit meinem letzten #afterbabybody-Update schon wieder fast ein halbes Jahr vergangen. Die Zeit im Mamaalltag vergeht nicht nur rasend schnell, sondern ist auch von ständigen Veränderungen geprägt – Langeweile kommt da auf keinen Fall auf! Natürlich hat sich in den letzten Monaten auch mein Körper weiter verändert – zum Positiven, wie ich finde! Was sich getan hat, erfährst du im heutigen Beitrag.

Wie von selbst

Die Sorge, die ich im Sommer noch hatte, dass ich nicht mehr in meine alten Hosen passen würde, war wirklich unbegründet, denn so nach und nach haben wieder alle Hosen aus dem Schrank gepasst. Zugegeben, gibt’s ein paar, die jetzt um die Hüften etwas enger sind, aber das ist ok und ich mache mir deswegen keinen Stress mehr.

Stressfrei war auch der Weg dorthin. Ich hatte immer die Vorstellung gehabt, dass ich nach der Schwangerschaft ein explizites Afterbabybody-Programm starten müsste – also so mit richtigem Diät- und Sportplan. Irgendwie ist der Gedanke, dass das Ganze mit Anstrengung und Verzicht verbunden sein müsste, immer noch fest verankert. Daher hatte ich manchmal echt ein schlechtes Gewissen, dass es so easy geklappt hat, v.a. wenn ich Komplimente bekomme, dass ich schon wieder so aussehe wie früher. Das ist doch bescheuert, oder?

Denn eins ist ja klar: Ich habe nicht nichts gemacht, es war eben nur nicht mit großer Anstrengung und Verzicht verbunden. Das, was ich gemacht habe, ist aus achtsamen und bewussten Entscheidungen heraus entstanden, ohne dass es dafür einen straffen Plan gebraucht hätte, was total super ist. Doch so ein bisschen fehlt mir da die „Ich hab es mir verdient, weil ich hart für gearbeitet habe“-Leistungsbestätigung, sodass ich auf die Frage, was ich denn gemacht habe, um wieder so gut in Form zu kommen, oft etwas beschämt gesagt habe „Hm, eigentlich nichts.“ Irgendwann ist mir dann doch der Groschen gefallen und ich habe begonnen, mein Handeln mehr wertzuschätzen, was mich deutlich zufriedener macht. Jetzt antworte ich auf die Frage nicht mehr beschämt, sondern selbstbewusst mit „Ich habe – wie früher auch schon – so gut es geht auf meinen Körper gehört und gemacht, was sich für ihn gut anfühlt.“

Bewegung und Sport

An Bewegung mangelt es mir nicht mehr, seit Adrian mit dem Krabbeln begonnen hat. Seitdem bin ich auch zuhause automatisch mehr auf den Beinen. Seit er laufen kann, ist das noch mal mehr geworden, sodass ich oft ganz leicht das Ziel vom 10.000 Schritten erreiche (ich trage immer noch mein Fitbit Alta HR). Ich merke dadurch aber auch, dass der Alltag mich körperlich mehr auslastet und ich die 5-6 Sporteinheiten pro Woche wie früher nicht mehr dafür brauche.

Die Fitnesstrainerstimme (oder vielleicht ist es auch das Ego) in meinem Kopf sagt mir zwar, dass man für die Verbesserung der körperlichen Fitness doch explizites Training braucht. Das stimmt natürlich! Doch auch hier neige ich eher dazu, das zu unterschätzen, was mein Alltag zur Zeit von selbst mit sich bringt und was nach meinem Verständnis eben kein „explizites“ Training ist. Mein Trainingsziel lautet gerade eben nicht, dass ich einen Halbmarathon laufen will (wobei das echt wieder schön wäre) oder ein bestimmtes Gewicht beim Kreuzheben erreiche, sondern dass ich fit für meinen Mamaalltag bin, dass ich Adrian problemlos die Treppen hoch- und runtertragen kann, keine Rückenschmerzen habe und versäumten Nachtschlaf aufhole, wenn es möglich ist. Und dafür mache ich gerne die eine oder andere explizite Trainingseinheiten, was aktuell immer noch 2-3 Mal pro Woche ist.

Zur Zeit stehen meist BODYPUMP, wofür ich am liebsten ins Studio gehe und was ich ab dieser Woche wieder selber unterrichten werde (ICH FREU MICH SOOOOOO!!!), CXWORX, was ich meist zuhause mache und oft tatkräftig von Adrian unterstützt werde, der nebenher spiel und dabei gerne an mir rumklettert, sowie Yoga auf dem Programm. Yoga begleitet mich fast täglich, da ich morgens/vormittags meist einige Runden Sonnengruß-Variationen mache, was auch mal durch eine längere Einheit oder den Besuch einer Yoga- oder BODYBALANCE-Stunde ergänzt wird.

Wenn gerade wieder ein paar besonders schlafarme Nächte waren, fordere ich meinen Körper nicht zusätzlich durch intensiven Sport heraus. Die Sonnengrüße gehen aber immer und tun dem durchnächtigten Körper richtig gut. Außerdem versuche ich dann zumindest ein kleines 5-minütiges Kräftigungsprogramm für den Bauch in den Tag zu integrieren, denn da merke ich definitiv noch Defizite. Nicht nur in Sachen Kraft, sondern ist da auch hin und wieder ein Gefühl der Instabilität v.a., wenn ich Adrian trage. Ich versuche natürlich, beim Tragen an die Aktivierung der Bauchmuskulatur zu denken,  Adrian nicht nur links, sondern auch rechts zu tragen, und ihn rückengerecht hochzuheben, aber das gelingt mir nicht immer. Ich merke es Gott sei Dank recht schnell, wenn ich da unaufmerksam war, doch schützt das eben auch nicht immer vor Rückenschmerzen.

