Urlaubserholung ohne Urlaub

Mittwoch, 16. April 2014
Oder auch: Wie man den Notfallplan für schlechte Tage auf eine ganze Woche (oder länger) ausweitet.

In meinem letzten Post hatte ich schon geschrieben, dass mein kreativer Geist letzte Woche einfach mal Urlaub gebraucht hat. Nachdem ich am vorangegangenen Wochenende den Lehrgang zum Leistungssport Body Trainer abgeschlossen hatte, konnte ich mir das nicht gleich eingestehen und war zunächst wieder ganz schön hin- und hergerissen.
Die eine Stimme in meinem Kopf sagte:
“Lehrgänge sind bis Juni vorbei und durch den Wegfall des Bioladen-Jobs hast du mehr Zeit zur Verfügung, ergo musst du jetzt sofort das nächste Vorhaben angehen und die Zeit sinnvoll nutzen.”
Doch da war auch eine andere Stimme, die mir sagte:
“Puh, da war die letzten Wochen doch einiges los bei dir: Veränderungen bei der Arbeit (sowohl bei deiner Festanstellung als auch beim Nebenjob), eine intensive Phase bei der Therapie, die Vorbereitung auf die beiden eng beieinanderliegenden Lehrgänge – eigentlich wäre es schön, mal ein bisschen Pause zu machen.”
Wie, ich soll Pause machen? Das gefiel meinem Hamster in seinem Hamsterrad natürlich gar nicht! Und gleichzeitig konnte ich nicht leugnen, dass ich mich richtig urlaubsreif gefühlt habe. Ich hätte am liebsten spontan eine Woche frei von allem gemacht. Bei näherer Betrachtung habe ich dann aber festgestellt, dass ich weder von der Arbeit noch von der Therapie freihaben wollte. Ich wollte Urlaub haben von dem inneren Drang, dass ich während der freien Zeit, die ich außerhalb von Arbeit und Therapie habe, weitere Projekte und Vorhaben vorantreiben muss. Ob das nun das Thema Selbstständigkeit, die Überarbeitung des Blogs oder neue sportliche Herausforderungen sind – ich hatte das starke Bedürfnis, das alles auf Eis zu legen und einfach nur das zu genießen, was gerade ist und worauf ich Lust habe.

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berggeist007  / pixelio.de

Den Anfang habe ich direkt am Montag gemacht, für den ich mir vorgenommen hatte, den “verpassten” Sonntag nachzuholen, da keine Arbeit und keine sonstigen Termine anstanden. Für mich sah das folgender Maßen aus:
  • Ich habe zuerst bis in den frühen Nachmittag Serien angeschaut (da begann das Scandal-Fieber). Solange blieb ich dann auch im Schlafanzug.
  • Dann hatte ich doch das Bedürfnis, zuhause ein bisschen Ordnung zu machen – natürlich nur mit ausreichend Pausen dazwischen.
  • Und dann hatte ich noch Lust auf ne Runde Sport und habe einen Bauch, Beine, Po-Kurs gemacht, den ich auf YouTube gefunden hatte (als Vorbereitung auf den BBP-Kurs, den ich dann freitags gegeben habe).
Ich sag euch, das war ein so schöner Tag! Das schönste daran war, dass ich einfach zulassen konnte, dass ich erstmal nichts zu will. Die Lust, dann doch aktiv zu werden, kam von ganz alleine.

Die kommenden Tage habe ich dann ähnlich gestaltet. Ich habe weder eine ToDo-Liste und noch einen straffen Tagesplan geführt. Ich bin zur Arbeit sowie zur Therapie gegangen und habe meine freien Zeit ohne das nächste Projekt im Hinterkopf genossen. Dabei habe ich zum einen festgestellt, dass ich noch gar nicht so sicher bin, was denn die nächsten Schritte konkret sein könnten. Zum anderen hat sich in mir eine ganz unbekannte Zufriedenheit breit gemacht, dass es so, wie es gerade ist, schon super ist. Damit einher geht das Vertrauen, dass ich wieder viel Energie und Kraft für Neues aufbringen kann, wenn die Zeit reif ist. Das ist sie aber noch nicht und das ist ok.

Natürlich ist das schlechte Gewissen, dass ich nicht genug mache, dass andere mehr machen oder dass ich hinterherhinke, immer noch da. Aber es ist nicht mehr so laut und es hat nicht mehr so viel Macht über mich. So schnell, wie es sich meldet, ist es in den letzten Tagen auch wieder verstummt. Das ist für mich ein wirklich großer Fortschritt!

Ich freue mich jetzt einfach auf das kommende Osterwochenende, an dem ich ganz entspannt Zeit mit meiner Familie verbringen werde. Meinen “Urlaub” habe ich daher noch ein bisschen verlängert.
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Dies & Das #1

Sonntag, 13. April 2014
Ich hatte schon seit längerem Lust, wieder eine Beitragsserie zu starten, in der ich einfach willkürlich über viele verschiedene Dinge berichten kann. Dinge, dir mir neu begegnet sind, die mir ganz besonders gefallen oder die in meinem Alltag passiert sind. In der Vergangenheit hatte ich dafür z.B. die Monatsfavoriten, doch jetzt möchte ich mir ein bisschen mehr Freiheit gönnen. Zum einen die Freiheit, über mehr zu schreiben als Favoriten, zum anderen die Freiheit, nicht an einen bestimmten zeitlichen Rhythmus gebunden zu sein (wie das bei monatlichen Favoriten der Fall ist).