Im Herbst habe ich auch wieder mit dem Laufen begonnen. Für die erste Zeit habe ich wieder das C25K-Laufprogramm dafür genutzt, mit dem ich schon einige Male den Wiedereinstieg beim Laufen gemacht haben (mittlerweile gibt’s dafür natürlich auch Apps – ich nutze diese hier). Auch jetzt hat mir das Programm wieder sehr dabei geholfen – nicht nur, weil ich ja lange nicht mehr laufen war (ich musste damit schon recht früh in der Schwangerschaft aufhören), sondern auch, weil ich jetzt fast immer mit Adrian im Kinderwagen laufe, was nochmals deutlich anstrengender ist.

Ich verbinde die Laufrunden gerne mit Adrians Nachmittagsschlaf, heißt, wenn er müde wird, schlüpf ich in die Laufklamotten, packe ihn in den Kinderwagen und es geht los. Er schläft dann relativ schnell im Wagen ein und da meine Runden meist so 45 Minuten dauern (zum Warm-Up und Cool-Down gehe ich immer ein paar Minuten), wacht er oft direkt auf, wenn wir wieder zuhause sind. Meine Laufrunden sind also immer noch eher kurz (für meine Verhältnisse) und ich bin gerade auch nicht konsequent dabei, meine Lauf-Fitness wieder zu verbessern. Ich habe aber z.B. auch wenig Lust, bei jedem Wetter rauszugehen oder noch eine extra Laufrunde einzulegen, wenn ich mit Adrian schon viel spazieren war. Mir ist es jetzt einfach noch wichtiger, dass ich beim Sport Spaß und auch wirklich Lust drauf habe. Die Zeit, wo ich mich wieder etwas mehr „zwingen“ muss, weil ich doch gerne wieder einen 10km-Lauf oder Halbmarathon absolvieren möchte, wird schon noch kommen. 😉

Ernährung

Natürlich geht’s auch bei der Ernährung immer noch konsequenter in Sachen gesund und clean, doch auch da habe ich für mich gelernt, dass sich das alles von selbst reguliert, wenn ich mehr auf die Signale meines Körpers achte. Intuitives Essen eben. So gab es in der Weihnachtszeit das eine oder andere Plätzchen (meine Schwiegermama hat soooo lecker gebacken – und wir wurden regelmäßig versorgt) und nach den Feiertagen hatte ich dann richtig Heißhunger – ja, Heißhunger – auf frische grüne Säfte. Gleichzeitig hatte ich gar keine Lust auf Kaffee, was auch gut dazu gepasst hat, dass sich mein Körper einfach etwas übersäuert angefühlt hat. Also habe ich meinen Entsafter aus- und für mich den Kaffee weggepackt, was mir richtig gut getan hat.

Seit Adrian richtig isst und v.a. beim Mittagessen das selbe bekommt wie wir Großen (was mich natürlich auch dazu motiviert, gesund zu kochen), sind auch meine Essenszeiten wieder sehr regelmäßig. Das liegt aber auch daran, dass Adrian immer auch was zu essen haben möchte, wenn jemand anderes in seiner Umgebung was isst – selbst wenn er sich keine halbe Stunde vorher satt gegessen hat (Adrian darf immer so viel essen, wie er möchte). Das ist echt der totale Herdentrieb! Daher esse ich dann meistens mit ihm zusammen, auch wenn mein Hunger vielleicht noch nicht ganz so groß ist wie z.B. abends, wo Adrian zwischen 18:00 und 18:30 Uhr Hunger bekommt, ich mit dem Abendessen aber auch noch eine Stunde warten könnte. Mittlerweile habe ich mich aber seinen Essenszeiten ganz gut angepasst und habe Hunger, wenn er auch Hunger hat. Wie war das nochmal mit dem Herdentrieb? 😉 Gemeinsam zu essen ist einfach eine schöne Sache und Adrian beim Essen zuzuschauen macht richtig Spaß.

Für die Arbeit hat meine Vespertüte wieder ein Comeback gefeiert. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, ohne sie zur Arbeit zu gehen. Liegt natürlich auch daran, dass ich mir dort keinen richtig Essensvorrat anlegen kann, da ich ja nicht jeden Tag dort bin. Ansonsten würde ich z.B. Obst immer vor Ort haben. Was ich aber immer in meinem Spind habe, sind ein kleines Glas Nussbutter, Trockenfrüchte, Müsli und eine Teeauswahl. In die Vespertüte kommt dann frisches Obst, fast immer ein Smoothie (der ist als Snack in meinem Job einfach am praktischsten) und an meinem langen Montag noch Mittag- und Abendessen (Mittagessen ist meist ein Rest vom Wochenende, fürs Abendessen habe ich Brot, Rohkost, Aufstrich & Co. dabei). Mir gibt das ein gutes Gefühl, wenn ich weiß, dass ich gute Sachen zum Essen dabei habe.

Wie geht’s jetzt weiter?

Ich denke, dass die Mission #afterbabybody für mich vorerst abgeschlossen ist. Ich fühle mich in meinem Körper wohl, ich bin zufrieden mit meiner Ernährung und an Bewegung mangelt es mir auch nicht. Das einzige, woran ich mich wirklich noch gewöhnen muss, ist, dass ich nicht mehr so viel expliziten Sport mache. Manchmal fehlt mir das, weil es so lange ein fester Bestandteil meines Lebens war und es mir einfach so viel Spaß macht. Aber ich probiere da gerade etwas aus, um mein Sport-Bedürfnis etwas besser zu befriedigen. Wenn sich das bewährt hat, werde ich natürlich darüber berichten.

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