Ich muss auch ehrlich zugeben, dass mein kreativer Geist sich diese Woche Urlaub genommen hat und ich habe mich nicht dagegen gewehrt. Daher nutze ich jetzt einfach die Gelegenheit und schreibe meine erste “Dies & Das”-Liste. Viel Spaß beim Lesen!

  • Letztes Wochenende hatte ich die vorletzte Präsenzphase für meine Fitnesstrainer-A-Lizenz. Der Lehrgang war leider nicht ganz so prickelnd (wie der eine oder andere, der mir auf Twitter/Facebook folgt vielleicht mitbekommen hat). Ich konnte aber die Fahrt nach Frankfurt dazu nutzen, mich mit meiner Cousine zu treffen, sodass das Wochenende doch noch richtig schön wurde!
    Jetzt bin ich auf jeden Fall froh, dass ich bis zum nächsten Lehrgang im Juni ein bisschen Pause vom Lernen habe.
  • Der Kokosriegel von Rapunzel ist wahnsinnig lecker! Falls ihr ihn noch nicht probiert habt, müsst ihr das unbedingt nachholen (er ist aber leider nicht vegan).

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  • Amazon Instant Video ist durch unsere Amazon Prime Mitgliedschaft für mich Himmel und Hölle gleichermaßen:
    • Himmel: Ich bin ein Serien-Junkie und habe Zugriff auf eine riesige Auswahl an Serien.
    • Hölle: Ich kann nicht nur über den TV, sondern auch übers iPad darauf zugreifen und mich daher kaum davon losreißen. Am meisten leidet darunter natürlich der Haushalt. Hehe.
  • Passend zum vorherigen Punkt kann ich euch die Serie Scandal wärmstens ans Herz legen, v.a. wenn ihr auf Polit-Thriller steht. Ganz großartig!
  • Warum hat es eigentlich so lange gedauert, bis ich bei MyMuesli bestellt habe? Was ich bislang probiert habe, finde ich super! Welches sind eure liebsten MyMuesli-Mischungen?

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  • Ich war am Donnerstag das erste Mal seit einer Ewigkeit mit einem Laufpartner unterwegs. Ich habe mich vor der Arbeit mit einer Kollegin getroffen und gemeinsam haben wir eine 38-Minuten-Runde mit ein paar knackigen Anstiegen geschafft. Für mich die längste Strecke, die ich seit meinem letzten Halbmarathon-Training gelaufen bin! Wir waren die ganze Zeit so mit Reden beschäftigt, dass der Lauf wie im Flug vorbeiging.
    Ich habe bislang fast alle meiner Läufe alleine bestritten und war total überrascht, wie gut es mir gefallen hat, mit jemand anderem zu laufen. Wir wollen uns in nächster Zeit öfter und auch mit weiteren Kollegen zum laufen treffen.
  • Vor ein paar Wochen habe ich tolle neue Kopfhörer bekommen. Die haben nicht nur eine geniale Farbe (Rot ist meine Lieblingsfarbe), sondern auch eine Bass-Funktion, die für einen ordentlichen Wumms sorgt. Da kann man getrost beim Putzen Party machen, ohne dass es jemanden stört.
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  • Eine weitere sportliche Premiere hat am Freitag stattgefunden: Ich habe die Freibad-Saison eröffnet! Das Freibad in der Sportanlage des Fitnessstudios, in dem ich arbeite, ist jetzt schon für Studio-Mitglieder geöffnet. Da es beheizt wird, hatte es schon angenehme 18°C.

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  • Und wenn ich schon ins Freibad gehe, dann ist das erste Eis der Saison natürlich auch nicht weit. Das gab’s schon letztes Wochenende. Ich liebe Eis!

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  • Von Keimling gab es mal wieder ein paar leckere Produkte zum Testen:
    • Das Baobab-Pulver habe ich schon einige Male in Smoothies verwendet. Es hat meiner Meinung nach keinen großen Eigengeschmack, bringt aber eine leckere süß-säuerliche Note. Perfekt für Smoothies!
    • Haselnuss-Mus – dazu muss ich als Nussmus-Junkie nicht mehr sagen.
    • Das Pilzpulver ist für mich als Pilz-Liebhaber genau das richtige und verfeinert viele Gerichte.
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  • Ich bin wirklich stolz auf mich, dass ich mir diese Woche trotz Arbeit und Therapie ein bisschen Pause gegönnt und mich nicht gleich in die nächsten Projekte gestürzt habe. Das war wirklich dringend notwendig, da in den letzten Wochen in vielen Bereichen einiges los war. Am meisten freue ich mich darauf, dass ich jetzt wieder mehr Zeit fürs Klavierspielen habe – dazu  bin ich in den letzten zwei Monaten fast gar nicht gekommen und hatte auch keinen Unterricht. Mit dem Unterricht will ich nach Ostern wieder loslegen.

Das war meine erster “Dies & Das”-Liste.
Jetzt würde ich mich natürlich freuen zu hören, was euch in letzter Zeit bewegt, gefallen oder inspiriert hat.

Hinweis: Die Kopfhörer und die Produkte von Keimling wurden mir kostenlos zur Verfügung gestellt.
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Achtsamkeit beim Essen

Freitag, 4. April 2014
Als ich mit dem Frühjahrsputz für meinen Körper begonnen hatte, war für mich klar, dass es nicht nur ums reine Abnehmen geht. Auch wenn ich ein bestimmtes Figur-Ideal im Kopf habe, das ich anstrebe, so ging es mir dabei von Anfang an um mehr.
Ich habe in den letzten Monaten gemerkt, dass mir die Freude, die ich vor ein paar Jahren noch um den ganzen Themenbereich Ernährung hatte, ein bisschen verloren gegangen ist. Ich hatte oft keine Lust, mir leckere Mahlzeiten zu überlegen oder mein Essen ein bisschen besser zu planen und vorzubereiten. Es viel mir auch schwerer als sonst, wirklich zu spüren, auf was ich eigentlich Appetit hätte und was mein Körper gerade wirklich braucht.

Ich habe dann wieder ein Buch in die Hand genommen, dass bestimmt schon seit drei oder vier Jahren in meinem Bücherregal steht: Intuitive Eating (das Buch gibt es jetzt auch auf Deutsch unter dem Titel Intuitiv abnehmen).


Als ich das Buch zum ersten Mal gelesen hatte, habe ich den angesprochenen Punkten zwar komplett zugestimmt, konnte aber nicht sehen, dass auch ich noch ein gutes Stück vom intuitiven Essen entfernt bin. Seit ich das Buch jetzt wieder lese, erkenne ich mich in vielen Punkten wieder. Ich musste mir dabei z.B. eingestehen, dass auch ich stärker nach gewissen “Diät-Regeln” esse und auch das emotionale Essen stärker ausgeprägt ist, als ich das bisher angenommen hatte. Das führt – wenn auch unbewusst – zu negativen Gedanken rund um Essen & Ernährung, was ich nach außen hin aber gut verbergen kann.

Das Hauptziel meines Frühjahrsputzes ist ja, dass ich mich in meinem Körper wieder richtig wohl fühle und ihm das gebe, was er braucht. Um wieder einen besseren Kontakt zu meinen Bedürfnissen zu kommen, möchte ich beim Essen achtsamer werden. Genauer gesagt heißt das für mich, das ich meine Ernährung bewusster wahrnehmen möchte. Das betrifft sowohl das eigentliche Essen als auch z.B. die Essenszubereitung oder das Hören auf die Signale meines Körpers.
Doch gerade das Essen selbst stellt mich dabei vor die größte Herausforderung:
  • Ich kaue zu wenig (manchmal erschrecke ich selbst, wenn ich merke, dass ich gerade etwas fast unzerkaut runtergeschluckt habe).
  • Ich habe meistens irgendeine Ablenkung beim Essen (TV, Internet, was zum Lesen), da ich es hasse, alleine zu essen (und ich esse oft alleine).
  • Ich spüre oft eine gewisse Hast beim Essen und befürchte wohl irgendwie, nicht genügend abzukriegen.

Daher möchte ich in den nächsten Wochen gerade an diesem Punkt ansetzen, um zu einem bewussteren Essverhalten zu kommen:
  • Ich möchte langsamer essen.
  • Ich möchte beim Essen kleine Pausen einlegen (z.B. das Besteck mal kurz ablegen, bis ich einen Bissen gekaut und runtergeschluckt habe, und erst dann wieder was auf die Gabel schaufeln),
  • Ich möchte möglichst ohne Ablenkung essen (das wird die größte Herausforderung und ich weiß jetzt schon, dass mir das wahrscheinlich nie ganz gelingen wird – aber in den meisten Fällen, v.a. bei den Hauptmahlzeiten möchte ich eine ablenkungsfreie Zone haben).
  • Ich möchte wahrnehmen, wann ich körperlich satt bin und wann ich noch einen emotionaler Hunger habe.

Mir ist bewusst, dass das ein langfristiger Veränderungsprozess ist. Mir werden die oben genannten Punkte mal besser und mal weniger gut gelingen. Doch ich weiß, dass das in Ordnung ist und dass es um den stetigen Veränderungsprozess geht, bei dem man stückweise immer ein bisschen “besser” wird.
Gerade das Essen ohne Ablenkung hat in den letzten Tagen in mir schon einiges an Widerstand ausgelöst – dabei hört es sich so einfach an! Doch ich spüre, dass das ein wichtiges Thema für mich ist, um mich in meinem Körper wieder wohler zu fühlen.

Wie sieht es mit eurer Achtsamkeit beim Essen aus? Was stellt euch vor Herausforderungen? Und was konnten ihr für euch selbst schon verbessern?
Ich freue mich über eure Rückmeldungen und Tipps!
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Bye-bye Bioladen – hello BODYPUMP-Kurs!

Dienstag, 1. April 2014
Hui, die letzte Woche war ganz schön turbulent!

Der Titel dieses Posts sagt eigentlich schon alles aus: Meine Arbeit im Bioladen ist seit Freitag passé. Sie musste Platz machen für etwas ganz Tolles, auf das ich jetzt eine Weile hingearbeitet habe: Meinen eigenen BODYPUMP-Kurs. Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich bin, dass das endlich geklappt hat. Und natürlich gibt es hierzu noch etwas mehr zu erzählen.

In meine Post Beschäftigst du dich noch oder gestaltest du schon? habe ich schon angedeutet, dass es eine Sache gibt, bei der ich nicht mehr sehen konnte, dass sie zu meiner Vision beiträgt. Diese Sache war die Arbeit im Bioladen. Es hat mir schon Spaß gemacht, dort zu arbeiten, v.a. wegen der netten Kollegen und weil ich von tollen Bioprodukten umgeben war, aber irgendwie war auf einmal die Luft raus. Ich habe gemerkt, dass ich mit immer mehr Widerwillen hingegangen bin. Wenn ich dann noch den Großteil der Arbeitszeit an der Kasse saß, war mein Frustlevel ganz weit oben. Gedanken wie “Ich könnte mit meiner Zeit so viel besseres anfangen.” schlichen sich wieder in meinen Kopf ein – und diese sind mir ja nicht unbekannt.
Also habe ich überlegt, was ich denn besseres mit meiner Zeit anfangen könnte. Da kam mir zum einen in den Sinn, dass ich unheimlich gerne einen eigenen BODYPUMP-Kurs haben und auch andere Fitnesskurse geben möchte. Zum anderen hatte ich das Gefühl, dass ich mehr Zeit brauche, um meine Selbstständigkeit mit meinem Coaching-Konzept voranzutreiben. Bei beidem hat mich die Arbeit im Bioladen einfach nicht weitergebracht. Nur um des Geldes wegen wollte ich dort nicht bleiben. Es musste also eine Alternative her.

Ich war dann mit einem Fitnessstudio in Kontakt, das Verstärkung für die Betreuung auf der Trainingsfläche gesucht hat. Ich war sehr geneigt, da einfach zuzusagen, auch wenn mir weder die Arbeitszeiten entgegenkamen noch die Tatsache, dass ich dort ebenfalls keine Kurse machen könnte. Ich wollte im Bioladen ganz schnell einen Schlussstrich ziehen, damit es einfach vorbei ist. Diese Übergangszeit, in der ich zwar wusste, dass das eine zu einem Ende gekommen war, ich für mich aber die passende Lösung noch nicht gefunden hatte, war echt super ätzend. Aber letzten Endes war die Entscheidung, im Bioladen anzufangen, auch so eine erzwungene Geschichte: Ich wusste, dass ich einen Nebenjob brauche, und habe sozusagen die erstbeste Gelegenheit genutzt, ohne darauf zu achten, was ich wirklich will.

Ich habe mich also in Geduld geübt. Keine leichte Angelegenheit.

Doch dann sind mehrere Dinge passiert: Zuerst hat mich der Geschäftsführer vom MTV Stuttgart (ich bin ja durch meine Arbeit im Fitnessstudio MoTiV beim MTV Stuttgart angestellt, da das Studio zum Verein gehört) angesprochen, ob ich ihm nicht bei einigen Dingen in Sachen Öffentlichkeitsarbeit unter die Arme greifen könnte. Das hat mein Studioleiter für mich eingefädelt, was ich wirklich großartig finde! Ich habe dort im März schon bei der Erstellung unseres Vereinsmagazins unterstützt (das könnt ihr euch hier anschauen – es ist echt super geworden!), leite die Entwicklung der Smartphone-App für den Verein und bringe nun regelmäßig Berichte zum Thema Fitness, Ernährung & Gesundheit auf der Vereinshomepage. Das hat mit meiner Trainertätigkeit natürlich nichts am Hut. Doch es sind alles Dinge, die mir Spaß machen, und ich freue mich über die Abwechslung. Diese Zusatzaufgaben haben außerdem zu einer Erhöhung meiner Wochenstundenzahl geführt (ich habe dort eine Teilzeitstelle). Ich bin gespannt, wie es sich weiterentwickelt! Ich fühle mich auf jeden Fall sehr wohl dort und kann durch meine neuen Aufgabe auch neue Kontakte knüpfen.

Fitnesskurse werden beim MTV und im Fitnessstudio natürlich auch angeboten. Mit festen Kursen klappt es dort leider noch nicht, da aktuell nichts passendes frei ist. Für Vertretungen werde ich aber schon eingesetzt. Parallel dazu hat sich aber noch etwas anderes ergeben, was auch der Grund war, warum ich meinen Job im Bioladen gekündigt habe. Ich habe in dem Fitnessstudio, in dem ich selber seit vielen Jahren Mitglied bin, einen eigenen festen BODYPUMP-Kurs bekommen! Ich habe den Kurs von einer anderen Kursleiterin übernommen, die den Kurs aus beruflichen Gründen nicht mehr machen kann. Und dabei bleibt es nicht: Ab August kommen weitere Kurse hinzu. Ich werde unter anderem einen BODYBALANCE-Kurs übernehmen (das ist auch ein Programm von Les Mills), für welches das Studio die Ausbildungskosten übernimmt.
Einer der Vorteile an den Kursen ist natürlich, dass sie besser bezahlt werden als meine Arbeit im Bioladen. Ich muss also für das gleiche Geld viel weniger arbeiten und habe bei der Arbeit gleichzeitig viel mehr Spaß! Außerdem habe ich so einen größeren zeitlichen Spielraum bekommen, um z.B. meine Ideen bezüglich eines Coaching-Konzepts voranzutreiben. Ich profitiere also gleich mehrfach von dieser Veränderung – besser kann’s nicht laufen!

Ich konnte mein Glück letzte Woche kaum fassen. Es war großartig zu sehen, dass sich die Dinge so entwickelt haben, wie ich mir das vorgestellt hatte. Natürlich musste ich gewisse Veränderungen in die Wege leiten, aber dann habe ich versucht, den Dingen ihren Lauf zu lassen. Das ist wie bei einem Samen, den man säht: Man muss Geduld haben, bis sich ein sichtbarer Sprössling daraus entwickelt. Gräbt man ständig in der Erde rum, um zu sehen, ob schon was passiert ist, geht der Sprössling kaputt. Dieses Bild hat mir eine der Krankenschwestern in der Klinik mit auf den Weg gegeben. So langsam hat sich dieser Samen auch bei mir zu einem kleinen Pflänzchen entwickelt.

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Susanne Richter  / pixelio.de
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Ernährungstrainer-B-Lizenz und BODYPUMP-Lizenzierung

Montag, 24. März 2014
Der Abschluss meiner Fitnesstrainer-A-Lizenz rückt in greifbare Nähe: Nach dem letzten Wochenende stehen nur noch zwei Lehrgänge und die Lehrer-für-Fitness-Prüfung aus (wobei der nächste Lehrgang schon in zwei Wochen stattfindet). Letzte Woche kam dann noch eine weitere gute Nachricht per E-Mail ins Haus geflattert: Die erfolgreiche Erstlizenzierung als BODYPUMP-Instructor. Meine Fitnesstrainerausbildung geht also erfolgreich in die finale Runde!

Die letzten Woche habe ich wieder die “Lern-Mütze” aufgesetzt und mich durch die Unterlagen der Ernährungstrainer-B-Lizenz gearbeitet.

Ernährungstrainer

Wie die Fitnesstrainer-B-Lizenz ist auch das eine Basis-Ausbildung und soll grundlegendes Wissen für den Bereich Ernährung und Ernährungsberatung vermitteln. Als ich mich für die Fitnesstrainer-A-Lizenz bei der BSA entschieden hatte, war einer der Punkte, der mich von diesem Programm überzeugt hatte, dass neben den ganzen Fitnesstrainer-Lehrgängen zumindest eine Basis-Ausbildung für den Bereich Ernährung mit dabei ist. Als Fitnesstrainer sollte man in der Lage sein, auch in Sachen Ernährung mitreden zu können, denn man wird zwangsläufig bei der Arbeit damit konfrontiert.
Der Lehrgang beinhaltet unter anderem ernährungsphysiologische Grundlagen (wie z.B. den groben Ablauf der Verdauung), geht auf die Funktionen und Besonderheiten der Makro- sowie Mikronährstoffe ein und betrachtet verschiedene Ernährungsempfehlungen. Für mich war das meiste nicht wirklich neu, aber ich konnte mein bisheriges “Wissensgerüst” wieder etwas weiter vervollständigen. Ich muss aber auch ehrlich zugeben, dass bei der Fitnesstrainer-B-Lizenz speziell durch die ganzen anatomischen Grundlagen viel mehr neues Wissen dazukam als das bei diesem Lehrgang der Fall war. Trotzdem habe ich wieder einige neue Impulse bekommen.
Das wichtigste bei diesen ganzen Lehrgängen ist immer die Präsenzphase, bei der man für einige Tage mit einem Referenten der BSA und anderen Teilnehmern den Stoff durchgeht. Dieses Mal standen wieder vier Tage auf dem Programm (wie bei der Fitnesstrainer-B-Lizenz), in denen die wichtigsten Punkte aus dem Lehrbrief durchgesprochen wurden. Der Mehrwert dieser Präsenzphasen liegt zum einen darin, dass die Referenten immer weitere und ggf. auch neue Zusammenhänge aufzeigen, und zum anderen darin, dass man durch die Gespräche und Diskussionen in der Gruppe selbst nochmal ganz anders zum Nachdenken angeregt wird. Wir waren dieses Mal wieder eine ganz tolle, bunt gemischte Truppe! Wenn ihr jetzt denkt, dass bei diesen Lehrgängen “nur” Fitnesstrainer sitzen, dann habt ihr euch getäuscht. Die Teilnehmer kommen aus ganz unterschiedlichen beruflichen Hintergründen: Manche sind schon in der Fitnessbranche aktiv, manche wollen es noch werden und andere wissen es noch nicht bzw. machen die Lehrgänge primär für sich. Ich konnte auch dieses Mal wieder tolle neue Kontakte knüpfen, aus denen sich hoffentlich mehr entwickelt (ja, Gitta, ich meine unter anderem dich!).
Die vier Tage gingen erstaunlich schnell vorbei, obwohl wir dieses Mal wirklich den ganzen Tag nur im Unterrichtsraum saßen und gepaukt haben (bei den Fitnesstrainer-Lehrgängen gibt es immer auch Praxisteile auf der Trainingsfläche). Zum Abschluss mussten wir am Sonntagnachmittag noch eine kurze Prüfung schreiben, von der ich hoffentlich bald das Ergebnis bekomme.

Als ich beim Lehrgang war, kam außerdem endlich eine lang ersehnte E-Mail von Les Mills mit folgendem Anhang:

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Ich habe meine Assessment-Video für die BODYPUMP-Lizenzierung vor Weihnachten letztes Jahr abgeschickt und bis jetzt auf die Rückmeldung gewartet. Ich bin total glücklich, dass ich jetzt offizieller BODYPUMP-Instructor bin! Neben der Urkunde war auch ein Auswertungsbogen für mein Video dabei, in dem ich ganz viele nützliche Hinweise und Tipps bekommen habe. Da ich aktuell nicht regelmäßig Kurse unterrichte, gibt es noch einige Punkte, bei denen ich mich verbessern kann. Auch wenn das Leiten von Kursen aktuell nicht mein beruflicher Schwerpunkt ist, so möchte ich mich hier auf jeden Fall weiterentwickeln, denn es macht mir wirklich viel Spaß. Außerdem bin ich gerade dabei, mir einen eigenen festen BODYPUMP-Kurs zu suchen. Mal schauen, was daraus wird.

Am ersten Aprilwochenende steht dann die Präsenzphase für den Leistungssport Body Trainer an. Was sich dahinter genau verbirgt, verrate ich euch dann, wenn ich den Lehrgang absolviert habe.
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Frühjahrsputz für meinen Körper – Update #1

Montag, 17. März 2014
Die ersten beiden Wochen meines Frühjahrsputzes sind vorbei. Daher möchte ich euch heute ein kleines Update zu meinem Fortschritt geben, v.a. da ich letzte Woche die 5-tägige Saftkur absolviert habe.

Frühjahrsputz

In der ersten Woche stand für mich im Vordergrund, mich auf die Eat-Clean-Grundsätze zurückzubesinnen, speziell bezogen auf regelmäßige Mahlzeiten. Um dabei den Überblick nicht zu verlieren, habe ich angefangen, ein Essenstagebuch zu schreiben. Das dürft ihr euch aber nicht besonders kompliziert vorstellen: Ich schreibe keine ganz genauen Mengen oder so auf. Es geht mir eher darum, dass ich mir bewusst werde, WANN ich esse, und dass ich dadurch auch im Kopf habe, wann die nächste Mahlzeit grob anstehen sollte. Natürlich schreibe ich auch auf, was ich gegessen habe, aber eher in der Form “1 Portion Haferbrei” oder “1 Belegtes Brot, 1 Ei, Gemüsesticks”. Ich habe durch das Einhalten von recht festen Abständen zwischen meinen Mahlzeiten (ca. 3 Stunden) wieder gemerkt, wie viel besser es mir dadurch geht! In den letzten Monaten habe ich diese Abstände oft überschritten und bin dann in ein Hungerloch gefallen. Meine Ausrede, dass sich regelmäßige Mahlzeiten bei meinen aktuellen Jobs schwer unterbringen lassen, wurde natürlich auch widerlegt. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg! Im Fitnessstudio setzte ich mir z.B. Terminblocker, sodass ich mich problemlos in Ruhe 10 Minuten zum Essen zurückziehen kann. Wenn mein Terminplan eh schon recht voll ist, tut es mir sowieso gut, wenn ich mal eine kurze Pause zum Durchschnaufen habe. Natürlich klappt auch das nicht immer, aber im Regelfall lässt sich das schon unterbringen.

Die regelmäßigen Mahlzeiten haben mich auch wieder dazu angeregt, mir mehr Gedanken zu verschiedenen Snack-Varianten zu machen: Gemüsesticks, Obst, Nüsse, Reis-/Maiswaffeln, Smoothies, frische Säfte, Früchteriegel, Nussbutter, Käsestreifen, hartgekochte Eier, Joghurt/Quark/körniger Frischkäse – das alles findet sich nunmehr wieder als Snacks auf meinem Speiseplan. Nach der ersten Woche im “Abnehmmodus” hatte ich dadurch überhaupt nicht das Gefühl, auf irgendwas verzichten zu müssen. Im Gegenteil: Ich hatte eher das Gefühl, dass ich wieder mehr – im Sinne von abwechslungsreicher – esse und dass ich eigentlich gar nicht so viel anderes verändern musste. Belohnt wurde ich mit ca. 0,5 kg weniger auf der Waage – genauso wie ich mir das vorgenommen hatte!

Letzte Woche stand dann die 5-tägige Saftkur auf dem Programm.

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Ich habe das Programm von Jason Vale ja bereits letztes Jahr zwei Mal absolviert (hier und hier habe ich darüber berichtet). Jetzt war es für mich das erste Mal, dass ich die Saftkur mit vollem Arbeitsplan gemacht habe (letztes Jahr hatte ich ja noch nicht bzw. nur auf Aushilfsbasis gearbeitet). Ich war wirklich gespannt, wie sich das für mich entwickeln würde.
Am Montag war ich von leichten Detox-Nebenwirkungen geplagt. Ich hatte leichte Dauerkopfschmerzen und war manchmal etwas langsam im Kopf. Ich glaube aber, dass das größtenteils Entzugserscheinungen vom Koffein waren. Auch wenn ich sonst nicht viel Kaffee per se trinke, trinke ich ja viel grünen oder schwarzen Tee und nehme dadurch schon einiges an Koffein auf. Das war aber wirklich nicht weiter schlimm und ich wusste ja, dass das vorbeigeht.
Danach ging es steil bergauf: Ich bin am Dienstag problemlos um 5 Uhr aus dem Bett gekommen, ich hatte kein Nachmittagstief und zu meiner BODYPUMP-Stunde am Abend war ich super fit. Total genial! Mein Energielevel war bis zum Schluss der Saftkur richtig hoch. Ich habe aber jeden Tag auf das “Hunger SOS” zurückgreifen müssen, da ich abends immer ziemlich Hunger hatte, nachdem meine Saftrationen schon weg waren. Das fand ich aber nicht tragisch, denn ich habe jeden Tag Sport gemacht und war bei der Arbeit auf den Beinen.
An den letzten beiden Tagen ging es aber wieder mit dem Hungergefühl los – so wie ich es beim letzten Mal auch schon erlebt hatte. Ich hatte immer so einen leichten “Dauerhunger”, ohne aber deswegen genervt oder gereizt zu sein. Wirklich Gelüste hatte ich aber auch keine, sodass ich nicht denke, dass es “emotionaler Hunger” war. Mit mehr Saft konnte ich dem leider auch nicht entgegenwirken. Da ich aber immer noch voller Energie war, war das auch nicht weiter tragisch. Ich fand’s einfach nur ein bisschen eigenartig. Vielleicht wehrt sich mein Körper einfach nur so vehement dagegen, die Fettpolster anzuzapfen – doch da hat er keine Chance!
Auf der Waage und in Sache Körperumfang konnten sich die fünf Tage auf jeden Fall sehen lassen! Ich habe genau die versprochenen 5 lbs, also ca. 2,2 kg abgenommen und außerdem 0,5 cm an der Taille, 1,5 cm an der Hüfte und je 1 cm an den Oberschenkeln verloren. Das kann sich sehen lassen! Außerdem bin ich total glücklich, dass sich die Kur gut mit dem Arbeitsalltag vereinbaren ließ. Nicht nur das: Ich habe jetzt wieder mehr Lust aufs Entsaften bekommen und möchte in nächster Zeit einen Safttag pro Woche machen, an dem ich meinen Körper in Sachen Verdauung einfach etwas entlaste.

Nach einer langsamen Rückkehr zu fester Nahrung geht es diese Woche wie gehabt weiter: Regelmäßige Mahlzeiten, viel Bewegung, Essenstagebuch etc. Da mir bewusst ist, dass ein Teil des Gewichtsverlusts von letzter Woche auch darauf zurückzuführen ist, dass mein Magen-Darm-System fast “leer” war, habe ich in Sachen Abnehmen für diese Woche nicht allzu große Erwartungen. Wenn ich das Gewicht in etwa halte, ist das für mich schon super.
Außerdem habe ich diese Woche die Präsenzphase für die Ernährungstrainer-B-Lizenz, die ihm Rahmen meiner Fitnesstrainer-A-Lizenz ansteht. Da habe ich beim Lernen in den letzten Wochen schon viele interessante Dinge gelernt und freue mich jetzt darauf, das ganze zu vertiefen. In diesem Zusammenhang denke ich auch darüber nach, mal eine Woche ganz detailliert Essenstagebuch zu führen, also so richtig mit Abwiegen sowie Kalorien- und Nährstoffgehalt ermitteln. Ich bin total neugierig geworden, was denn wirklich alles in meinem Essen drin ist. Wenn ihr also Tipps für gute Smartphone-Apps habt, mit der ich das machen kann, dann immer her damit!

So viel zum ersten Lagebericht. Ich halte euch auf jeden Fall weiter auf dem Laufenden. Jetzt ruft meine Yoga-Matte und danach geht es mit dem Lernen weiter.
Ich hoffe, ihr seid auch gut in die Woche gestartet und freut euch auf das, was die nächsten Tag ansteht!
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Beschäftigst du dich noch oder gestaltest du schon?

Mittwoch, 12. März 2014
Ich gebe zu, ich bin eine wahre Meisterin im Beschäftigtsein. Ich kann mir wunderbar den Tag mit diversen Aktivitäten vollhauen, den Plan durchziehen und habe am Ende des Tages trotzdem das Gefühl, dass ich eigentlich nichts getan habe. Schlimmer noch: Wenn ich zu lange im Beschäftigungsmodus verweile, dann habe ich immer öfter das Gefühl, gar keine Zeit mehr für mich zu haben. Das ist eigentlich ziemlich paradox, da ich den Großteil meiner Aktivitäten, wie z.B. Sport, Kochen oder Bloggen, ja total gerne, aus freien Stücken und für mich mache. Trotzdem verliere ich den Kontakt dazu.

Meine bisherige Strategie, wenn das Ich-hab-keine-Zeit-Stadium erreicht ist: Noch mehr planen, strukturieren und organisieren. Denn das soll ja scheinbar Zeit und Freiräume schaffen. Aber das macht es für mich eigentlich nur noch schlimmer. Meine Therapeutin hat das ganz treffend bezeichnet: Ich bin in diesem Stadium überorganisiert. Ich versuche also, mit dem inneren Konflikt, der in mir durch den fehlenden Kontakt und das reine Beschäftigtsein entsteht, durch ein Mehr an Organisation und Struktur umzugehen. Und natürlich habe ich lange nicht gesehen, dass das so nicht funktioniert.

Vor zwei Jahren war dieses Verhalten ganz extrem ausgeprägt. Mein Tag war total durchgetaktet und wehe, jemand hat meinen Plan durcheinander gebracht. Es war keinerlei Puffer da, sodass ich immer das Gefühl hatte hinterherzuhinken. Für Spontaneität war gar kein Platz und ich habe mich auch meinen Mitmenschen gegenüber abgeschottet. Wenn beispielsweise das Telefon zu einem ungünstigen Zeitpunkt geklingelt hatte, bin ich oft nicht rangegangen. Andere Menschen waren ein Störfaktor. Hauptsache, ich hatte mich und meinen Plan im Griff. Mein Post zum geplanten Faulsein spiegelt mein Verhalten und den Druck, unter dem ich damals stand, ganz gut wider.

Ich weiß manchmal ehrlich gesagt nicht, wie ich so auf Dauer funktionieren konnte. Es war natürlich nicht von jetzt auf nachher so extrem, sondern ein stetiger Prozess. Ich konnte einfach nicht sehen, dass mein Leben nicht zusammenbricht, wenn an einem Tag mal nicht alles geklappt hat. Doch bestand mein Leben damals nur von Tag zu Tag zu Tag, da ich kein Gefühl und keine Vorstellung davon hatte, wie ich mein Leben langfristig gestalten möchte.

Wenn man keine Vision von seinem Leben hat, dann ist es ziemlich leicht, im Beschäftigungsmodus festzustecken. Die kleinen Aktivitäten bekommen ohne diese Vision eine unverhältnismäßig große Wichtigkeit. Sie haben keine Bezug zu ihrem Beitrag für das große Ganze. Die Energie, die man in sie investiert, verpufft ohne eine Richtung im Nichts.
Wenn man jedoch ein Bild davon hat, wie sich sein Leben (weiter)entwickeln soll, dann kann man sehen, wie all das, was man jeden Tag tut, einen Beitrag leistet. Man wird auch sehen, dass der große Plan nicht scheitern wird, weil mal ein paar Tage blöd laufen. Man kommt weg vom reinen Beschäftigtsein und wird immer mehr zum Gestalter. Dabei fällt es einem auch leichter zu entscheiden, was man sich dauerhaft auf seine Agenda schreibt – denn die Frage sollte immer sein: Trägt es zu meiner Vision bei?

Natürlich ist das für mich alles auch noch eine große Herausforderung. Der Hamster in mir ist immer noch da und will in sein Hamsterrad! Vor ein paar Wochen kam wieder dieses Ich-hab-keine-Zeit-Gefühl auf und ich habe trotz vollem Terminkalender eine gewisse Leere in mir gespürt. Das war auch der Zeitpunkt, als ich in der Therapie endlich richtig verstanden habe, das mein Überorganisieren nicht die Lösung ist.  Die Lösung war, meine diversen Aktivitäten auf den Prüfstand zu stellen und zu schauen, ob da irgendwas dabei ist, was keinen Beitrag mehr leistet. Dabei hat es mir natürlich immens geholfen, dass ich mein Gestaltungsraum wiedergefunden hatte.
Und siehe da: Es gab da doch eine Sache, bei der ich nicht mehr sehen konnte, dass sie zu meiner Vision beiträgt. Ich denke, dass sich dieser fehlende Kontakt dann auch auf andere Dinge übertragen hat. Seit ich das erkannt habe, arbeite ich daran, die notwendigen Veränderungen in die Wege zu leiten. Am liebsten würde ja radikalen Prozess machen, aber das ist leider nicht immer möglich. Diese Übergangszeit fühlt sich zwar nicht toll an, doch ich weiß, welche Schritte notwendig sind, und gehe sie nacheinander an. Um was es dabei genau geht, werde ich euch zu gegebener Zeit berichten.

Sein Leben zu gestalten fühlt sich einfach nur toll an!
Ich stelle daher auch euch die Frage: Beschäftigst du dich noch oder gestaltest du schon?
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